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Videoequipment für's Motorrad
geschrieben am 22.02.2009, 18:46:37. Kategorie(n): Videoequipment.

Ich will Filme!




Videoequipment TitelbildNachdem mich auch der Virus gepackt hat, während der Motorradfahrt zu filmen, stand ich vor der Frage: "Was braucht man dazu?", "Auf was muss man achten?"
Dieser kleine Artikel gibt ein paar von meinen Erfahrungen wieder.

Durch die Recherche im Internet wurde klar, dass es drei Möglichkeiten gibt.

- Camcorder

- Fingerkameras + Aufnahmegerät (Camcorder oder digitale Rekorder)

- Spezielle "Fingerkamera" mit eingebautem Aufnahmeteil

1. Camcorder:

Dieser hat mindestens einen, ganz entscheidenden Vorteil gegenüber Fingerkameras. Eine, in der Regel bessere Filmqualität. Durch die Baugröße des Objektivs und die vielen Einstellmöglichkeiten können hier die Aufnahmen an die äußeren Bedingungen angepasst werden. Außerdem braucht man kein zusätzliches Aufnahmegerät, weil Camcorder das Videosignal auf unterschiedlichste Weise aufzeichnen. Genannt seien hier MiniDV Kassetten, Festplatte,Speicherkarten (CF/SD usw.), DVD oder auch Minidisk. Außerdem sind Camcorder vielseitiger einsetzbar.

Dieser Vorteil ist aber auch gleichzeitig ein Nachteil. Durch die Baugröße lassen sich Videokameras eigentlich nur per Halter auf dem Tank oder Lenker vernünftig positionieren. Sie sind in der Regel empfindlich gegen Wasser und vor allem gegen mechanische Belastungen (Stöße), wie sie beim Motorradfahren nuneinmal nicht auszuschließen sind. Aus diesem Grund sind Videokameras mit Festplatten oder DVD überhaupt nicht für diesen Zweck geeignet. Auch die Stromversorgung ist problematisch. Camcorder sind in der Regel auf Akkus (ca. 7-9 Volt) angewiesen und nicht so ohne weiters an das 12 Volt Stromnetz eines Fahrzeuges anschließbar. Dementsprechend muss man sich entweder in der Aufnahmezeit beschränken oder Ersatzakkus mitführen.

Fingerkamera mit MPEG2 Rekorder, LANC Steuerung und Mikrophon


2. Fingerkamera:

Das sind so schön kleine Dinger, die etwa 9 cm lang sind und 20 - 25 mm Durchmesser haben. Das Gewicht beträgt keine 100 Gramm. Durch diese Maße, können die Teile ohne Probleme an alle möglichen und unmöglichen Stellen des Motorrades montiert und somit alle möglichen Perspektiven eingefangen werden. Sie sind aufgrund fehlender Mechanik sehr robust und bis zu einem gewissen Grad auch wasserunempfindlich (nicht generell wasserdicht!).

Ein wenig kommt es auch auf das gefahrene Motorrad an, welche Anbaustellen sich für eine Fingerkamera eignen. Ein laufruhiger Vierzylinder ist da unproblematischer als ein charismatischer V2. Zwar sind Fingerkameras etwas resistenter gegenüber Vibrationen als ein Camcorder, aber Wunder vollbringen diese Kameras auch nicht und die Aufnahme verwackelt bei zu starken Vibrationen. Fährt man also einen ordentlich rumpelden Einzylinder, eignen sich die Rückspiegel eher nicht als Anbaumöglichkeit, während das bei einer vierzylinder Tourenmaschine durchaus funktionieren kann.

Fingerkameras haben keinerlei Einstellmöglichkeiten (außer den Wechsel des Objektivs. Dazu später mehr). Durch einen eingebauten Chip regulieren sie die Aufnahme automatisch. Es gibt sie in verschiedenen "Ausbaustufen". Die Hauptangabe, welche einen gewissen Rückschluss auf die mögliche Qualität der Filmaufnahmen zulässt, ist die sog. TV Linienanzahl. Zur Zeit werden in der Regel Kameras mit 420, 480, 520, 550 und 580 TV Linien angeboten. Man kann sagen, je höher der Wert an TV-Linien (TVL) einer Kamera ist, desto detailreicher sind am Ende die Aufnahmen.

Aufnahmegerät gepolstert unter der Sitzbank verbaut.
Stromversorgung per Bordsteckdose (links, unten im Bild)


Trotz dieser unterschiedlichen TVL Angaben, sollten alle Kameras ab 480 TVL eine PAL Auflösung von 752(H)x582(V) Bildpunkten haben. Die 420er haben in der Regel 500(H)x582(V) Bildpunkte.

Es gibt die Möglichkeit, verschiedene Objektive in die Kameras zu schrauben. Aus meiner Erfahrung heraus sind hier 3,6 mm (Weitwinkel 92 Grad), 4,3 mm (Standard 78 Grad) und 6 mm (leichtes Teleobjektiv 56 Grad) geeignet. 8 mm oder mehr fangen Objekte in größerer Entfernung zwar schärfer und größer, jedoch weniger "breit" ein und haben somit ein zu enges Blickfeld.

Bei einem Objektivwechsel wird das neue Objektiv, fast wie bei einem Schraubverschluss eingeschraubt. Dabei muss die Kamera "scharfgestellt" werden. Das ist nicht ganz unaufwändig und auf Reisen nicht mal gerade so zu bewerkstelligen. Dazu muss die Kamera an ein, nicht zu kleines Wiedergabegerät (z.B. Fernseher) anschlossen sein. Das Objektiv wird nun in kleinen Schritten (ein)gedreht, bis das Bild scharf angezeigt wird. Die Fingerkamera muss ab 15cm scharf sein. Dann ist sie dies unendlich. Am besten man sucht sich ein Ziel, das ca. drei Meter entfernt ist (z.B. einen Siemensstern) und probiert solange, bis man ein scharfes Bild angezeigt bekommt. Kleinste Drehungen bewirken schon eine Änderung.

Fingercam (Sony 580 SHQX) mit Exview Farbchip
und 4,3 mm (78°) Objektiv
Bruttig-Fankel (Mosel-Hunsrück). Kamera am Blinker montiert.


Oft wird man bei den Anbietern auch mit Ausdrücken wie "HAD" Chip oder "HQ EX View" Chip konfrontiert. Fingerkameras mit EX View Chip liefern bessere Farben und kommen mit unterschiedlichen und schlechten Lichtverhältnissen besser zurecht. Wie die beiden Beispiele zeigen, wirkt die Aufnahme mit der HAD Chip Kamera blasser. Die Beispielfilme haben eine Bitrate von 1 Mbit/s (Bruttig-Fankel) bzw. 914 Kbit/s (Odernheim-Hallgarten). Aufgenommen wurden sie mit 8 bzw. 6 Mbit/s (MPEG2), jedoch für das Internet "herunterkonvertiert". Bei dem "Odernheimfilm" sieht man auch einen gewissen "Fischaugeneffekt", welcher durch das 92° Weitwinkelobjektiv bedingt ist.

Fingercam 480 TVL Fingercam mit HAD Farbchip
und 3,6 mm (92°) Objektiv
Von Odernheim am Glan nach Hallgarten. Kamera am Spiegelausleger montiert.


Leider fangen diese putzigen kleinen Wunderwerke der Technik nur Bilder ein, speichern sie aber nicht. Hier landen wir schon wieder bei einer normalen Filmkamera. Diese kann auch als Aufnahmegerät für Fingerkameras dienen. Aber nur, wenn sie mit einem analogen AV/IN Anschluss ausgestattet ist. Das sind heutzutage aber leider die wenigsten. Wenn sie es sind, gehören diese Exemplare zu den teuren Vertretern ihrer Gattung.

Der Vorteil ist, wenn man eine solche Kamera besitzt, kann man sie vielseitig für andere Aufnahmen einsetzen und gleichzeitig gut gepolstert im Tankrucksack als Rekorder während der Fahrt verwenden. Fingerkameras sind eigentlich nicht zum herumtragen gedacht und deshalb nur sehr eingeschränkt für Aufnahmen "zwischendurch" z.B. bei Pausen einer Motorradtour geeignet.

Trotz diverser Nachteile von Fingerkameras (was die Vielseitigkeit betrifft), habe ich mich aufgrund der kleinen und robusten Bauweise für eine entschieden. Eine Fingerkamera mit integriertem Aufnahmeteil wie z.B. das ATC2000 Gerät von Oregon kam für mich, Aufgrund der doch sehr mäßigen Aufnahmequalität und wegen der ausschließlichen Stromversorgung über Batterien, nicht in Frage. Geräte wie das Tachyon XC oder die ATC5000 gab es zum damaligen Zeitpunkt (2007) noch gar nicht, bzw. ich wusste noch nichts davon.

3. Aufnahmegeräte:

Wenn man keinen herkömmlichen Camcorder einsetzen will, kommt man um die Anschaffung eines digitalen Rekorders nicht herum. Diese haben, je nach Bauweise, keinerlei mechanisch bewegte Teile und sind somit recht robust. Wer sich um die Stromversorgung seines Equipments keine Gedanken machen möchte, dem bietet der Markt auch Geräte, welche neben dem reinen Akkubetrieb auch eine Anschlußmöglichkeit an das 12V Fahrzeugstromnetz bieten. Die Energieversorgung der Fingerkamera ist durch diese Geräte normalerweise auch vorgesehen.

Was die Filmaufnahmen selbst betrifft, muss man darauf achten, welche Speicherkapatität die Geräte haben, welche Auflösung sie max. beherrschen (je höher desto besser, möglichst min. soviel, wie die Kamera liefert) und ob sie im PAL, oder im bei uns nicht gebräuchlichen NTSC Format aufzeichnen. Ob PAL oder NTSC spielt vor allem dann eine Rolle, wenn man die Aufnahmen später für eine Video-CD/DVD zum Anschauen am Fernseher verwenden will oder nicht. Für Videofilmchen, die man nur am Computer anschauen möchte ist das nicht so entscheidend. Allerdings muss dann auch die Fingerkamera in der Lage sein, 30 Bilder/sek (NTSC) statt 25 Bilder/sek (PAL) zu liefern.

Ungefährer Speicherplatzbedarf bei
MPEG2-Aufnahmen:
AufnahmerateZeit/Gigabyte
2 Mbit/s (EP)60 min/GB
4 Mbit/s (LP)40 min/GB
6 Mbit/s (SP)20 min/GB
8 Mbit/s (HQ)15 min/GB

Festplattenrekorder sind hier auch wieder mit Vorsicht zu betrachten, weil Festplatten keine Stöße mögen. Eigentlich sind nur Geräte empfehlenswert, die auf Compact Flash, SD Karten oder ähnlichen elektronischen Medien speichern. Die (Film)Daten werden bei Rekordern mit elektronischem Speichermedium, digital und komprimiert abgespeichert. Die gebräuchlichsten Formate sind MPEG2 und verschiedene Versionen von MPEG4 Formaten. MPEG2 Rekorder liefern normalerweise eine bessere Qualität und die Daten sind zur Nachbearbeitung mit einem Videoschnittprogramm geeigneter (weil geringer komprimiert), als die der MPEG4 Geräte.

Da die Komprimierung bei MPEG4 aber größer ist, kommt man bei gleicher Filmlänge mit weniger Speicherplatz aus. Eine Ausnahme sind HD Geräte die das AVCHD Format (MPEG4 H.264/AVC Codec) nutzen. Hier ist die Qualität sehr gut. Durch die hohe Bitrate und Auflösung, mit der die Aufnahme erfolgt, wird jedoch der Einspareffekt der höheren Komprimierung wieder aufgehoben (grob 10min/1GB).

Die verwendeten Speicherkarten sollten keine Billigkarten sein und min. 20 Mb/s Schreibgeschwindigkeit haben (z.B. Sandisk Extreme III als Referenz). Langsamere Karten beeinflussen Qualität der Videoaufnahmen negativ.

Fingerkamera mit Rammounthalterung am Spiegelausleger befestigt


Zum Vergleich mit digtialen Rekordern, möchte ich noch einmal auf die Mini-DV Camcorder zurück kommen. Auch hier werden die analogen Bilddaten digitalisiert und komprimiert. Die Aufzeichnug erfolgt im sog. DCT Format. Im Prinzip ist hier jeder Film eine Folge aus JPEG-ähnlichen Bildern, die um Farbinformationen reduziert wurden. Pro fünf Minuten Film werden etwa ein GByte Speicherplatz verbraucht. Vergleicht man das mit den Werten in obenstehender Tabelle, ist das schon eine Menge. Der Vorteil ist eine gute Bildqualität. Außerdem kann bei der Nachbearbeitung das Filmmaterial verlustfrei geschnitten werden, weil hier nicht wie bei den MPEG Formaten, eine Mischung aus Vollbildern und "Bilddifferenzen" vorliegt.

Abgesehen vom rel. hohen Speicherplatzbedarf, kann man auch nicht einfach eine "Datei" vom Camcorder auf die Festplatte kopieren (wie das bei digitalen Rekordern der Fall ist). Um den Film vom Band auf den Computer zu bekommen, muss dieser in Echtzeit vom Camcorder abgespielt und dabei über eine USB- oder besser Firewireschittstelle, auf den Computer kopiert werden. Eine Stunde Filmaufnahme bedeutet demnach auch eine Stunde Datenübertragung. Das sind Punkte, die man evtl. auch bei der Wahl eines Filmsystems berücksichtigen sollte.

Ein sehr praktisches Zubehör zu einem Aufnahmegerät, ist eine sogenannte LANC-Steuerung. Das ist im Prinzip ein Tippschalter mit langem Anschlußkabel. Hiermit kann der Rekorder während der Fahrt per Knopf bequem gestoppt und gestartet werden, ohne dass man die Fahrt unterbrechen muss, weil man den Start/Stopp Knopf des Aufnahmegerätes sucht. Den LANC-Knopf kann man z.B. am Rahmen befestigen und mit dem Knie betätigen oder einfach in das Sichtfach des Tankrucksacks legen. Allerdings gibt es einen Haken. Der Rekorder/die Videokamera muss für den Anschluss einer solchen Steuerung ausgelegt sein.

Lancsteuerung mit Klett am Luftfiltergehäuse befestigt


Mit dieser Steuerung kann die Aufnahme bei uninteressanten Passagen einer Tour bequem angehalten werden. Wenn es wieder interessant wird, kann man ohne große Ablenkung, die Aufnahme durch einen Tip auf den Knopf wieder starten. Das hilft sparsam mit dem vorhandenen Speicherplatz umzugehen und erleichtert evtl. auch die Nachbearbeitung des Filmmaterials, weil weniger Schnitte notwendig sind. Es entstehen dadurch jedenfalls mehrere kleinere Filmdateien, statt einer Großen wenn man die Aufnahme ohne Unterbrechung durchlaufen lassen würde. Eine Leuchtdiode zeigt durch unterschiedliche Farben (Rot/Grün/Orange) und Blinksignale den momentanen Status an (Aufnahme läuft/gestoppt/Gerät ist aus/Speicherplatz zu 90% verbraucht).

4. Was es über die gängigen Auflösungen zu wissen gibt:
(Vielen Dank an HeKaSys für die Informationen zu diesem Kapitel)

Die besten Aufnahmen mit einer Helmkamera erreicht man derzeit noch mit der Kombination einer sehr guten Fingerkamera (ab 540 TVL) und einem klassischen Mini DV Camcorder mit AV In von Sony, Canon oder Panasonic. Nachteil: Die Fingerkamera muss extra mit Strom versorgt werden, das bedeutet viele Kabel, zusätzlicher Batteriepack und das Aufnahmegerät ist eben ein schwerer Camcorder mit kurzer Aufnahmekapazität, hohem Gewicht und einer hohen Anfälligkeit des Systems gegen Störungen. Vorsicht: Nicht jeder Camcorder hat AV In!

  • 640 x 480: Mit dieser Auflösung erreicht man ordentliche Bilder für das Hochladen ins Internet oder das Bearbeiten und Anschauen am PC. Dieses Format bieten alle digitalen Rekorder am Markt an. In Kombination mit einer 420 oder besser einer 480 TVL Finger- bzw. Helmkamera erhält man gute Aufnahmen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für das Anschauen der Videos auf einem Fernseher oder das Brennen der Aufnahmen auf DVD ist die Auflösung zu gering. Marktübliche Rekorder gibt es von AIPTEK, MINOX oder Archos; Komplettsysteme sind die ATC2000-ATC5000 und der VholdR (diese Systeme kommen übrigens ohne Kabel aus!)


  • 720 x 480: Diese Auflösung kommt aus den USA und entspricht dem US-TV-Format NTSC. In Kombination mit einer Finger- oder Helmkamera mit 480 oder 520 TV Linien erhält man sehr gute Aufnahmen, die durchaus auch auf großen Monitoren gezeigt werden können. DVD Erstellung ist möglich. Nur wenige Systeme bzw. Rekorder bietet dies an: POV.1 und AIPTEK 8800N.


  • 720 x 576 bei 25 fps: Diese Auflösung ist der Standard deutscher TV Geräte (PAL-Format). Werden entsprechende Aufnahmegeräte mit hochauflösenden Fingerkameras (540 oder 560+ TVL) kombiniert erhält man die derzeit besten Videos, die mit handelsüblichen digitalen Aufnahmegeräten erreicht werden können. Ein Betrachten der Filme am Fernseher und das Brennen von DVD´s ist kein Problem.

Bei dieser Auflösung bietet es sich an, mit dem Aufzeichnungsformat MPEG-2 zu arbeiten. Die Daten werden weniger stark komprimiert als bei MPEG-4 und man erhält wirklich gute Aufnahmen! Leider gibt es nur wenige Systeme, die dies derzeit leisten können, derzeit nur ChaseCam PDR100 und der Extreme (III oder IV) DVR Rekorder.

Das Komplettsystem Everec ME1 bietet ebenfalls die volle PAL Auflösung im MPEG-4 Format. Durch einen Trick haben die Entwickler aber auch den Everec ME1 konkurrenzfähig zu den Top-Rekordern gemacht. Trajet hat die Auflösung 720x288 bei 50fps (Bilder pro Sekunde) entwickelt, das ermöglicht gute Aufnahmen auch für große Bildschirme, die selbst bei schnellen Bewegungen nicht "verschmieren", wie wir das von Einsteigergeräten (640x480 siehe oben) kennen.

Inzwischen werden auch die ersten HD Systeme angeboten, welche im AVCHD Format aufnehmen. Im High-End Bereich sind diese Geräte (noch) nur für mehrere 1000 Euro zu haben (z.B. Sony HXR-MC1P). Im Low-End (oder sollte ich lieber "Low-Cost" schreiben?) Bereich ist das System Contour HD erwähnenswert, welches für um die 300 Eur (Stand Herbst 2009) angeboten wird. Es ist vor dem Einsatz eines solchen Systems aber auch zu beachten, dass die Bearbeitung von AVCHD Daten ordentlich Computerpower braucht, die so manchen Standard-PC überfordern dürfte.

5. Kleine Anbieterauswahl und Testberichte:

Die Auswahl an Video und Aufnahmetechnik für den Motorsport, ist heute wesentlich umfangreicher als noch vor zwei Jahren. Für den Interessierten, habe ich hier mal eine kleine Auswahl an Links von Anbietern solcher Systeme zusammen gestellt.

http://www.kamera-onboard.de/ (HeKaSys)

http://www.helmkamera-systeme.de/ (HeKaSys)

http://www.helmkamera.at/ (2M-CAM)

http://www.digital-hero.de/ (Motorsports Hero 5 Wide Kamera)

http://pacelog.com/

http://www.blickvang.de/



Einen Testbericht über Helmkamerasysteme
gibt es auch bei Mopeten TV oder bei MG Outer Limits



Forum rund ums Filmen mit Fingerkameras

Erfahrungsbericht zur Oregon ATC 5000

Erfahrungsbericht zur Flycamone2

Testbericht Somikon Action-Cam Eagle 100

HD-Systeme

Kurzvorstellung der HD Kamera Contour HD (Nachfolger vom System VholdR)

High End HD Helmkamera Sony HXR-MC1P

Testbericht HXR-MC1P

GoPro True HD Helmet Hero



6. Tipps zum Filmen vom Tourenfahrer Magazin

Teil 1: Die richtige Ausrüstung

Teil 2: Der richtige Dreh

Teil 3: Der richtige Schnitt


Mehr Videos: Gaskrank-TV
Glossar zu den verwendeten Begriffen der Videotechnik


Weitere (konstruktive) Kommentare, Verbesserungsvorschläge, Tips und Tricks zu diesem Artikel sind erwünscht icon_smile

Letzte Änderung: 19.12.2009

Seitenaufrufe: 2512

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Kommentare zu diesem Artikel
  • Von quan, geschrieben am 27.02.2009, 22:44:41: (ID: 424)
    Wow... Das nenn ich mal einen ausführlichen, schönen Weblog-Artikel.. Super und Danke icon_wink

  • Von bigbiker60, geschrieben am 03.03.2009, 16:08:53: (ID: 425)
    Technisch sicher sauber ausgearbeitet, aber:
    Da die meisten Aufnahmen fast immer nur die Strasse vor uns zeigen und aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten eh nicht viel rundherum zu erkennen ist, daher spielen wohl die Passagen auch keine Rolle mehr, habe ich noch nicht begriffen wo jetzt der interessante Teil der Filmerei am Motorrad ist. Eines ist wohl sicher: bald werden wir von einer Fülle Videos überschwemmt deren Wert für den der dort gerade nicht auf dem Moped sass nicht erkennbar sein wird.
    gruss, Klaus

  • Von Dolmant, geschrieben am 03.03.2009, 21:41:20: (ID: 428)
    Tja ... wer keinen Sinn drinn sieht, braucht es ja nicht zu machen.

    Ich finde, dass so mancher Videofilm einen guten Eindruck bietet, wie eine Strecke wirklich ist. In Verbindung mit Tourbeschreibungen finde ich solche Filme sehr gut, weil ich mir ein gutes Bild von Strecken machen kann.

    Wer eine Tour in unbekanntem Gebiet plant, kann sich z.B. bei Google Maps/Earth schon einen Eindruck über die ein oder andere Strecke verschaffen, sofern denn bei Youtube ein Film eingestellt und mit Koordinaten versehen wurde.

    Im übrigen macht es halt auch Spaß, nach einer Tour die Filme zu bearbeiten und anzugucken. Ich kann auch nichts mit vielen Fotos anfangen, die hier im Forum so gezeigt werden. Trotzdem werden sie gemacht und der eine oder andere hat so seine Freude daran. Genau so ist es mit den Filmen. Ich habe jedenfalls schon viel positive Rückmeldungen bekommen. Also scheint es doch schon einige zu interessieren.

    Wo wir überschwemmt werden, ist mir auch nicht so ganz klar. Wer sich solche Videos nicht anschauen möchte, der kann es ja lassen. Im übrigen ist Motorradfahrern an sich, auch sinnlos. Viele machen es nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie Spaß daran haben. Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung, kann diesen Spaß auch nicht nachvollziehen icon_smile .

  • Von Yamibiker, geschrieben am 08.03.2009, 23:38:36: (ID: 430)
    Da gehen die Meinungen wohl immer getrennte Wege, allerdings ist es in erster Linie wichtig: "was will ich"?

    Wenn das Material nur den persönlichen Zwecken dienen soll, ist es gelinde gesagt schei.egal wer - was - wie filmt und wie lange.

    Soll es allerdings Anschauungsmaterial werden, welches den nötigen "Hinguckeffekt" haben muss, kommt man um eine umfangreiche Bearbeitung nicht herum.

    Max. 8 Sekunden ist die Faustformel, die eine bewegte Szene haben sollte, denn gerade die Aneinanderreihung verschiedener Aufnahmen in (möglichst) analoger Reihenfolge mit entsprechenden Übergangseffekten, oder auch "hartem Schnitt", macht das Betrachten für andere erst interessant.

    Langatmige Szenen, womöglich durchgehend, ermüden des Betrachters Augen und er verliert das Interesse an dem "Werk". Das eigene Empfinden muss hierbei in den Hintergrund treten, auch wenn man seine eigenen Aufnahmen insgesamt ganz toll findet. Abwechselung heißt die Devise und Reize schaffen, Reize die den Betrachter fesseln.

    Um die Empfindung anderer Betrachter einigermaßen zu verstehen, sollte man den "fertigen" Film in schneller Reihenfolge, je nach Länge, etwa 3 - 10 mal anschauen. Spätestens dann wird man erkennen, was an Szenen zu lang oder auch zu kurz geraten ist.

    Dieser Art gibt es bestimmt an die 100.000 andere Meinungen, bin ich sicher. Doch letztendlich ist immer nur wichtig, was ich selber will.

    Gutes Gelingen!!!

  • Von , geschrieben am 11.03.2009, 23:40:27: (ID: 432)
    Ich habe mich ( 2003 ) auch mal "eingelesen" und bevorzuge
    eine Kamera die am Helm mit Klett befestigt ist.
    So kann ich nach Links und Rechts schauen / filmen und habe nicht
    nur die Straße im Blick der Kamera.
    Leider ist auch der ganze Tankrucksack belegt, da das Aufnahmegerät eine
    kompakte Sony Videokamera ist.
    Aber schon interessant was die kleinen Kameras schon leisten können.

    Viel Spaß weiterhin.

    Welche Filmsoftware benutzt du ?
    Ich habe von Magix Video deLuxe 2007.

  • Von Dolmant, geschrieben am 12.03.2009, 09:55:36: (ID: 433)
    Ich benutze auch Magix Video Deluxe. Allerdings die akt. Version 15 vom vergangenen Oktober. Ich habe bis dahin VDL 2007/2008 benutzt. Der Umstieg war eigentlich nicht wirklich notwendig. Allerdings kann die neue Version auch HD - Filmmaterial bearbeiten. Wer das nicht hat, braucht die "neue" Version wahrscheinlich nicht.

  • Von sk, geschrieben am 18.03.2009, 12:27:10: (ID: 436)
    Sehr schön und aufschlußreich - gut verständlich und nachvollziehbar erklärt.
    Danke dafür.

    Gruß und viel Spaß weiterhin