Kimakrise und Motorradfahren - wie seht ihr das so?

  • [quote quote=512618]Kannst ja machen, was Du willst. Aber glaube nicht, dass Du irgendwas für die Umwelt tust, wenn Du was elektrisches fährst.

    Zitat

    das glaube ich nämlich auch nicht… BMW hatte bereits vor 20 Jahren (oder länger) Wasserstoff als Antriebsmöglichkeit vorgestellt .

    Dies wurde aber (von der Politik) nicht zugelassen, obwohl ich der Meinung bin DAS wäre eine echte Alternative! :yes:

    Allerdings, wie besteuert man sowas? Wie zieht man Geld aus etwas, dass in so großen Mengen ohne großartige Umweltzerstörung nutzbar wäre?

    Das dürfte wohl der Grund sein, warum es diese Motoren, bis heute, nicht in Produktion geschafft haben…echt traurig! :unsure:

    Zitat [/quote] Wasserstoff könnte tatsächlich irgendwann zur echten Alternative werden. Müsste mit Solarzellen, in den Wüsten realisiert werden. Aber solange Erdgas und Öl billiger sind und das wird noch sehr lange Zeit so sein, wird eine globale Kraftanstrengung in dieser Richtung, eher als utopisch anzusehen sein. Man muß dabei ja auch immer bedenken, das so etwas tatsächlich nur nachhaltig umweltfreundlich u. rentabel sein kann, wenn auch die ärmsten Länder ihre Gebrauchtwagen, die sie aus der westlichen Welt bekommen, so betreiben können. Wer schon mal in Afrika war, der weiß, dass das aber nicht funktionieren wird. Die globale Energiewende jedenfalls, wird in den nächsten 50 Jahren mit Sicherheit, noch nicht einmal ansatzweise Realität werden.

  • Brennstoffzellen werden mit hinreichender (gewohnter?) Leistung zunächst mal ziemlich sperrig und schwer sein und Pufferbatterien vermutlich für akzeptable Spitzenleistung notwendig. Schätze sowas wird am Mopped erstmal nicht kommen - ist einen Gedanken aber wert. Kleinere Brennstoffzellen mit hoher Energiedichte als derzeit machbar werden früher oder später entstehen. Wasserstoff ist eine ganz heikle Geschichte hinsichtlich Transport und Lagerung. Durch geringe Molekülgröße schlupft das durch so ziemlich alles durch - mitunter auch durch Schichten, die für Wasser, Benzin oder auch normale Luft undurchlässig scheinen. Leitungen, Behälter und Anschlüsse sind also deutlich aufwändiger, als bei herkömmlichen Energieträgern. Ich mag's ja nicht schelcht reden. Wasserstoff ist sympathisch sauber, aber ziemlich reaktiv wenn es irgendwo austritt, wo es nicht austreten soll und dort beispielsweise Sauerstoff verfügbar ist... ja, es entsteht nur Wasser, aber unter Umständen ziemlich schnell und laut!

  • [quote quote=512542]Wahrscheinlich werden jetzt, wenn man so vor sich hin schwitzt, wieder mehr Leute über das Thema Klimakrise nachdenken als sonst – vielleicht ein guter Zeitpunkt, mal eure Meinungen abzufragen. Für mich selbst mache ich mir seit längerer Zeit schon so Gedanken, was wir da unserer Nachwelt eigentlich hinterlassen werden. Ambitionen, wirklich Wirksames zu tun, lässt sich ja (leider) in der Politik (nicht nur bei uns) nicht wirklich erkennen. Aber das ist vermutlich ein anders Thema. Mit Blick auf das Motorradfahren beschränke, dann schätze ich, dass mindestens 99% der in Deutschland zurückgelegten Kilometer aus reinem Vergnügen am Fahren und rational gesehen sinnlos zurückgelegt wurden. Bei mir trifft das vermutlich auf 99,99% aller Kilometer zu… D.h. rational betrachtet verbrennt man nur sinnlos Kraftstoff und verhält sich zu oben genannter Problematik eigentlich nur kontraproduktiv. Wie geht ihr damit um? Ist es euch egal? Wirkt sich das Thema auf die Wahl eures Mopeds aus? Fahrt ihr (inzwischen) bewusst weniger? Kauft sich jemand mit Kompensationszahlungen an CO2-Spar-Projekte “frei”? Ich selbst fahre inzwischen grundsätzlich zwar deutlich weniger, was aber nur bedingt mit obigem Thema zu tun hat. Anderes (Familie etc.) tritt einfach mehr in den Vordergrund… Aber ich muss ehrlich sagen ein schlechtes Gewissen fährt inzwischen zumindest schon etwas mit…

    Zitat Leute, lebt und genießt das Leben , und Motorradfahren gehört bei uns zum Leben dazu. Die älteren von uns werden wahrscheinlich bis zum Schluß den Verbrenner frönen , die jüngeren von uns werden evtl. schon mit dem E-Motorrad durch die Gegend summen. Aber , wir sollten uns nicht immer ein schlechtes Gewissen von div. Experten einreden lassen sondern jede Minute Motorrad genießen.Wir Retten das Klima nicht weil wir jetzt mit dem Motorradfahren aufhören(die allgemeine Km.Leistung mit MRD. hat sich eh verringert) aber es hilft vieleicht wenn wir etwas bewusster fahren. :bye:

  • Unsere Menschheit hat doch das große Problem, zu viel Energie zu verbrauchen. Im Moment gewinnen wir unsere Energie zu einem Großteil aus fossilen Brennstoffen, die wir damit für immer - das heißt auch für die Zukunft unserer Nachkommen – aufbrauchen. Man bedenke, dass Öl auch die Grundlage so vieler Medikamente, Kunststoffe und vieler weitere Produkte ist. Weg ist weg – für immer! Wenn wir fossile Energie in Elektro Akkus speichern, um sie dann an anderer Stelle ohne Abgabe von CO2 an der Verbrauchsstelle zu nutzen, machen wir uns etwas vor. Das CO2 wird nur woanders erzeugt z. B. in einem Kraftwerk. Nur die Nutzung von regenerativer Energie, der Schutz der Wälder und der Natur im allgemeinen hilft, die Klimakatastrophe, die schon vor unserer aller Augen für jeden sichtbar abläuft, noch abzumildern. Für zu verhindern halte ich sie nicht mehr. Die Speicherung von Energie in Form von Wasserstoff ist nicht unbedingt umweltfreundlicher. Die Primärenergie darf jedenfalls nicht aus nicht ersetzbaren fossilen Brennstoffen kommen oder aus solch gefährlichen Quellen wie der Atomenergie. Dies ist umso problematischer aufgrund der extremen chemischen Reaktivität und der schwierigen Lager- und Transportfähigkeit des Wasserstoffs. Die angeblich so umweltfreundliche Brennstoffzelle ist damit ausgehebelt. Genauso wie die Elektromobilität mit Akkus, die irre Mengen von Lithium verlangt, das nur begrenzt auf dieser Erde zur Verfügung steht. Absehbar vergrößern sich die vorhandenen Probleme durch die Lithiumgewinnung weiter. Also was tun? Es bleibt nur der Umstieg auf regenerative Energie in welcher Form auch immer aber SOFORT vor allen Dingen die Minderung des überhöhten Energieverbrauchs durch uns Menschen insgesamt. Motorradfahren ist sicherlich nur ein kleiner Teil. Und wenn man sich das erlaubt trotz besseren Wissens, so wie ich es auch tu, ändert das zunächst wenig an der Gesamtmisere. Was ich vermisse, sind tragfähige Konzepte, die aus der ausweglos scheinenden Situation führen. Mir fallen keine ein, sonst hätte ich sie längst auf dem Markt gebracht. Offenbar fällt klügeren Leuten dazu auch nichts ein. Ein großes Problem ist, dass die Politik sich das Falsche greift, um das Problem angeblich zu entschärfen oder sogar zu lösen. Und dann kommen noch die wirtschaftlichen Interessen der Konzerne und der Öl fördernden Staaten dazu, die einfach nur wirtschaftlichen Maximen folgen und die Ökologie vollkommen außen vor lassen bzw. ausschließen.

  • Seit Anfang des Jahres lässt mich dieses Thema auch nicht mehr los. Um es vorwegzunehmen: Ich glaube den Meteorologen, dass sich unser Klima zum Wärmeren hin wandelt. Ich habe aber immer mehr Zweifel, dass dieser Wandel durch Menschen verursacht wurde. Damals stolperte ich über die Feststellung, dass CO2 zu den Spurengasen in der Atmosphäre gerechnet wird. Das war mir bisher nicht so bewußt gewesen und ich versuchte, mir eine mengenmäßige Vorstellung davon zu verschaffen. Gelandet bin ich dann für mich beim folgenden Vergleich: Nimmt man mal für jedes Atom oder jedes Molekül in der Luft eine Kugel von 1 cm Durchmesser und legt eine Fläche von 1 m² aus, so erhält man insgesamt 10.000 Kugeln, von denen 4 Kugeln das CO2 symbolisieren würden (vor der "Industrialisierung" waren es 3 Kugeln). 9.996 Kugeln sind andere Luftbestandteile. So sind die zahlenmäßigen Verhältnisse zum eher schwerer vorstellbaren Begriff "400 ppm" bzw. "300 ppm". Dann habe ich mir überlegt, wie das physikalisch funktionieren soll, dass ein zahlenmäßig vergleichsweise so selten vorkommendes Molekül das ganze Erdklima aus den Angeln heben soll. Eine schlüssige Antwort, die über die reine Tatsachenbehauptung und den Hinweis auf den "Konsens" zahlreicher Wissenschaftler hinausgeht, habe ich bis jetzt nicht gefunden. Ich würde das mit meinen Schulphysikkenntnissen gerne halbwegs begreifen können und nicht einfach nur glauben müssen. Im Gegensatz dazu habe ich einige ernstzunehmende Wissenschaftler gefunden, die einerseits CO2 als Ursache für den beobachteten Klimawandel in Abrede stellen (erst kommt in der Erdgeschichte die Erwärmung und etwa 800 Jahre später ein CO2-Anstieg) und damit auch die These, der Klimawandel sei menschengemacht, nicht für plausibel halten. Typischerweise handelt es sich dabei oft um Personen im Rentenalter, die beruflich nicht mehr unter Druck gesetzt werden können und die mit Forschungen zum Klimawandel kein Geld mehr verdienen müssen. Leider hat sich eine Partei am rechten Rand des politischen Spektrums die Zweifel am menschengemachten Klimawandel auf die eigenen Fahnen geschrieben, so dass Diskussionen in diese Richtung sofort auch eine politische Verortung zur Folge hat. Dem möchte ich in meinem Fall aber energisch entgegentreten - mich interessieren die physikalischen Zusammenhänge, um festzustellen, ob da nicht eine Diskussion im Gang ist, die das eigentliche Thema vollkommen verfehlt. Noch mal ein Beispiel, um meine Zweifel zu verdeutlichen: Es heißt immer, die von der Erde ins All zurückgestrahlte Wärme würde auf das CO2 in der Atmosphäre treffen und dies würde durch sein Zurückstrahlen auf die Erde das Klima verändern. Jetzt stelle ich mir mal eine heiße Tasse Kaffee vor (soll die von der Sonne erwärmte Erde darstellen). Der Kaffee strahlt unzweifelhaft Wärme nach oben ab. Halte ich einen vorher kalten Löffel darüber (soll vereinfacht das CO2 in der Atmosphäre darstellen), so wird sich dieser langsam erwärmen. Nehme ich den Löffel dort weg, werde ich feststellen, dass er mehr Wärme abstrahlt als vorher im kalten Zustand. ABER: Mit dem warmen Löffel gelingt es mir nicht, den Kaffee weiter zu erwärmen, indem ich ihn über die Tasse halte. Selbst wenn ich den Löffel auf z. B. 50 Grad erwärme, gelingt es mir nicht, einen 70 Grad heißen Kaffee irgendwie heißer zu bekommen, weil Wärme immer nur von Warm nach Kalt übertragen werden kann und nicht umgekehrt. Vor dem Hintergrund, dass die schädlichen CO2-Effekte in Höhen von 5.000 Metern und höher stattfinden sollen, wo es bekanntlich bitterkalt ist, wird klar, weshalb ich an dem behaupteten Geschehen Zweifel habe. Jetzt wurden sogar die Kondensstreifen der Flugzeuge als noch schlimmer als das CO2 in den Nachrichten genannt. Gleichzeitig erklang der Ruf nach erhöhten Abgaben auf fossile Brennstoffe und mehr Verzicht auf Flugreisen. Durch Abgaben allein wird noch kein Gramm CO2 eingespart. Und dass Öko-Steuern gern im allgemeinen Haushalt verschwinden, haben wir ja auch schon erlebt. Für mich ist das Ablasshandel. Aber noch bin ich offen, mich überzeugen zu lassen! Aber bitte mit handfesten Argumenten und nicht mit angeblichen Mehrheiten unter den Wissenschaftlern, denn vor ein paar Hundert Jahren galt auch mehrheitlich, dass sich die Sonne um die Erde dreht und alles andere zu behaupten war bei Strafe verboten. Und erst wenn diese Fragen für mich beantwortet sind, kann es für mich eventuell Konsequenzen für das Motorradfahren geben. Bis jetzt fahre ich erst mal ins Sauerland, um den Wald zu düngen (mit CO2, wie es zur Wachstumsförderung in Gewächshäusern oder in Aquarien geschieht). P.S.: Wenn zwischendurch mal außer der Reihe ein Vulkan ausbricht und seine rein biologischen, natürlichen Gase in die Atmosphäre schickt, dann war der selbstkasteiende Verzicht auf was auch immer ohnehin für die Katz.

  • Ich kann nicht mehr guten Gewissens Motorrad fahren – dazu ist es zu heiß draußen. Warum es so heiß ist, wissen wir alle, denn wir heizen das Klima immer weiter auf.

  • Lieber duplex, das Thema wird kontrovers diskutiert, auch unter Wissenschaftlern, keine Frage. Wenn Du Dich der Fraktion der Verneinenden des menschenverursachten Klimaeffekts anschließt, machst Du einen gravierenden Fehler: Du ziehst nicht ausreichend in Erwägung, dass die Katastrophe doch durch Menschen verursacht sein könnte. Wenn aber diese These der Verursachung durch uns Menschen zutrifft, darf man zumindest vorerst nicht weitermachen und den Effekt möglicherweise weiter verstärken. Sondern man muss vernünftigerweise aufhören bis zur Widerlegung der These.

  • [quote quote=512709]Lieber duplex, das Thema wird kontrovers diskutiert, auch unter Wissenschaftlern, keine Frage. Wenn Du Dich der Fraktion der Verneinenden des menschenverursachten Klimaeffekts anschließt, machst Du einen gravierenden Fehler: Du ziehst nicht ausreichend in Erwägung, dass die Katastrophe doch durch Menschen verursacht sein könnte. Wenn aber diese These der Verursachung durch uns Menschen zutrifft, darf man zumindest vorerst nicht weitermachen und den Effekt möglicherweise weiter verstärken. Sondern man muss vernünftigerweise aufhören bis zur Widerlegung der These.

    Zitat [/quote] Also im Moment sind es 20°C. Aber wenn Du derartige Selbstzweifel Dein Eigen nennst, dann gib Dein Hobby lieber auf. Motorradfahren erfordert die volle Aufmerksamkeit des Fahrers. Ist wohl in Deinem Fall auch besser so. Kleiner Tipp noch: Falls es Dir noch mal zu warm werden sollte, nimm einfach eine kalte Dusche. Das macht auch den Kopf wieder klar.

  • Also Danke erst mal für die umfangreiche Beteiligung. sualkbn den Kommentar mit den Dinos finde ich grundsätzlich OK. Nur die Dinos sind eben verschwunden. Sicher geht's auch ohne Menschheit irgendwann weiter, aber das wollen wir ja nicht ;-) Bikerlady als "notwendig" und damit rechtfertigend würde ich das Mehr an CO2 sicherlich nicht einstufen... Jeder Mensch braucht auch Sauerstoff, letztlich lebensnotwendig. Nur wenn zu viel in der Luft ist liegt man auch bald flach und auch die Pflanze wird unter Dauerbewässerung eingehen, wobei sie ja Wasser zum Leben braucht. Die Argumentation "viel hilft viel" finde ich nicht ganz so praktikabel ;-) Ob man insgesamt jetzt aktuell von mehrfach angeführtem "grünem Öko-Terrorismus" sprechen sollte, das glaube ich nicht. Dass die Grünen jetzt damit so dermaßen punkten liegt doch einfach nur daran, dass das Thema in den letzten Jahren nicht mit dem notwendigen Nachdruck und Veränderungswillen vorangetrieben wurde. Grundsätzlich ist das Thema eben unangenehm - man muss seinen Bürgern etwas zumuten, wenn man etwas bewegen will. Vermutlich nicht nur "etwas" sondern ziemlich viel. Das ist unbequem und wurde daher zu lange gescheut. Es ist doch wie bei der Kindererziehung. Eine gute Erziehung mutet den Kindern und auch den Eltern vieles zu, zahlt sich aber meist aus. Macht man nichts und lässt man alles durchgehen oder erfüllt man den Kindern jeden Wunsch sofort, dann ist das für den Moment sehr bequem aber auf lange Sicht ziemlich fatal. Das hat meiner Meinung nach die Politik einfach selbst verbockt und ich glaube, dass selbst wenn jetzt versucht wird, irgendwie im Klimaschutz nachzuziehen, dass es an der Glaubwürdigkeit fehlt. Das wird definitiv spannend bei der nächsten Wahl... Zum Thema "zusätzliche Kosten" und "wer soll's bezahlen". Wenn man ehrlich ist: Oft geht's doch um's Geld. Anfang des Jahres bin ich von Hamburg nach München geflogen, ich war damit etwa 2h eher am Ziel und billiger als der ICE war's auch. Das passt doch nicht zusammen, bei so etwas werden die meisten doch die bequemere Variante wählen und fliegen. Hier kann's doch nur über Rahmenbedingungen, also steuernde Eingriffe vom Staat laufen. Wenn Umweltkosten eingepreist werden, dann würde die tatsächliche Wahl oft anders ausfallen, als sie es jetzt tut. Aber nur damit ist es nicht getan, denn einerseits muss die Mehrbepreisung dann voll in das Thema Klimaschutz gehen und darf nichts anderes querfinanzieren, andrerseits muss auch die Infrastruktur entsprechend erweitert und aufgebaut werden. In so einem Fall wäre ich auch absolut bereit, mehr für's Fliegen oder für's Verbrenner-Fahren zu bezahlen (Ich weiß, das Thema Pendler / am Land wohnende usw. muss man sicher auch beleuchten und berücksichtigen, aber wenn man nicht bei allen ansetzt, wird sich nichts tun). Ich würde es vermutlich dadurch weniger machen, aber es wäre für mich OK. Und dann sollten wir, wie norder93 auch erwähnt, das Öl versuchen eher für das auzuheben, wo es nützlicher ist... Ich denke mit dem Motorradfahren selbst werde ich für mich nicht Vieles bewegen und ich werde auch weiter fahren. Ob ich nun fahre oder nicht, erstens ist es eh überschaubar und ich glaube es gibt hier grundsätzlich Wirkungsvolleres, wie man "Gutes" tun kann. Und da denke ich, was Flüge und Anderes umweltschädliches betrifft, inzwischen schon deutlich anders als ich das früher noch getan habe...

  • Duplex deine Ausführungen gehen an der Realität vorbei! CO2 und Methan sind für den Treibhauseffekt verantwortlich! Methan ist noch viel übler als CO2 und das wird vermehrt durch Auftauen der Permafrostböden und durch den hohen Fleischkonsum (Gülle, pupsende Kühe, usw.) vermehrt freigesetzt. Und natürlich ist der Beitrag der Fliegerei nicht zu unterschätzen, zumal die Fliegerei viel zu billig ist! Natürlich müssen wir was tun! Deutschland ist mit weniger als 2% am weltweiten CO2-Ausstoss beteiligt. Somit sind erstmal USA, China, Indien, usw. gefordert. USA und China verbrauchen 16x mehr Öl als Deutschland. Die CO2 - Steuer dient doch nur wieder dazu uns das Geld aus den Taschen zu ziehen.

  • Wenn wir jetzt anfangen zu argumentieren, dass erstmal die Nationen wie China oder Indien weniger CO2 ausstoßen dürfen als wir - mit gut 10facher Bevölkerung - dann liegt da aber auch ein gravierender Denkfehler vor! Ein Teil von deren Umweltschweinerei dient ja der Produktion von dem Mist, den wir bei Amazon und Alibaba bestellen oder bei KiK kaufen... und wir reden uns dann dann mit irgendwelchen anderthalb oder zwei Prozent Schadensbeitrag raus... das ist der falsche Ansatz und zu kurz gedacht! Verantwortung ist wohl nichtmehr zeitgemäß und das Zauberwort heißt augenscheinlich "Regeln" - vor allem wenn die die "Anderen" einschränken. quan: danke für die Sachlichkeit stromio: bissle denken schadet manchmal garnicht - aber See ist gut :-)

  • [quote quote=512720]

    netterlo schrieb:

    Wenn wir jetzt anfangen zu argumentieren, dass erstmal die Nationen wie China oder Indien weniger CO2 ausstoßen dürfen als wir – mit gut 10facher Bevölkerung – dann liegt da aber auch ein gravierender Denkfehler vor! Ein Teil von deren Umweltschweinerei dient ja der Produktion von dem Mist, den wir bei Amazon und Alibaba bestellen oder bei KiK kaufen… und wir reden uns dann dann mit irgendwelchen anderthalb oder zwei Prozent Schadensbeitrag raus… das ist der falsche Ansatz und zu kurz gedacht! Verantwortung ist wohl nichtmehr zeitgemäß und das Zauberwort heißt augenscheinlich “Regeln” – vor allem wenn die die “Anderen” einschränken. @quan: danke für die Sachlichkeit @stromio: bissle denken schadet manchmal garnicht – aber See ist gut :-)

    Zitat

    Was Du da anführst ist ja alles richtig. Aber es ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass das kleine Deutschland nichts, aber auch gar nichts am weltweiten Schadstoffausstoß ändern kann. Das gilt besonders im Hinblick auf die Umstellung auf “Elektro”. Damit schaden wir uns nur selbst. Solange da nichts grundlegend Anderes erfunden wird, wird die Energiewende nicht stattfinden. Das ganze Palaver um dieses Thema dient nur den Grünen, die demnächst regieren wollen und uns weiterhin alle dazu zwingen wollen, mit einer unnützen Technik, die wirklich nur Blendwerk darstellt, die Wirtschaft anzukurbeln. Diejenigen, die dafür aufkommen u. alles “glauben” müssen, sind wir.

    Zitat [/quote]

  • Ich denke wohl, dass einiges politisch und auch in der Presse in einer nicht zielführenden Weise diskutiert wird. Ich sehe durchaus kritisch, wie heute jedes Wetterphänomen breitgetreten wird und ein schöner Sommer zur Dürrelatstrophe gepusht wird, jede Schlechtwetterfront zum drohenden Weltuntergang mit Überflutungen biblischen Ausmaßes. Wetter und Klima sind verschiedene Dinge - weiß offenbar nicht jeder Wetterberichterstatter. Ich (also ich!) versuche mich einigermaßen zurückhaltend (leider bei weitem nicht CO2-neutral und nachhaltig) an den verfügbaren Ressourcen zu bedienen, weil mir das als eine sinnvolle Maßnahme scheint, meinen persönlichen Einfluss auf das System Welt gering zu halten. Das nicht zu tun, weil sonst womöglich die Grünen regieren, oder weil das außer mir keiner tut, schiene mir keine einleuchtende und vor allem keine ausreichende Begründung. Schlimmer als die Grünen an der Regierung fände ich die AfD mit ihrem komplett konzeptlosen Gehetze und ihrer haltlosen Schuldzuweisung in so ziemlich allen Fragen, für die sie selbst keine Antwort haben. Wenn jemand "dagegen" ist, müssen die Follower ja nur "jawoll" sagen, hinterhertrotteln und vielleicht neue Feindbilder entlarven. Wenn aber jemand für etwas ist, müssen die Follower Konzepte entwickeln und womöglich ihr Verhalten anpassen - also mitdenken und innitiativ und konstruktiv sein. Das macht schon einen Unterschied und erklärt sicherlich teilweise den Zulauf, den die rechten Eckpfosten haben. Nur selber nix machen müssen, dagegen sein dürfen, Klimalüge, Lügenpresse, islamistische Bedrohung, uns nehmen was uns gehört - ja, das will ich, das nehm ich mir, so gewinnt man Wähler und radikalisiert m.E. nicht nur die Welt sondern auch die Menschen. Wir sind die Guten, die Anderen sind die Bösen. Vor knapp hundert Jahren ging grad bei uns ein so einfaches, massentaugliches Denkmodell gründlich schief. Aber ich glaub das führt bei aller Einfachheit dieser "Ordnung" grad vom Thema ab. Wir sollten unser Verhalten, unseren Konsum und unseren Einfluss kritisch betrachten - nicht "auf alles verzichten", aber auch nicht jeden Mist gedankenlos konsumieren. Ich find die Möglichkeit zu denken gut - auch wenn das Hirn nur gerademal 1,5-2% von mir ausmacht.

  • quote=512733 Also, als ich Sonntag Morgen aufwachte, hatte ich ein anders Gefühl ;-) netterlo Und ja, ich denke genauso wie du. Jeder von uns sollte sein Tun kritisch hinterfragen und nicht allen Mist mitmachen. Vor allem selbst denken und nicht gedankenlos alles nachreden. Dazu gehört übrigens auch, nicht unsere paar Motorradkilometer zu verteufeln. Aber genauso, nicht allen Mist zu glauben, den irgendwelche selbsternannten Apostel (=influencer) bei Facebook posten. Und an alle die, die schreien, dass dieses Deutschland doch letztlich nichts dazu beitragen kann: Es sind nicht irgendwelche Staaten, die etwas beitragen, sondern es ist jeder einzelne von Euch! Multipliziert mit 7,6 Milliarden ist das verdammt viel. Ob es sein muss, um nicht wie die Dinos zu enden, ist eine andere Frage. Schaden tut es aber bestimmt nicht und die Lebensqualität von uns allen verbessert es allemal.

  • norder93 Dein Hinweis, beide Theorien, nämlich die des menschenverursachten Klimawandels und die des natürlichen, nicht menschenverursachten Klimawandels in Erwägung zu ziehen, ist grundsätzlich richtig. Ich persönlich stehe gerade an dieser "Weggabelung" und versuche für mich zu entscheiden, welche der beiden Theorien am besten wissenschaftlich begründet wird. In diesem Zusammenhang fällt es mir zunehmend schwer zu verstehen, wie eine sehr geringe Zahl von Molekülen bzw. Atomen (nämlich nur 400 von 1.000.000) mit einer Eigentemperatur von unter 0° C in der Lage sein soll, durch "Rückstrahlung" auf die wärmere Erdoberfläche, diese in irgendeiner Form zu erwärmen. Um bei meinem Beispiel von gestern zu bleiben: Wenn ich ein Stück Eis über eine Tasse heißen Kaffee halte, kann das Eis die vom Kaffee abgestrahlte Wärme nicht in die Tasse zurückreflektieren und diesen damit zusätzlich erwärmen. Demgegenüber kann gezeigt werden, dass es vergleichbare Klimasituationen und CO2-Konzentrationen schon früher und ohne menschlichen Einfluss gegeben hat. Durch geschickte Auswahl des Beobachtungszeitraums (Weglassen einer vorherigen Klimaabkühlung bei der sog. Hockeystockkurve) lässt man uns stattdessen an eine starke Erwärmung ab dem Zeitpunkt der Industrialisierung glauben. Weiterhin wird durch eine zu geringe zeitliche Spreizung der Verlauf von Temperaturen und CO2-Konzentrationen in der Vergangenheit als ein gleichzeitiges Geschehen dargestellt. Bei größerer zeitlicher Auflösung zeigt sich dann aber, dass in der Vergangenheit zuerst die Erwärmungen auftraten und erst etwa 800 Jahre später ein CO2-Anstieg zu beobachten war. Komischerweise wird solchen Argumenten nicht ruhig und besonnen mit Gegenargumenten begegnet, sondern es folgen sehr oft Diffamierungen und Beschimpfungen - für mich ein Indiz, dass da möglicherweise Argumente fehlen und es um jeden Preis darum geht, die Theorie des menschenverursachten Klimawandels aufrecht zu erhalten. Es lohnt sich, zu hinterfragen, wem dies wohl nutzt. Ich möchte auch gern dieTheorie des menschenverursachten Klimawandels auf physikalisch-chemischer Basis verstehen, aber bis auf reine Tatsachenbehauptungen ("Das ist so!" und "Das ist ein Treibhauseffekt.", sowie der Hinweis auf die Mehrheit der Wissenschaftler) finde ich da nichts. TESOMA [quote quote=512717] Duplex deine Ausführungen gehen an der Realität vorbei! ... Zitat [/quote] Das kann durchaus möglich sein. Gerade deshalb stelle ich mir ja die Frage: Was ist denn die Realität? An meinen obigen Ausführungen merkst Du, ich habe die Antwort noch nicht gefunden. [quote quote=512717] ... CO2 und Methan sind für den Treibhauseffekt verantwortlich! ... Zitat [/quote] Das ist die Tatsachenbehauptung, die man augenblicklich überall hören und lesen kann und die ich bis vor einigen Monaten auch einfach so hingenommen habe. Inzwischen ist mir das aber zu oberflächlich. Ich möchte verstehen warum das angeblich so ist. Der Treibhauseffekt beruht auf fehlender Luftzirkulation durch die Glasabdeckung - das wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts experimentell nachgewiesen. Mit den Verhältnissen in der Atmosphäre, dem Tag-Nacht-Wechsel, der Wolkenbildung usw. ist das nicht zu vergleichen. Auch hier fehlt mir also noch die überzeugende Antwort. Und bevor ich die nicht habe, bin ich nicht bereit in irgendeine Richtung wie wild loszulaufen und mir allerlei Dinge aufzuerlegen, die letztlich gar nicht zielführend sind (Elektrofahrzeuge mit Braunkohlestrom und in Großstädten nicht realisierbarer Ladeinfrastruktur, CO2-Steuer für den Staat, um so Spielchen wie BER oder Gorch Fock zu finanzieren usw.). Dem steht für mich nicht entgegen, mit den Resourcen schonend umzugehen und und so weit wie sinnvoll möglich, regenerativ gewonnene Energie zu verwenden. Kein Aktionismus, sondern erst überlegen und dann dementsprechend handeln.

  • Duplex Ich stehe voll hinter dir. Ich habe mich auch in letzter Zeit mit Hintergrundwissen beschäftigt und es ist tatsächlich so, das erst die Temperatur ansteigt und dann erst der co2 Gehalt der Luft. Grund ist das in den Meeren enthaltene co2 das bei höherer Wassertemperatur entweicht. co2 ist schwerer als der Luftmix aus Stickstoff, Sauerstoff und Spurengasen und steigt daher auch nicht auf sondern nimmt in der Höhe noch in der Konzentration ab. Die "Wissenschaftler" des Weltklimarates ICPP haben sich darauf "geeinigt" das die Klimaerwärmung am co2 liegt, bewiesen haben sie es aber nicht. In der Physik zählt nicht die Mehrheit, sondern der Beweis.

  • Der Erfinder der Hockeystickkurve ist heute mehrfacher Miliardär, Al Gore. Sein Hauptvermögen hat er mit co2 Zertifikaten gemacht. Ich finde den Vergleich mit dem mittelalterlichem Ablasshandel voll zutreffend und die co2 Steuer sehe ich genauso. co2 ist kein Schadgas sondern notwendig für jede Pflanze!

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