Organspende - Ausweis?

  • Meine Frau hat einen ich hab keinen und muss sagen ja das muss jeder für sich entscheiden. Finde es wichtig sich darüber Gedanken zu machen und seine Entscheidung zu treffen. Gleichwohl find ich die aktuelle Lösung in Deutschland gut. Hab mich extra für Österreich dagegen entschieden und das dort bekundet und ich kann euch sagen es ist nicht so einfach wie man denkt und gehofft hat.


    Gruss Martin

  • stromio

    Hat den Titel des Themas von „Organspende, wer hat Ausweis?“ zu „Organspende - Ausweis?“ geändert.
  • Wer in Europa unterwegs ist, sollte grundsätzlich eine Entscheidung getroffen haben und das im Organspenderausweis dokumentieren. Die einzelnen Regelungen sind sehr unterschiedlich. Hier eine Übersicht. In Bulgarien ist man offensichtlich vor einer Organentnahme nicht sicher.

  • Ich hatte meinen Organspenderausweis bestimmt so 30 Jahre.

    Im vorletzten Jahr hab ich mich intensiv mit der Organspende befasst.

    Etliche Berichte usw. gelesen.

    Daraufhin bin ich zu dem Entschluss gekommen, den Ausweis zu vernichten.

  • Ein total schwieriges Thema.

    Ich hatte auch einige Organspendeausweise, im Auto, unter der Sitzbank...

    Irgendwann war mir dabei unwohl. Mit meinen Angehörigen ist es soweit besprochen, dass man alles haben kann, ausser die Augen??? weiß nicht warum, aber die möchte ich behalten.

    Am Ende finde ich es wichtig, dass meine Angehörigen das letzte Wort haben. Mir ist es dann ja egal, aber sie müssen sich dabei auch wohl fühlen. Ich hoffe natürlich, dass ich alles alleine und mit Freude abnutze 8)

  • ich hab keinen, hätte mit der widerspruchslösung auch kein Problem und hätte bei einer solchen auch nicht widersprochen... wobei meine Familie durchaus weiß, dass ich nichts dagegen hätte und die könnten damit ja letztlich auch die Entscheidung falls nötig kommunizieren... eine Ausweis, der mich ständig daran erinnert, mag ich irgendwie nicht im Geldbeutel jeden Tag herumtragen...

    Das perverse ist ja doch, sobald es einen der nichtspender trifft und die ein Organ bräuchten, wären die ja sofort dafür, eins zu bekommen. Eigentlich passt das einfach nicht zusammen... und wer eines im Fall der Fälle erhalten will müsste selbst auch dazu bereit sein...

  • Ich habe schon seit vielen Jahren einen und wenn ich ehrlich bin, habe ich da nicht lange drüber nachgedacht. Fand es einfach gut, zum Schluss noch eine letzte gute Tat zu tun. Fragestellungen wie ein fehlerhaft diagnostizierter Tod sind mir nie in den Sinn gekommen und auch jetzt, viele Jahre später mache ich mir darüber keine Gedanken. Muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber ich fände es gut, wenn mehr Menschen bereit wären, mit ihrem Tod das Leben eines anderen Menschen zu retten oder wieder lebenswert zu machen

  • .Eigentlich passt das einfach nicht zusammen... und wer eines im Fall der Fälle erhalten will müsste selbst auch dazu bereit sein...

    Ziemlicher Humbug meiner Meinung nach weil wer Organe braucht kommt meist selbst als Spender nicht in betracht.

  • Vermutlich brauchen mit 50 die Leute eher seltener was als mit 20 wenigstens wenn es um Nieren und Herzen geht.

    Aber ja klar ist auch mein Ansatz etwas Pauschal aber das ist sicher der auch wer nicht Spenden will soll auch nichts bekommen.

    Ich für mich hab die Entscheidung getroffen, dass ich wieder Ersatzteilspender noch Empfänger werden will.

  • ... Eigentlich passt das einfach nicht zusammen... und wer eines im Fall der Fälle erhalten will müsste selbst auch dazu bereit sein...

    Hallo,


    es freut mich dass du anscheinend einigermaßen gesund bist.:thumbup:


    Ich z.B. komme aus gesundheitlichen Gründen weder als Blut- noch als Organspender in Frage.<X


    PP, also mein persönliches Pech!?!


    Ich denke, dass man solch pauschale "Aussagen" gut überdenken sollte.


    Aber keine Sorge, ich möchte im Fall der Fälle gar kein Organ haben. Ich bin froh wenn ich es nach dem frühen Tod meiner Frau hinter mir habe!

    Einmal editiert, zuletzt von DvdW ()

  • Hallo,


    es freut mich dass du anscheinend einigermaßen gesund bist. :thumbup:


    Ich z.B. komme aus gesundheitlichen Gründen weder als Blut- noch als Organspender in Frage. <X


    PP, also mein persönliches Pech!?!


    Ich denke, dass man solch pauschale "Aussagen" gut überdenken sollte.

    das habe ich nicht geschrieben. Ich habe nur geschrieben, dass jeder die Bereitschaft haben sollte. Wenn jemand nicht kann, heißt das nicht, dass er selbst auch nichts erhalten sollte. Bitte hier nicht die Aussage in Mund herum drehen....

  • Das perverse ist ja doch, sobald es einen der nichtspender trifft und die ein Organ bräuchten, wären die ja sofort dafür, eins zu bekommen. ...

    :!:

  • Ich finde aber auch, wer sich pauschal aus Unwillen als Spender ausschließt, sollte „fair“ genug sein und auch kein Organ annehmen wollen.

    Unsere Gesetzeslage ist natürlich anders
    Es wäre schön, wenn wir einen Zustand erreichen, bei dem Bedürftige nicht jahrelang warten müssten. Leben ist eh schon so kurz und schon eine Grippe kann einem das Herz schrotten.
    .

    Einmal editiert, zuletzt von KaTi1290 ()

  • Dies ist wirklich ein schweres und sehr pikantes Thema und ich glaube nicht, daß, wer sich pauschal aus Unwillen als Spender ausschließt, der wird nicht so fair sein und kein Organ annehmen, dazu ist der Selbsterhaltungstrieb des Menschen viel zu groß.

    Meine Arbeitskollegin hat 13 Jahre auf ein Organ gewartet. Inzwischen sind 15 Jahre vergangen und sie hat die Hochzeit ihrer beiden Kinder miterleben dürfen und sieht ihre beiden Enkelinnen aufwachsen . Sie ist unendlich dankbar, daß sie das erleben darf.

    Ich selbst habe auch noch keinen Organspende Ausweis, aber mein Blut wird regelmäßig gespendet, ist jedenfalls ein Anfang.

  • Da ich glaube gesund zu sein, soll bei meinem Tod alles verwertbare genommen werden....durch Maschinen künstlich am Leben erhalten zu werden, möchte ich nicht.

    Meinen Ausweis habe ich von der Krankenkasse.

    Mich würde aber trotzdem interessieren warum Zuelli seine Meinung geändert hat?

  • „....... unsere Gesetzeslage ist natürlich anders .......“


    Und das ist auch gut so !!!!


    Es ist gut , dass der Staat und auch das Gesundheitssystem per Gesetz verpflichtet ist , ohne Ansehen der Person , dessen verhalten , usw das Leben zu schützen und zu erhalten .

    Ich möchte dass , auch bei diesem Thema „Organspende“ , nicht einen Millimeter von dem Grundsatz abgewichen wird .

    Wir hatten in Deutschland mal eine Zeit , Stichwort „unwertes Leben“, .... in der es anders war . ... will ich nie wieder !


    Ich finde die jetz beschlossene Lösung gut .

    Damit bleibt eine Spende auch eine Spende .

    Zudem wird jeder , beim beantragen des perso , mit der Frage konfrontiert .

    Im Laufe des Lebens ändern sich persönliche Einstellungen , grad bei hochemptionalen Themen, bei vielen . So ist es gut , auch immer mal wieder sich der Frage stellen zu müssen .

    Ich hoffe nur dass dieses Thema nicht so schnell wieder in Vergessenheit gerät , so dass sich möglichst viele Leute damit beschäftigen .

    (Und es auch mit ihren Angehörigen kommunizieren!)

    Denn, das verdrängen des Themas ist , denke ich , der Hauptgrund für mangelnde bekennende Spendenbereitschaft .


    Macht das Thema auf ... in der Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz .

    Das Thema ist hochemotional .

    Verteufelt nicht die Nichtspender (es ist ihr Recht )

    Stellt die zur Rede , die sich mit dem Thema NICHT befassen wollen .

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!