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Warmup im Trentino, alternativ: BMW-Selbsthilfegruppe gegründet…

30. Mai 2017 in Netbiker-Events, Tourenberichte und -tipps

Vom 26.05. bis zum 29.05. waren wir zum “Warmup im Trentino” unterwegs. Dieses Jahr waren es zwar weniger Teilnehmer als letztes Jahr, dafür war’s aber nicht minder schön.Dabei waren @rike97 @sualkbn @grauer @joey @marco_rux76 und ich. Damit für Trentino 2018 wir dann noch wissen, was wir 2017 so gefahren sind, gibts hier einen kleinen Bericht und vielleicht die ein oder andere Tourenempfehlung für euch. Natürlich darf der Artikel auch als Motivation dienen, selbst bei einem solchen Event teilzunehmen oder vielleicht sogar selbst eines zu veranstalten.

Aber nun gut, nun zur Tour:

1. Tag: Anreise

Ich hatte für Marco und mich als Anreise erst mal die Autobahn gewählt und dann ab Garmisch die Strecke über Ettal und den Plansee, denn der gemeinsame Startpunkt um 10:00 Uhr war auf Reutte gesetzt worden.
Noch vor dem gemeinsamen Start hatte es leider die erste BMW auf einen ADAC-Anhänger geschafft, so dass wir in Reutte nur zu fünft starten konnten. 1. Diagnose: Irgendetwas an der Elektrik. 2. Diagnose in der Werkstatt: Batterie kaputt. Nach Tausch gab’s für Uli dann ne Einzelanreise und die Tour war doch erst mal gerettet.
Kaum in Reutte gestartet, sprang leider Klaus’ BMW nicht mehr an. Diagnose: Batterie kaputt. Zum Glück war ein Laden vor Ort, der die Batterie neu befüllen und laden konnte (auch wenn es ihm zu viel war, Minus und Plus auseinander zu halten). Mit mehr als einer Stunde Verspätung gings dann tatsächlich los.
So ging es dann über das Namlostal, das Hahntenjoch, das Ötztal über das Timmelsjoch, das am Tag zuvor eröffnet hatte, nach Italien. Und hier wollte dann Jürgens recht neue BMW etwas Pflege haben und die Hinterradbremse hat angefangen, nicht mehr zu arbeiten. Nach etwas Bastelei ging sie wieder so halbwegs und es konnte weiter gehen.
Eigentlich wollten wir den Jaufenpass noch in beide Richtungen vor unserer Weiterfahrt befahren (das Mittagessen sollte auch eigentlich in Sterzing stattfinden…), leider aber musste das wegen der Pannenzeit ausfallen. Weiter ging es dann über Gampenpass, Mendelpass, Eggental, Lavaze-Pass zum Manghenpass und nach ein paar Kurven waren wir dann gegen 20:30 Uhr in Ischia in der Pension angekommen und sind zu Uli gestoßen, die schon seit 19:30 dort auf uns gewartet hatte und haben uns von @daria die dankenswerterweise die Abendessenzeiten immer super nach unserer Tourenplanung hat ausrichten können, lecker verköstigen lassen.

Hinfahrt: 620km, Hier klicken für Route

2. Tag: Seenrunde

Für den zweiten Tag hatten wir uns die Seenrunde ausgesucht. Die sind wir ähnlich bereits in den letzten Jahren gefahren, allerdings haben wir die Strecke vom Monte Bondone zum Monte Velo anders verlaufen lassen und die Strecke über den Lago di Cei mitgenbommen, welche auch sehr schön war. Am Gardasee angekommen gab es in der Pizzeria in der Brasa-Schlucht das obligatorische Mittagsessen und gestärkt ging es dann weiter Richtung Süden über den Lago Valvestino.
Für die Weiterfahrt zum Idrosee wollte ich eigentlich neue Strecken weiter westlich vom Idrosee aussuchen, wie man der verlinkten Strecke aber entnehmen kann hat das nicht so ganz geklappt, eine Straßensperre hat uns dann zum Umdrehen gezwungen.
Der nächste Versuch war dann zumindest ab Idrosee die Strecke weiter westlich zu nehmen, aber hier machte erst mal Klaus’ BMW wieder Macken, denn plötzlich hat sie ihren Schnabel vorn verloren. Der wurde dann kurzerhand einfach hinten drauf geklemmt und es konnte bald weiter gehen.
Aber auf der geplanten Strecke sind wir dann wieder in eine Sperre, diesmal wegen einem Autorennen, geraten und mussten umdrehen. Daher ging es dann über den Ledrosee zurück und als Abstecher haben wir uns noch für einen Kurzbesuch des Tremalzopass entschieden. Für mehr Pässe war leider keine Zeit, sonst hätten wir @daria zu sehr mit dem Abendessen versetzen müssen. Daher gings auf schnellstem weg zurück nach Ischia. Um 19:30 Uhr waren wir dann auch zurück.

Seenrunde: 380km, Hier klicken für Route

3. Tag: Pässe-Rundfahrt

Eine Pässe-Runde war angesagt und da sollten so einige (zumindest für mich) neue Straßen dabei sein. Erstes Ziel war der Monte Grappe und zum Start ging es erst einmal über den Kaiserjägersteig und weitere schöne kurvige Strecken.
In Maso blieb dann jedoch leider Ulis Moped wieder liegen und sprang auch nicht mehr an. Scheinbar war die Diagnose mit der kaputten Batterie nicht die richtige. Nach viel Bastelei hatten wir auch nichts hinbekommen und es blieb nichts anderes über, als den ADAC zu rufen. Da der ADAC nicht mit GPS-Koordinaten umgehen konnte und auch die Ortschaften, in denen wir in der Nähe waren, nicht in seinem System gefunden hatte, dauerte es sehr lange, bis dann endlich der italienische Pannendienst beauftragt wurde. Die Zeit hatten wir uns dann bei Panini und andren Snacks in der Dorf-Bar von Maso vertrieben. Nach weiteren eineinhalb Stunden war dann auch endlich der Pannendienst vor Ort. Nach einer Weiterbildung im Verzurren von Mopeds wurde ihm dann Ulis Moped mitgegeben…
Für Uli ging es dann bei Jürgen als Sozia weiter und die Sozia-Prüfung kann man nun als mit Bravour abgelegt bezeichnen ;-)
Leider fehlte uns natürlich dadurch viel Zeit, welche wir nicht mehr reinfahren konnten, aber dennoch haben wir das beste draus gemacht und sind weiter zum Monte Grappa gefahren, welchen ich spontan in meine TOP 3 der Pässe aufgenommen habe. Ein absoluter Hammer ;-)
Über den Rollepass gings dann nochmal über den Manghen und um 19:30 Uhr waren wir wieder zurück.
Schön war auch, dass wir viele Straßen befahren haben, welche am Tag zuvor für die Giro d’Italia genutzt wurden, so waren alle Dörfer (natürlich für uns…) schön geschmückt und rausgeputzt.

Pässerunde: 310km, Hier klicken für Route

4. Tag: Heimreise

Nun ging es an die Rückfahrt – leider wieder nur zu fünft, denn Ulis musste dann später mit dem Mietwagen zurück. Um ‘mal etwas Neues zu probieren ging es den Manghen rauf, zur Abwechslung mal von Süd nach Nord, was auch schön war ;-)
Heute war dann Rolfs BMW dran, deren Frontscheinwerfer nicht mehr wollte. Dank Seitenscheinwerfer war aber immer noch genug Licht da. So ging es weiter über den Lavaze-Pass, den Karerpass und das Pordoijoch Richtung Sella-Runde. Ab da ging’s ein bisschen langsamer voran, denn zu viel überholen kann viel Geld kosten, wie wir gemerkt haben ;-) Weiter ging’s dann über den Passo Compolongo in Richtung Würzjoch, das ich von (gaaaanz) früher noch als tolle Strecke in Erinnerung hatte. Nach kilometerlangem Gerüttel aber würde ich jedem, der eine Sportler fährt, von dem Pass abraten, es war einfach nur eine Tortur für Hände und Rücken und die Straße ist meist in einem erbärmlichen Zustand.
Richtung Sterzing gings dann auf der Schnellstraße weiter und dort war dann auch etwas Zeit für einen (verspäteten) Mittagssnack. Vom ursprünglichen Plan, via Jaufenpass und Timmelsjoch nach Österreich zu fahren wurde leider aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nichts, daher haben wir uns über den schnellen Weg via Brennerbundesstraße und Zirler Berg entschieden und ab Deutschland ging es für jeden wieder den eigenen Weg zurück und ab 02:00 Uhr am Folgetag war dann wirklich jeder wieder gesund zu Hause. Auch Klaus hat es ganz gut überlebt, dass ihm bei der Rückfahrt dann bei seiner BMW noch das Gummi der Auspuffhalterung weggeschmort ist…

Rückfahrt: 570km, Hier klicken für Route

Fazit

Schade, dass wir so viele technische Probleme hatten aber toll, dass wir dennoch so viele Kurven haben miteinander fahren können und das in einem sehr zügigem, aber sicheren und Spaß machendem Tempo. Lieber ein paar solche Pannen als Unfälle ;-) Ich fand’s toll mit Euch und vielleicht bekommen wir das ja nächstes Jahr zur Wiederholung wieder hin. Zusätzlich das Wetter.. ein Traum! Fast schon zu heiß mit um die 30-33 Grad Höchsttemperatur. Kein Regentropfen, lediglich einmal waren die Straßen durch ein vorher durchgezogenes Gewitter für ein paar wenige Kilometer nass… besser kann’s eigentlich nicht sein.

Auch, dass man nette neue Leute kennenlernen konnte (die, wie sich dann für mehrere herausgestellt hatte, teils eigentlich vor über zehn Jahren schon mal kennen gelernt hatten…) fand ich schön und habe nicht nur die Touren sondern auch die abendliche Unterhaltung bei dem ein oder andren Gläschen Wein sehr genossen. Schön, dass ihr dabei ward!

Mein Fazit: 1.880 schöne km (abzüglich ca 300 km Autobahn) Kurven, viel gutes Essen, viel guter Wein und eine sehr angenehme Gesellschaft!

Zusätzlich hatten wir es geschafft, eine kleine Selbsthilfegruppe für BMW-Krankheiten aufzubauen, hier wurden wohl extrem viele Informationen ausgetauscht ;-) Gut, dass die Japaner ohne Mucken durchhielten ;-)

PS: Als nächstes Event steht für mich der Kurvenspaß im bayr. Wald an. Lust bekommen, daran teilzunehmen? Noch sind Plätze frei…

Fotos

7 Antworten zu Warmup im Trentino, alternativ: BMW-Selbsthilfegruppe gegründet…

  1. Am 30. Mai 2017 sagte Joybar:

    :good:

  2. Am 30. Mai 2017 sagte Joybar:

    Wir hatten trotz BMWs keine Pannen ;-)

  3. Am 30. Mai 2017 sagte daria:

    Schoen dass Ihr Alle gut nach Hause angekommen seid!
    War lieb Florian und Grauer hier wieder zu sehen und die neue nette Netbiker zu kennenlernen :bye:
    Danke nochmal
    Hoffentlich war auch Ulrike ohne Probleme mit Auto zuruck
    Bilder werden folgen :yes:

    • Am 31. Mai 2017 sagte rike97:

      hallo Daria,
      ich bin gut und komfortabel nach Hause gekommen, wäre aber lieber auf dem Motorrad gefahren :yes:
      Lieben Dank für die gute Verpflegung und alles andere :good:

  4. Am 31. Mai 2017 sagte stromio:

    :good:
    Schön geschrieben , selten so die Träne verdrückt :yahoo:

    Tolle Bilder..

  5. Sehr schön, Danke für den Bericht und die Routen !!
    Im September sind wir mal wieder in dieser Gegend und vielleicht
    fahren wir die eine oder andere Route nach. Den Monte Grappa
    in jedem Fall.
    :good:

  6. Am 31. Mai 2017 sagte rike97:

    Mein Name ist Ulrike und ich grüße hiermit meine neue Selbsthilfegruppe :-) – ich bin froh, euch kennengelernt zu haben.
    Es ist doch immer wieder schön, Menschen zu treffen, mit denen man unbekannterweise einige Tage ohne Probleme verbringen kann :good:
    Mein Fazit: die Touren waren klasse, die Unterstützung und Hilfe im Pannenfall ausgezeichnet – danke euch :heart: , die Gespräche kurzweilig und humorvoll – ergo, ich bin jederzeit gerne wieder dabei :bye: – wenn ihr mich trotz BMW wieder mitnehmt… B-)

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