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Bonn – Istanbul und zurück • Teil 3

24. Januar 2015 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

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(Du kennst die Anfänge nicht? Klicke auf Teil 2 bzw. Teil 1) Auf der Fähre nach Lesbos wird die griechische Flagge gehisst. Wir haben die Türkei hinter uns gelassen und wie immer am Ende einer Fährfahrt steigt die Spannung, wie es am Ziel wohl aussehen mag. Vom Schiff aus wirkt das Städtchen Mitilini sehr quirlig. Wir müssen aber noch eine Weile warten bis wir in das Gewimmel von Rollern und Motorrädern eintauchen. Zunächst einmal muss der Auflieger, der uns die Ausfahrt von der Fähre blockiert, wieder an eine Zugmaschine gekoppelt werden. In der Enge der Fähre ist das gar nicht so einfach und geschieht mit viel Geschrei und unzähligen Leuten, die von allen Seiten ihre Meinung äußern. Eine Meisterleistung des LKW Fahrers es dennoch zu schaffen.

P1000838Jetzt geht es zur Grenzpolizei und zum Zoll. Während in der Türkei alles hochmodern vernetzt mit dem Computer ablief, müssen hier ein paar dicke Kladden herhalten, in der die Beamten langsam per Hand die notwendigen Einträge machen. Ein Italiener aus Bozen, der schon beim Entladen des Aufliegers ganz unruhig war, versteht ob so viel Umständlichkeit die Welt nicht mehr und weist mich auf jede noch so kleine, umständliche Handlung hin. Es ist schon dämmrig als wir endlich das Hafengelände verlassen und deshalb begeben wir uns sofort auf die Suche nach einem Quartier. Das ist auch schnell gefunden, ein Problem ist nur die Frage, wo wir einen Platz für die Motorräder finden. Hier steht sage und schreibe an jedem freien Platz ein Roller oder eine Enduro. Weiterlesen →

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Bonn – Istanbul und zurück • Teil 2

29. Dezember 2014 in User-Blog

Liebe Netbiker,

es ist geschafft, der zweite Teil meines Berichts über die letzte Sommertour ist fertig. Kürzer und länger zugleich als ich das ursprünglich geplant hatte. Kürzer, weil ich eigentlich auch Lesbos noch einbeziehen wollte, länger, weil ich mehr über die Türkei geschrieben habe als ursprünglich geplant. Und dabei ist das noch bei weitem nicht alles was mir auf der Zunge lag. Ein herrliches Land auch für uns Motorradfahrer, nur leider etwas weit entfernt. Trotz der Distanz: Ich werde wieder kommen. Per Fähre ab Venedig, mit dem Flugzeug und das Motorrad per Spedition oder auch nochmal den gleichen Weg. Irgendwie wird es schon klappen. Je mehr ich mich an die Tage in der Türkei erinnere, umso mehr kommt der Wunsch auf, mehr davon auf zwei Rädern zu erkunden.

So, nun beginnt der Bericht. Viel Spaß beim Lesen.

Wir sitzen am Schwarzen Meer und planen die nächsten Tage. Die erste Woche sind wir deutlich langsamer voran gekommen als gedacht. Daran wird sich wahrscheinlich auch in nächster Zeit nichts ändern. Es ist einfach zu schade, rastlos durch die Gegend zu hetzen ohne die Reize dieses unbekannten Teils Europas auch mal in Ruhe auf uns einwirken zu lassen. Andererseits stehen wir etwas unter Zeitdruck, weil meine Frau in ein paar Tagen nach Istanbul kommt und uns dann begleiten wird. Eigentlich ist es ja nicht mehr weit, vielleicht 600 Km, aber wenn wir pünktlich am Flughafen sein wollen, müssen wir uns beeilen. Also streichen wir die Ruhetage die wir in in der Gegend um Constanta geplant hatten und wo zumindest ich eine Tagestour ins Donaudelta machen wollte. Statt dessen entscheiden wir, auf möglichst kleine Straßen unser Ziel anzusteuern um Land und Leute zu kennen zulernen.

Erst einmal aber baden wir im überraschend kühlen Meer. Nachdem wir noch ein paar Vorräte gekauft haben, fahren wir zur bulgarischen Grenze. Mein erster Eindruck: Die freundliche und aufgeschlossene Atmosphäre in Rumänien ist mit einem Schlag vorüber. Wir stehen an einer kleinen Grenzstation und wissen trotzdem nicht wo wir hin sollen. Keiner kommt auf uns zu um zu helfen, alles scheint dicht. Und doch können einige Einheimische schon nach wenigen Minuten weiterfahren. Irgendwas machen wir falsch. Als sich endlich jemand zeigt, wird mir das Gefühl vermittelt, dass wir irgendwie die Ruhe des Vormittags gestört haben. Aber immerhin gestaltet sich das Verfahren recht einfach und außerdem sind die Schilder nicht nur kyrillisch sondern auch mit lateinischen Buchstaben beschriftet. Das bleibt auch so während der ganzen Fahrt durch Bulgarien.

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Sofort hinter der Grenze ändert sich auch das Landschaftsbild. Die Felder werden größer, es gibt viele Brachen. Die Hauptverkehrsstraßen sind hervorragend ausgebaut, was man von den Nebenstraßen nicht sagen kann. Man spürt viel stärker die Folgen der jahrzehntelangen Planwirtschaft als in Rumänien.

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Bonn – Istanbul und zurück • Teil 1

22. November 2014 in User-Blog

Liebe Netbiker,
ich hatte ja angedeutet, dass ich an einem neuen Reisebericht schreibe: 8.000 Kilometer durch Südosteuropa. Die Fahrt ging über Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien in die Türkei. Nach ein paar ruhigen Tagen in der Ägäis begann die Rückfahrt durch Griechenland, Albanien, Makedonien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien und Italien.

In meinem Blog habe ich jeden Tag mit vielen Details dokumentiert. Hier bei Netbiker werde ich in den nächsten Wochen ein paar kürzere Beiträge bringen, die euch einen schnellen Überblick bringen. Ich freue mich aber natürlich, wenn ihr den Weg zu meinen Blog findet und noch mehr Details recherchiert. Dazu habe ich vor allem die Bilder aber auch einige Textstellen mit den entsprechenden Links versehen.

Den ganzen Reisebericht in einen großen Beitrag zu packen, wäre zu viel. Also beginne ich mit der Urlaubsplanung und der Fahrt von Bonn bis ans Schwarze Meer. Im zweiten Teil geht es dann durch Bulgarien nach Istanbul und von dort auf die griechische Insel Lesbos. Den Abschluss macht die Rückfahrt durch Albanien und andere Balkanstaaten. Wenn Ihr auf die Karte klickt, geht eine Webseite mit den einzelnen Etappen auf.

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