Sucht euch schon mal ein neues Hobby

  • Es geht aber um mehr, das Motorrad an sich passt Ihnen nicht mehr.

    Da sind sie wieder, die geheimen Hintergründe derer, welche nicht genannt werden. Aber SIE sind da... (gespenstisches uhuhuhuhuuuu)


    Ich aber sage euch: fürchtet euch nicht!

    Wenn man noch nicht angekommen ist, ist man noch unterwegs.

  • Warum verbeisst ihr euch so am Lärm fest. Wenn es der Politik nur darum ginge, würden mehr Kontrollen ausreichen, um die lauten Motorräder aus dem Verkehr zu ziehen.

    Es geht in erster Linie um Lärm sowie auch in zweiter und dritter.

    Dann kommt erst mal lange nichts.


    Mit realistischer Annahme sind etwa 1 % der Motorräder soundtechnisch illegal unterwegs; die könnte man rausfischen. Das hilft nichts gegen Hirnis, die zwar legale Tüten haben, aber mit hoher Drehzahl durch den Ort fahren. Oder gegen solche, die unmittelbar am Ortsrand das Gas aufreißen, um mit offener Auspuffklappe ein Spottlied auf die Prüfbedingungen zu singen. Auch die braven Motorradfahrer, die sich rücksichtsvoll durch das Dorf in Richtung der Spaßstrecken bewegen, können ein Problem darstellen: bei Hunderten Motorräder innerhalb weniger Stunden reagieren die Anwohner verständlicherweise genervt und unterscheiden nicht mehr zwischen Hirnis und Rücksichtsvollen.


    Die Industrie hat die Politik jahrelang am Nasenring durch die Arena geführt ... nun drohen Sperrungen, Ausgrenzungen und am Ende vielleicht 80 dB flat. Ein Problem zu erkennen (oder erkennen zu wollen) steht am Anfang jedes Lösungsprozesses.

  • Nuja, der Umstand, dass sicherlich 90% der Kradfahrten zum Zweck der eigenen Bespaßung dient, ist sicherlich auch eine Überlegung, die mitspielt, wenn man sich über die Notwendigkeit von Krädern unterhält. Die allermeisten machen ja das Notwendige mit der "umweltfreundlichen und leisen" Dose und gehen dann nur zum Austoben mit dem Krad raus.


    An dem Punkt schwillt mir schon ein bisschen der Kamm, wenn die Freizeithooligans von Freiheitsberaubung und staatlichem Terror reden.


    Ich bin eher für ein Verbot von Dosen. Das würde dazu führen, dass Straßen weniger überlastet sind, weil Einspurer einfach viel weniger Platz brauchen. Parkplatzknappheit würde sofort gelöst. Energieeinsparung ohne Ende, weil selbst Overkillkräder verhältnismäßig wenig Kraftstoff brauchen und zudem bei schlechtem Wetter nicht die Verwandten am anderen Ende der Republik besucht werden - wiederum eingesparter Kraftstoff und Schonung der Umwelt.


    Was dann die Wirtschaft angeht: Vom großen deutschen Hersteller gibt's Kräder für jede Anforderung, die dem Vernehmen nach richtig gut sind. Es gibt scharfe Italienerinnen (die Mädels von der Insel sind leider raus) und somit einen halbwegs diversen Binnenmarkt. Man könnte Nicht-EU-Importe mit Zöllen belegen, um die heimische Produktion zu fördern. Stecken eben diese Quants dahinter, die schon damals... aber das ist eine ganz andere Geschichte.


    Wenn Dosen verboten wären, würde sich der Nutzfahrtanteil bei Krädern erhöhen und die Toleranz würde steigen. Das Motorrad wäre dann keine nervige Umweltsauerei für hirnlose Idioten, sondern ein ressourcensparender Weg in eine umfassende umweltschonende Individualmobilität. Die Zukunft liegt in unseren Händen. Wer noch eine Dose hat, weiß jetzt, was zu tun ist. Keine Kompromisse!

    Wenn man noch nicht angekommen ist, ist man noch unterwegs.

  • Ich bin eher für ein Verbot von Dosen. Das würde dazu führen, dass Straßen weniger überlastet sind, weil Einspurer einfach viel weniger Platz brauchen.

    Glaube ich nicht. Dann haben wir hier das Chaos, was du in Indien & Co siehst.

    Wenn wir jetzt jeglichen Freizeitspaß zunichte machen, haben wir das, was in der Landwirtschaft gerade zu Protesten führt - Stallhaltung. Und das bekommt keiner da oben durch, da bin ich mir sicher.

    meep meep

  • Ich musste jetzt doch mal kurz schaun, wo Du sesshaft bist.


    Es gibt schon ein paar Nadelöhre, z.B. ist das um Reute Tirol der Fall. Aus Deiner Ecke gesehen, ok, da gibt es ein paar Alternativen. Mich kostet es Stunden, wenn ich versuche über bspw. Klais nach Innsbruck zu kommen.

    Alternativen zum Hahntennjoch sind der Arlberg, zähe Geschichte oder eben der Fernpass <X .


    Wenn ich Richtung Dolos, Balkan, etc.. möchte hab ich eben nicht viel Möglichkeiten. 2018 bin ich 8x übers Hahntennjoch, die letzten 5 Jahre aber nur 2x am Wochenende.


    Für Tagestouren bin ich lieber in der Schweiz, keine Frage. Die Ecke ist aber die Einzige in der nicht alle Flachländler einfallen, in die ich fahren kann.

    Klar kenne ich viele kleine Pässe, aber da muss ich eben erstmal hinkommen.


    Hängt schlicht und ergreifend auch vom Wohnort ab.


    2018 hab ich u.a. Deutschland durchgearbeitet und war am Nienstedter Pass. Dort waren unzählige Biker versammelt und ich fast eine Attraktion, mit Reifen die auch an der Seite abgefahren sind.


    Hab mich länger mit ein paar Bikern unterhalten. Deren Möglichkeiten sind gleich 0, der Nienstedter Pass hat wenn ich mich richtig erinnere eine Kehre, welche die Einzige im Umkreis von ??? ist, weiß nicht mehr genau... über 100km.


    Apropos Kehre, die erste Kehre von Elmen aus am Hahntennjoch. Über die letzten Jahre sind immer nette Kreidezeichnungen auf der Straße. Dort trägts ständig welche raus.

    Oben ist es stellenweise recht glatt, vor allem wenn es nass ist.


    Ich denke nach dem Lärm dürfte bei Nichtmotorradfahren die Unfälle auf solchen Strecken ein Thema sein. Der Treibholzwirt hat mir mal erzählt, dass an schönen Tagen mind. einmal am Tag der Rettungswagen fährt.


    Gruß ;-)

  • Wenn wir jetzt jeglichen Freizeitspaß zunichte machen,

    Man könnte schon meinen, dass vieles genau darauf abzielt. Motorradfahren mal völlig ignorierend. Besonders gerne genommen, wenn man irgendetwas daran knüpfen kann das Geld in die Kassen spült. Jüngsten Beispiel der Drohnen(führer)schein.

    Verwirrt mich nicht! 😤

  • Ich denke, wir meinen nicht das selbe.
    Ich wollte damit eigentlich sagen, dass es eben NICHT immer Ausweichrouten zu den Hotspots und ultimativen Zielen sein müssen.
    Der Weg sollte das Ziel sein und einfach mal Touren über die Dörfer und durchs Hinterland, wo die Straßen einfach nicht dermassen frequentiert sind...

    Einfach nur Spass am Fahren und sich mit der Eisdiele im kleinen Kaff zufrieden geben. Schliesslich sind wir doch MotorradFAHRER und nicht nur MotorradINSLANDSCHAUER ;)

    Grüße :)

  • Die Industrie hat die Politik jahrelang am Nasenring durch die Arena geführt ... nun drohen Sperrungen, Ausgrenzungen und am Ende vielleicht 80 dB flat.

    Die ganze Diskussion berührt mich wenig.


    Klar liebe ich Motorradsound, ich finde sogar (jetzt ein Outing) den dumpfen Klang von Harleys geil. Ich mache das auch gerne mal, am Gasgriff wild drehen.


    Aber, Motorradfahren macht mir auch leise bis moderat Spaß. Auf den letzten Fahrten durch unsere Spessartwälder, bei sonnigem Wetter, schönsten Farben links und rechts, bin ich bewusst verhalten gefahren, meist im sechsten Gang geblieben - und das war toll. Ich habe die Natur genossen und hatte dabei ein gutes Gefühl. Irgendwie kam es mir schräg vor, in dieser herrlichen Umgebung unnötig Krach zu machen.


    Wenn es käme, alle Motorräder auf o.g. 80 db zu beschränken, könnte ich damit leben. Sicher würde die Industrie schnell Flüstertüten produzieren und dann müsste man eben ein paar Scheine ausgeben. Der Fahrspaß würde bleiben.

    sollte es oben nicht stehen, ich grüße immer herzlich.

  • 2018 hab ich u.a. Deutschland durchgearbeitet und war am Nienstedter Pass. Dort waren unzählige Biker versammelt und ich fast eine Attraktion, mit Reifen die auch an der Seite abgefahren sind.


    Hab mich länger mit ein paar Bikern unterhalten. Deren Möglichkeiten sind gleich 0, der Nienstedter Pass hat wenn ich mich richtig erinnere eine Kehre, welche die Einzige im Umkreis von ??? ist, weiß nicht mehr genau... über 100km.

    Nienstedt bei Hannover? da hättest Du nur durch den Ort nach Süden durchfahren müssen, da sind mehrere Kehren.

    Wobei ich Kehren eher langweilig und den Fahrfluss störend finde.

    Irgendwann hab ich ihn...

  • Jüngsten Beispiel der Drohnen(führer)schein.

    Den verstehe ich tatsächlich noch. Denn mit dem Preisverfall der Dinger kommt jetzt - salopp gesagt - jeder Trottel auf die Idee, so'n Ding als Spielzeug anzuschaffen, um abends mal bei der Nachbarin zu gucken.

    So legt man die Latte (also nicht DIE!! :-D ) etwas höher.


    Der 5-jährige Erneuerungszwang (der dann wieder Geld kostet) ist halt ärgerlich, da geb ich dir Recht.

    meep meep

  • Wenn es käme, alle Motorräder auf o.g. 80 db zu beschränken, könnte ich damit leben. Sicher würde die Industrie schnell Flüstertüten produzieren und dann müsste man eben ein paar Scheine ausgeben. Der Fahrspaß würde bleiben.

    Das ist ein Trugschluss.


    Nähert man sich einem deutlich niedrigeren Limit ist es mit einem anderen Auspuff nicht mehr getan. Und hier reden wir von 80 dB in jedem Betriebszustand ...


    Man erwartet Motoren mit deutlich reduzierter Nenndrehzahl (etwa Cruiser-Bereich), geringer spezifischer Leistung, deutlich schwerere Konstruktion (die Lärmabstrahlung geht von zahlreichen Bauteilen aus). Vollverkleidet, um eine weitere Kapselung zu erreichen.


    Deine Suzi hätte keinen Kettenantrieb mehr, wäre mindestens 30 kg schwerer und käme vielleicht auf 60 PS. Mancher hätte mit einem E-Motorrad dann mehr Spaß.

  • Glaube ich nicht. Dann haben wir hier das Chaos, was du in Indien & Co siehst.

    Wenn wir jetzt jeglichen Freizeitspaß zunichte machen, haben wir das, was in der Landwirtschaft gerade zu Protesten führt - Stallhaltung. Und das bekommt keiner da oben durch, da bin ich mir sicher.

    Bis wir in D flächendeckend eine Bevölkerungsdichte wie in Mumbai haben, können wir noch einige Flüchtlinge aufnehmen... klar wird auch mir ganz blümerant, wenn ich daran denke wie Leute, die schon mit der Dose zeigen, wie wenig sie die Sache mit dem Verkehrsfluss überblicken, auf einem völlig unkontrollierbaren Einspurer unterwegs sein könnten, sofern es so kommt, wie ich mir das schönträume.

    Drum würde dann auch regelmäßiges (Zwangs-)Training auf meinem Wunschzettel stehen, damit die Fahrberechtigung erhalten bleibt.


    Faktisch würde weniger gefahren, weil weniger bequem. Es würde weniger Kraftstoff verbraucht, weil sparsamere Fahrzeuge. Der Rohstoffbedarf für drei Familienmotorräder wäre zudem deutlich geringer, als für Papas Statusdose. Umwelttechnisch fast 50% weniger Ressourcen und weniger Dreck bei vollem Erhalt der privaten Mobilität.

    Und freilich würden die überzeugten Dosenfahrer auf die Barrikaden gehen und gegen den linksgrünen Umweltterror demonstrieren. Aber was genau macht jetzt diese Dosen so notwendig? Bequemlichkeit? Komfort? Schwachsinnige und vollkommen unnötige Zusatzfeatures, wenn es darum geht, von A nach B zu kommen. Nönö, Mopped reicht!


    Für professionelle Transportvorhaben für Güter oder Großgruppen bleiben selbstverständlich Mehrspurer Teil des Verkehrsgeschehens und sind auch ökonomisch wie ökologisch vertretbar.

    Wenn man noch nicht angekommen ist, ist man noch unterwegs.

  • Nienstedt bei Hannover? da hättest Du nur durch den Ort nach Süden durchfahren müssen, da sind mehrere Kehren.

    Wobei ich Kehren eher langweilig und den Fahrfluss störend finde.

    :D:D:D


    Das sehe ich Mal ganz anders.


    Umso winkliger umso besser. Deshalb fahre ich auch gerne Schweiz. Man muss nur richtig zusammenhängen und schon ist 80km/h kaum erreichbar.

    Pässe wie den Susten brauch ich nur, um zum Nächsten zu kommen.

    Es gibt auch wundervolle Täler in denen man die Geschwindigkeit kaum erreicht.


    Und der Pilot 4 sieht danach so aus.

    2016 08 19_2272 (2).JPG

    Das war eine Menge Spaß.

    Den Spass hab ich auf zu gut ausgebauten Straßen ohne extreme Richtungsänderungen nicht.

    Und erreiche selten Geschwindigkeiten jenseits der 100km/h..... Rolle durch Ortschaften und muss auch nicht ans Gas wie ein Irrer.

    Leider brauche ich für die Abwechslung ein paar Nadelöhre.


    Es nervt mich auch, wenn sie hier manche Strecken mit der Stoppuhr fahren. Wenn die Geraden nicht lange genug für ihre 150PS +/- sind, bin ich nämlich schneller ;):P ohne völlig irre Drehzahlen fahren zu müssen.

  • Umso winkliger umso besser.

    Es ist ja die Frage, wie du winklig definierst.

    Das viel gehypte Stilfser Joch ist grottenätzend zu fahren. Technisch anspruchsvoll, aber vom Fahrfluß (wie der Coyote sagte) her ätzend. Diese engen Kehren machen einfach keinen Spaß.

    Wenn du hingegen einen engen, aber flüssigen Kurvenswing (wie am Oberjoch) hast, ist das eine helle Freude.


    Ich meine, so war Coyotes Aussage zu verstehen.

    meep meep

  • Alles nördlich von Osnabrück musst Du mit dem Durchfahren von Kreisverkehren im Uhrzeigersinn aufpeppen. Ansonsten kippst Du vor Langeweile vom Bock. 🙈

    Verwirrt mich nicht! 😤

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