Vorsicht bei Hiflo Ölfilter mit aufgeschweißter Sechskantschraube

  • Moin,


    hatte gestern ein Erlebnis, was ich so schnell wohl nicht mehr vergesse. Mir ist der Ölfilter aufgeplatzt, und zwar an der Stelle, wo die Sechskantschraube (die nur zum Lösen des Filters gedacht ist) aufgeschweißt ist. Ich hatte Glück im Unglück. Waren zur Pause am Bikertreff Mutter Vogel in Marl angekommen, da habe ich es gesehen. Das Hinterrad war schon rechts ca. 3-4 Zentimeter mit Öl benetzt. Der Filter ist erst vor 2 Monaten von einer Fachwerkstatt verbaut worden. Ich habe im Netz schon Meldungen darüber gefunden, die von 2016 sind, die das Problem mit den Filtern hatten. Ich frage mich, warum diese Filter vom TÜV zertifiziert wurden. Ich vermute, der Filter wurde Falsch montiert (man darf ihn nicht an der Schraube Festziehen, sonder nur lösen). Aber das wird wohl schwer, dass der Werkstatt nachzuweisen. Also aufpassen, wenn ihr Spuren am Ölfilter findet, die darauf hinweisen, dass der Filter mit einem Schraubenschlüssel festgezogen würde, dann würde ich den Filter sofort tauschen.


    Gruß

    Paul


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  • Ist doch selbstverständlich Didi54. Hier noch ein paar Bilder. Da sieht man auch mal mit Macroaufnahme, wie stümperhaft der Filter festgezogen wurde. Ich tippe auf eine Rohrzange oder so. Da das Öl nur bei laufenden Motor ausgetreten ist, könnte ich es vorher im Stand nicht erkennen.

  • Der Filter ist erst vor 2 Monaten von einer Fachwerkstatt verbaut worden.

    Hast ja selber gemerkt, daß die eher fachfremd sind. Jeder Fachmann weiß, daß so ein Filter nur von Hand festgezogen wird, ich meine, das steht sogar drauf, jedenfalls hab ich das schon gesehen.


    Da hast Du leider Pech gehabt und einen unfähigen Monteur erwischt. Und gleichzeitig Glück, weil nichts schlimmes passiert ist. :) Die Werkstatt sollte das aber auf jeden Fall erfahren.


    Weiterhin viel Glück und gute Fahrt! :thumbup:

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

  • Heute nachgefragt. Der Meister konnte sich das gar nicht erklären. Das Motorrad wurde abgeholt und Filter wird getauscht und zur Untersuchung zum Hersteller geschickt. Es wird jetzt aber ein anderes Model verbaut. Er hat mir aber gezeigt, dass in der Beschreibung des Filters sehr wohl drin steht, dass man mit einer Spezialnuss und Drehmomentschlüssel den Filter anziehen darf. Im Internet so, in der Verpackung so.


    Übrigens, es handelt sich nicht um en K&N Filter, sondern um ein Hiflo Filter. Sollen die ersten Filter mit TÜV Zertifikat gewesen sein. Sorry für das Versehen beim Herstellernamen.

  • ...dass in der Beschreibung des Filters sehr wohl drin steht, dass man mit einer Spezialnuss und Drehmomentschlüssel den Filter anziehen darf...

    Das kann man sicher so machen, wenn man einen Uhrmacher-Drehmo findet, der bei 8-12Nm schon ordentlich funktioniert. 8o

    Dieses Drehmoment steht jedenfalls auf dem Hiflo 138, den es auch in der Version mit der Blechmutter gibt.


    Hiflo138b.jpg


    Auf einem deutschen Produkt sieht das so aus:


    OC90b.jpg


    Knecht-Mahle OC90, PKW-Filter


    Im Ernst, wenn der Platz zum Umfassen des Filters mit der Hand nicht reicht, dann nimmt man eben eine 17er-"Spezialnuss" und zieht ihn mit Gefühl an.


    Laß Dir bloß nix vormachen!

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher!

  • Übrigens, es handelt sich nicht um en K&N Filter, sondern um ein Hiflo Filter. Sollen die ersten Filter mit TÜV Zertifikat gewesen sein. Sorry für das Versehen beim Herstellernamen.

    Vielleicht solltest Du die Überschrift des Freds ändern.


    Was hat der TÜV denn da zertifiziert?

    Die hatten auch mal einen Damm geprüft, kurz bevor er brach. ;)

    Irgendwann kriege ich ihn..

  • Bikerpaul

    Hat den Titel des Themas von „Vorsicht bei K&N Ölfilter mit aufgeschweißter Sechskantschraube“ zu „Vorsicht bei Hiflo Ölfilter mit aufgeschweißter Sechskantschraube“ geändert.
  • So, Moped läuft wieder. Alles repariert (kostenlos natürlich). Die Werkstatt hat sich nochmal entschuldigt und auch der Hersteller konnte sich das nicht erklären, da die Filter millionenfach verbaut werden. Aufgrund einer größeren Macke, die unmittelbar in Nähe des Lecks ist, vermutet man, dass ein Steinschlag den Schaden verursacht hat. Theoretisch vielleicht möglich, aber gehört habe ich es noch nie. Naja, Glück gehabt, nix passiert, Thema ist erledigt.

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