Wenig gefahren dieses Jahr ...

  • Was genau das Problem ist: man kann sich nicht wirklich auf was freuen. Ein Kumpel hat es kürzlich sehr treffend formuliert: Corona macht nicht nur vieles zunichte, es sorgt auch noch für entgangene Vorfreude.


    Hoffentlich hat der ganze Scheiß bald ein Ende!

    In der Tat, das stimmt, sehr treffend der Gedanke ...!

    Die Planungen für die Zukunft sind sehr wage, mit einem dicken "Vielleicht" oder man macht sie nicht erst gar nicht.


    Ich sehe von den Meldungen, dass doch bei der Mehrheit das Ein-oder Andere nicht stattgefunden hat. Manche konnten doch die Planung verwirklichen.

    Ich leg mich nochmal hin ...

  • Planen hin, planen her, alles sehr vage, wenn die Stornobedingungen nicht passen! Und mir ist aufgefallen, dass viele Beherbergungsbetriebe die Preise nach oben korrigiert haben. Gerade um den Gardasee und Südtirol ist es mir aufgefallen.

  • Corona macht nicht nur vieles zunichte, es sorgt auch noch für entgangene Vorfreude.

    Das trifft es genau. Eigentlich möchte ich im Frühjahr wieder eine große Reise machen, aber ich habe noch nicht einmal Lust, die Route und die Highlights zu recherchieren, geschweige denn konkret zu planen. Zusammen mit der Planung steigert sich sonst immer die Vorfreude und ich kann die Abfahrt kaum erwarten. Das fehlt momentan total und ich weiß gar nicht, ob ich ohne Vorfreude überhaupt Lust auf eine Reise habe. Diese Lethargie hat übrigens nicht nur mich getroffen, sondern ganz viele Bekannte.

  • Und mir ist aufgefallen, dass viele Beherbergungsbetriebe die Preise nach oben korrigiert haben. Gerade um den Gardasee und Südtirol ist es mir aufgefallen.

    Gastronomie und Beherbergungsbranche leiden unter Corona extrem. Nach dem erzwungenen Lockdown mit marginalen bis keinen Einkünften folgten strenge Auflagen, die einer Vollauslastung entgegenstehen. Viele Gäste bleiben vorsichtig und halten sich fern.


    Ich habe volles Verständnis für das Anheben der Preise.

  • Ich hab keinen Vergleich mit anderen Jahren, weil ich erst dieses Jahr (wieder)eingestiegen bin. Aber ich denke ich bin wegen des Lockdowns eher *mehr* gefahren, als ich in den nächsten Jahren fahren werde.


    Die Argumentation mit den Krankenhausbetten kann ich gut nachvollziehen... aber ehrlich gesagt: Ohne meine vielen Halbtages- oder auch nur 2h-Touren hier in der Gegend wäre ich während des Lockdowns (und auch danach... seit März home office...) vermutlich schon in der Klapse. 24h mit der Familie in der Wohnung - haut einfach nicht hin.


    Habe inzwischen ca. 8500km auf die Maschine gefahren, die ich im Februar gebraucht gekauft hatte. Es war nur eine 3-Tagestour dabei, alles andere waren Tages-, Halbtages- oder nur "die kleine Runde"-Touren.


    Bin gespannt wie's weitergeht. Bisschen werde ich sicher noch fahren, aber würde mich wundern wenn die 9000 vor dem Frühling voll würden ;)

  • Bei mir ist coronabedingt auch einiges ausgefallen, jedoch ergaben sich im Laufe der Saison einige Alternativen.


    - Allgäu fiel flach - dann wurde es eben ein Harzurlaub, sobald die Hotels wieder geöffnet waren...

    - Für die ein oder andere Samstagstour trafen wir uns im Sauerland und fuhren Richtung Hessen. Dort gab es in der mitgebrachten Tupperdose bei Axel einen deftigen Eintopf, den wir im Freien mit dem nötigen Abstand zu uns nahmen...

    - Ein weiterer Urlaub im Rheingau fand ohne Probleme statt …


    Und dann wurden es im Laufe der Saison über 10.000 km … - mehr als im Vorjahr und ich möchte keinen einzige KM davon missen!

  • Bei mir war es ein einigermaßen normales Jahr. Ich erinnere mich mal in einem Jahr auch nur 50km gefahren zu sein. Das war halt zum TÜV und eine kleine Runde um zu sehen, ob ich noch fahren kann.

    Macht mir aber nichts aus. Es gibt halt Zeiten wo die Prioritäten anders liegen.

    2020:

    Naja, Korsika und Pyrenäen sind leider ausgefallen. Aber irgendwie tut sich immer eine Tür auf, wenn man sich umschaut. Statt Pyrenäen war es eben dann die Deutsche Alpenstraße und Umgebung. Statt Korsika gab es kleinere Tagesausflüge. Vorteil: wir durften rudiratlos und susisorglos kennenlernen :)

    Ferner sind wir in einen lokalen Mopedclub "gerutscht" und haben auch da unseren Spaß.

    Die letzten Jahre waren es bei uns zwischen 10 und 15T Km. Dieses Jahr sind es bis jetzt nur 7T geworden. Ich bin mir sicher da geht noch ein bisschen was.


    Was mir eher Sorgen macht sind die Aussichten auf nächstes Jahr. Ich glaube nicht, dass sich was bis Mitte nächsten Jahres bessert und von der Arbeit her kann man auch nicht den gesamten Urlaub auf die zweite Jahreshälfte legen. Zumindest bei uns nicht. Schaum mer mal. Die Liste der Routenwünsche wird länger. Die Zeit wird kürzer...

  • - dann wurde es eben ein Harzurlaub, sobald die Hotels wieder geöffnet waren...

    ^^

    Ja, im Harz waren wir auch. Hätte bei uns nicht genauer geplant werden können, denn wir hatten als Anreisetag exakt das Datum gebucht, an dem Sachsen-Anhalt wieder die Tore für Touris aufgemacht hat. Wat ab ich geschwitzt, denn die Verwandschaft im Norden stand auch in den Startlöchern...

    meep meep

  • Hi zusammen,

    zuerst möchte ich mal sagen, wie positiv überrascht ich vom durchgängig entspannten Tenor aller bin.


    JA! Corona ist "doof" aber mir scheint, dass hier alle begriffen haben, daß die Tatsache, daß wir nicht wie in der Vergangenheit planen und fahren können in Summe ein sogenanntes "1. Welt Problem" ist.


    Grob gesagt geht es sicher 90% der Weltbevölkerung nicht so gut wie uns (Sogar für fehlendes Klopapier findet sich eine Lösung)


    Zurück zum Thema:

    Da meine geplante 1-wöchige Sommertour 24h vor dem Start abgesagt wurde bin ich allein gefahren.

    Zuerst zum Jahrestreffen nach Dodenau und dann über die sächsische Schweiz, dem Spreewald, der mecklenburgischen Seenplatte nach Kiel und quer Feld ein zurück.

    Am Ende werden es so 3500km sein (ein wenig kommt ja noch).


    (Konkret) planen für 2021 ist ja fast unmöglich.

    Aber .....


    Da erinnere ich mich an eine türkische Putzfrau in 2011.

    Wir hatten grad die Info bekommen, daß der Standort unserer Firma geschlossen wird und plus/minus alle ohne Arbeit dastehen.


    Dementsprechend war die Laune auf einem Tiefpunkt.


    Und was sagt die gute Frau?


    "Sehen Sie - eine Tür geht zu - eine andere Tür geht auf"

    und das stimmt!!!


    Jedes Ende ist gleichzeitig ein Beginn.


    Wichtig ist nur, die Möglichkeiten zu erkennen.

    Für mich bedeutet das, daß ich in 2021 erheblich spontaner sein kann und sein werde.


    Ich habe meine Motorradwoche fest geplant (zeitlich).

    Wo die Reise dann hingeht entscheide ich im schlimmsten Fall am Morgen vor der Abfahrt.


    Es gibt allein in Deutschland noch so viele schöne Ziele die es lohnt erfahren zu werden.


    Lasst uns also DAS im Auge behalten, was wirklich(!) wichtig ist:

    Gesundheit !

  • zuerst möchte ich mal sagen, wie positiv überrascht ich vom durchgängig entspannten Tenor aller bin.

    Guter Text, LLosch.


    Gerade was das Hobby Motorradfahren angelangt, sehe ich die Sache ziemlich entspannt. Bei anderen Aktivitäten ist man u.U. auf die Verfügbarkeit von Sportstätten oder ähnlichem angewiesen, muss Beschränkungen von Teilnehmerzahlen beachten etc..


    Sofern wir keinen Ausgangsbeschränkungen unterliegen, sind immer zumindest Tagesausflüge drin. Innerhalb dieses zeitlichen Radius kann ich eine Unmenge von Strecken, Orten oder Sehenswürdigkleiten anfahren, die mich schon immer mal interessierten.


    Auf dem Motorrad dazu noch sicher unterwegs: mit MNS und Handschuhen. Okay, das mit dem Mindestabstand von 1.5 m muss man sich im Verkehr manchmal wieder ins Gedächtnis rufen.

  • Tja.

    Leider war es bei mir dieses Jahr nicht viel anders.

    Die geplanten Treffen alles ausgefallen- Echt schade.

    Einmal ein Wochenende Abenteuerurlaub mit Zeltplane und Schlafsack. Schlafen in der Wildnis...

    Meine Knochen haben es mir gedankt.

    Ansonsten nur mal Tagestouren.

    Aber auch davon weniger als sonst.

    An trockenen Tagen drehe ich noch mal eine kleine Runde.

    Wie lange diese Sch... noch geht, kann keiner sagen.


    Auch das mit der Vorfreude stimmt irgendwie.

    Meine Dänemark Woche. (bin ich gerade).

    Sonst immer lange darauf gefreut. Jetzt gezittert ob sie überhaupt statt findet.

    Dann kurzentschlossen am Freitag Nachmittag los, weil die Dänen ab Samstag Null Uhr die Grenze geschlossen haben.

    Geld zurück für das gebuchte Haus gibt es in Dänemark leider nicht.

    Evtl. einen Gutschein.

    Also Klamotten ins Auto und los.

    Hotel im Voraus buchen ging auch nicht, weil ich nicht wusste, ob ich überhaupt noch rüber komme.

    War irgendwie kein Urlaubsanfang sondern eher eine Flucht.

    Hab dann eine Nacht im Auto gepennt.

    Das ging allerdings ganz gut.

    Schöner wäre es gewesen, wenn es nicht so gestürmt und geschifft hätte...

    Am nächsten Tag hab ich recht früh den Schlüssel für das Haus bekommen.

    Auspacken, heiße Dusche, Mittagsschläfchen.

    Danach ging es mir besser.

    Jetzt muss ich abwarten, was das RKI morgen sagt.

    Wird Dänemark zum Risikogebiet erklärt, könnte mir eine Quarantäne auferlegt werden.

    Die gleiche Sch... auf dem Rückweg.

    Das bremst das Urlaubsfeeling und die Erholung doch etwas aus.


    Machen wir das Beste daraus.

    Im nächsten Jahr wird alles besser....

  • Nun ja, ich bin kein geselliger Mensch, fahre zwar sehr gerne

    Motorgetriebene Zweiräder, würde aber niemals auf die Idee kommen, damit in den Urlaub zu fahren. Es ist für mich auch keine Frage:

    Wie VIELE km ich im Jahr fahre, sondern WIE ich sie fahre,

    bzw. WAS mir die gefahrenen km geben.


    Geht es mir schlecht, sind 50-100 km mit der 50er

    durch Wald und Feld, plus diverse km Fußmarsch

    zu abgelegene Steingräber, Ruinen oder stillgelegte

    Bahnstrecken für mich Erholung pur.


    Geht es mir (zu)gut, sind Tagestouren >500 km

    gut geeignet mich wieder ruhiger werden zu lassen.


    Gruß Wolf

    I`m not old, I´m a RECYCLED Teenager

  • War doch garnicht so schlecht das Moppettjahr.

    Am geulsten wars`s zum Lockdown. Keine beweglichen Hindernisse auf der Piste. Man kam sich vor wie auf ner abgesperrten Strecke.

    Immer volle Esse zur Apotheke, zum Arzt, zur Omma.

    Weiter so!

  • :/ Ich mutiere zum Gelegenheitsfahrer. Die Zeiten in denen ich jede freie Minute bei fast jedem Wetter auf dem Motorrad verbrachte sind vorbei. Erstens habe ich noch ein anderes zeitintensives Hobby wieder zum Leben erweckt und zweitens haben wir seit zwei Jahren das Fahrradfahren für uns entdeckt. Seit diesem Jahr sogar E-Bike. Das macht auch unglaublich Spaß. Ich fahr seit '77 Motorrad und hatte das Glück in einem wirklich sehr schönen Land außerhalb Europas das Motorradfahren zu lernen und auszuüben. Momentan ist es so, dass es mich nicht wirklich reizt so viel Motorrad zu fahren. Das war auch der Grund für den Verkauf eines Motorrads in diesem Jahr. So gesehen haben mich die Auswirkungen von Covid-19 auf das Motorradfahren in diesem Jahr wenig interessiert oder eingeschränkt. Auch das verstärkte Kesseltreiben der Politiker auf uns Motorradfahrer in diesem Jahr interessiert mich ehrlich gesagt wenig bis gar nicht. Ausnahme die Tatsache, dass es mich ärgert den regulären KFZ-Steuersatz zahlen zu müssen und die Kasper mir Strecken komplett oder am Wochende und Feiertagen sperren.

  • Moin Moin -

    bei mir ist es ähnlich, wie bei Ulli.

    Fahrten mit Übernachtungen oder/und Treffen sind halt leider ausgefallen, ansonsten gab es eben die kleineren Fahrten, auch in kleinem (Abstands-) Kreis, nur eben meist als Selbstversorger. Käffchen, Kleinfutter und Aschenbecher hatte ich ja eh schon immer dabei, um da mal Pause zu machen, wo es mir gefällt, da reicht auch ne Bank am Wegesrand.

    Wieviel km insgesamt zusammenkommen, is mir eigentlich ziemlich egal, wenns Wetter paßt, wird gefahren, incl. gewisser notwendiger Erledigungen, auch wenn es dann mal nur 2-3 Std. werden. Einfach, weil es mir Spaß macht.

    Bleibt gesund!!!

    Allen immer und überall gesundes Ankommen. :saint:

  • Moin, ich habe gut da dran getan, dass ich mir zum Saisonende 2019 die Tracer gekauft habe.

    Im Frühjahr 2020 hätte das wahrscheinlich nicht geklappt.

    Die Alpentour im Mai ist ausgefallen, leider.

    Wir haben aber doch noch ein paar Tage im Harz verbracht.

    Zwischendurch kleine Tagestouren ohne das man die üblichen Hotspots angefahren ist.

    Im August noch zum FZR Treffen nach Thüringen.

    Fazit es sind doch noch gute 7.500km zusammen gekommen.

    Gruss Norbert

  • War gar nicht so schlecht 2020:

    ca. 6.300 km mit der kleinen GS und nochmal ca. 700 km mit der CRF.


    Einige WE-Touren zu Freunden, einige Tagestouren um`s Eck und eine große Runde um den deutschen Süden mit Abstecher nach AT und CZ sind`s geworden. NL + B waren auch dabei. Alles grenznah.


    Pyrenäen war geplant, wird vielleicht nächstes Jahr was draus.

    Jammern auf hohem Niveau.


    Und einer hatte geschrieben, dass man sich unterwegs sicherer fühlte als zu Hause beim Einkaufen. Kann ich definitiv bestätigen !

    Die Gastronomie in den Urlaubsregionen hat`s deutlich besser verstanden, worauf es ankommt. Da kann sich NRW mal eine Scheibe von abschneiden.


    LG Sylvia

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