Organspende - Ausweis?

  • Man muss sich ja nicht immer gleich ausweiden lassen...... Knochenmarkspender werden auch gesucht. Die Tochter meines Nachbarn ist mit 22 verstorben, es gab keinen geeigneten Knochenmarkspender. Ich wollte mich diesbezüglich testen lassen, aber da ich selber Krebs hatte.... Bin ich ungeeignet....., Andere aber nicht......,Ich habe einige kennengelernt die noch leben könnten wenn.....

    Mann muss nicht immer gleich an irgendwelche Krimis denken... Die mit Organklau zu tun haben... aber wenn es nicht genug Organe gibt dann wird halt illegal organisiert und wer das bezahlen kann lässt klauen..... Es sterben täglich Menschen, warum soll man dann nicht, wenn es soweit ist vielleicht etwas gutes tun.......... Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen....

  • Typisierung Knochenmarkspender .....

    ein an Relevanz mindestens ebenso wichtiges Thema !!!!

    (Leider viel zu wenig beachtet )


    (Und , nur der bekommt , der auch spendet, ... damit kommt man hier überhaupt nicht weiter ..... hier bleibt eine Spende auch eine bedingungslose Spende , weil nicht universell übertragbar .

    Diejenigen die bei einer Spende auch den eigenen Vorteil brauchen , werden die Typisierung nie machen .

  • Ja ich Teile zu 100% Deine Meinung . Letztendlich muss jeder für sich die Entscheidung treffen und damit leben. In 20 von 28 Ländern der EU gibt es die Wiederspruchslösung. Warum? Können 20 irren und 8 richtig liegen?

  • Wenn man mit dem eigenen Tod ein oder mehrere Leben retten kann, ist man wenigstens nicht umsonst gestorben. Sogar meine minderjährigen Kinder sind Organspender. Ob man mit oder ohne Organe verfault oder verbrannt wird, macht doch für einen selbst keinen Unterschied mehr oder? Soll jeder machen wie er will, ich verstehen die Verweigerung aber nicht. Macht für mich einfach keinen Sinn, lebensrettende "Ersatzteile" zu verschrotten.

  • Das mag ja sein. Soll jeder für sich entscheiden.

    Ich habe mich entschieden.

    Allerdings habe ich mich auch dazu entschieden, kein Organ bekommen zu wollen wenn ich mal eins bräuchte.

    ja genau du willst sterben wenn deine Nieren versagen und du eine bekommen könntest.

  • Rational gesehen hast du wieder recht ... 20:8 ist eindeutig .


    Aber es gibt hier kein richtig oder falsch , sondern abwägen von Befindlichkeiten , und auch rechtverständnis jedes einzelnen .




    Wir hatten nunmal die Geschichte mit extremen diktatoren , (Kaiser, Hitler, SED )

    Und sind deshalb evt empfindlicher geworden bei der Frage wobei und inwieweit darf der Staat über mich persönlich bestimmen .

    Die Frage , darf der Staat per Gesetz über meine Organe bestimmen ?

    Und dann eine (zugegeben kleine) Hürde aufbauen um mir das Selbstbestimmungsrecht über meine Organe wieder zu erlange?


    Bei der jetzigen Lösung fragt der Staat mich , und ich muss! eine Antwort darauf geben .

    Und er fragt mich regelmäßig wieder .

    Das ist für mein Befinden eine gute Lösung .

  • ... noch etwas, man kann auch als Lebender ein kleines Stückchen seiner Leber spenden....., man muss also nicht erst in das Gras beißen..... die Niere geht halt komplett weg, hast ja noch ne Zweite.... Und sollte die hops gehen... Dann gibt es vielleicht nen geeigneten Spender......

  • es geht ja eigentlich nicht um die jenigen die sich wie wir darüber Gedanken machen, sondern um die, die wie Traumtänzer durchs Leben wandeln. Und dann im Ernstfall sich wundern warum und dann über das System schimpfen. Es gibt kein falsch oder richtig. Manches währe halt nur einfacher und würde die ganzen Ignoranten mit erfassen.

  • Ich finde das Erwähnen von Hitler,SED und dem Kaiserreich in diesem Zusammenhang bedenklich...und mir fehlt auch der Bezug dazu. Dann müsste noch Mittelalter und Kirche dazu.

    Beim Amt wurde mal letzte Woche noch nicht bei PersoAbholung gefragt und vor 3 Wochen auch nicht bei Beantragung und ich finde es auch fehl am Platze, beim Amt mal zwischendurch im Trubel gefragt zu werden, ob ich meine Organe spenden möchte, da hätte ich schon wieder Sorge, beim Rausgehen fällt n Ziegel vom Dach.

    Sowas entscheidet man für sich und muss es im familiären Umfeld besprechen, damit alle wissen, was man möchte und wie sie reagieren sollen.

    Eigentlich sollte Organspende selbstverständlich sein und es tut ja auch nicht weh.

    Für die Knochenmarkspende fallen eh einige raus. Typisierung bis 55, Spende bis max 60. *duckundwech*


    Nebenbei, eine Patientenverfügung macht auch Sinn.

    Ich zum Beispiel hab keine Lust, als vegetierendes sabberndes gefüttertes Gewickeltes ewig am Leben erhalten zu werden. Auch nicht, wenn ich eventueeeeellll nach 20 Jahren wiedererwacht werden könnte, weil die Medizin vielleicht Fortschritte gemacht haben könnte...

  • Moin

    Ich habe den Ausweis seit ca. 45 Jahre


    Organspende.jpg


    dies ist die 5. oder 6. Ausfertigung , gibt es jetzt in der Größe des neuen Perso,

    denn ohne diesen ist auch der Spenderausweis nichts wert.


    PS: Ich habe das allein entschieden, weil ich niemanden zumuten will,

    das mit seinem Gewissen in Einklang zu bringen

    und sich eventuell gegen andere Angehörige zu verantworten.


    Gruß Wolf

    I`m not old, I´m a RECYCLED Teenager

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  • Ich glaube es steht völlig außer Frage dass man, wenn man kann, für ein Familienmitglied oder geliebten Menschen, eine Organspende in Betracht zieht.
    Auch kann ich die Bedenken von Zuelli gut nachvollziehen. Es kommt auf den einzelnen an, an was er glaubt.

  • KaTi1290

    Vor 2022 wirst du auch nicht gefragt werden. Das Gesetz tritt nämlich erst in zwei Jahren in Kraft. Und auch dann fragen sie nicht, sondern händigen dir lediglich Infomaterial aus. Zu einer Entscheidung gezwungen wird niemand, sondern lediglich noch öfter über das Thema informiert. Die Krankenkassen schicken ja sowieso schon alle zwei Jahre Infomaterial zu.


    Ich wäre eigentlich auch für eine Entscheidungspflicht, aber: Würden die Leute zu einer Entscheidung gezwungen, könnten sie sich aus Trotz (will mich nicht damit beschäftigen, also sag ich mal nein) ablehnen. So bleibt immerhin noch die Chance, dass die Angehörigen vernünftiger sind und ja sagen.


    Mein Spenderausweis liegt jedenfalls beim Führerschein.

    Ein Tag ohne Motorrad ist meistens kein guter...

    Der Trend geht zum Zweitmotorrad :S

  • Ja ich Teile zu 100% Deine Meinung . Letztendlich muss jeder für sich die Entscheidung treffen und damit leben. In 20 von 28 Ländern der EU gibt es die Wiederspruchslösung. Warum? Können 20 irren und 8 richtig liegen?

    Es können auch 1000 irren und einer richtig liegen die Wahrheit war noch nie ein Privileg der Massen. Also ja damit wäre ich vorsichtig.


    Ja wer meint er kann verschiedene Gruppen ausschließen der liegt vermutlich falsch - der reiche Alkoholiker wird vermutlich Weg finden der dem armen Kind verwehrt bleibt. Wird der Nazi die Leber vom Flüchtling wollen ?



    Klar kann man ja auch einzelne Teile ablehnen - ja ich hab auch bei der Typesierung mitgemacht und bei der Blutspende allerdings bin ich strickt gegen eine Organspende und komischer weise teilen auch einige Ärzte in meinem Bekanntenkreis diese Meinung.


    Ich denke man muss in unsere Gesellschaft auch lernen dass das Leben endlich sein kann und man keinen Anspruch auf die Organe eines Toten haben kann außer dessen freiwillige Zustimmung.


    Also ich glaube in Europa liegen 20 falsch und nur 8 richtig.

  • Das erkläre mal einem 20 jährigen mit accutem Nierenversagen der sein Leben rein theoretisch und praktisch noch vor sich hatt, als Beispiel,das Leben endlich ist. Ich hoffe du kommst nie in die Situation, mal ein Organ zu benötigen. Es ist immer alles leicht dahergesagt, wenn man nicht in so einer Situation ist. Und die Changs das 20 besser liegen als 8 zeigen die Zahlen der verfügbaren Organe in den Ländern eindeutig. Aber letztendlich ist nur eines wichtig. Jeder sollte sich intensiv mit diesem Thema auseinander setzen .

  • Ich war ja auch für die Widerspruchslösung. Für mich war oder ist diese Lösung ja kein Zwang, ich darf ja widersprechen. Ich glaube, das die Bequemlichkeit der Menschen in jeder Richtung gleich ist. Mich aktiv dafür auszusprechen, machen relativ wenige. Bei der Widerspruchslösung glaube ich würden sich wenige aktiv dagegen aussprechen.

    Ich habe übrigens auch seit über 35 Jahren einen Organspenderausweis. Ebenso hab ich mich vor ewiger Zeit typisieren lassen und bin in der Knochenmarkspender-Datenbank. Aber da hat halt jeder seine eigene Meinung und die muss man akzeptieren.

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