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Die Normative Kraft des Faktischengeschrieben am 06.03.2007, 14:48:25. Kategorie(n): keine Kategorie
oder "wie man uns für dumm verkaufen will"
Die Normative Kraft des Faktischen wird in der Medienwissenschaft jenes Phänomen genannt, welches uns allen gedruckten oder gesendeten Nachrichten grundsätzlich Glauben schenken lässt. Die im Fernsehen haben es ja schliesslich gesagt. Und in der Zeitung hat es ja auch gestanden. Na gut, die BILD-Zeitung mag da eine Ausnahme sein. Wurde doch die Glaubwürdigkeit dieses Blattes durch teils haarsträubende Schlagzeilen in den achtzigern (welche dann Tage später mit einer Richtigstellung revidiert wurden) auf eine harte Probe gestellt. Wer kennt nicht den Kalauer "... Frau durch Fleischwolf gedreht; BILD sprach zuerst mit der Frikadelle!" Aber warum haben andere Medien unser Vertrauen noch nicht verspielt? Sind RTL, SAT1 und Pro7 wirklich zuverlässige Quellen? Verraten uns WDR und NDR immer die unverblümte Wahrheit? Die Antwort ist: nein. Der durchschnittliche Fernsehzuschauer will für dumm verkauft werden! Sieht alles und glaubt alles. Und zahlt im Idealfalle auch noch die GEZ- Gebühr. Was er aber nicht weiss: Er konsumiert vom Fernsehen für die voyeuristische und sensationsgeile Zuschauermasse eigens produzierten Brei. Der ist nicht nahrhaft, macht aber Lust auf mehr. Nachrichten werden in ein sendereigenes "Format" gebracht, damit sie leicht geschluckt, verstanden und geglaubt werden. Viele sogenannte "Live-Shows" werden Wochen vorher produziert, alles Sender- nichtkonforme hinausgeschnitten. Mediendemokratie? Pustekuchen! Du bist, was Du siehst. Nur weil ein Günther Jauch noch so spitzbübisch lächelt, kauf ich ihm noch lange nicht jedes Wort ab. Die ganzen "News-Shows" und Comedyformate welche tagtäglich auf Alltagsgelangweilte Früheinschalter warten geben sich von Sender zu Sender die Klinke in die Hand. Ohne dabei jemals besser zu werden. Die Gags werden immer platter, die Sensationen immer sensationeller. Wir sitzen nicht auf dem Sofa, sondern in einer Gondel, welche uns durch diese heile Scheinwelt gleiten lässt, und uns glauben machen will, dass alles, was dort gezeigt wird dem wahren Leben entsprungen ist. Ich will den Sendern kein Unrecht tun, welche weiterhin um Aufklärung einzelner Zugeschalteter bemüht sind. Doch diejenigen, welche vorzugsweise Sender wie arte, phoenix oder cnn schauen sind eine Nische, ein verschwindend geringer Teil in diesem kunterbunten Kitschuniversum aus Telenovelas, Soaps und Latenight Shows. Gezuckertes Fast-food fürs Hirn. Fernsehen ein, Kopf aus. Selbst in der Schule ist nur noch Thema, dass die Dicke aus DSDS die Haare schön hatte, und wie geil doch die letze Folge der neuen Manga-Serie aus dem superkrassen Japan war. Früher nahmen wir Bücher, fragten uns durch und holten zur Not auch mal den Rat der Eltern. Geht uns all das verloren, weil die Medien uns heute alle erziehen; Grosse wie Kleine? Es gibt sie ja schon, die ersten Fernsehverweigerer. Aber diese Zahl ist vermutlich ebenso hoch wie die ehrlicher Politiker. Ach ja, Politiker. Auch die werden von uns bezahlt. Und die erzählen uns dafür, was wir hören wollen. Aber eben nur vor der Wahl. Solange man noch die Wahl hat. Und solange ich die habe, werde ich selber entscheiden, was ich in meinen Kopf lasse. Die Wahrheit zu finden kann ein mühsehliges Puzzle mit vielen Teilen sein. Aber um Längen besser als ein vorgefertigtes Bild aus den Medien, welches uns jede Frage erspart. Ich jedenfalls habe noch Bücher im Regal und ein Internet, bei dem ich die Quellen bestimme, welche mich schlau machen und unterhalten; ich quasi mein eigener Programmchef bin. Und noch lange nicht bin ich an dem Punkt, alles ungeprüft zu glauben, nur weil es wer in die Zeitung schreibt oder im Fernsehen sendet. Da kommt nämlich mittlerweile jeder Depp ins Programm, nur weil er in einem seiner lustigen Homevideos zu sehen ist. Meine Meinung gehört mir, und das wird auch so bleiben. Wir sehn uns! Chris Seitenaufrufe: 1512
Die Normative Kraft des Faktischen wird in der Medienwissenschaft jenes Phänomen genannt, welches uns allen gedruckten oder gesendeten Nachrichten grundsätzlich Glauben schenken lässt. Die im Fernsehen haben es ja schliesslich gesagt. Und in der Zeitung hat es ja auch gestanden. Na gut, die BILD-Zeitung mag da eine Ausnahme sein. Wurde doch die Glaubwürdigkeit dieses Blattes durch teils haarsträubende Schlagzeilen in den achtzigern (welche dann Tage später mit einer Richtigstellung revidiert wurden) auf eine harte Probe gestellt. Wer kennt nicht den Kalauer "... Frau durch Fleischwolf gedreht; BILD sprach zuerst mit der Frikadelle!" Aber warum haben andere Medien unser Vertrauen noch nicht verspielt? Sind RTL, SAT1 und Pro7 wirklich zuverlässige Quellen? Verraten uns WDR und NDR immer die unverblümte Wahrheit? Die Antwort ist: nein. Der durchschnittliche Fernsehzuschauer will für dumm verkauft werden! Sieht alles und glaubt alles. Und zahlt im Idealfalle auch noch die GEZ- Gebühr. Was er aber nicht weiss: Er konsumiert vom Fernsehen für die voyeuristische und sensationsgeile Zuschauermasse eigens produzierten Brei. Der ist nicht nahrhaft, macht aber Lust auf mehr. Nachrichten werden in ein sendereigenes "Format" gebracht, damit sie leicht geschluckt, verstanden und geglaubt werden. Viele sogenannte "Live-Shows" werden Wochen vorher produziert, alles Sender- nichtkonforme hinausgeschnitten. Mediendemokratie? Pustekuchen! Du bist, was Du siehst. Nur weil ein Günther Jauch noch so spitzbübisch lächelt, kauf ich ihm noch lange nicht jedes Wort ab. Die ganzen "News-Shows" und Comedyformate welche tagtäglich auf Alltagsgelangweilte Früheinschalter warten geben sich von Sender zu Sender die Klinke in die Hand. Ohne dabei jemals besser zu werden. Die Gags werden immer platter, die Sensationen immer sensationeller. Wir sitzen nicht auf dem Sofa, sondern in einer Gondel, welche uns durch diese heile Scheinwelt gleiten lässt, und uns glauben machen will, dass alles, was dort gezeigt wird dem wahren Leben entsprungen ist. Ich will den Sendern kein Unrecht tun, welche weiterhin um Aufklärung einzelner Zugeschalteter bemüht sind. Doch diejenigen, welche vorzugsweise Sender wie arte, phoenix oder cnn schauen sind eine Nische, ein verschwindend geringer Teil in diesem kunterbunten Kitschuniversum aus Telenovelas, Soaps und Latenight Shows. Gezuckertes Fast-food fürs Hirn. Fernsehen ein, Kopf aus. Selbst in der Schule ist nur noch Thema, dass die Dicke aus DSDS die Haare schön hatte, und wie geil doch die letze Folge der neuen Manga-Serie aus dem superkrassen Japan war. Früher nahmen wir Bücher, fragten uns durch und holten zur Not auch mal den Rat der Eltern. Geht uns all das verloren, weil die Medien uns heute alle erziehen; Grosse wie Kleine? Es gibt sie ja schon, die ersten Fernsehverweigerer. Aber diese Zahl ist vermutlich ebenso hoch wie die ehrlicher Politiker. Ach ja, Politiker. Auch die werden von uns bezahlt. Und die erzählen uns dafür, was wir hören wollen. Aber eben nur vor der Wahl. Solange man noch die Wahl hat. Und solange ich die habe, werde ich selber entscheiden, was ich in meinen Kopf lasse. Die Wahrheit zu finden kann ein mühsehliges Puzzle mit vielen Teilen sein. Aber um Längen besser als ein vorgefertigtes Bild aus den Medien, welches uns jede Frage erspart. Ich jedenfalls habe noch Bücher im Regal und ein Internet, bei dem ich die Quellen bestimme, welche mich schlau machen und unterhalten; ich quasi mein eigener Programmchef bin. Und noch lange nicht bin ich an dem Punkt, alles ungeprüft zu glauben, nur weil es wer in die Zeitung schreibt oder im Fernsehen sendet. Da kommt nämlich mittlerweile jeder Depp ins Programm, nur weil er in einem seiner lustigen Homevideos zu sehen ist. Meine Meinung gehört mir, und das wird auch so bleiben. Wir sehn uns! Chris Seitenaufrufe: 1512
Kommentare zu diesem Artikel
- Von Alteisentreiber, geschrieben am 06.03.2007, 15:23:20:
(ID: 130)
Die Sender "erziehen" uns nicht, sie manipulieren uns. Und wenn man "Manipulation" mal etwas frei ins Deutsche übersetzt ist es eine Straftat - NÖTIGUNG.
Ich frag mich immer warum solche Fäkalienverteiler wie Dieter B. soviel Einschaltquote haben, sind wir alle schon total verblödet? Wenn ich DSDS einschalte begebe ich mich doch auf das gleiche geistige Niveau des D.B.... darauf kann ich verzichten!
- Von quan, geschrieben am 06.03.2007, 16:12:33:
(ID: 131)
Derb ausgedrückt könnte man sagen, je nachdem welchen Sendungen und welchen Zeitungen man glauben schenken will: Man kann sich nur aussuchen, von wem man beeinflusst werden will. Klar kommt im TV viel zu viel Mist und wer es sich leisten kann, der schaltet öfter einfach ab. Aber man kann sich dennoch nicht alles selbst recherchieren und auch Zeitungen und Magazine haben ihre Quellen und in gewissen Maße muss man denen eben vertrauen. So dürfte man ja nicht mal Nachrichten gucken, wenn man es so streng sieht, ohne dass man selsbt alles nochmal hinterfragt und recherchiert...
- Von , geschrieben am 07.03.2007, 01:02:59:
(ID: 132)
DU hast IMMER die Wahl...
KEINER kann Dich zwingen, den Fernseher einzuschalten.
KEINER kann Dich zwingen, die Zeitung zu lesen.
KEINER kann Dich zwingen, Radio zu hören.
KEINER - außer Du selbst.
Und ... tust Du es dennoch, so hast Du auch dann noch immer die Wahl ...
Denn Du kannst Dir eine eigene Meinung bilden über das Gelesene, das Gehörte, das Gesehene.
Du kannst für Dich selbst herausfinden, was Du als "richtig" empfindest.
Denn... Dir wurde eine besondere Gabe auf Deinen Lebensweg mitgegeben:
Die Urteilskraft.
Nutze sie! Sei kritisch. Hinterfrage die Dinge. "Bild" Dir eine EIGENE Meinung! Und steh dazu. Das bedarf keiner grossen Recherchen. Ein wenig gesunder Menschenverstand hilft da schon sehr.
Ich bild mir meine eigene Meinung!
DAS ist MEINE Wahl!
JEDER hat diese Wahl - JEDERZEIT!
Wir sehn uns, Chris!
Sunny
- Von , geschrieben am 12.03.2007, 22:30:04:
(ID: 134)
www.signs-of-the-times.org
- Von , geschrieben am 30.03.2007, 00:18:52:
(ID: 151)
1. habe ich alle Privatsender aus meinem Fernsehmenü verbannt
2. lasse ich mir das Denken nur ungern abnehmen
3. gilt der Satz von Herbert Wehner: "Es gibt eine normative Kraft des Faktischen, aber es gibt keine faktenersetzende Kraft des Phraseologischen."