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Ersteller:


quan
2008-11-14 17:21:03

Letzte Autoren:


quan
2008-11-14 17:21:03


Seitenhistorie
Eigentlich ist eine Batterie ein Einweg-Artikel, d.h. eine Batterie ist nicht durch Strom wieder aufladbar. Deshalb werden an Fahrzeugen eigentlich Akkumulatoren (Akku) verwendet, welche sich durch den Generator (Lichtmaschine) aufladen lassen.

In der Regel kommen Bleiakkumulatoren zum Einsatz, die den hohen, beim Startvorgang benötigten Strom abgeben können. Durch eine chemische Reaktion zwischen dem Elektrolyt (30%-ige Schwefelsäure) und Bleiplatten wird elektrische Energie in den Zellen gespeichert bzw. wieder freigesetzt.

Ausführungen:


  • Standard Akku (offene Zellen)
: Der Elektrolyt liegt in flüssiger Form vor und durch seine Dichte (Wichte) lässt sich der Ladezustand messen. Durch Verdunstung kann die Säure Wasser verlieren wobei sich die Konzentration der Säure und damit der Verschleiß im Akku erhöht. Achtung: nur mit destilliertem Wasser nachfüllen!

  • Wartungsfrei (MF) versiegelte Zellen
: Bei diesem Akkutyp liegt der Elektrolyt zwar auch in flüssiger Form vor, wird jedoch von einem Vlies vollkommen aufgesogen. Die einzelnen Zellen sind versiegelt und daher weitgehend vor Verdunstung geschützt. Sie dürfen nur mit der vorgesehenen Menge Säure befüllt werden und die Versieglung darf nicht wieder geöffnet werden.

  • Gelakku
:Der Elektrolyt liegt als Gel vor. Der Akku ist vollständig verschlossen und kann in beliebiger Lage eingebaut werden.


Technische Bezeichnungen


  • Spannung (V): Jede Zelle erreicht eine Zellenspannung von ca. 2 Volt. Bei drei Zellen ergeben sich also 6 Volt, bei sechs Zellen 12 Volt. usw.
  • Kapazität (Ah): Die maximale Speicherungs-Kapazität wird in Ampere-Stunden (Ah) angegeben. Ein Akku mit z.B. 10 Ampere-Stunden kann, wenn er voll aufgeladen ist, 10 Stunden lang 1 Ampere Strom abgeben. Bei Motorrad-Akkus wird die Kapazität oft lediglich nur in Ampere angegeben (A)
  • Prüfstrom (A): Der Prüfstrom gibt die maximal mögliche Stromentnahme in Ampere an. Hierbei werden z.Zt. verschiedene Messmethoden angewendet. (wird bei Motorrad-Akkus kaum angegeben)
  • Europäische Typ-Nummer (ETN): Moderne Starterbatterien haben als Bezeichnung einen ETN-Code, der leicht entschlüsselt werden kann (DIN EN 60095-1). Der ETN-Code besteht aus drei Zifferngruppen (Spannung + Kapazität, Zählnummer, Kälteprüfstrom). Bei 12 V Batterien liegt die erste Zifferngruppe zwischen 501 und 799 - die Kapazität der Batterie ergibt sich durch Subtraktion von 500. Die Zählnummer enthält codiert die Bauform, Sockel, Anchlüsse usw. Der Kälteprüfstrom wird in 10 A Einheiten angegeben. Eine Batterie mit ETN 518 014 015 hat also 12 V, 18 Ah und 150 A Kälteprüfstrom.


Eigenschaften


  • Selbstentladung: Die normale, durchschnittliche, Selbstentladung eines Fahrzeug-Akkus liegt bei ca. 1% seiner Kapazität pro Tag. (Faustformel)

  • Sulfatieren: Wird ein Akku entladen, bildet sich u.a. Bleisulfat auf den Platten und reduziert die wirksame Oberfläche. Vereinfacht gesagt, verliert er an elektrischem Durchgang. Die Kapazität (Ah) wird hierbei reduziert. Bei Wiederinbetriebnahme steigt die Ladespannung an und der Akku beginnt zu gasen. Zyklisches Laden und Entladen wirkt diesem Prozess entgegen.

  • Gefrieren: Die Füllung eines Akkus kann dann gefrieren wenn dieser nicht aufgeladen ist und Temperaturen unter 0 Grad ausgesetzt wird. Grosse Kälte kann auch geladene oder teilgeladene Akkus einfrieren. Ein eingefrorener Akku ist damit zerstört.


Pflege


  • Der Sulfatierung kann durch sogenannte Regenerierung der Batterie entgegengewirkt werden. Dabei wird durch hochfrequente Spannungsimpulse (angeblich im Resonanzbereich der Kristallstrukturen des Sulfats) das Sulfat aufgelöst. Geräte zu Regenerierung werden einfach parallel zur Batterie geschaltet und arbeiten dann selbständig.

Aufladen

Für das Aufladen eines Bleiakkus sollte ein geeignetes Ladegerät verwendet werden, das eine konstante Spannung abgibt. Es ist auch sinnvoll, wenn der maximalen Ladestrom begrenzt werden kann, der zu Beginn der Ladung sehr hoch ist. Die chemische Reaktion kann sonst beeinträchtigt und der Akku stark erhitzt werden.

Faustformel: Spannung (Volt) auswählen und mit einem Ladestrom (Ampere) von 1/10 der Kapazität ca. 10 Stunden laden. Ein 12 V / 10 Ah Akku wird also bei 12 Volt mit 1 Ampere Ladestrom für 10 Stunden angeschlossen.

Achtung! Durch gerade beschriebene Faustformel verbietet sich ein Auf- oder Erhaltungs= laden mit einem herkömmlichen Autoladegerät ohne Ladestrombegrenzung!!
Achtung! Beim Laden können brennbare Gase entweichen. Nur in gut gelüfteten Räumen aufladen! Zündquellen fernhalten!

Batterie austauschen


Ausbauen


Beim Ausbauen wird zuerst der Minuspol abgeklemmt und von der Batterie entfernt.
Danach wird der Pluspol abgeklemmt und von der Batterie entfernt.
Nun kann die Batterie aus Ihren Halterungen genommen werden (ggf. den Entlüftungsschlauch nicht vergessen).

Einbauen

Beim Einbauen wird die Batterie zuerst in Ihre Halterungen gesetzt und befestigt (Entlüftungsschlauch beachten)
Dann wird zuerst der Pluspol angeschlossen und erst dann der Minuspol.

Auffüllen


Offene Bleiakkus sollten regelmäßig auf ausreichenden Stand des Elektrolyten hin geprüft werden. Bei zu geringem Flüssigkeitsstand liegt eine erhöhte Säurekonzentration vor, was einen erhöhten Verschleiß zur Folge hat. Da immer nur der Wasseranteil der Säure verdunstet, sollte nur mit destilliertem Wasser bis zur Max.-Markierung (bzw. bis ca. 1 cm über die Platten) nachgefüllt werden.

Achtung! Schwefelsäure ist stark ätzend! Schutzkleidung tragen, Augen- und Handschutz tragen! Bei direktem Kontakt, sofort mit reichlich Wasser spülen und Arzt aufsuchen!


Udo239 [at] aol [dot] com|Old-Crow-Express 2006/03/22 21:01

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