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Ersteller:


el-gu
2010-06-01 23:16:43

Letzte Autoren:


el-gu
2010-06-01 23:16:43


Seitenhistorie
Das folgende Merkblatt bitte ausdrucken und der Sozia vor der 1. gemeinsamen Ausfahrt zum Lesen geben:


Herzlich willkommen als Sozia:

- Am Anfang stehen Vertrauen und Verantwortung. Die Sozia teilt alle Risiken voll mit dem Fahrer, dem entspricht die Fahrweise jederzeit.

- Das Motorrad verändert sein Fahrverhalten durch das höhere Gewicht. Reifendruck, Federspannung, Dämpfung, etc. wurden bereits entsprechend angepasst.

- Auch die Sozia trägt Schutzkleidung.

- Der Fahrer gibt das Signal zum Auf- oder Absteigen.
Denn ER steht mit den Beinen am Boden - hoffentlich auf gutem Untergrund - und muss die Fuhre balancieren.
Besonders beim Aufsteigen ruht das gesamte Gewicht der Sozia kurzzeitig auf nur einer Fussraste. Für den Fahrer ein nicht immer lockerer Moment.
Aufgestiegen wird grundsätzlich von der linken Seite des Motorrads (von hinten aus gesehen).

- Oberstes Gebot:
Während der gesamten Fahrt bleiben die Füße der Sozia auf den Fußrasten! (Das Mopped hat ausreichend PS, da braucht Sozia nicht schieben.)

- Solange die Sozia mit der Fahrweise des Bikers nicht völlig vertraut ist (und das ist erst nach hunderten Kilometern der Fall), gut festhalten! Und zwar am Fahrer - nicht irgendwo an einem Griff hinten! Dieser allgemein geäußerte Wunsch des Bikers ist keine Aufforderung zur unsittlichen körperlichen Annäherung. Es kann jederzeit passieren, daß er einen Blitzstart hinlegen muß, um einer Gefahr zu entgehen ... wenn dann kein TopCase vorhanden ist, bleibt die Sozia - im wahrsten Sinne des Wortes - auf der Strecke.
Die Aufforderung des Fahrers, sich eng an ihn zu drücken, wird von vielen Frisch-Sozias ebenfalls als plumpes Langzeit-Knuddeln verstanden und es wird ihr nur zögernd nachgekommen. Dabei ist die physikalisch-wissenschaftliche Erklärung so einfach:
° Bei höheren Geschwindigkeiten bilden sich Luftwirbel zwischen den Körpern, die die ruhige Fahrweise des Bikes beeinträchtigen können.
° Bringt die Sozia ihr Brustbein soweit als möglich an die Wirbelsäule des Fahrers und bleibt sie auch dort, braucht sie gar nicht mehr darüber nachzudenken, wie weit sie sich in die Kurve legen muß - es ergibt sich von selbst.

- Enger Körperkontakt in der Anfangsphase vermittelt der Sozia die richtige "Haltung", Ziel ist die Einheit von Fahrer und Beifahrer. Ihr Blick geht in Rechtskurven über die rechte Fahrerschulter, in Linkskurven über die linke.

- Ausprobieren: Sozia legt einen Arm um die Hüften des Fahrers und die Hand des anderen Armes auf den Tank. Sie greift UNTER (!!!) den Armen des Fahrers durch und stützt sich am Tank ab. So lastet ihr Gewicht nicht am Rücken des Fahrers, die Helme schlagen nicht so leicht zusammen und auch die Sozia ist vom Anpressdruck an den Fahrer befreit.

- Ein "Protektor" am Fahrerhelm dämpft das lästige "Klonk" beim Bremsen. (Gibt es z.B. bei Louis)

- Viele haben eine Sprechanlage. Das Headset und die Gegensprechanlage hat aber nicht jeder. Vor der Ausfahrt Sprechprobe

- In jedem Fall sind Zeichen zu vereinbaren, (z.B.: Pause, sofortiger Halt, beim Halt: Fertig zum Absteigen).
Vor der Fahrt sollte sich die Sozia auf alle Fälle mit dem Fahrer zumindest zwei Zeichen ausmachen:
eines für "stehenbleiben bei nächster Gelegenheit",
ein anderes für "Notfall, sofort anhalten".
(Sei es, sie hat vergessen den Helmriemen zu schließen, es rührt sich ein menschliches Bedürfnis oder der Rucksack steht noch in der Gaststätte, wo man zu Mittag aß.)

- Je gefährlicher es wird, um so ruhiger muß sie bleiben - sowohl körperlich als auch verbal. Schreien, toben und zittern kann sie, wenn alles vorbei ist - vorher wird nicht gemuckst. Wird es ganz schlimm, soll sie die Augen zumachen - wenn es sich nicht ausgeht, merkt sie es ohnehin früh genug!

- Die Sozia fragt vor dem Absteigen nach, ob es OK ist. Vielleicht hat der Fahrer noch nicht endgültig angehalten und fährt noch ein, zwei Meter vor, während die Sozia gerade vom Bike rutscht oder er rechnet noch nicht mit der veränderten Gewichtslage, und das Mopped knallt hin.
Absteigen erst, wenn der Motor aus ist.

- Erste Ausfahrten sollten nicht zu lang sein, die Fahrweise hierbei betont ruhig. Entsprechend viele Pausen,
Gespräch über das Erlebte.
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