Alle meine Motorräder sind ohne
ABS - leider :(
Für mich steht fest, dass mein nächstes Motorrad (sobald ich es mir finanziell leisten kann) auf jeden Fall
ABS haben wird, da ich
ABS inzwischen als echten Lebensretter betrachte. Gerade gegen den größten natürlichen Feind des Motorradfahrers, den Schreck, wirkt
ABS Wunder.
Die Meinung, dass der Fahrer / Bremser versagt hat, wenn das
ABS einsetzt, teile ich übrigens nicht.
ABS wurde konzipiert, um im Regelbereich zu arbeiten und dort den Fahrer zu unterstützen. Und wenn man sich einmal anschaut, welche Verzögerungswerte ein modernes
ABS im Regelbereich bringt, dann wäre es einfach Verschwendung (oder falscher Stolz) unbedingt ausserhalb des Regelbereiches bleiben zu wollen :)
Allerdings sehe ich es auch so, dass man das Bremsen mit
ABS genauso üben muss (oder sollte), wie das Bremsen ohne
ABS (aber wer macht das schon?), da man auch das Bremsen im Regelbereich des
ABS optimieren kann.
Ein vollintegrales Bremssystem (egal, ob ich vorne oder hinten bremse, es werden immer beide Bremsen angesteuert) wie das CBS (Combined Braking System von
Honda oder das vollintegrale System, das eine Zeitlang von BMW verbaut wurde) ist dagegen nicht mein Ding. Sei es nun beim Langsamfahren am Lenkanschlag, wo ich nur mit der Fußbremse arbeiten möchte, um das böse Einnicken beim Betätigen der Vorderradbremse zu vermeiden, oder sei es bei Fahrten im Schotter, wo ich teilweise gezielt das Hinterrad zum Blockieren bringe (was für mich übrigens ein Grund ist, dass es ein abschaltbares
ABS sein muss) - mit dem CBS ist das nicht möglich.
Da ziehe ich dann eindeutig ein teilintegrales Bremssystem vor (vorne Bremsen betätigt beide Bremsen, hinten Bremsen betätigt nur die Hinterradbremse).
Bekennender Blümchenpflücker
Reisen statt rasen!