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Tigris' Motorrad WebLogDieses WebLog gehört Tigris.
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Mit dem Motorradgespann durch Schottland (Herbst 2006)
Einsam und verlassen steht sie mitten im Nirgendwo am grauen Band der schmalen Fahrbahn, die sich durch die Hügellandschaft etwa 25 Kilometer nordöstlich von Ullapool windet. Das Rot der Telefonzelle der British Telecom sticht in diesen grün und braun gefärbten Hügeln ins Auge. Weit und breit sind weder Menschen noch Häuser oder Fahrzeuge zu sehen. Jetzt im Oktober gibt es hier kaum Touristen, die die Straßen mit ihren Autos und Wohnmobilen verstopfen. Nur die Schafe, die einzeln oder in kleinen Gruppen an und auf der Fahrbahn stehen, heben die Köpfe und schauen zur Gruppe der Motorradfahrer auf. Widerwillig machen sie den Weg für die Motorräder frei und trotten von der Fahrbahn. ![]() Irgendwo im Nirgendwo in den schottischen Highlands „Die Telefonzellen wurden früher als Notrufsystem gebaut, um in dieser einsamen Gegend Hilfe herbeirufen zu können. Heute werden sie aber nur noch von den Schafen benutzt, Menschen benutzen lieber ihre Handies,“ scherzt Gordon. Dabei grinst er. Gordon habe ich über die Blue Knights, einen internationalen Motorradclub für Polizeibeamte, dem wir beide angehören, kennen gelernt. In einem regen Emailaustausch hat er mir geholfen, diese Motorradtour durch Schottland vorzubereiten. Es ist der Abend des fünften Tages unserer achttägigen Tour kreuz und quer durch Schottland. Nachdem wir – meine zwölfjährige Tochter Eileen und ich – gut ausgeruht nach der Nacht in der Doppelkabine an Bord der „King of Scandinavia“ mit dem Motorradgespann in Newcastle aus der Fähre gerollt sind, hat uns unsere erste Etappe über Alnwick Castle, einem der Drehorte der Harry Potter Filme, auf kleinen Strassen und immer wieder mit Blick auf die Nordseeküste nach Edinburgh geführt. Wir übernachten in einer Jugendherberge in Eglinton und erkunden von dort die nahegelegene abendliche Altstadt mit dem Edinburgh Castle. Wir haben uns vorgenommen, möglichst viel von Schottland zu sehen, deshalb halten wir uns nirgendwo lange auf. Ein Abend in der Jugendherberge in Edinburgh, ein Abend in einem privaten Bunkhouse in Invertrossachs am Loch Venachar mitten im Trossachs National Park, am nächsten Abend eine kleine aber feine Bed & Breakfast Unterkunft in Cullen. Dazwischen kurze Besuche in der Deep Sea World in North Queensferry am Nordufer des Firth of Forth mit einem der weltweit größten Unterwassertunnels und dem Leuchtturmmuseum in Fraserburgh, untergebracht in Schottlands ältestem Steinleuchtturm. Und immer wieder kleine Strassen, wildromantische Blicke auf das Meer und die ersten Begegnungen mit Robben, die sich auf den Felsen in der Nordsee in malerischer Pose die Oktobersonne auf den pelzigen Bauch scheinen lassen. ![]() Robbe an der Ostküste Schottlands „Im Sommer kann man hier vom Frühstückstisch morgens gegen sieben Uhr Delphine vorbeiziehen sehen“, erzählt uns die Besitzerin des Bed & Breakfast in Cullen, als wir beim üppigen Frühstück im Wintergarten mit Blick aufs Meer sitzen. „Leider ist es jetzt im Oktober noch dunkel, wenn die Delphine vorbeikommen.“ Am vierten Tag erreichen wir die Highlands, das Herzstück unserer Tour. Die Highlands, gälisch A'Ghaidhealtachd, bilden mit mehr als 26.000 Quadratkilometern den größten und mit einer Einwohnerdichte von acht Einwohnern pro Quadratkilometer gleichzeitig den am dünnsten besiedelten Teil Schottlands. Dabei waren die schottischen Highlands nicht immer so dünn besiedelt. Erst im Rahmen der so genannten „Highland Clearances“ – der Räumung des Hochlandes – beginnend am Ende des 18. Jahrhunderts bis etwa 1884 wurden die ehemals dort ansässigen Kleinbauern zugunsten einer großangelegten Schaf- und Wollwirtschaft durch englische aber auch schottische Großgrundbesitzer gewaltsam vertrieben. Die Vertriebenen wurden teilweise in anderen Regionen Schottlands, vor allen den aufstrebenden Industriestädten, neu angesiedelt, ein großer Teil wurde allerdings zwangsweise nach Nordamerika verschifft. Daher der Name Nova Scotia in einem Teil des heutigen Kanadas. Mit den Highland Clearances wurden auch das traditionelle schottische Clansystem und die gälische Sprache weitgehend vernichtet. ![]() Endlich in den Highlands Wir nähern uns dem berühmten Loch Ness. Am Ostufer folgt ein kleiner Singletrack dem Verlauf des im Great Glen – des Großen Tals - gelegenen 37 Kilometer langen Sees. Herrlich zu fahren finden wir immer wieder wunderschöne Aussichten auf das Wasser. Höhepunkt ist ein alter Friedhof oberhalb des Ufers mit seinen verwitterten Gedenksteinen. ![]() Malerischer Friedhof am Ostufer des Loch Ness In Fort Augustus, am südlichen Zipfel des Loch Ness, biegen wir wieder nach Norden ab, auf die gut ausgebaute A 82, die westliche Uferstrasse des Sees. Nun zahlt es sich aus, dass wir nicht in der Hauptsaison unterwegs sind. Dann ist die Strasse regelmäßig durch Touristenbusse, Wohnmobile, Autos und Motorräder überfüllt, dann geht es teilweise nur im Schritttempo voran. Jetzt, im Oktober, ist die Strasse frei und bietet uns auf dem Motorradgespann ein Kurvenvergnügen der Extraklasse. Dazu immer wieder der phantastische Blick auf Loch Ness. Kurze Stopps an der Ruine des Urquhart Castle, einer der ältesten Burgruinen Schottlands, und im inoffiziellen Nessie-Center in Drumnadrochit unterbrechen unsere Fahrt. Dann fahren wir weiter Richtung Norden, lassen Inverness, die Hauptstadt der Highlands, rechts liegen und überqueren den Moray Firth. In diesem weit ins Land reichenden Meeresarm entdecken wir wieder Robben, die sich dort im ruhigen Wasser tummeln. Eine zeitlang folgen wir der Küstenlinie bevor wir uns auf den typischen Singletracks ins Landesinnere wenden. Ziel unserer heutigen Etappe ist Carbisdale Castle, ein romantisch im dichten Wald gelegenes Schloss in der Nähe von Culrain. Carbisdale Castle ist ein vergleichsweise junges Schloss. Es wurde erst im Jahr 1917 nach 11jähriger Bauzeit fertig gestellt und liegt im Bezirk Ross-Shire, unmittelbar an der Grenze zum Bezirk Sutherland. Im Rahmen einer Erbstreitigkeit zwischen der Familie des Duke of Sutherland und dessen Witwe verpflichtete sich die Familie des Duke, der hinterbliebenen Witwe dieses Schloss zu bauen – unter der Bedingung, dass sich das Schloss außerhalb des Bezirks Sutherland befinden muss. Daraufhin wählte die Witwe diesen Standort in den Carbisdale Heights in Sichtweite der Sutherlands. Mit boshafter Absicht ließ sie an drei Seiten des Schlossturms Uhren anbringen – nur nicht an der Seite, die von Sutherland aus zu sehen ist. 1933 kaufte ein schottischer Kaufmann norwegischer Herkunft das Schloss und stellte es während des Zweiten Weltkriegs dem in England im Exil lebenden norwegischen König Haakon VII. zur Verfügung. 1945 wurde das Schloss der Scottish Youth Hostels Association geschenkt und dient seitdem als Jugendherberge. Neben einer beeindruckenden Sammlung von Marmorstatuen gibt es in Carbisdale Castle auch ein „anerkanntes“ Gespenst, die Weiße Frau. Der nächste Tag überrascht uns mit weißem Sandstrand. An der Nordküste Schottlands treffen wir auf steile Felsküste, immer wieder unterbrochen von kleinen Buchten mit weißem Sand. Diesen Strand hätten wir in der Karibik erwartet aber nicht in Schottland. Der feuchte Sand knirscht unter den Motorradstiefeln, in der Luft liegt der salzige Geruch des Meeres. Aber auch wenn die Sonne am blauen Himmel strahlt und das dunkelblaue Wasser noch so sehr lockt, es ist jetzt im Oktober einfach schon zu kalt zum Baden. ![]() Strand an der Nordküste Schottlands - oder war es die Karibik? Überhaupt mag der Oktober wegen der erhöhten Regengefahr nicht die ideale Reisezeit für die Highlands sein, allerdings ist ein gewisses Klimarisiko in Schottland wegen der Nähe zum Atlantik immer gegeben - auch im Hochsommer. Nur die Temperatur des Regens variiert. Andererseits gibt es im Oktober keine Midgets mehr, eine blutgierige schottische Variante der Stechmücke, die in der Hauptreisezeit von Mai bis September in Scharen über die Touristen herfallen. Ein echter Vorteil für uns. Außerdem bietet der Oktober die Möglichkeit, die wildromantische Einsamkeit der Highlands zu genießen. ![]() Die Einsamkeit der nördlichen Highlands Nur die allgegenwärtigen Schafe bringen außerhalb der Saison etwas Leben in diese Einsamkeit. Die ständige leichte Brise in den Hügeln sorgt dafür, dass man sie nicht nur sieht und hört sondern immer wieder auch riechen kann. Die meist weißen Wollknäuel sind stets für eine Überraschung gut: Sie scheinen es zu lieben, unter Einsatz ihres Lebens Motorradfahrer zu erschrecken und plötzlich und unerwartet auf die Fahrbahn zu springen. Das verschafft mir nicht nur an diesem Tag mehr als einen Adrenalinschub. Abends treffen wir uns in Rogart mit Gordon. Hier gibt es unmittelbar neben dem aktiven Bahnhof ein paar stillgelegte Eisenbahngleise, auf denen alte First Class Waggons der British Railway stehen. Die ehemaligen Erste-Klasse Abteile wurden im Bunkhouse-Stil zu kleinen Schlafzimmern mit Doppelstockbetten umgebaut und werden nun unter dem Namen Sleeperzzz vermietet. ![]() Schlafen in Eisenbahnabteilen - das Sleeperzzz.com in Rogart Gordon ist regelmäßig mit Freunden übers Wochenende im Sleeperzzz, um in den Highlands Motorrad zu fahren. Eine der Mitfahrerinnen hat heute Geburtstag und die ganze Gruppe zum Essen eingeladen. Als sie erfährt, dass wir, die „Germans with the funny sidecar“, Bekannte von Gordon sind, lädt sie uns kurzerhand zu ihrer Geburtstagsfeier ein. Und so verbringen wir den Abend in geselliger Runde der schottischen Motorradfahrer, bevor wir uns später in unser Abteil zurückziehen. Dichter Nebel liegt über der Landschaft als wir am nächsten Morgen nach der Verabschiedung von Gordon und seinen Freunden aufbrechen. Dieser Nebel begleitet uns, bis wir die Küstenregion verlassen und ins Landesinnere kommen. Die Strasse steigt an und mit jedem Höhenmeter, den das Gespann erklimmt, lichtet sich der Nebel. Plötzlich fahren wir unter einer strahlenden Sonne. Als wir zurückblicken, liegt unser bisheriger Weg unter einer dichten, weißen Wattedecke. Nächstes Ziel ist eine Jugendherberge in Kyleakin auf der Isle of Skye. Wieder haben wir uns die kleinen Singletracks für unsere Tour ausgesucht. Es ist ein Sonntag und nur ganz selten begegnen uns andere Fahrzeuge, denen wir auf den engen Strassen an den speziell für diesen Fall eingerichteten Passing Places ausweichen. Immer wieder führt uns die Strasse an kleineren und größeren Seen vorbei, in denen sich die Sonne spiegelt. Bevor wir über die imposante und inzwischen mautfrei zu befahrende Skye Bridge auf die Isle of Skye fahren, machen wir auf Gordons Rat einen Abstecher in den malerischen kleinen Ort Plockton am Loch Carron und staunen nicht schlecht, als wir uns plötzlich in einer mediterran anmutenden Landschaft mit pastellfarbenen Häusern und palmengesäumten Straßen wiederfinden. Palmen haben wir in Schottland genauso wenig erwartet wie die weißen Sandstrände an der Nordküste gestern. Plockton lebt eindeutig vom Tourismus und von hier aus starten regelmäßig Boote, die die zahlenden Touristen zum „Seal Spotting“ zu den zahlreichen Robben fahren. ![]() Palmen in Plockton an der Westküste Schottlands Danach steht das Eilean Donan Castle auf dem Programm. Diese auf einer kleinen Insel im Loch Duich gelegene Burg kam als Filmkulisse zu Weltruhm. Ob „Highlander“, „Rob Roy“, „Braveheart“ oder „James Bond – Der Morgen stirbt nie“ – das 1220 erbaute Eilean Donan Castle diente in vielen Filmen als Kulisse . Es verkörpert geradezu perfekt die Vorstellung einer schottischen Burg und trägt den inoffiziellen Titel „Romantischste Burg Schottlands“ völlig zu Recht. Auf eine Besichtigungstour durch die museumspädagogisch wertvoll eingerichtete Burg verzichten wir allerdings – zum einen aus Kostengründen, zum anderen wollen wir den Tag lieber noch zu einer Gespannrunde über die Isle of Skye nutzen. ![]() Eilean Donan Castel vor der Isle of Skye Die Isle of Skye, gälisch „Eilean a’ cheò“ – Insel des Nebels – ist die größte Insel der Inneren Hebriden und liegt nur etwa 400 Meter vor der Westküste des schottischen Festlands, mit dem es durch die 1995 fertig gestellte Skye Bridge verbunden ist, im Atlantik. Ein Teil der ungefähr 10.000 Menschen zählenden Einwohner dieser Insel spricht auch heute noch schottisch-gälisch. Tief ins Landesinnere reichende Fjorde teilen die Insel des Nebels in fünf große Halbinseln und sorgen dafür, dass kein Punkt auf der Insel weiter als acht Kilometer vom Meer entfernt ist. Das merken wir auch während unserer Tour über die Insel. Immer wieder erhaschen wir einen Blick aufs Meer, auf imposante Steilküsten, auf kleine Inseln und – zu dieser Jahreszeit – menschenleere Sandstrände. Die Isle of Skye wird oft als Miniaturausgabe Schottlands bezeichnet, da sich hier alle Landschaftsformen Schottlands finden – die Ebene der Lowlands ebenso wie die Hügel der Highlands und die Steilküsten und Sandstrände der schottischen Küstenregionen. Langsam nähert sich unsere Tour dem Ende. Nach der Nacht in der Jugendherberge von Kyleakin verlassen wir die Isle of Skye mit der Fähre von Almadale nach Mallaig und fahren geradewegs nach Osten, bis wir im Great Glen nach Fort William kommen. Hier, am Fuße des Ben Nevis, mit 1.344 m der höchste Berg Schottlands und der britischen Insel, wenden wir uns nach Süden. Die Landschaft ist geprägt von Wasser. Fjorde reichen weit ins Landesinnere, Bäche und kleine Flüsse münden in diese Fjorde. In Oban halten wir uns erneut ostwärts, passieren Inveraray mit dem gleichnamigen Castle und nähern uns nun Glasgow, der letzten Station der Tour. In Glasgow haben wir uns direkt im Zentrum in einem großen Backpackers Hostel eingemietet. Welch ein Kontrast zu unseren bisher eher ruhig gelegenen Unterkünften. Wir bummeln durch die Innenstadt von Glasgow und stellen fest, dass es auch irgendeine andere Großstadt sein könnte – wenn da nicht der einzelne Dudelsackspieler wäre, der sich, traditionell bekleidet mit Kilt, an einer Ecke aufgebaut hat und zur Musik seines Dudelsacks schottische Tänze vorführt. Wir setzen uns in seiner Nähe in ein Cafe, schlürfen Capuccino und erfreuen uns an seiner Aufführung. Das Wetter scheint uns den Abschied aus Schottland leicht machen zu wollen. Unser achter und letzter Tag in Schottland beginnt mit dichtem Nebel und Nieselregen. Und das bleibt auch so, bis wir südlich von Huntford den Northumberland National Park erreichen und damit wieder auf englischem Boden sind. Die wunderschöne Streckenführung mit den vielen Kurven kann ich durch die stark eingeschränkte Sicht nicht richtig genießen. Und so bin ich froh, als wir am frühen Nachmittag den Hafen von Newcastle erreichen. ![]() Abschied im Nebel und Regen - an der Grenze zwischen Schottland und England Wir machen es uns auf der „Queen of Scandinavia“ bequem und genießen den Abend bei Live-Musik in einer Bar an Bord der Fähre. Während wir diese leider viel zu kurze Tour Revue passieren lassen, kommen wir immer wieder zu der einzelnen roten Telefonzelle mitten im Nirgendwo. Und damit zu einer Frage, die wir bis heute nicht zufriedenstellend beantworten konnten: „Wo bewahren die Schafe die Münzen zum Telefonieren auf?“ Infoteil Anreise und Verkehr Um mit dem eigenen Fahrzeug durch Schottland zu touren ist eine Anreise mit einer der vielen Fähren unvermeidlich. Sei es von Calais nach Dover, der kostengünstigsten und schnellsten Fährverbindung, allerdings mit dem Nachteil, anschließend noch 600 km durch England fahren zu müssen, bevor Schottland erreicht wird, oder die bequemste aber teuerste Verbindung von Zeebrügge nach Rosyth bei Edinburgh. Wir haben uns für die Nachtfähre der Stella Line von Ijmuiden bei Amsterdam ins englische Newcastle entschieden. In der Nebensaison und mit entsprechendem Frühbucherrabatt kostete die Hin- und Rückfahrt mit Übernachtung in einer Zweibettkabine für das Motorradgespann und zwei Personen weniger als 250 ¤. In Schottland herrscht Linksverkehr, die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten: Innerhalb geschlossener Ortschaften: 48 km/h (30 mph) Außerhalb geschlossener Ortschaften: 96 km/h (60 mph) Autobahnen und mehrspurige Schnellstraßen: 112 km/h (70 mph) Der Verkehr wird durch stationäre und mobile Radar- und Videoanlagen rigoros überwacht. Verstöße werden mit empfindlichen Geldbußen geahndet. Verkehrsverstöße insgesamt sind teuer. So sollte uns das falsche Parken mit dem Gespann vor der Jugendherberge in Edinburgh 60 Pfund (ca. 90 ¤) kosten. Allerdings sind die schottischen Verkehrsbehörden sehr „kundenfreundlich“ eingestellt. Da wir die Geldbuße innerhalb von 14 Tagen per Kreditkarte bezahlt haben, konnten wir einen 50%igen Nachlass in Anspruch nehmen. In ländlichen Gebieten, speziell in den Highlands, muss jederzeit mit Weidevieh auf den Strassen gerechnet werden. Ähnlich wie in den Alpenregionen läuft das Vieh, in erster Linie Schafe, frei herum. Und ebenso wie in den Alpen gibt es auf den Straßen Weidegitter, die die Schafe daran hindern sollen, ihre Weideabschnitte zu verlassen. Diese Metallgitter auf der Fahrbahn können je nach Witterung extrem glatt sein. Unterkunft Bis auf die Übernachtung im Bed & Breakfast in Cullen hatten wir alle Unterkünfte bereits im Vorfeld der Tour über das Internet gebucht und mit Kreditkarte bezahlt. Dabei haben wir unter anderem die englischsprachige Homepage http://www.visitscotland.com zur Unterkunftssuche benutzt. Ob Hotel, Bed & Breakfast oder Gästezimmer - www.visitscotland.com bietet verschiedene Suchmodi. Unterkunftstypen können dabei genauso berücksichtigt werden wie Preiskategorien oder Regionen. Auch Buchungsanfragen sind über diese Homepage möglich. Die Jugendherbergen der Scottish Youth Hostels Association findet man im Internet unter der Adresse http://www.syha.co.uk. Zimmerreservierungen sind online möglich. Die von uns besuchten Jugendherbergen boten einfache aber saubere Zimmer mit Etagenduschen. Viele Jugendherbergen verfügen über öffentliche, kostenpflichtige Internetzugänge. Eine Mitgliedschaft im Deutschen Jugendherbergsverband ist vorteilhaft. Ein besonderes Erlebnis war die Nacht in den Eisenbahnwaggons des Sleeperzzz. Informationen und Impressionen findet man im Internet unter http://www.sleeperzzz.com. Über diese Homepage sind auch Buchungsanfragen möglich. Gerade in der Nebensaison ist es nicht unbedingt erforderlich, die Unterkünfte bereits vor der Reise zu buchen, da viele Gästezimmer leer stehen und die Vermieter sich auch über Gäste freuen, die nur eine Nacht bleiben. Allerdings sind viele Hotels und Gasthäuser außerhalb der Saison geschlossen. Landkarten Ich habe die komplette Tour mit der Kartensoftware Mapsource MetroGuide geplant und anschließend auf mein Navigationsgerät Garmin GPSMAP 172 überspielt. In aktuellen MetroGuide Versionen sind die schottischen Strassen bis hin zu größeren Feldwegen digitalisiert. Als traditionelle Landkarte habe ich die Marco Polo Regionalkarte Großbritannien Schottland, England (Nord) im Maßstab 1 : 300.000 (ISBN 3829737610) benutzt. © 2008 Franklin Tummescheit Seitenaufrufe: 548 Kommentare zu diesem Artikel
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