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Schräg – schräger – Schräglagentraining

29. August 2013 in Sicherheitstraining, User-Blog

Mit strahlendem Sonnenschein begrüßte uns die Rennstadt Hockenheim zum Schräglagentraining von Speer Racing auf dem Hockenheimring.

Ich (@fee) hatte mich mit den Netbikern @Irol, @MarkHunt, @eifelcat und @Nyrociel (für den theoretischen Teil, da Sie etwas angeschlagen war) zu einem solchen Training verabredet.
Insgesamt waren es 12 Teilnehmer, aufgeteilt auf 2 Instruktoren, welche aus dem gesamten Bundesgebiet kamen – Rheinland, Hochtaunuskreis, Münsterland, Rems-Murr-Kreis um nur mal ein paar zu nennen.

Bis auf Dolores (Irol) war es für Alle  das Erste Mal – dementsprechend neugierig und nervös waren wir.Mit dabei waren sowohl erfahrene Motorradfahrer mit über 10jährigen Fahrpraxis wie auch ein Neuling mit 5 wöchiger Fahrpraxis – die aber jede Menge Mut und Mumm hatte (dazu später).

Bevor es auf die Maschine, eine Suzuki SV 650, gab es eine gemeinsame Theoriestunde. Dort wurde erstmal abgefragt “Warum macht Ihr dieses Training?”. Die Antworten waren unterschiedlich, liessen sich aber dann praktischerweise in der Summe gut auf die beiden Instruktoren aufteilen. Die einen wollten sicher Ihre Grenzen in der Schräglage erfahren und kennenlernen, andere gewisse Ängste in Zukunft besiegen können. Natürlich gab es auch diejenigen, die umbedingt mit dem Knie auf den Boden kommen wollten – auch die kamen in den Genuss.

Insgesamt zu sechst teilten wir uns den Instruktor Carsten, der auf jeden individuell einging und wir somit auf unseren eigenen Level üben konnten. Wir sechs waren uns einig, dass wir sicher die Grenze unserer persönlichen Schräglage kennenlernen möchten und Sarah (gerade 5 Wochen den Führerschein) wurde im Laufe des Trainings so von Carsten gekitzelt, dass sie auch mal das Knie auf dem Boden hatte. Das Grinsen ging einmal rundherum ;-)

Der erste Turn war von jedem noch etwas unsicher und wackelig. Nach jedem Turn gab es Feedback und auch während des Turns bekamen die Zuschauer Tipps vom Instruktor – man lernt nicht nur im selbst Fahren, sondern auch beim Zuschauen. Mein persönliches Gefühl mit den Auslegern – in den ersten 2-3 Runden war es total ungewohnt und ich fühlte mich alles andere als wohl auf der Maschine. Nach und nach gewöhnt man sich aber an die Ausleger.

Am Abend waren wir alle hundsmüde … trotz, dass das Training nur 3,5 Stunden gedauert hat. Trotzdem haben wir richtig viel Spaß gehabt und werden es sicher wiederholen!

6 Antworten zu Schräg – schräger – Schräglagentraining

  1. Am 31. August 2013 sagte quan:

    Danke für den netten Artikel!
    Ich habe mich schon oft gefragt, wie sich so ein Motorrad mit solchen Stützen fährt. Wäre sicherlich mal spannend, das zu probieren! Ich stelle es mir aber schwierig vor, das mit einer fremden Maschine zu lernen und das auch einfach so auf das eigene Motorrad zu übertragen.
    Ich hab das mit dem Knie dann letztlich doch einfach auf der Straße mit dem eigenem Moped gelernt :-)

  2. Hallo Fee,

    hast de “fein gemacht”. :-) Wirklich gut beschrieben.
    Beim ersten Aufsitzen auf das fremde Motorrad, da hab ich noch gedacht, dass ich während der Fahrt die “Ausleger” immer mitsehen werde und dass mich das bestimmt sehr stören wird. Das ist aber nicht so, ich hab die Dinger so rein seh-technisch ganz übersehen, aber trotzdem im Hinterkopf gehabt, dass sie mich abfangen werden, falls ich mich langmache. Von Runde zu Runde wurde bei mir die Angst weniger – und ich sage Euch, dass Wort Angst stand mir übergroß auf die Stirn geschrieben. Natürlich habe ICH keine richtige Schräglage hinbekommen. Trotzdem war das Training für mich gut und wertvoll im Sinne von:
    Gut zu wissen, was ein Motorrad alles kann, wenn sein Fahrer es kann. Gut, dass ich mich getraut habe (mir ist einfach vorher keine plausible Ausrede fürs Kneifen eingefallen ;-) ). Gut, dass ich mit euch da war und ihr mir Mut gemacht habt. Gut, dass ich (zwar total kaputt und müde) mit einem leichten und frohen Gefühl zurückgefahren bin.

    Mein Fazit: ja, ich werd noch ein Sicherheitstraining absolvieren und dann sicher auch noch mal ein Schräglagentraining. Mein nach außen hin ersichtlicher Erfolg war sicher nicht so groß, aber mich persönlich hat es ein Stück angstfreier gemacht.

    • Na, wenn dir das Training Angst genommen und Selbstsicherheit gegeben hat, dann hat es sich doch absolut gelohnt!
      Und mit der Erfahrung und Umsetzung des Gelernten, wird sich unweigerlich auch der Erfolg zeigen.

  3. Am 1. September 2013 sagte :

    Gefällt mir ;) auch wenn ich leider mitfahren konnte…

  4. Am 2. September 2013 sagte :

    das blöde ist: man muss es immer wieder wiederholen. die diversen adac-trainigs waren alle toll und hinterher fühlt man sich immer sicherer, aber kaum ist der winter vorbei kannste wieder alles von vorne anfangen.

    auch mir hat das kurven-training mit flügel-motorrad am meisten spass gemacht, dass man sich über die reifenkante hinaus (fliehkraftverformung!) so sicher fühlen kann, hätte ich nie gedacht.

    elbstrand

  5. Ja, ich kenne Speer Racing auch von diversen Trainings.
    Und da lernt man selbst als “alter Hase” noch was – oder stellt fest, dass sich so manche blöde Kleinigkeiten doch wieder festgesetzt haben…
    Das Moped mit dem Ausleger fährt sich wegen des Gewichts des Auslegers etwas anders als ein “freies” Moped.
    Wenn man genügend Schräglage hat, dann “ditscht” das Rad des Auslegers auf den Boden. Kurzer Schlenker im Mopped – aber unerheblich. Sollte man beim ersten Mal bisschen erschrecken, aber nach mehreren Ditschern hat man sich dran gewöhnt.
    Meiner Ansicht nach das Wichtigste bei dem Schräglagentrainer ist, dass man mal selbstr merkt, dass ca. 40 Grad Schräglage noch immer sicher sind und der Reifen einen trägt.
    Und wenn man das noch von außen sehen kann, erkennt man, wie schräg das ist und was an sich noch geht oder gehen könnte. Kann ich jeder/jedem nur empfehlen, sowas mal mitzumachen.

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