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von Ralf53

Die Burgenroute in Belgien – In jedem Dorf ein Schloß

24. Januar 2017 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Kleine Dörfer mit typischen Bruchsteinfassaden reihen sich in der reizvollen Umgebung des Göhltals aneinander. Wenig befahrene Straßen ziehen sich durch leicht hügeliges Gelände. Etwa zwei Dutzend Burgen, Schlösser und Herrenhäuser säumen die Route, einige davon mit einer weit zurückreichenden Geschichte. Sie verstecken sich oft in idyllischen Flusstälern und befinden fast alle noch heute in Privatbesitz.

Burgen Ostbelgiens

Die Burgenroute beginnt fast vor den Toren Aachens. Über die B57 erreiche ich zügig die Provinz Lüttich in Ostbelgien, dann passiere ich mit meiner Siwi schon auf holprigen Pflasterstraßen die Wasserburg Raeren, deren Gräben vom Flüsschen Iter gespeist werden. Nur etwa 100m weiter erhebt sich das Raerenebenfalls von Wassergräben umgebene „Haus Raeren“. Ein Stopp und eine kurze Besichtigung des Töpfermuseums lohnen sich hier allemal. Am Rande der tiefen Wälder des Naturparks Hohes Venn – Eifel entlang zieht meine 600er Honda Silver Wing ihre Bahn. Der Motor ist kaum warm, da erhebt sich vor mir, ein wenig abseits in einer Niederung, das Schloss Libermé. Auf einer alten Römerstraße rolle ich über den Höhenzug zwischen Kettenis und Walhorn in das Dörfchen Walhorn-Astenet ein. Wo Groetbach und Mühlgraben der früheren Asteneter Mühle zusammen kommen, auf halber Strecke zwischen Walhorn und Hergenrath, erhebt sich Schloss Thor, das Brauhaus der alten Burg Astenet. An der St. Katharina von Sienna Kapelle folge ich der gut ausgeschilderten Route in Richtung Lontzen und treffe auf einen kleinen Ort, dem alte Bauernhöfe einen malerischen Charakter geben. Die Gutshöfe erzählen mit ihren typischen kleinen Fenstern, den Bruchmauern und steilen Dächern jahrhundertealte Geschichten. Die Route macht einen kleinen Umweg über schmale Feldwege mit umso breiteren Schlaglöchern. Kuhfladen weisen auf erhöhte Rutschgefahr hin. Slalomfahrt ist angesagt. Ich folge der „Rue Mitoyenne“ und biege in die „Rue des Volontaires“ ab, historische Strassen, die schon von den Truppen de Condé’s, Wallensteins und Napoleons benutzt wurden. In der Ferne erheben sich die Silhouetten der beiden Schlösser von „Ruyff“ zwischen uralten Bäumen. Schloss von Ruyff, auch Schloss Baelen genannt, mit seinen zwei Zwiebeltürmen und einige Meter weiter, in einer Talmulde, das „Alte Schloss Ruyff“. Die von grauer Patina überzogenen Mauern spiegeln sich in den dunklen Wassergräben.

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