| Modell | Husky LT 610e | | Neupreis | 8000 ¤ | | Leistung | 34 | | Baujahr | 2000 | | Erfahrungsbericht | Zugegeben - Ich habe die Maschine nicht neu sondern gebraucht gekauft. Dabei war der Bock mit 15.000 km und einem Alter von 6 Jahren mit 3.000 ¤ (beim Händler) noch recht teuer. Soweit kann ich vorab zum Thema Wertstabilität schon mal sagen, daß sie sich im Preis hält.
Doch nun zur Maschine: Es handelt sich im eine Enduro mit 580 ccm , Einzylinder, 4 Takter, 34kw, 151 kg. Da macht das Fahren schon allein von der Geräuschkulisse wieder zu einem Genuß. Sie kommt in einem Husqvarna-typischen gelb-blau-weiß daher und macht auf den ersten Blick einen ungewohnten Eindruck. Serientypisch ist sie mit hinten 130/80 17 und vorne mit 90/90 21 bereift. Beim KAuf hatte sich Contis drauf im Profil TKC 80. Das Pneu kann ich auch jedem empfehlen. Macht bei diesem Bock sowohl auf der Straße als auch im Gelände richtig Laune. Motortypisch kommt sie aus dem unteren Drehzahlbereich richtig gut, im oberen Drehzahlbereich fehlt ihr dann doch etwas Leistung. Aber diese Drehzahlen nutzt man als echter Endurofahrer doch sowieso nicht.
Das Fahren auf der Autobahn mit mehr als 120 km/h ist auf Dauer nicht empfehlenswert. Unverkleidet und nur mit einem minimalen Windschild ausgerüstet ist man der Macht des Windes vollkommen ausgeliefert. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 145 km/h angegeben. Die hat Husqvarna wahrscheinlich mit Rückwind, einer Person mit 1,65m und schmaler Bauweise und liegend auf dem Motorrad ermittelt. Bei meinen 1,90m ist das unrealistisch.
Apropos Größe: Bei meiner genannten Körpergröße sitzt man sehr gemütlich auf dem Mopped, allein die Bedienung der Schalthebels und der Fußbremse ist aufgrund des spitzen Winkels meiner Beine ohne das Abheben von der Fußraste nicht möglich.
Endurotypisch ist auch dieser Bock etwas kopflastig, was aber nach einer kurzen Zeit gar nicht merh auffällt.
Ach ja: Italientypisch ist der Bock etwas zickig. Deshalb habe ich Ihr auch einen Frauennamen gegeben. Das ruckfreie Fahren im niedrigen Drehzahlbereich ist leider nicht möglich und sie springt auch relativ schlecht an. Woran das liegt, habe ich leider noch nicht herausfinden können.
Nach den ersten 1.000 km hatte ich auch schon die erste Reparatur, die mich auch zukünftig immer begleiten wird. Der Steuerkettenspanner ist sehr empfindlich und bricht. Alle ca. 4 tkm muß der gewechselt werden, ist aber nicht aufwendig und kostet (Material) auch nur ca. ¤35.
Veränderungen habe ich keine vorgenommen, außer das ich die Sitzbank aus bekannten Gründen etwas aufgepolstert habe.
Gekauft habe ich mir das bike weil ich fand und immer noch finde, daß sie gut aussieht (ohne Koffer auf dem Gepäckträger), mir das Konzept des großvolumigen Einzylinders zusagt und die Gelegenheit da war.
| | Fazit | Man kann sich den Bock sicherlich kaufen. Aber man muß auch handwerklich etwas geschickt sein.
Kaufen würde ich sie mir wahrscheinlich nicht wieder, Eine Yamaha TT würde es wahrscheinlich dann eher sein. Gerade das schlechte Anspringen des Motors trotz E-Starter ist recht nervig. Außerdem fehlt im oberen Bereich etwas Leistung (wenn man sie mal braucht).
| | Benotung 1=super, 6=schlecht | 3 |
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