Organspende - Ausweis?

  • Ein Freundin ist im November 2017 mit 48 in Folge einer Autoimmunkrankheit an Leberversagen gestorben. ;( Leider gab es kein passendes Organ für sie.
    Sie hat Alkohol auf Grund von Kindheitserfahrungen ihr ganzes Leben abgelehnt und deshalb auch keinen getrunken.

    Auf der Organspendeliste stehen aber oft Menschen, die durch exzessiven Alkoholmissbrauch ihre Leber selbstverschuldet ruiniert haben. Hier könnte man jetzt diskutieren wer wie gewertet werden sollte. Heute gilt, wer über einen bestimmten Zeitraum trocken ist wird genauso gewertet wie alle anderen.

    Eine Antwort, wie gerecht dieses System ist, habe ich für mich noch nicht gefunden.

    Servus, Bernhard

    Das Leben ist zu kurz für später! :)

  • TESOMA

    Es wäre die wirksamste Lösung ... soweit hast du wohl recht .

    Und wir brauchen eine Lösung die auch wirkt .


    Aber darf der Staat mit einem Gesetz Allen Menschen das Recht , auf Eigentum/auf Selbstbestimmung , per se erstmal absprechen ?

    .... gibt es etwas , dass mehr mir gehört als mein Körper ?

    Und darf er dann eine Hürde aufbauen (wie hoch auch immer) um mein Recht auf meinen Körper zu wahren ?


    Vo diesem Hintergrund ist für mich die jetzige Lösung eine gute , auch wenn sie mit mehr Aufwand verbunden ist als die wiederspruchs Variante .

  • Ob dann Zwang der richtige Weg gewesen wäre? Zwang ist immer schlecht. Ich sah vor diesem Thema nirgends oder nur verhalten Aufklärung und Information über das Thema. Nun sind dadurch plötzlich überall Diskussionen und Berichte mit erhobenem Zeigefinger entstanden. Davor fand man es nicht nötig sich des Themas überhaupt öffentlich anzunehmen..

    Es ist halt immer das gleiche...

    Gruß Profiltester:)

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  • So richtig aktiv werden muss man nun ja nichtmal .

    jeder wird darauf angesprochen wenn er seinen perso beantragt , verlängert oder ummeldet , und das jedesmal wieder . (Ich hoffen dass die Zuständigen in den Meldebehörden es dann auch mit der gebotenen tiefen tun ).

    Die Befragung jedes einzelnen nach seiner Entscheidung beginnt nun erst .

    Von daher ist es gut dass jetzt das Thema einen größeren Raum einnimmt ,

    Denn die Gefahr besteht , dass viele Nein sagen , weil sie sich nicht mit der Thematik auseinander gesetzt haben .


    Wir brauchen mehr Spender .... es kann jeden treffen , dass ihm ein fremdes Organ das Leben retten würde.


    Es wurde vor längerer Zeit mal über die Motorradfahrer , die ein bisschen flotter fahren , gespottet/gerügt ....

    „ Motorradfahrer = Organspender unterwegs „

    Wäre doch toll wenn wir diesen Spruch auf vielen Mopeds lesen könnten .



    Danke , dass dieses Thema auch hier aufgemacht wurde.



  • Hallo zusammen

    Nun möchte ich auch mal meinen Senf dazu kunt tun. Vorweg ich bin schon immer Organspender gewesen. Und habe auch schon mit einer gewissen Sicherheit Leben gerettet, in dem ich schon 63 mal Blut gespendet habe. Also zurück zum Thema. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen. Wer kein Organspender ist, kann auch keins bekommen. Ausgenommen Kinder, Jugentliche unter 18 Jahren und Kranke die nicht in der Lage sind zu spenden. Man kan nicht egoistisch sein und von anderen verlangen, wozu man selbst nicht bereit ist. So und nun könnt ihr mich steinigen. Ich werde auf keinen Fall von meiner Meinung abrücken. MfG Armin

  • Hallo Armin, ich schließe mich an. Ich war auch sehr lange gegen die Organspende. Mein Vater brauchte auch viele Blutkonserven. Leide hat keine geholfen.


    Als ich dann vor fast 5 Jahren mit dem Motorrad fahren begönnen habe, habe ich das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen. Seid dem habe ich auch ein Organspendeausweis.

    Ich habe eine Tochter mit Mukoviszidose, sie hat sogar als Betroffene einen Ausweis.


    Man kann da sogar dort welche aus Kunststoff bekommen. Wer Interesse hat, einfach melden. Beziehungsweise schicke ich gerne den Link dafür.

  • Ja genau, nicht jede Krankheit schließt eine Organspende aus. Aber letztendlich liegt es an jedem selbst zu handeln. Und all denjenigen die sagen, das Menschen nicht austerapiert werden, weil sie für eine Organspende infrage kommen, den sage ich nur, sie sollten mal den TV Kanal wechseln und sich professionell informieren. Aber die eine oder die andere Lösung, ist eigentlich egal. Jeder sollte sich fragen, bin ich bereit ,das was ich verlange, auch selbst zu geben !!!!!! Wenn sich das jeder fragen würde, gäbe es keinen Mangel an Organen. Und schon sind wir wieder bei " wer nichts gibt kann auch nichts bekommen" Gruß Armin

  • Das Recht auf deinen Körper hast du bei jeder Lösung. Und wozu brauchst du deine Ogane wenn du tot bist? Schau mal über die Grenzen hinaus, wie es in anderen Ländern gehandhabt wird. Und ob es da auch so einen großen Engpass mit Organen gibt. Ich hoffe das wir irgendwann mal im 21. Jahrhundert ankommen. Wir stolpern über unsere eigene Demokratie

  • Rational gesehen braucht niemand die Organe nach dem tot .

    Rational gesehen , würde es nicht so viel Meinungen zu dem Thema geben .

    Aber es sind nun mal die Emotionen , die uns Menschen ausmachen , und eben auch verschieden machen .

    Wenn du all meine Beiträge verstanden hast , dann weißt du dass ich sehr für die Organspende bin . Jedoch steh ich ebenso dafür , die (emotionale) Meinung anderer zu respektieren .


    Gehört zwar nicht zum Thema ;-)

    Aber unsere Demokratie ist klasse . Sie hat sich aufgrund von extrem undemokratischen Zeiten in unserem Land, zu einer besten und am höchsten geachteten weltweit entwickelt.

    Und auch jetzt grad (21. Jahrhundert) haben die Volksvertreter , mit überwältigender Mehrheit , eine gute Lösung beschlossen .(nur leider viele viele Jahre zu spät )

  • Da ich glaube gesund zu sein, soll bei meinem Tod alles verwertbare genommen werden....durch Maschinen künstlich am Leben erhalten zu werden, möchte ich nicht.

    Meinen Ausweis habe ich von der Krankenkasse.

    Mich würde aber trotzdem interessieren warum Zuelli seine Meinung geändert hat?

    Ich hab halt viele Berichte gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, Hirntod ist nicht Tot.

    Angehörige von Organspendern, die ihre Leute nach der Organentnahme noch einmal gesehen haben, haben z.B. über schmerzverzerrte Gesichter berichtet. Andere hatten plötzlich graue Haare.

    In einem Bericht offenbarte ein Mediziner, das es nicht ausgeschlossen sein kann, das der Spender die Organentnahme nicht durch Schmerz mitbekommt.

    Der Spender wird künstlich am leben erhalten. Es werden keine Schmerzmittel gespritzt. Nur Mittel, die den Körper entkrampfen, damit der Körper bei der Entnahme nicht zuckt.

    Dann wird der Spender vom Hals bis zum Schoß aufgeschnitten um die Organe zu entnehmen.

    Dabei schlägt z.B. das Herz immer noch.

    Und ganz ehrlich: So möchte ich nicht abtreten.

  • Sorry ich wollte keinesfalls die Demokratie in Frage stellen. Und keinesfalls meine Meinung irgend jemanden auf's Auge drücken. Es sollte sich einfach nur jeder die Frage stellen. Kann ich etwas verlangen was ich selbst nicht bereit bin zu geben. Nicht mehr und nicht weniger. Die Entscheidung mus jeder für sich selbs treffen. Gruß Armin

  • ja genau. Du solltest dich mal nicht mit Halbwissen zufrieden geben,sondern dich richtig Informieren. Die Organentnahme läuft genau wie eine OP am lebenden Menschen statt. Genau wegen solcher "Argumente" gibt es zu wenig Organe.

  • Ja , es sind viele Fragen mit denen man sich bei dem Thema beschäftigen muss ....

    ..... ich kann es gut verstehen wenn bei jedem einzelnen drauf unterschiedliche Antworten kommen .

    ... zudem für sehr viele extrem unangenehm sich mit der eigenen Endlichkeit zu beschäftigen .


    Deshalb halte ich es für extrem wichtig dass sich alle Menschen mit dem Thema befassen (Und dann , wenn nun laut Gesetz die Frage an sie herangetragen wird, dann auch eine gut überlegte Antwort zu haben)

    Sagte schon , dass ich es für wichtig halte diese Diskussion , auch hier , intensiv zu führen.



    Zu dem Thema : nur das in Anspruch nehmen , was man auch selbst bereit ist zu geben .

    Sollte denn Rettungssanitäter und Feuerwehr nur demjenigen helfen der sich auch in einer rettungorganisation engagiert (ausgenommen die , die nicht für den Dienst tauglich sind)

    Oder soll dort weiterhin das Prinzip gelten ... geholfen wird ohne Ansehen der Person, und zwar in der Reihenfolge der Dringlichkeit ?

    Ich halte es für einen gefährlichen Weg [grad in der Medizin] andere Kriterien als die [medizinische] Notwendigkeit für Hilfeleistung zuzulassen.


    @ Armin ich mag sachliche Diskussionen. Sie bringen alle ein Stück weiter .

    Es muss am Ende nicht immer Konsens stehen .

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