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Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde bearbeitet am 2008-11-14 17:09:55 von quan [ Import von altem Wiki ]

Die Gabelbeine von USD-Gabeln sind im gegensatz zur Klassischen Teleskopgabel umgekehrt angeordnet, tragen also an den inneren Rohren die Aufnahmen der Vorderradachse. Die Gabelbrücken, an denen große Hebelkräfte wirken, führen so die verwindungssteiferen äußeren Rohre mit dem größeren Durchmesser. Die inneren Gabelbeinrohre verlieren zwar an Verwindungssteifigkeit, weil ihnen durch den umgekehrten Einbau die feste Fixierung durch die Gabelbrücken fehlt, können als Gleitrohre aber in weiter voneinander entfernten Gleitlagern geführt werden, so dass insgesamt eine höhere Verwindungssteifigkeit des Gabelbeins erzielt wird und sich im Vergleich zur klassischen Teleskopgabel eine größere Fahrwerksberuhigung ergibt. Außerdem können durch diese Konstruktion die ungefederten Massen reduziert werden, was eine Verbesserung der Federung und Dämpfung bewirkt und besonders im Motorsport von Bedeutung ist, wo es auf hochpräzise Fahrwerksabstimmung ankommt. Allerdings ist das Gesamtgewicht einer Upside-Down-Gabel konstruktionsbedingt größer. Zudem sind die Gabeldichtringe einem stärkeren Verschleiß durch Verschmutzung unterworfen und der Lenkeinschlag geringer. Schon die ersten Serienmotorräder mit Teleskopgabel, die BMW R 12 und R 17 von 1935, wiesen diese Anordnung auf. Auch Kreidler und Hercules stellten in den 1970er Jahren Mopeds mit aus Blech gepressten Upside-Down-Gabeln her, ohne diesen, heute üblichen, Ausdruck zu verwenden.
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