1.5.2017 – 18:15 SWR Rheinland-Pfalz TV "Easy Rider im Härtetest"

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Dieses Thema enthält 7 Antworten, hat 3 Beteiligte, und wurde zuletzt vor vor 6 Monaten, 2 Wochen von Profilbild von norbert60 norbert60 aktualisiert.

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  • #491916
    Profilbild von LLosch
    LLosch
    fährt: Kawasaki ZL 1000 und Yamaha XT1200

    Hallo zusammen,

    am 1.5. strahlt der SWR Rheinland-Pfalz um 18:15 nochmal den Film zu meiner Mongoleifahrt aus.

    “Easy Rider im Härtetest”.

    Wer Lust auf einen Reisebericht ohne “Hollywood-Happy-End” hat – der kann ja mal reinschalten.

    Grüße, Axel

     

    An dieser Stelle sein nochmals erwähnt, daß das Netbiker-Forum maßgeblich an der immerhin akzeptablen Lösung beteiligt war.

    Solltet Ihr also mal etwas ähnliches vorhaben – schaut im Forum, wer schon mal dort war und nehmt die Kontaktdaten mit.

     

    Danke (XJ)Volker !!

    • Dieses Thema wurde vor vor 7 Monaten, 1 Woche von Profilbild von LLosch LLosch bearbeitet.

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    #491938
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    sirlonn
    fährt: Kawasaki Versys 1000 / Honda Lead 100

    die tour habe ich auch irgendwann noch vor. werde mir den bericht ansehen. oder gibt es den auch in einer videothek?

    #491947
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    LLosch
    fährt: Kawasaki ZL 1000 und Yamaha XT1200

    Nein – Videothek nicht.

    Nach der Ausstrahlung wahrscheinlich für ca. 3 Monate.

     

    Grüße,  Axel

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    #491957
    Profilbild von sirlonn
    sirlonn
    fährt: Kawasaki Versys 1000 / Honda Lead 100

    freue mich schon drauf. :good:

    #492530
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    sirlonn
    fährt: Kawasaki Versys 1000 / Honda Lead 100

    habe die reportage gesehen. und das ganze ist ja nun mal wirklich nicht so gelaufen, wie es sollte.

    #492709
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    sirlonn
    fährt: Kawasaki Versys 1000 / Honda Lead 100

    wie lange sollte die reise eigentlich dauern?

    #492738
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    LLosch
    fährt: Kawasaki ZL 1000 und Yamaha XT1200

    Hallo zusammen,

    es gab ein paar Fragen im Bekanntenkreis zum Film.

    Ich versuche mal alle Fragen zu beantworten:

    – Dauer der Reise:

    Die ganze Fahrt war auf 3 Wochen angesetzt.

    – Kartenmaterial:

    Das war im Grunde nicht so schwierig wie gedacht.

    Here.com hat sehr gutes oder zumindest brauchbares Material.

    Wer den Bericht noch nicht gesehen oder nochmals schaut – ein kleines Detail ist grandios.

    An der Stelle, wo ich nach Ishim die AT in den Dreck lege – kurz bevor ich Sie aufhebe sagt das Navi “In 400 Metern bitte rechts abbiegen” :-)

     

    – Die Reifen vom Begleitfahrzeug:

    Die Reifen von dem BMW waren alle 4 hinüber und in Russland eben NICHT zu kriegen.  Sogar in Berlin hat es einige Zeit gedauert, bis sie verfügbar waren.  Das solche Reifen nicht erste Wahl für solch eine Fahrt sind – das haben wir dann auch gelernt.

     

    – Der Rückweg:

    Der Rückweg (2500 km in 48 Stunden) wäre vielleicht ein extra Film für sich gewesen ….

     

    Die Teile (in erster Linie nur das Getriebeausgangslager) war in Russland nicht zu kriegen – ein anderes nicht passend zu machen. Der Chef fuhr selbst Honda und war sicher kompetent. Über ebay Russland hab ich Ausschau gehalten nach einem Motor zum Komplettaustausch – auch Fehlanzeige.

     

    Zuhause angekommen waren die Teile sehr schnell organisiert.

    Jetzt kam die Frage: Wie kommen die nach Novosibirsk ???

    Per Post schicken ? Zu riskant wegen möglichem Zoll etc.

    DHL, UPS etc konnten nicht weiter als Moskau liefern.

     

    Sogar bei SWR3 war ich in der Sendung “Weltweit” mit der Frage, ob jemand nach Novosibirk fliegt.

    Letztendlich fündig wurde ich durch meine Nachbarin.

    Deren Kollegin kommt aus Russland.

    Die wiederum kennt eine Spedition.

    Die wiederum haben mich an ein Reisebüro weitervermittelt.

    Und dieses Reisebüro hatte grad 2 Kunden, die dort hin wollten.

    Über diese Umwege habe ich dann einen Polizisten vom Bodensee gefunden, der nach Novosibirsk fahren würde.

    Er erklärte sich bereit die Teile mitzunehmen.

    So hab ich mich dann in Mainz ins Auto gesetzt – bin da runter – hab ihm alles gegeben und gehofft.

    Nach 1 Woche kam eine whattsapp von Kirill “Parts very good – wait 2 weeks”

     

    Als begeisterter Gold Wing Fahrer wollte er Ende September zu, 10jährigen Jubiläum vom GW-Club Moskau.

    Parallel hat er die AT auf die Trans-Sib gesetzt.

     

    Am 28.9 hab ich mich in den Flieger gesetzt – bin nach Moskau geflogen – hab Kirill dort getroffen – und ein paar Vodka gegen die schwier wahnsinnige Nervosität getrunken.

    Am 29.9 hab ich dann morgens gegen 10 an einem Güterbahnhof in Moskau vor meiner AT gestanden.

    Sie ist sofort angesprungen und alles klang so wie es sollte.

     

    Meine Frau sagte noch “Nimm Deinen alten Regenkombi mit”. Da ich auf meine Frau höre (meistens) hab ich das alte Plastikding eingepackt und da das Wetter nicht 100% sommerlich war auch gleich angezogen. Meiomei sah ich $$$ei$$$e in diesem orangfarbenen Ganzkörperkondom aus.

    Aber egal.

    Erster Stop nach ca. 50km. Ist noch Öl im Motor ? Wow – alles top. Kein Tropfen irgendwo.

    An der Grenze kein Stau nix – gleich bis ans Häuschen vor gefahren.

    Kurze Aufregung, weil er meine 1. Einreise sah und sich wunderte, warum ich wieder hier bin – aber dann alles OK.

    Irgendwo vor Daugavpils in Lettland hab ich dann geschlafen.

    30.9.:

    Schönes Wetter begrüßt mich früh am Morgen und als ich nach Polen reinkomme strahlt die Sonne wie es besser nicht sein könnte.

    Geplant hatte ich über Warschau – strickt nur Autobahn (ich wollte nur heim)

    Dann hat mich die Sonne aber doch verleitet, durch Masuren zu fahren.

    Kaum 50 km von der Bahn weg schlägt das Wetter komplett um und es regnet ohne Ende.

    Ich komme an einer Pension vorbei und denke mir nur “Gut, daß ich den Regenkombi anhabe – sonst wäre hier jetzt Schluß!”

    In der Höhe von Posen dann wieder auf die Bahn. Mittlerweile war es dunkle Nacht.

    An der polnisch deutschen Grenze der 2. Tankstop seit Moskau (der große Tank war Gold wert!)

    Der Ölstand zeigte jetzt etwa 2mm unter Maximum.

    Auf der Bahn Richtung Berlin beschloss ich das nächste Best Western, B&B oder sonst was zu nehmen.

    Aber es kam nix.

    Dann bei Berlin die A9 runter Richtung Leipzig. Zwischenzeitlich immer wieder so derbe Regenschauer, das ich hinter einem Bus bleiben musste, weil echt nichts mehr zu sehen war.

    Auf einem Parkplatz rufe ich meine Frau an, als ein Streifenwagen neben mir hält.

    Den Offiziellen gegenüber versuche ich immer höflich zu sein – schließlich machen die auch nur Ihren Job. Aber nach ca. 12 oder 13 oder 14 Stunden auf dem Moped war ich nicht mehr so Herr meiner Sinne.

    Polizei hält also neben mir – Scheibe geht runter

    “Was machen Sie hier” fragt der Polizist

    Anstatt zu denken und dann zu sprechen spreche ich während ich denke

    “Was ich hier mache ? Na, wonach sieht es denn wohl aus ?”

    Polizist: “Wo wollen Sie hin ?”

    Ich: “Nach Hause – nach Mainz”

    Polizist: “Aha – und wo kommen Sie her?”

    Ich: “Aus Moskau”.

    Der Blick von dem Polizisten – wie er zu seinem Kollegen rüberschaut und sich fragt: “Was machen wir mit so einem ” – das war schon besonders.

    Polizist: “Hier kommt gleich ein Schwertransport – bitte möglichst ein bißchen zur Seite”.

    Scheibe geht hoch und die Polizei fährt weg.

     

    Also weiter ging es.

    Ich immer noch auf der Suche nach irgendeinem Bett.

    Hinter Leipzig dann auf die A4 Richtung Westen.

    Und dann kam die Raststätte Eisenach.

    2 – 300 Meter vor der Raststätte – es war so ca. 02:00 am 1.10 rennt ein riesen großer rosa Elefant über die Autobahn.

     

    Geistesgegenwärtig gleich auf den Rastplatz.

    Direkt vor der Tür bzw. dem Treppenaufgang gehalten.

    Jetzt erst mal viiieeellll Kaffee.

    Ich stand ganz rechts am Aufgang und nach 3 Stufen ganz links.

    Da war mir klar: Kaffee bringt jetzt überhaupt garnix mehr.

    Schlafen kann ich da aber nicht. Was tun ?

     

    So stelle ich die AT auf den Hauptständer setze mich aufs Moped – da es schon recht frisch war Anfang Oktober hab ich den Helm auf gelassen

    schaue auf die Uhr “02:30” und denke mir … “Eben kurz Pause machen”

     

    07:00 – Axel wird wach. Ja – 4,5 Stunden hab ich mit dem Kopf auf dem Tankrucksack auf der AT geschlafen.

     

    Ganz langsam absteigen – jetzt blos nicht alles umwerfen …

     

    Meinen Sohn angerufen – ihm zum Geburtstag gratuliert – versprochen, daß ich zu Kaffee & Kuchen daheim bin – gefrühstückt und dann “SCHAULAUFEN” nach Mainz.

    Irgendwann kurz vor 11 stehe ich vor meiner Haustür.

     

    Die AT hab ich einige Monate später verkauft an jemanden, der die “Stan”-Staaten (Kasachstan, Turkmenistan etc) bereisen wollte.

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 Monaten, 2 Wochen von Profilbild von LLosch LLosch bearbeitet.
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    #492852
    Profilbild von norbert60
    norbert60
    fährt: Kawasaki ZX10R für den Track / Yamaha R1 (RN04) für die LS / XT350 für wenn die Strasse aufhört ...

    Hi Axel,

     

    Hochachtung!! Für diese Tour! :wacko:   :good:

    Auch Danke für Dein letztes Posting, u. a. bezüglich desTransportes der Ersatzteile des Getriebeausganges ….

     

    Habe beim SWR Mediathek einen Link gefunden, positiv!

    Eure Reportage ist nun bis zum 30.04.2018 online! ;-)

    http://www.swrmediathek.de/player.htm?show=99e06760-2c17-11e7-9fa5-005056a12b4c

    Allen anderen hier, viel Spass beim schauen ….

     

    Beste Grüße nach Mainz :bye:

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