Nordkap - Auf den Spuren von Hurtigruten

  • Seit ich im letzten Winter mit dem Postschiff die norwegische Küste hochgefahren bin, lässt mir eine Sache keine Ruhe mehr. Sicher, es war eine einmalig schöne Reise, Hunting the Light, dem Nordlicht hinterherjagen, und ich habe tolle Erlebnisse gehabt, aber da ist etwas, das mich seitdem nicht mehr loslässt: Warum kämpfen sich die Postschiffe seit 120 Jahren die norwegische Küste entlang? Bei Wind und Wetter durchs Eismeer mit irrem Seegang, Sturm, Eisschollen, engen Fjorden und gefährlichen Strömungen? Wäre der Transport an Land nicht viel einfacher und schneller? Genau das will ich in diesem Jahr herausfinden und werde dazu meine Hurtigrutenreise an Land nachfahren. Ich setze mit der MS Color Fantasy von Kiel nach Oslo über, düse quer durchs Land nach Bergen und folge dann den Spuren der Postschiffe bis ans Nordkap und weiter nach Kirkenes. So ein Motorrad ist doch viel schneller als so'n oller Kahn, oder?! Von Kirkenes fahre ich bis an die Russische Grenze bei Murmansk, schau mal, wie die Jungs so drauf sind und fahre dann durch die Finnische Tundra und an der Küste Finnlands bis nach Turku. Dort kann man mit kleinen Fähren über die Åland-Inseln bis nach Schweden hoppen und kommt in der Nähe von Stockholm wieder an Land. Von dort sind es nur noch 1000 km bis nach Hause in Kiel. Natürlich fahre ich nicht nur stumpf die E6 entlang, sondern habe mir die RV17 ausgesucht, die als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt gilt. Besonders gespannt bin ich auf die Lofoten. Und ich habe mir ein paar spannende Bergstrecken mit Schotter und Wildcampen ausgesucht. Und dass es abenteuerlich wird, dafür sorgt schon der 7,7 Liter Adventuretank meiner KLX. Ich freue mich schon sehr auf die Reise. Wie immer reisen Pieps und ich mit Zelt, Schlafsack und Bratpfanne. Nur hoffentlich wird das Wetter etwas besser als letztes Jahr in Irland, wo ich mehr Wasser abbekommen haben als die blöde Titanic.



    Bearbeitet von Svendura am 27. Mär 2013 - 12:56 Uhr.

  • Hi Svendura, ich freue mich schon auf Deinen Reisebericht. Vile Glück Zamor

  • ..........das wird sicher wieder eine tolle Reise mit entsprechendem Bericht!!! Da hat man ja richtig lust sich einzuklinken!!! 8-)



    Bearbeitet von TESOMA am 27. Mär 2013 - 14:35 Uhr.

  • Hi Svendura, ich kann mich Zamor nur anschließen und freue mich auf deinen Reisebericht. Ohne dich wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen alleine auf Tour zu gehen, bzw. zu fahren. Doch nachdem ich deine Homepage mit deinen Berichten entdeckt und durchgelesen hatte plane ich jetzt auch eine erste kleine Tour (und zwar ebenfalls alleine). Bin schon kräftig meine Ausrüstung am zusammenkaufen. Für nähere Infos habe ich mir eine kleine Homepage erstellt. Vielleicht hast du ja mal Lust darein zu gucken und mir noch ein paar Tipps zu geben. http://www.waltrauds-Touren.de.vu Viele Grüße...

  • Moin, ich wünsche Dir für Deine Tour gutes Wetter und wenig Mücken. Ich habe diese Tour, allerdings auf der der E6, schon hinter mir gebracht. Den Abstecher zu den Lofoten musste ich leider, auf Grund der Wetterbedingungen, abbrechen. Im letztem Jahr habe ich eine 18tägige (davon 3 Tage Regen) Tour nach und durch Irland gemacht. Irland hat mir besser gefallen, landschaftlich und von der Gastfreundschaft der Bevölkerung. In Norwegen bist Du stundenlang unterwegs ohne jemand zu treffen. Aber, es ist wie man es liebt. Ich habe meine Touren genossen.Die Berichte sind auf meiner Homepage. http://www.kernige-heider.de Alles Gute Peter



    Bearbeitet von PapaHotel am 27. Mär 2013 - 17:34 Uhr.

  • @Zamor: Danke dir. Mit den Reiseberichten vertreib ich mir die langen Winter. Aber jetzt muss es bald mal wieder losgehen... TESOMA: Das wird sicher abenteuerlich diesmal. Einklinken? Wir sind ja schon eine Dreiergruppe: Pieps, Greeny und ich... @Raft: Hey, das ist ja super. Hast du wirklich? Oh, darüber freu ich mich. Und na klar gucke ich mir deine Seite in Ruhe an. Ich bin doch soo neugierig und schon gespannt, wohin es dich als erstes treibt. Gute Reise.

  • Peter: Dann waren wir vielleicht sogar zur selben Zeit in Irland. Ich war schon einmal in Norwegen und weiß also, worauf ich mich einlasse. Die Einsamkeit ist es ja gerade, die ich suche. Aber die Skandinavier sind tatsächlich spröde und schwer zugänglich. Falls ich überhaupt welche treffe...

  • Hi, sag mal, gibts für dein Möpi nicht im Zubehörhandel (notfalls über die USA) einen größeren Tank? Für unsere DR 350 gab es sowas mal von Acerbis. Ich bin sicher daß es auch sonst noch genug Abenteuer gibt. Viel Spaß in Norwegen, Herby

  • Hallo Svenja, hört sich gut an, Deine Tourenplanung. Würde ich auch gerne mal so fahren – wenn ich drei Monate Zeit hätte... ;-) Die R17 ist wirklich Klasse. Im Süden noch ein wenig langweilig und „normal“, wird sie nach Norden hin immer spektakulärer. Teilweise hätte ich da oben am liebsten stundenlang die Videokamera mitlaufen lassen. An den Tankstellen in Norwegen gibt es kostenlos so kleine Heftchen im DIN A6 Format, in denen Route sowie Fährpläne und -preise beschrieben sind. Das ist ganz nützlich, vor allem, damit Du auf einer der Fähren nicht auf den „100-Kronen-Trick“ hineinfällst. Was das ist? Guckst Du hier: http://www.einundsechzig.lima-city.de/lofoten/tag_09.htm Die Lofoten sind landschaftlich einfach nur Klasse. Ich ärgere mich heute noch, dass ich dort nur einen einzigen Tag verbracht habe. Zum Nordkap hat ja jeder seine eigene Meinung. Ich persönlich hatte im Vorfeld nicht gedacht, das ich dermaßen beeindruckt von so einem Felsen sein werde. Aber auch hier muss ich sagen, das ich dort mehr Zeit hätte verbringen sollen: es war ein tollen Gefühl, dort zu stehen. Und noch kurz zu Finnland: Wirklich schön zu fahren sind dort nur die kleinsten (vierstelligen) Straßen. Die größeren scheinen mir dort extra für Wohnmobile ab 25 Meter Länge gebaut zu sein: Kilometerweit schnurgeradeaus, langweilig und ermüdend. Auf jeden Fall viel Spaß (den wirst Du haben), gutes Wetter (das wird schon schwieriger), sowie immer genug Sprit im Tank (ist ganz oben im Norden auch nicht immer so einfach). Bin gespannt auf Deinen Bericht. Schöne Grüße Detlev PS: Wann geht es denn los?

  • Das hört sich ja wirklich toll an. Bin auch gerade mit dem Postschiff die Strecke gefahren und habe mehr wie einmal daran gedacht, dass ganze mit dem Mopped zu machen. Aber deine Planungen toppen natürlich alles. Da wird man sch neidisch. Sag doch mal was mehr über Zeit und Kostenplanung. Gruss Franz

  • Hallo, ich wünsche Dir viel Spass. Bin Juni 2011 über Rostock die E 45, Schweden, Finnland ans Nordkop weiter auf die Lofoten gereist. Runter gings an der Küste entlang bis nach Bergen und zurück über Oslo, Göteborg. 9900 km in 14 Tagen mit den Blechbüchse. Bilder findet ihr hier: https://fotos.web.de/ui/external/hET4VaQ1TzSczFlUWWpmcQ70003 Die Landschaften, die Stille, kaum Menschen geschweige Verkehr, das Licht des Nordens, Sonne am Nordkap sowie die Elche (10 Stück samt Nachwuchs) waren die Reise wert. Ich freu mich schon darauf das Ganze mit dem Bike zu wiederholen !! Gruß Markus



    Bearbeitet von Mygu am 01. Apr 2013 - 19:03 Uhr.

  • Herby: Nein, gibt es leider nicht, aber 7,7 l haben bisher immer ausgereicht, sogar in Schottland. @Lucky: Ich freu mich auf die Reise. Zuletzt war ich 2007 in Norwegen mit meiner KTM, das war eine tolle Reise. Das mit dem 100 Kronen Trick hab ich allerdings nicht gerafft. Aber ich erinnere mich, dass die ziemlich ins Geld gingen die Fähren auf meiner letzten Reise. Ende Mai düse ich los. @Franz: Ich hab 4 Wochen Urlaub eingeplant. Die Kosten? Keine Ahnung. Das ist ja nur Sprit täglich für 300 km a 3,2 l, Camping und Essen. Vielleicht 70 €. Camping ist leider sehr teuer dort. Markus: Das letzte Mal war ich mit Hurtigruten in Norwegen und davor mit dem Motorrad. Ja, das war wirklich einmaig. Aber 10 TKM in zwei Wochen...? Das war sicher irgend ein Rennen, oder?

  • Seit ich im letzten Winter mit dem Postschiff die norwegische Küste hochgefahren bin, lässt mir eine Sache keine Ruhe mehr. Sicher, es war eine einmalig schöne Reise, Hunting the Light, dem Nordlicht hinterherjagen, und ich habe tolle Erlebnisse gehabt, aber da ist etwas, das mich seitdem nicht mehr loslässt: Warum kämpfen sich die Postschiffe seit 120 Jahren die norwegische Küste entlang? Bei Wind und Wetter durchs Eismeer mit irrem Seegang, Sturm, Eisschollen, engen Fjorden und gefährlichen Strömungen? Wäre der Transport an Land nicht viel einfacher und schneller? Genau das will ich in diesem Jahr herausfinden und werde dazu meine Hurtigrutenreise an Land nachfahren. Ich setze mit der MS Color Fantasy von Kiel nach Oslo über, düse quer durchs Land nach Bergen und folge dann den Spuren der Postschiffe bis ans Nordkap und weiter nach Kirkenes. So ein Motorrad ist doch viel schneller als so'n oller Kahn, oder?! Von Kirkenes fahre ich bis an die Russische Grenze bei Murmansk, schau mal, wie die Jungs so drauf sind und fahre dann durch die Finnische Tundra und an der Küste Finnlands bis nach Turku. Dort kann man mit kleinen Fähren über die Åland-Inseln bis nach Schweden hoppen und kommt in der Nähe von Stockholm wieder an Land. Von dort sind es nur noch 1000 km bis nach Hause in Kiel. Natürlich fahre ich nicht nur stumpf die E6 entlang, sondern habe mir die RV17 ausgesucht, die als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt gilt. Besonders gespannt bin ich auf die Lofoten. Und ich habe mir ein paar spannende Bergstrecken mit Schotter und Wildcampen ausgesucht. Und dass es abenteuerlich wird, dafür sorgt schon der 7,7 Liter Adventuretank meiner KLX. Ich freue mich schon sehr auf die Reise. Wie immer reisen Pieps und ich mit Zelt, Schlafsack und Bratpfanne. Nur hoffentlich wird das Wetter etwas besser als letztes Jahr in Irland, wo ich mehr Wasser abbekommen haben als die blöde Titanic.



    Bearbeitet von Svendura am 27. Mär 2013 - 12:56 Uhr.

  • Hallo, nein kein Rennen. 900 km nach Rostock wenn man aus dem tiefen Süden kommt, alles A 9. Die Strecken zum Nordkap über die E 45 und durch Lappland sind schnurr gerade für die Mamutholzlaster und autoleer. Da ich auch mal nachts gefahren bin und das bei Mitternachtssonne, kommt die Müdigkeit nicht so durch wie bei normalen Licht. 24 Stunden Helligkeit und der Körper funktioniert wie ein Motor. Ich hab versucht zu schlafen, aber man kann den Körper aufgrund der dauernden Helligkeit nicht so zwingen = war / ist ein Erlebnis. Rennen im Norden, schon mal an die Blitzpreise (Blitzer stehen auch in verlassenen Wäldern, festinstalliert) und Spritpreise gedacht ? Nene Du, in 4 Tagen ans Norkap wups waren die ersten 3.500 km weg. Rüber zu den Lofoten 2 Tage und auch wieder per Straße zurück Richtung Bergen. Die Strecke mal 2, da auch zurück und paar Abstecher. Tankestellen mit Automaten findest Du echt alle 250 km. Ich hatte 3 Wochen, aber die Größe des Landes unterschätzt man schnell und ich wollt viel ansehen bzw. einfach auch erkunden. Nach 14 Tagen ware ich erschlagen hinsichtlich der Natureindrücke und wollte zurück in die Zivilisation. Kaum war ich zurück, wollte ich wieder in die Natur. Die Hektik die bei uns im Alltag herrscht merkt man wieder nur, wenn man sich solch eine Auszeit genommen hat. Wirst sehen, es lohnt sich !

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