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Berlin - Nordkap 2010  Unten

Gehe zu Seite 1 - 2 [+1]:

  • Hallo Netbiker,

    Mein Name ist Oliver. Ich bin 31 Jahre alt und in der IT einer Versicherung als Softwareentwickler tätig. Ich reise leidenschaftlich gern mit meiner Suzuki Bandit 650.
    Ich suche eine Begleitung für eine Motorradreise zum Nordkap im Sommer 2010 (Ende Juli bis Ende August). Ich plane derzeit über den Landweg von Berlin, über Dänemark, nach Schweden und von dort direkt nach Norwegen zu fahren. In Norwegen soll die eigentliche Reise beginnen. Ziel ist es, viele sehenswerte Orte zu besuchen, u.a. auch zu den Lofoten überzusetzen, um von dort weiter zum Nordkap zu fahren. Der Weg soll das Ziel sein und ich bin nicht abgeneigt, auch mal an einem Ort zwei Tage zu verweilen, wenn es sich lohnt. Ich möchte keine Sehenswürdigkeiten in Städten besuchen, sondern vorrangig die Fjorde und die "Naturwunder" des Landes erleben. Bei der Rücktour bin ich noch nicht festgelegt und flexibel was die Strecke angeht. Als Dauer habe ich maximal/etwa vier Wochen veranschlagt, in der die Strecke von bis zu 7500 km problemlos zu bewältigen ist.
    Während der Reise möchte ich campen und auch mal das Jedesmannsrecht in Norwegen nutzen. Primär soll also im Zelt auf Campingplätzen übernachtet werden. Sollte es tagelang regnen, dann muss im Notfall eine Hütte herhalten, um die Ausrüstung wieder zu trocknen.
    Die Reise sollte relativ entspannt angegangen werden. Kein Stress und keine übermäßig langen Tagesetappen. Insgesamt möchte ich maximal zu zweit fahren. Interessenten sollten mit einem eigenen Motorrad und eigener Ausrüstung bereitstehen. Mein Zelt bietet durchaus Platz für zwei, ein eigenes wäre dennoch sinnvoll. Gegen eine weibliche Begleitung habe ich überhaupt nichts!

    Ich bin offen für Verbesserungsvorschläge, absolut umgänglich und teamfähig. Weitere Details können wir gerne persönlich besprechen. Wenn sich jemand findet, dann ist das unsere Reise und nicht mehr meine allein.

    Viele Grüße und vielleicht bis bald.
    Oliver
  • Hallo, Oliver,

    eine schöne Reise hast Du da vor. :)

    Wir wollten auch vorrangig zelten. Doch das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während der ganzen vier Wochen haben wir dreimal gezeltet, sonst nur Hütten gemietet.

    Dir wünschen wir mehr Glück!

    Viele Grüße
    Yewa

    Unser Reise-Blog
  • Hallo Yewa,

    ja das Wetter lässt sich leider nicht vorhersagen oder beeinflussen. Je nach Aussichten und Wetterlage wird man sich der Situation anpassen müssen. Das es durchaus dauernd regnen kann, habe ich schon in einigen Berichten gelesen. Aus diesen Gründen habe ich auch nicht am Zelt und der Ausrüstung gesparrt. Ich werde mich den Hütten aber auch nicht verwehren, wenn es einfach zu nass wird. Ich hoffe das Beste und lasse mich durch die Regenwahrscheinlichkeit nicht von der Reise abbringen.

    Viele Grüße
    Oliver
  • Den Wetterbericht für Norwegen gibt es hier:

    http://www.yr.no/sted/Norge/Rogaland/Stavanger/Stavanger/

    --
    Honda Transalp XL 650 V RD 11, Navi.-gerät: Zumo 550
    Urlaub: Norwegen 1999, 2003, 2004, 2007, 2008, 2010
  • Moin,
    ich kann Dir zu Deinem Entschluss nur gratulieren. Ich selber habe die Tour schon hinter mir, habe das Zelt aber nur als Notnagel mitgenommen da das Übernachten in den Hytten auf den Campingplätzen sressfreier ist. Du solltest Rast in der Nähe von Trondheim machen und die Stadt besichtigen.In Narvik ist das Kiegsmuseum und die Erzverschiffung erwähnenswert. Als Rastplatz empfehle ich den Campingplatz in Narvik, von dort kannst Du auch einen schönen Abstecher zu den Lofoten machen.
    Wenn ich Dir noch behilflich sein kann mit Informationen, dann melde Dich.
    Ich wünsche Dir ein stressfreies neues Jahr!
    Peter
  • hi oli,

    sowas ähnliches plane ich auch, allerdings mit nur zwei wochen für die hinfahrt durch norwegen und einer für die rückfahrt, nur wie komme ich vom nordkapp am besten wieder nach hamburg?

    - hurtigruten bis bergen und per moped zur fähre nach oslo geht, aber gehoben vierstellig teuer.
    - per moped durch schweden geht auch, aber endlose fahrerei
    - per moped durch finnland nach helsinki und per 30stunden-fähre nach travemünde /rostock sieht am verlockendsten aus.

    hast du da schon was geplant?

    ich liebe diese wiinterreiseplanerei....

    janneck



    editiert von: janneck, 30.12.2009, 18:17 Uhr
  • dann beantworte ich meine frage eben selber:

    der entspannteste reiseverlauf scheint zu sein:

    1. fähre kiel-oslo
    2. landweg oslo - lofoten
    3. hurtigrouten lofoten-nordkap
    4. landweg nordkap - helsinki
    5. fähre helsinki - travemünde

    1.000,-- bis 1.500,-- euro (niedrigste komfortstufe für eine person + motorrad) während der sonnenwendenzeit werden die fähren kosten, was ich nach dem preisschock "hurtigruten" als schnäppchen empfinde.

    als planbare unterkünfte empfehlen sich die reichlich vorhandenen jugendherbergen. die landwege sind lt google-earth jeweils um die 1.500km lang, was vor ort etwa jeweils 2.500km bedeuten wird. die fähren brauchen vier nächte/fünf tage zeit, 5.000km landweg: drei intensive und dichtgepackte wochen.

    gruss,

    janneck



    editiert von: janneck, 05.01.2010, 14:00 Uhr
  • Meine Meinung:
    Ich finde, das Nordkap wird im allg. überbewertet.
    Ab der Hälfte der Strecke wird es karg und langweilig.
    Und alles nur um Eintritt zu bezahlen, damit man eine Kugel fotografieren kann.
    Und man muß dann auch noch irgendwie wieder zurück.
    Mich zieht da nichts hin.
    Der Rest von Norwegen ist sehenswert genug.

    --
    Honda Transalp XL 650 V RD 11, Navi.-gerät: Zumo 550
    Urlaub: Norwegen 1999, 2003, 2004, 2007, 2008, 2010
  • Hallo Netbiker,

    ich danke euch für eure Antworten, Hinweise und Rückmeldungen.

    Zwei Rückmeldungen möchte ich kommentieren:

    Quote

    1. fähre kiel-oslo
    2. landweg oslo - lofoten
    3. hurtigrouten lofoten-nordkap
    4. landweg nordkap - helsinki
    5. fähre helsinki - travemünde


    Ich möchte definitiv nicht auf einer Fähre hocken, um nach Norwegen zu fahren und auch keine Fähre nehmen um längere Strecken zurückzulegen. Wenn ich eine Kreuzfahrt machen wollte, dann würde ich eine buchen. Ich möchte aber Motorrad fahren und Fähren nur in den Situationen verwenden, bei denen ich den Umfahrungsaufwand sparen möchte. D.h. auf Straßen die durch Fjorde unterbrochen sind oder um zu den Lofoten überzusetzen. Ich suche nicht die Entspannung ansich.

    Quote

    Ich finde, das Nordkap wird im allg. überbewertet.
    Ab der Hälfte der Strecke wird es karg und langweilig.
    Und alles nur um Eintritt zu bezahlen, damit man eine Kugel fotografieren kann.
    Und man muß dann auch noch irgendwie wieder zurück.
    Mich zieht da nichts hin.
    Der Rest von Norwegen ist sehenswert genug.


    Du siehst es gibt selbst bei solchen Motorradreisen auch verschiedene Geschmäcker. So wie die einen Menschen gerne direkt jede Hotelanlage ansteuern und lieber im Pool als im 50 Meter weiter entfernten Meer baden, so gibt es bei Biker auch unterschiedliche Einstellungen. Ich fahre nicht der Kurven wegen durch Norwegen oder um allein nur an die schönsten Orte zu reisen. Warum sollte man durch eine Wüste fahren, da ist doch überall Sand? Es geht mir genau darum. Das Nordkap ist kein Ort, an dem ich unbedingt in die Ausstellung möchte oder weil der Weg dorthin so schön ist. Das Nordkap liegt in weiter Ferne, über dem Polarkreis. Mir geht es um den Weg. Anfangs fahre ich über deutsche Autobahnen, später über Landstraßen durch Wälder, dann komme ich am Wasser nicht weiter. Es wird vielleicht kalt, es wird regnen, es wird heiß sein und ich werde schwitzen, dann sind irgendwann keine Bäume mehr da und ich komme am Nordkap an und sehe vor lauter Nebel nichts. Um genau dieses Erlebnis und um diese Eindrücke geht es.

    Meine Reisepläne ergaben sich ursprünglich durch das Lesen vieler Reiseberichte und Motorradreisebücher. Gerade heute habe das Lesen von "Weltreise light" von Thomas Sydow beendet. Dieses Buch gefiel mir besonders, da ich viele Parallelen zwischen dem Reisenden und mir sehe.
    Im Grunde hat er mir nun auch den Anstoß dafür gegeben, diesen Thread zu revidieren.
    Er schrieb er wollte diese, seine Reise allein angehen, um all den Zwängen des Alltags zu entfliehen. So gehen wir tagtäglich Kompromisse ein, passen uns an, machen andere abhängig von uns oder sind von anderen abhängig. Vor allem aber müssen wir uns immer auf andere einstellen.
    Diese Reise allein anzugehen hebt viele indirekte Zwänge des Alltags auf. Das was ich im Arbeitsalltag erlebt, muss ich nicht zwingend noch auf dieses kleine Abenteuer ausweiten. Es wird Nachteile haben, doch ich bin mir ganz sicher das dieses richtige Freiheitsgefühl noch viel deutlicher wird, wenn ich in jeder Situation völlig unabhängig bin. Ich kann jederzeit tun und lassen was ich möchte ohne mich mit irgendjemanden absprechen zu müssen. Auch wenn ich während der Tour sämtliche Pläne völlig umwerfe, muss ich das niemanden erklären.

    Ich möchte hiermit niemanden seine Freundlichkeit, Geselligkeit oder Kompromissfähigkeit absprechen, sondern vielmehr unterstreichen, worum es mir bei dieser Reise vor allem geht: einmal alle gesellschaftlichen Zwänge hinter mich lassen.

    Ich danke euch dennoch für eure Anmerkungen und freue mich sicher auf der Reise dann, mit anderen Bikern ins Gespräch zu kommen.

    Viele Grüße
    Oli
  • Hi Oli,
    ich wünsche Dir vor allem schönes Wetter.
    Ich bin einmal um die Ostsee gefahren mit Abstecher zum Nordkapp und an 7 der 8 Tagen hat es geregnet.
    Der letzte Tag dann - von Polen nach Mainz zurück - da gab es Sonne satt.
    Ums kurz zu fassen: Ich hatte schon schönere Motorradurlaube.

    Grüße, Axel

    --
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