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Motorradtests
MarkenauswahlBericht verfassen: Moto Guzzi


Testbericht ansehen:

Bericht geschrieben von: pnProfiledieplayuid8225
Daten des Testberichts von
Modell 1000 SP II
Neupreis rd. 2750 EUR gebr. 2002
Leistung 64,5 PS
Baujahr 1986
ErfahrungsberichtMaschine wurde 2002 als Gebrauchtimport aus Italien gekauft, auf dem Tacho rd. 52000 km, seitdem weitere rd. 37.000.
16-Zoll Vorderrad mit 18-Zoll ausgetauscht, außerdem kleinere Detailveränderungen (z.B. Stahlflexleitungen, bessere Armaturen).
Wer Moto Guzzi mag, muß solche Maschinen lieben.
Der Klang ist ein Gedicht und alleine den Ticketpreis in die Welt der Moto Guzzi wert. Die Maschinen dieser Zeit sind konstruktiv in manchen Details mangelhaft (billige Plastik), aber alles in allem doch sehr zuverlässig. Da keine Elektronik wenig Störungsanfälligkeit, Motor und Getriebe sind unzerstörbar, eventuell mehr auf die Elektrik aufpassen, bei Zweifeln lieber sofort den ganzen Kabelbaum austauschen lassen.
Die Maschine überrascht in mancherlei Hinsicht, ist zum Beispiel trotz des hohen Gewicht aber dank des günstigen Schwerpukt erstaunlich handlich und in der Disziplin schlägt zum Beipiel um Längen meine vorherige Triumph Thunderbird Sport, sogar Fahrwerksmäßig (Rahmen, Gabel, Federbein) ist sie der Triumph durchaus überlegen. Bremsen (bei mir wegen Gabelumtausches die der alten T5) trotz des damals einzigartigen Verbundsystems "frenata integrale" sowie Motorleistung dagegen nicht ganz auf der Höhe der Zeit, aber doch beide durchaus ausreichend für nette Spazierfahrten am Rhein entlang oder auch für ausgedehnteren Tourenfahrten (war damit mehrmals in die Dolomiten und natürlich in Mandello del Lario am Comer See, dann auch in Bourgogne, Provence und Savoyen).


FazitMaschinen dieser Art sind die idealen Begleiter all derjenigen, die sich von dem Klang, dem Duft und der ganze Faszination älterer luftgekühlten Motorräder begeistern lassen. Hier ist nichts mit elektronischer Zündung, aber die Maschine startet zuverlässig; nichts mit hydraulischer Kupplung, aber mit dem Kupplungszug klappt's auch prima. Das Getriebe ist störrig, bestraft jede Unaufmerksamkeit und ist trotzdem ein extrem robuster Kumpel, der auf seine Art sogar Spaß macht. Fahrspaß und viele Fahreingenschaften sind zum Beispiel der Triumph Thunderbird die ich früher hatte durchaus überlegen, der Vergleich mit neuen Maschinen (Touren in den Dolomiten und in der Savoyen zusammen mit einem Freund mit einer Varadero) fördert jedoch ihre Grenzen bei Brems- und Motorleistung schnell zutage.

Ciao
Dondolino

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