Beiträge von Martin70

    Es geht doch gar nicht darum, wer Schuld!!! hat.

    Doch.

    Wenn ich drüber nachdenke wie man ein Problem eventuell lösen könnte,dann muss ich zuerst genau hinschauen wer oder was für das Problem verantwortlich ist.

    Nur dann kann ich gezielt das Problem bekämpfen.

    Wohin eine vereinfachte Sichtweise auf Verursacher von Problemen führt sehen wir doch aktuell bei Motorradfahrverboten.

    Zu blödsinnigen Verboten basierend auf Standgeräusch(Österreich) oder ungerechten Kollektivstrafen (Deutschland)

    Derartige Lösungsversuche führen wiederum zu Unverständniss und Uneinsichtigkeit und am Ende ist nichts gewonnen.


    Ich halte es da mit Einstein:


    "Das Problem zu erkennen, ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung."


    Zur genauen Darstellung des Problems gehört nun mal die Schuldfrage dazu.


    Allerdings sollte die Klärung der Schuldfrage nicht benutzt werden um sich in moralischem Überlegenheitsgefühl zurückzulehnen, auf andere zu zeigen und nichts zu tun. ( Vllt hattest du auch das gemeint)


    Die Schuldfrage ist wichtig um an der richtigen Stelle mit der Lösung anzusetzen.


    Wir können zwar alle einen kleinen Teil zur Lösung beitragen aber zu denken es würde nachhaltig und effektiv etwas bewirken ist nah dran an Realitätsverweigerung.

    Sollte es dazu kommen das ein Großteil der Weltbevölkerung sein Konsumverhalten ökölogisiert dann würde ein spürbarer Effekt entstehen.

    Mir fällt nur leider kein Beispiel ein das dies jemals funktioniert hätte.

    Nicht mal innerdeutsch.

    Tierhaltung,Tierwohl und Schlachtungsmethoden waren schon öfter Thema in Deutschland.

    Alle fanden es schlimm und hätten es mit ihrem Konsumverhalten ändern können.

    Ist aber nicht passiert.

    Die Abgasproblematik ist auch kein neues Thema

    Es hätte längst jeder ein sparsameres Auto kaufen können.

    Ist aber nicht passiert.

    Gibt sicherlich noch unzählige andere Beispiele weltweit.

    Erwartet wirklich irgendjemand das alles was im wohlhabenden Deutschland schon nicht funktioniert in anderen Ländern die froh wären sie hätten unsere Probleme funktionieren könnte?


    Ich sehe aktuell nicht das sich dieses Konsumverhalten in der Masse der Menschen ändern könnte.

    Es funktioniert ja nicht mal flächendeckend bei Grünen-Wähler und Umweltaktivisten.

    Es wird wohl leider keine Studie geben wieviele davon diesen Sommer in Urlaub geflogen sind, oder zur Demo in Klamotten Made in China gegangen sind.


    Bitte nicht falsch verstehen:

    Dies ist kein Vorwurf an irgendjemand.

    Ich stelle lediglich fest das ich Inkonsequenz (anders handeln als man eigentlich denkt) als ein normales menschliches Verhalten sehe und an eine flächendeckende Änderung des Konsumverhalten NICHT glaube.


    Da ich also denke das die Weltbevölkerung das Problem nicht lösen wird bleibt noch die Politik.

    Und hier sieht es international noch schlimmer aus.

    China,Trump und Bolsonaro sollten als Stichworte genügen.


    Daher denke ich das der Kampf gegen den Klimawandel, so moralisch gerechtfertigt er auch sein mag, bereits verloren ist.


    Ich plädiere dafür sich auf den Klimawandel einzustellen und seine Auswirkungen so gut wie irgendwie möglich zu gestalten.


    Für Deutschland sehe ich ein weiteres vorrantreiben in Sachen Umwelt- und Klimarettung in den Bereichen kritisch wo es zu Verteuerung von z.B. Baukosten, Nahrungsmittelkosten, Energiekosten usw..führt.

    Hier ist für viele die Grenze bereits überschritten und der Widerstand wächst zusehend.

    Eine Spaltung in zwei Lager war zum erreichen eines Zieles noch nie hilfreich.

    Alle Maßnahmen welche die Bevölkerung nicht zusätzlich belasten und nicht übermäßig einschränken sind ja zu begrüssen und werden auch keinen Widerstand verursachen.

    Ich denke kaum jemand hat ein Problem damit das es im Supermarkt keine Plastiktüten mehr gibt um nur ein Beispiel zu nennen.

    Wo es aktuell hingeht in Bezug auf Klimaschädigung zeigt die Statistik übrigens auch sehr gut

    In den letzten 18 Jahren(2000-2018) haben von 201 erfassten Ländern 167 ihren CO2-Austoß erhöht und nur 34 haben ihn gesenkt.

    21 davon sind EU-Länder.

    Weltweit wurde der Austoß von diesen 34 Ländern um 1683 Mio Tonnen pro Jahr CO2 reduziert

    China alleine hat seinen Austoß im selben Zeitraum um 7583 Mio Tonnen pro Jahr erhöht

    Indien hat 1635 Mio Tonnen pro Jahr zugelegt.

    USA haben jahrelang reduziert, aber seit Trump steigt der Austoß wieder.

    Von 2017 auf 2018 um 147 Mio Tonnen

    Deutschland hat in diesem Jahr um 35 Mio Tonnen reduziert.


    China hat alleine das 4.5- fache mehr produziert als das was die 34 Länder an CO2 in 18 Jahren eingespart haben.

    Und das 63-fache dessen was Deutschland eingespart hat.


    Das meinte ich mit "es wird an der falschen Stelle gekämpft"

    Alles was wir einsparen wird an anderer Stelle um das vielfache mehr ausgestoßen.

    Und irgendwie fällt mir kein Szenario ein wie man China oder Trump zum umdenken bekommen könnte.

    Zumal man China und Indien nicht mal einen großen Vorwurf machen kann.

    Der CO2 Ausstoß pro Kopf liegt in China bei 8 kg pro Person.

    Der Deutsche bei 9.2 .

    USA liegt bei 16.1

    Indien sogar nur 1.9

    Soll man China und Indien nun sagen ihr dürft euch nicht weiterentwickeln und europäiische Standards erreichen,weil ihr seid zu viele?

    Sollen wir uns Indien als Vorbild nehmen?


    Bei allem Respekt für den Kampf gegen den Klimawandel.... ich sehe nicht mal einen Ansatz der zum Erfolg führen könnte.


    Wenn irgendjemand da eine Idee hat...nur her damit.

    War auch letztes Jahr für alle.

    Insbesondere die CSU hat gefordert es zurückzunehmen und wollten sogar vorm Europäischen Gerichtshof klagen.

    Ob sie das wirklich gemacht haben oder nicht,und wenn ja was dabei rauskam weiß ich nicht.

    Hat die Österreicher aber nicht weiter interessiert.

    Haben dann sogar letzten Winter vom 21.12 bis Mitte April dieselben Fahrverbote verhängt.

    War ja auch letztes Jahr schon so oder so ähnlich.

    Ich find es wenig erfreulich, aber gut...ist halt Österreich.


    Bin nur mal gespannt wann der erste deutsche Politiker sich meldet und wer es sein wird und sowas auch für Deutschland haben will.

    Gegen den Kampf gegen den Klimawandel hab ich nichts einzuwenden.

    Was mich daran stört ist das in Deutschland so getan wird als ob sich gar nichts tun würde und vor allem die Tatsache das an den falschen Stellen gekämpft wird.

    Tatsache ist das in Deutschland ja schon vieles auf den Weg gebracht wurde. Das es manchen nicht schnell genug geht....ok.

    Aber im weltweiten Vergleich ( und nur der ist wichtig bei einem globalen Problem) eilen wir dem großteil der Welt immer weiter vorraus.

    Wenn ich es mit Mopedfahren vergleiche:

    Wenn ich mit jemand zusammen fahre und derjenige fährt mir davon, macht dann langsamer und wartet bis ich wieder da bin ist das ok.

    Wenn aber derjenige immer weiter davon fährt bis er weit ausser Sichtweise ist und wartet nicht, dann bin ich nicht mehr bereit ihm zu folgen.

    Das führt mich zum meiner Meininug nach größten Problem:

    Wen auf der Welt nehmen wir mit auf diesem Weg der Klimarettung?


    Wenn ich den Klimawandel bekämpfen will dann muß ich dort kämpfen wo die meisten Klimaschädlichen Stoffe produziert werden.

    China ( 29,7 %)

    USA (13,9%)

    Indien ( 6,9%)

    Diese 3 Länder produzieren 50,5% aller Treibhausgase weltweit.

    Deutschland 2%


    Ich mache gern alles mit was mich kein extra Geld kostet und keine extremen Einschränkungen bedeuten. ( Motorrad oder Auto fahren verbieten oder sowas)

    Aber wenn Strom,Fleisch,Autofahren,Neubaukosten für Häuser und was weiß ich noch alles immer teurer werden nur um den Deutschen Anteil auf 1.5 % zu senken dann bin ich raus.


    Sollte sich bei diesen Top 3 Klimaschädigern was tun und dort wird deutlich reduziert, dann bin ich wieder dabei.


    Bei China und Trump-Land kann ich nichts erkennen was in Richtung Klimaschutz geht.

    Über Indien weiß ich zu wenig um es beurteilen zu können.


    Diesen Kampf in Deutschland zu führen ist wie wenn 3 Randalierer Häuser in Brand stecken und einer zündet einen Mülleimer an.

    Und die Polizei kümmert sich nur um den Mülleimerzündler.


    Zurück zu Motorradfahren:

    Stärker wiegt für mich aber der politische Part.

    Sehe ich auch so.


    Und wer ist schuld? Natürlich die Motorradfahrer in ihrer Gesamtheit. Ziemlich daneben.

    Nicht nur ziemlich sondern völlig daneben


    Und noch schlimmer finde ich, dass das (zumindest auf mich) abfärbt und mir tatsächlich etwas die Lust am Motorradfahren vergeht,

    Geht mir auch so. Noch ist es nur ein wenig, aber es könnte recht bald deutlich schlimmer werden.


    Und besser wird sie vermutlich eher nicht wieder werden...

    Von allein sicher nicht. Hier macht es Sinn innerdeutsch zu kämpfen.

    Daher hoffe ich das die Demos weitergehen und sollten sogar erweitert werden, das nicht nur zukünftige Fahrverbote bekämpft werden sondern die Gelegenheit nutzen und auch eine Überprüfeng,möglichst Abschaffung bestehender Fahrverbote fordern.

    Entscheidend wird wohl der Ausgang der nächsten Wahlen sein.

    Der gern Benuzte Slogan der Umweltaktivisten:

    "Wir müssen die Welt retten" sehe ich auch als totalen Unsinn an.

    Die Welt braucht unsere Hilfe nicht, die hat schon viel schlimmeres überstanden.

    Wie schlimm die Auswirkungen für die Menschen weltweit werden, trau ich mir allerdings nicht zu es zu beurteilen.

    Aber um die Natur an sich muß sich niemand Sorgen machen.

    Die passt sich an.

    Ob zum Vor oder Nachteil der Menschheit wird sich zeigen.

    Ob der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht spielt für mich auch keine Rolle, da dieses Problem von Deutschland oder selbst ganz Europa nicht zu lösen ist.

    Und was der Rest der Welt davon hält ist ja offenkundig und ich sehe nicht mal Ansätze das sich da was ändert.

    Und das Märchen das wir in Deutschland z.B. die Energiewende nur gut genug machen müssen, dann werden uns alle anderen das nachmachen ist einfach ein Ausdruck realitätsverweigernder Überheblichkeit.

    Weltweit werden wenige bis niemand diesem Beispiel folgen.

    Abgesehen davon das es auch nicht danach aussieht als ob wir es gut hinbekommen würden.

    Ich leugne den Klimawandel nicht, aber ich leugne das er noch aufzuhalten wäre.

    Daher wäre es mir lieber man würde weniger Geld und Energie in einen sinnlosen Kampf gegen Klimawandel investieren und statdessen das Geld dafür einsetzen mit den Folgen des Klimawandels klarzukommen.

    Um beim Beispiel des Borkenkäfers meines Vorredners zu bleiben:

    Man hätte längst beginnen können unsere Wälder umzubauen und klimarestitentere Bäume und Pflanzen anzusiedeln.

    Leider eine weiterere Auswirkung jahrelanger Antimotorradpolitik.


    Auszug aus Südtiroler Tageszeitung aus März 2017:


    Durch die Sensibilisierungskampagne „No credit“ sollen die Verkehrsteilnehmer zu sicherem und vernünftigem Fahren angeregt werden. Der Fokus liegt dabei auf Motorradfahrern

    Baumaßnahmen, strenge Regeln und Strafen seien Mittel hin zu mehr Sicherheit betonte der Landesrat

    Die Freiwilligen Feuerwehren seien im Jahr bei etwa 1.000 Verkehrsunfällen im Einsatz, darunter an die 50 bis 60 Unfälle, in die Motorräder verwickelt seien

    Im vorigen Jahr habe es im Trentino 11 tödliche Motorradunfälle gegeben, 2003 waren es 16 und 2001 noch 51



    Schon klar:

    Bei einem Rückgang der Toten um 78%(2001) bzw 32% (2003)

    und einer Unfallbeteiligung von 6 % an schweren Unfällen

    muß man natürlich die Motorradfahrer in den Fokus nehmen.:cursing:


    Da dieser Bericht schon 3 Jahre alt ist, kann wohl von konsequenter Antimotorradpolitik gesprochen werden.


    Da ich dort eigentlich nie fahre bin ich zwar nicht unmittelbar betroffen,aber ich befürchte solange Europaweit "Vision Zero"

    weiterhin verfolgt wird, hat es jede Region die gegen Motorradfahrer vorgehen will sehr einfach und wird den Tiroler und Südtiroler Beispielen folgen.


    Ich befürchte wir erleben gerade erst den Anfang der Einschränkungen.


    Ich hoffe inständig das ich mich irre.

    Kleiner Nachtrag:

    Bei der Demo in München wurde ja zunächst die Kundgebung auf der Theresienwiese verboten wegen sicherheitsbedenken bei angemeldeten 3000 Teilnehmern

    Danach wurde ja auch die Demofahrt noch verboten, wegen Verkehrsbehinderung..( Waren trotzdem 10.000 da und sind gefahren)


    Grade hab ich gesehen das letzten Samstag ( 18.07) eine Fahrraddemo in München stattgefunden hat.

    16 km lange Strecke quer durch München.

    Ende auf der Theresienwiese.

    4000 Teilnehmer.

    Alles genehmigt.


    Ich gönne es den Radfahrern.

    Sollen demonstrieren dürfen wie jeder andere auch.


    Für mich aber eine weitere Botschaft der Ungleichbehandlung und Ablehnung in Richtung Motorradfahrer von einer bestimmten politischen Richtung.

    In München hat Grün Rot das sagen im Stadtrat

    Anuk

    Wir reden grade aneinander vorbei.

    Du redest von Versicherungrechtlichen Problemen und ich von Gesetzen.

    Um dieses Nebenthema zu verlassen und wieder zum Motorrad zurückzukehren:

    Schutzkleidung beim Motorradfahren ist kein Gesetz, aber kann Versicherungsprobleme geben.

    Mit 200km/h über die Autobahn gibt es kein Gesetz das es verbietet aber führt zu Versicherungsproblemen.

    Auslöser des ganzen Thema war doch ob es ein Gesetz geben soll zum tragen von Schutzkleidung.

    Die Probleme was Versicherung und Minderung von Schmerzensgeld angeht gibt es ja schon. ( kann man natürlich auch diskutieren).

    Wir leben in der freien Republik,

    jeder hat seine eigenen Gedanken,

    macht wie er für richtig hält.

    Deshalb ist keiner weniger Wert.

    Genau richtig.

    Warum forderst du dann Schutzkleidungspflicht, was das Ende von

    " jeder macht wie er für richtig hält" bedeutet?

    Warum bist du der Meinung, das Verunfallte ohne komplette Schutzkleidung kein Anrecht auf Gesundheitskosten haben sollten?

    Sind die in deinen Augen doch weniger wert als andere?



    Ne kleine Randbemerkung noch zu deinen Beispielen.


    Du hast behauptet das es ein Gesetz gibt das man beim Umgang mit Kettensägen Schnittschutzkleidung tragen muss.

    Das Gesetz gibt es nicht.

    Wenn ich privat mit Kettensägen arbeite kann ich anziehen was ich will.


    Du hast auch Schutzkleidungspflicht in Belgien ins Spiel gebracht.

    Die gibt es zwar, aber ich glaube nicht das du dir das als Vorbild für Deutschland vorstellst.

    In Belgien ist vorgeschrieben:

    lange Hose

    langärmlige Jacke

    Handschuhe

    Stiefel oder Stiefeletten über den Knöchel

    aber Material bei allen 4 Punkten egal.


    Wenn ich in Jeans,Kunstlederjäckchen, Wollhandschuhe und Fellstifeletten in Belgien fahre verhalte ich mich gesetzeskonform.

    Natürlich auch mit Helm,,,,fast vergessen.


    Ich denke nicht das dieses deine Vorstellung von Schutzkleidung ist.

    Da wo mein Verhalten auch andere betrifft ist der Staat durchaus gefordert regulierend , auch mit strafandrohung , einzugreifen . Wenn aber meine freiheitsrechte durch ge- und verbote(Bevormundung) eingeschränkt werden , einzig aus dem Grund mich vor mich selber zu schützen , ist das zumindest fragwürdig .

    Dies trifft genau meine Meinung und ist in allen mir bekannten Gebieten des Lebens ,ausser Strassenverkehr,selbstverständlich.


    Das recht sich selbst zu verletzen steht ausser Frage und es lebt sogar eine Industrie davon.

    Oder was sind Brustimplantate und Schönheitsoperationen anderes als vorsätzliche Selbstverletzung aus freiem Willen?

    Es gibt SM-Praktiken die eine Selbstverletzung beinhalten

    In geringerem Ausmaß ist jedes Tattoo,Piercing,Branding,Zungenspalten usw.ist bewusste Selbstverletzung.

    Rauchen ist nur verboten wo es andere betrifft,mich selbst darf ich schädigen.

    Es gibt auch "ritzer" die sich ständig selbst schnittwunden zufügen.

    In diesem Zusammenhang hat sogar das Bundeverfassungsfericht geurteilt ,das eine Therapie gegen den Willen des Betroffenen nicht rechtmäßig ist.

    Das Bundesverfassungsgericht stellt fest: „Der Staat als Inhaber des Gewaltmonopols hat von Verfassungs wegen nicht das Recht, seine erwachsenen und zur freien Willensbestimmung fähigen Bürger zu ‚bessern‘ oder zu hindern, sich selbst gesundheitlich zu schädigen.“


    An allen Ecken und Enden schädigen und verletzen sich Menschen sogar absichtlich selbst und wir diskutieren ob sich Motorradfahrer auch nur dem Risiko von Verletzungen aussetzen dürfen.

    Das ist absurd.


    Der freie Wille steht über allem wenn es um Selbstschutz geht.

    Der Staat hat die Pflicht dafür zu sorgen das jeder der sich schützen möchte das tun kann aber er hat nicht das Recht alle die es aus freiem Willen nicht wollen zu zwingen. Das bedeutet für mich persönliche Freiheit.


    Gesetze dürfen NUR dazu dienen zu verhindern das jemand gegen seinen Willen geschädigt wird.


    Die Herren und Damen Politiker sollten sich diesen Grundsatz mal wieder vor Augen führen und sich von den Alleinunfällen der Motorradfahrer abwenden und sich endlich darum kümmern das weniger Motorradfahrer gegen ihren Willen verletzt oder getötet werden. Denn zu einem Ansatz oder Vorschlag wie man von PKW verursachte Motorradunfälle reduzieren könnte findet sich auf 78 Seiten Sicherheitskonzept nicht ein einziges Wort.


    P.S:

    Die Gurt und Helmpflicht war übrigens auch nur möglich mit einer etwas konstruierten Begründung die auch heute noch von Juristen als zweifelhaft angesehen wird.

    Nur zum Selbstschutz konnte es nicht angeordnet werden, daher:

    Die Gurtpflicht wird angeordnet,damit nach einem Unfall die Wahrscheinlichkeit steigt das der angeschnallte weniger schwer verletzt ist und somit öfter beim Absichern der Unfallstelle und bei Erste-Hilfe-Maßnahmen bei weiteren Verletzten mithelfen kann.

    Somit dient der Gurt dem Schutz anderer und nicht sich selbst.

    Helmpflicht.....dieselbe Begründung.

    Naja..nicht falsch...aber auch nicht wirklich überzeugend für mich

    Jogginghosen-Fahrer auf nem Mopi,

    nehmen Krankenleistungen in Anspruch,

    die ihnen normalerweise nicht zustehen,

    weil absolut fahrlässig.

    Wenn "absolut fahrlässig " der Maßstab ist dann stehen also auch keinem Raucher, stark Über-oder Untergewichtigem( außer wenn durch Krankheit), Alkoholtrinker, Radfahrer ohne Helm,Skifahrer ohne Helm, Inlinskater ohne Protektoren usw. keine Krankheitskosten zu.

    Im Prinzip auch jedem der mal 10 oder 20 zu schnell fährt.

    In irgendeinem Bereich handeln vermutlich 80% der Bevölkerung mal irgendwo absolut fahrlässig.


    Für den Motorradbereich hab ich an anderer Stelle schon erwähnt das die Kosten aller Motorradunfälle 0,3 % der Gesundheitskosten ausmachen.

    Dort sind die Unfälle ohne Schutzkleidung miteingerechnet.

    Dies lässt sich durch Schutzkleidungspflicht eventuell um 0,05% reduzieren,positiv geschätzt.

    Da die entstehenden Kosten keine wirkliche Rolle spielen kommt es wohl eher darauf an ob man es für richtig hält, per Gesetz Menschen vor sich selbst zu schützen.Ich tu es nicht.

    Denn Fahrer ohne Schutzkleidung tun damit nur sich selbst aber keinem anderen weh.

    Ich halte Schutzkleidung prinzipiell für sinnvoll,trage sie auch meist freiwillig, möchte aber aus 3 Grunden nicht das es Pflicht wird.


    1. Konsequent zu Ende gedacht, bedeutet es das auch Helmpflicht beim Radfahren und Skifahren kommen muss.

    Ebenso Ernährungsvorschriften,Rauchverbot,Promillegrenze auch im Privatleben,Mindestbewegungsvorschriften und endet darin das man bei schlechtem Wetter nicht mehr ohne Jacke rausdarf.

    Genaugenommen müsste man Motorrad-und Skifahren komplett verbieten.


    2.Schutzkleidungspflicht trifft nicht nur Pseudorennfahrer, sondern auch alle 16-jährigen 125ccm-Fahrer und zu eh schon relativ hohen Führerscheinkosten, Anschaffung Moped kommen dann noch 500-800 Euro dazu. Die jetzt schon vorhandene Situation das viele Eltern es sich nicht leisten können wird dadurch noch verschärft.

    Es gibt auch ältere( älter als 16) Mopedfahrer die wenig Geld haben und deshalb Moped fahren weil es eine günstigere Variante als Autofahren ist.

    Ich persönlich möchte nicht das Motorradfahren ein elitäres Freizeitvergnügen NUR für besser verdienende wird.


    3. Ich für meinen Teil möchte auch weiterhin das Recht haben, bei 40 Grad im Stau meine Jacke wegzupacken,wenn mir schon verboten wird zwischen den Autos durchzufahren.

    Ich möchte auch bei kurzen Fahrten innerorts bei denen ich nicht schneller fahre als ein 50ccm Roller ohne Schutzkleidung fahren dürfen.Oder sollen auch alle Rollerfahrer komplette Schutzkleidung tragen?`Radfahrer am besten auch noch? Wo soll die Grenze sein?

    Es ist ja jetzt schon völlig unlogisch, das ein Mofafahrer Helmpflicht hat ein Pedelecfahrer aber nicht. Geschwindigkeit und Unfallfolgen sind identisch.

    Damit meine ich nicht das es für Pedelecs eine Helmpflicht geben sollte, sondern eher das sie für Mofas abgeschafft werden sollte.


    Oder kurz gesagt:

    Ich möchte soviel Freiheit wie irgendwie möglich und sowenig Vorschriften wie irgendwie möglich.

    Jeder Zweiradfahrer sollte Aufgeklärt sein über die Risiken,was in aller Regel in Fahrschulen ja passiert.

    Und dann muss jeder für sich selbst entscheiden welches Risiko für sich selbst man eingehen will.

    Abgesehen von Minderjährigen wo die Eltern zu bestimmen haben.

    Ich finde schon die sogenannten "Helicoptereltern" nicht wünschenswert, und ich brauche als Erwachsener erst recht keine "Helicopterregierung".


    Und meine Wahrnehmung ist auch das es keine Pflicht braucht,da der überwiegende Teil sowiso freiwillig Schutzkleidung trägt.


    Wäre für mich dasselbe wie bei Fahrverboten.

    Weil sich ein paar angeblich "unvernünftig" verhalten wird ein Gesetz für alle geplant.


    "Angeblich Unvernünftig" meine ich im Zusammenhang Schutzkleidung.

    Denn verschiedene Studien beweisen das hohe Temperaturen

    ( aussen 25 Grad,innen 37 Grad) zu einem Anstieg von 24 % bei konzentrationsrelevanten und 33% aller Unfälle führt.

    Diese Studien beziehen sich zwar auf Autofahrer ( für Motorrad leider keine gefunden) aber mir fällt nix ein warum es bei Motorradfahrern anders sein sollte.

    Wenn ich also nachweislich durch Verzicht auf einen Teil der Schutzkleidung mein Unfalrisiko um 24-33 % senken kann relativiert sich das "Unvernünftig" in meinen Augen.

    Natürlich erhöht sich das Verletzungsrisiko wenns doch zum Unfall kommt.

    Ist eine Abwägungssache die meiner Meinung nach jeder für sich selbst treffen sollte, und nicht vom Staat vorgeben werden sollte.

    Ich habe mir mal das zweifelhafte Vergnügen gegönnt und mir das Verkehrssicherheitskonzept von BaWü einverleibt.


    Da ja in allen anderen anderen Bundesländern und in Berlin alle Forderungen der Grünen aus der Opposition bzw. als kleinerer Regerierungspartner in einigen Bundesländern, gestellt wurden, wollte ich mal schauen wie es sich verhält wenn Grün tatsächlich die Möglichkeit hat nicht nur zu fordern, sondern es in die Tat umzusetzen.


    Geschwindigkeit


    "Auf Bundesebene setzt sich die Landesregierung BaWü für ein generelles Tempolimit von 30 km/h innerorts ein."


    In Bawü:

    " Bestehende rechtliche Möglichkeiten für die

    Anordnung von Tempo 30 km/h aus Sicherheitsgründen werden bereits heute genutzt.

    Dieses Vorgehen wird auch zukünftig konsequent verfolgt."


    Wie ich selbst erfahren durfte auch aus Lärmschutzgründen.

    Also egal wie begründet...Hauptsache 30 auf möglichst allen Innerortssrtassen


    Ebenso beim generellen Tempolimit auf Autobahnen.


    "wird die Landesregierung jedoch

    Initiativen auf Bundesebene unterstützen, die

    eine Einführung eines generellen Tempolimits

    auf Autobahnen vorsehen. Gleichzeitig wird sie

    die auf Landesebene bestehenden rechtlichen

    Möglichkeiten ausschöpfen."


    Auch hier...sobald rechtlich irgendwie möglich Tempolimit


    Ebenso Landstrassen:


    "Auf Bundesebene einsetzen für generell 90 km/h auf Landstrassen."


    "Im Land werden die bundesrechtlich vorgege-

    benen Möglichkeiten für Geschwindigkeits-

    beschränkungen aus Gründen der Verkehrs-

    sicherheit voll ausgeschöpft."


    Auch hier: Wenns aus Sicherheitsgründen nicht geht,dann eben Lärmschutz.

    Egal wie....Tempolimits.

    Kann aus eigener Erfahrung bestätigen.....das wird umgesetzt und ist voll im Gange.


    Promillegrenze


    "Nach den guten Erfahrungen mit

    dem Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und

    Fahranfänger verfolgt sie das Ziel, das Alkohol-

    verbot im Sinne einer Null-Promille-Grenze auf

    alle Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer zu erstre-

    cken."


    Also absolutes Alkoholverbot.

    Nur in BaWü umsetzen nicht möglich da es Bundesrecht ist.


    Gesundheitsprüfung


    "Die Frage nach der Einführung regelmäßiger

    verpflichtender Gesundheitsüberprüfungen ist

    intensiv zu diskutieren."


    Soll es also geben....ob für alle oder erst ab gewissem Alter ist wohl Bestandteil der Diskussion und somit noch offen.


    Es sollte...

    "ein regelmäßiger verpflichtender Sehtest für alle

    Führerscheinbesitzerinnen und Führerschein-

    besitzer, unabhängig vom Erreichen eines be-

    stimmten Mindestalters, eingeführt werden."


    Hier wird die Frage sein....Wenn man Termin für Sehtest verpasst hat, gibt es dann ein Bußgeld oder darf man gar nicht mehr fahren?

    Diese Gesundheitspunkte können bei sinnvoller Umsetzung positiv und bei überzogener Umsetzung negativ sein.


    Mehr Kontrollen, Mehr Erziehung


    "Das Innenministerium geht im Zusammenhang

    mit der Geschwindigkeitsoffensive konsequent

    und gegen zahlreiche Widerstände bereits ge-

    gen Geschwindigkeitsverstöße ab einer Über

    schreitung von sechs km/h vor"


    "Angestrebt werden muss in diesem Zusammen-

    hang eine Intensivierung der polizeilichen An-

    haltekontrollen, um den Betroffenen über den

    Sinn und Zweck der Maßnahmen zu informie-

    ren

    Neben einer Erhöhung der Verkehrssicherheit

    sind auch Steigerungen der Einnahmen durch

    Buß- und Verwarngelder bei den unteren Ver-

    waltungsbehörden zu erwarten."


    Also mehr und auch kleinliche Kontrollen mit integriertem Erziehungsgespräch mit der Polizei.

    Kontrolliert wird natürlich nach wie vor die zulässige Geschwindigkeit, die nur in 0,9% der Fälle Unfallursache ist.


    "Section Control ist eine Form der streckenmäßigen Geschwindigkeitsüberwachung."

    " Auch die Bereitschaft zur Teilnahme Baden-

    Württembergs an einem Modellversuch besteht."


    Also Streckenkontrollen nach Schweizer Vorbild scheint angedacht.

    Es wird die Zeit gestoppt wie lange ein Fahrzeug für einen bestimmten Abschnitt braucht.

    Daraus wird die Durchschnittgeschwindigkeit berechnet und daraufhin das Bußgeld.

    Fußgänger First


    "Lichtsignalanlagen an Knotenpunkten, die Fuß-

    gängerinnen und Fußgänger nur auf Anforde-

    rung in das Signalprogramm aufnehmen und

    damit zusätzliche Wartezeiten erzeugen, sind

    mit dem Ziel eines sicheren und attraktiven

    Fußverkehrs nicht vereinbar. "


    Also Ampeln sollen für Fußgänger regelmäßig Grün anzeigen , egal ob Fußgänger da sind oder nicht. Denn Wartezeiten für Fußgänger sind unzumutbar.

    Das alle Fahrzeuge dann regelmäßig halten müssen, selbst wenn keine Fußgänger da sind ist erwünscht.


    Motorrad


    " Es ist politisch darauf zu drängen, dass die

    Schutzausstattung von Motorradfahrerinnen

    und Motorradfahrern verpflichtend verbessert

    wird. ECE-geprüfte Protektoren sollten ver-

    pflichtend getragen werden müssen.."


    Wenn ich es richtig verstehe....Schutzkleidungspflicht



    SICHERHEITSPROGRAMM

    FÜR MOTORRADFAHRERINNEN UND

    MOTORRADFAHRER


    Dahinter verbirgt sich

    "Es wurde für die Verkehrsteilnehmerart Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer

    eine landesweite Übersicht zu Verkehrsverhalten, Verkehrssicherheitslage und Sicherheits-

    potential erstellt."


    "Die Ermittlung einer Rangfolge

    der unfallauffälligen und sonstigen auffälligen

    Streckenabschnitte mit Motorradfahrerbeteili-

    gung in Baden-Württemberg ist somit möglich."


    "Der Umfang der erforderlichen straßenverkehrsrechtlichen

    (z. B. Streckenverbote) und baulichen Maßnahmen

    (z. B. Schutzwälle, Unterfahrschutz) kann nun...aufgestellt werden"


    Erstellt wird hier eine Übersicht speziell für Motorradfahrerauffälligkeiten.

    Komischerweise auch nur bei Motorrad. Für alle anderen gibt es das nicht.

    Wird es genutzt für Unterfahrschutz und ähnliches durchaus zu begrüssen.

    Aber auch eindeutig dazu gedacht Fahrverbote zu erlassen.

    Natürlich nur zu unserem eigenen Schutz.

    Um uns zu schützen werden wir ausgesperrt.....so gehts auch.



    Im Fazit des Konzeptes


    besonderer Aufmerksamkeit bedürfen:


    "In der Tendenz lässt sich ein – gemessen an der

    anteiligen Verkehrsmittelnutzung – erhöhter

    Anteil an tödlich verlaufenden Unfällen der

    ungeschützten Verkehrsteilnehmergruppen Fuß-

    gängerinnen und Fußgänger und Radfahrerin-

    nen und Radfahrer ablesen."


    Motorradfahrende also nicht?

    Wir werden im gesamten Abschnitt nicht 1-mal erwähnt.



    ZIELGRUPPEN INTENSIVIERTER VERKEHRS-

    SICHERHEITSARBEIT


    Hier kommen wir wieder vor.


    Über Fahrradunfälle wird neutral berichtet:

    Unfall zwischen:

    PKW und Fahrrad....zu75% PKW schuld

    LKW und Fahrrad....zu 79% LKW schuld

    Fußgänger und Fahrrad....zu 61% Fahrrad schuld

    Motorrad und Radfahrer.... zu 59 % Fahrrad schuld ( hoppla...passt ja so gar nicht ins Bild)


    Über Motorradunfälle:


    "Durchaus besorgniserregend ist die Entwicklung

    bei den Verkehrsunfällen unter Beteiligung

    von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern.

    Die Zahl der getöteten Motorradfahrerinnen und

    Motorradfahrer ist nur leicht rückgängig bzw. stagniert

    auf einem Niveau, das im

    Vergleich zur allgemeinen Unfallentwicklung

    bei der Zahl der Verkehrstoten nicht hinge-

    nommen werden kann. "


    Im 5-Jahresvergleich ein Rückgang von 109 auf 76 Tote pro Jahr.

    Ein Rückgang um 32,3% ist also Stagnation.....interessante Sichtweise.



    "Die häufigsten Unfallursachen sind nicht angepasste Geschwindigkeit,

    mangelnder Sicherheitsabstand sowie Fehler beim Überholen."


    Eine Betrachtung der Unfallgegner und wer wie oft Schuld am Unfall war ( wie bei Radfahrern) fehlt komplett.Motorradfahrende sind offensichtlich immer selber schuld.


    Dazu passend wird noch herausgestellt:


    50% der Unfälle von Motorradfahrenden selbst verschuldet.

    Wer an den anderen 50% Schuld ist findet keine Erwähnung

    Radfahrer übrigens auch zu 50% selbst schuld.....hier wird aber detailliert verwiesen auf mangelhafte Infrastruktur die schuld ist und andere zu schnelle Fahrzeuge.


    66% der getöteten Motorradfahrenden haben den Unfall selbst verursacht.


    Mangelhafte Infrastruktur oder eine mögliche Dunkelziffer an geflüchteten anderen Unfallbeteiligten werden nicht erwähnt.


    46% Unfallursache nicht angepasste Geschwindigkeit


    Nicht angepasst bedeutet auch, wenn man mit 20km/h auf einer Ölspur wegrutscht war die Geschwindigkeit nicht angepasst.Ausserdem wird in Polizeiberichten immer "zu schnell" angegeben wenn sie sonst keine Erklärung finden bei der Unfallaufnahme.


    NUR 59% der Motorradtoten hatten komplette Schutzkleidung.


    NUR????????

    Ich würde sagen:

    TROTZ kompletter Schutzkleidung starben 59 %.

    Daraus leitet sich für mich ein besonderer Schutzbedarf vor anderen Verkehrsteilnehmern ab vergleichbar mit Radfahrern.


    Eine derartige Schreibweise und Dartellung ist normal für Motorradgegner.

    Von einer Landesregierung erwartete ich was anderes.



    Ich möchte nicht verschweigen das im Gesamtkonzept auch viele Dinge stehen die durchaus positiv zu sehen sind.

    Ich habe mich bei dieser Betrachtung um die Abschnitte gekümmert die ich als wenig wünschenswert bis total ablehnend wahrnehme.

    Das Thema wird uns noch lange beschäftigen


    Per Nachtragsantrag versucht jetzt Carl Ulrich Gminder die Diskussion in die Bundesdeligiertenversammlung der Grünen zu tragen, die das Wahlprogramm für die Europawahl 2019 vorbereitet. Tenor positiv – schon nach ein paar Stunden: „Wir wollen, dass die Bürger Europas – Anwohner, Urlauber, Erholungs­suchende und Naturliebhaber – wieder Ruhe finden. Wir wollen diesen mutwilligen Superlärm beenden. In allen Betriebszuständen sind die Lärmgrenzwerte einzuhalten, nicht nur im gesetzlichen Normtest. Die Tests sind an die Realität anzupassen. Umgehungstricks wollen wir ausnahmslos unterbinden, Hersteller und Fahrer*innen deutlich sanktionieren.


    Hier ist zwar nicht von Fahrverboten die Rede, aber zum einen sind das nur die ersten Reaktionen, zum anderen betrifft es die EU.


    Bei uns im Innland werden die Fahrverbote weiterhin gefordert.


    Das die Fahrverbote ja nur in besonderen Extremfällen angewendet werden sollen wird von Grüner Seite immer wieder betont.


    In BaWü haben sich 103 Gemeinden und ganze Landkreise der Initiative angeschlossen.Wohlgemerkt die Politiker der Gemeinden, nicht unbedingt die Mehrheit der dort wohnenden Bürger.


    Man kann wohl davon ausgehen das diese 103 Gemeinden und Landkreise sich selbst alle als besondere Extremfälle bezeichnen,denn sonst wären sie ja wohl kaum der Initiative beigetreten.Bundeslandkarte Mitglieder Initiative Motorradlärm:(

    Jeder rote Punkt und die roten Regionen wären dann am Wochenende gesperrt.

    Vermutlich müsste dann das neue Berufsbild des Motorradlotsen erfunden werden der ortsfremde gegen Gebühr durch BaWü führt auf den noch erlaubten Strecken.


    Erledigt ist das Thema also noch lange nicht.

    Für mich jedenfalls ist klar wer meine Stimme bei Wahlen nicht bekommt.

    Was ich mir vorstellen könnte wäre die Vergehen zu speichern ( 1 Punkt in Flensburg) und bei Wiederholung das Bußgeld verdoppeln.

    Erster Verstoß 200 Euro

    Zweiter Verstoß 400 Euro

    Dritter Verstoß 800 Euro

    usw. von mir aus open End.

    Wer dann irgendwann 6400 Euro bezahlen muß hat es sich redlich verdient.

    Funktioniert natürlich wieder nur wenn die Kontrolldichte erhöht wird.

    Drum: 1000€ Strafe, sofortige Stillegung des Krads und Einzug des Führerscheins für 6 Monate, danach Wiedererlangung nur nach erfolgter MPU.

    Das wäre etwa eine doppelt so hohe Strafe wie bei "mit 110km/h durch die 30er Zone.

    Findest du wirklich das zuviel Lärm verursachen doppelt so schlimm ist wie Menschenleben gefährden????

    Sorry,aber da kann ich mich nicht anschließen.

    Diejenigen, die die StvO irgnorieren, müssen es halt durch Strafen lernen. Und Strafen müssen weh tun. Sehr weh.

    Wenns doch nur so einfach wäre.

    Seit Jahrzehnten wird schon untersucht ob härtere Strafen dazu führen das es weniger Verstöße gibt.

    Das Ergebniss alter und neuer Untersuchungen ist stets dasselbe.

    NEIN

    "Weitaus bedeutsamer sind die moralische Verbindlichkeit derNormen, die Häufigkeit der Deliktsbegehung im Verwandten und Bekanntenkreis,die vermuteten Reaktionen des sozialen Umfelds sowie,nach den Ergebnissen der Göttinger Studie, das subjektive Strafempfinden."

    Vereinfacht gesagt: Das unmittelbare Umfeld ist entscheidend und ob man ein Gesetz akzeptiert oder für unsinnig erachtet.


    Außerdem müssen Strafen auch darstellen wie schlimm ein bestimmtes Vergehen in Bezug auf andere Vergehen ist.

    Beispiel:

    Mit 50km/h am Kingergarten vorbei obwohl nur 30 erlaubt....Strafe 70 Euro

    Zu lauter Auspuff .... Strafe( wie von Akki vorgeschlagen):

    * Das Kfz (Auto/Moped egal) wird für 6 Monate eingezogen (dann ist i.d.R. die Saison eh vorbei...

    * es darf nicht abgemeldet werden

    * der Verursacher zahlt abschleppen, Unterbringung + Co für die Zeit

    * der Verursacher muss einen TÜV-Kurs besuchen, z.B. ähh.. "Spritsparendes fahren" (und auch bezahlen...)

    *zurückbauen ist angesagt, das fehlerhafte/manipulierte Bauteil wird vernichtet auf Kosten des Verursachers


    Die Strafen müssen abbilden was schlimmer ist. Theoretische Gefährdung von Kindern oder zu laut sein.

    Hier stimmt dann das Verhältniss nicht mehr.

    Um dieses Auszugleichen müsste also das oben erwähnte zu schnell fahren in Zukunft ca. 1500 Euro und 6 Monate Fahrverbot betragen.

    Und selbst dann wäre es nur in etwa gleichgestellt, also beides gleich schlimm.


    Prinzipiell hätte ich nichts gegen härtere Strafen für Manipulierer.

    Aber übertriebene Forderungen werden entweder keinen Bestand vor Gericht haben da die Verhältnissmaßigkeit verletzt ist, oder es führt zu einer Spirale in der alle möglichen Strafen drastisch erhöht werden müssen.


    Die Folge wäre wie ganz oben erwähnt keine Abnahme der Verstösse, höhere Strafen und somit mehr Geld für den Staat.

    Das extreme Strafandrohung nicht wirkt zeigt am deutlichsten die USA.

    Trotz der Strafandrohung Todesstrafe ist kein Unterschied zu Staaten ohne Todesstrafe feststellbar.

    Was funktionieren würde wäre eine strenge Überwachung bei der die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden sehr hoch ist.

    Aber da bewegen wir uns Richtung Überwachungsstaat nach Vorbild China.

    Das kann man gut finden......ich will es nicht.


    Ist halt wie so oft im Leben.

    Für die wenigsten Probleme gibt es einfache Lösungen.

    Wenn es sie gäbe hätte sie schon längst ein anderer gefunden.

    Wir sollten anfangen vor der eigenen Haustüre zu kehren.

    dies ist wünschenswert und ohne jeden Zweifel hilfreich.

    Die Lösung der Probleme ist es allerdings nicht.


    1. Meiner Erfahrung nach geschieht das schon, lässt sich aber sicherlich noch weiter verbessern. Aber zu glauben man könnte wirklich ALLE überzeugen und bekehren ist ist eine schöne Illusion die es nie geben wird.


    2. Selbst wenn wir es erreichen sollten,das alle mit leiseren Abgasanlagen und umweltfreundlichem Beschleunigungsverhalten fahren, wird es den Personengruppen die hinter der Verbotsforderung stehen nicht genügen.

    Bestes Beispiel ist Sasbachwalden.

    Bereits 2 Monate vor der Bundesratsentschließung bezüglich Fahrverboten wurde ein Lärmdisplay aufgestellt.

    Die Bürgermeisterin und Mitinitiatorin der Initiative Motorradlärm stellte erfreut fest:

    „Am Anfang waren bis zu 30 Prozent der Motorradfahrer zu laut ( mehr als 80 dB). Das hat sich schon reduziert”

    „Anwohner haben beobachtet, dass jetzt ruhiger und rücksichtsvoller gefahren wird.”

    „Das ist immer noch zu laut”, stellt Marwein( Lärmschutzbeauftragter BaWü,Partei Die Grünen) fest.


    Für die Grünen passen wir schlicht nicht in ihr Weltbild.

    Und egal wie oft wir mit ihnen diskutieren, demonstrieren oder Parkplätze blockieren, wir werden genau gar nichts erreichen.

    Wenn die geforderten 80 dB erreicht sind werden sie feststellen das es irgendwie immer noch zu laut ist.


    Daher sollten wir uns Unterstützung suchen wo wir tatsächlich was erreichen können.

    Es gibt Parteien und Politiker die uns durchaus wohlgesonnen sind.

    Und bevor das Thema wieder losgeht:

    Nein, ich meine damit NICHT die AFD.

    Die bayerische Staatsregierung unterstützt die Proteste von Motorradfahrern gegen zeitlich beschränkte Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen.

    Hermann(Staatskanzleichef CSU): Bayern und Biker gehören zusammen

    Auch aus anderen Parteien sind Kommentare zu finden die gegen Fahrverbote sind.


    Wichtig wird auch sein die Teile der Bevölkerung zu erreichen die entweder unentschlossen sind oder von der Thematik noch gar nichts wissen und dementsprechend noch gar keine Meinung haben.

    Parkplätze blockieren erscheint mit zwar auch als sympatische Idee, wird aber vermutlich ihr Ziel verfehlen.

    Kaum ein Parkplatzsuchender wird sich daraufhin mit der Thematik befassen, sondern lediglich sauer sein auf die Motorradfahrer die ihm das Leben(die Parkplatzsuche) schwermachen.


    Um nicht nur zu schreiben was meiner Meinung nach nicht funktioniert, ein paar Gedanken was mir vorstellbar erscheint:


    Ich denke die Demos waren ein guter Anfang.

    Eine Demo hat den Zweck in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit zu sorgen...das haben sie getan.

    Kommentare zu Videos der Demos zeigen das es durchaus Zustimmung und Unterstützung von Leuten gibt die keine Motorradfahrer sind.

    Natürlich auch das genaue Gegenteil.

    Der Unterschied ist allerdings , das in den Kommentaren recht deutlich wird ,das die negativen Beiträge überwiegend von Menschen kommen die schon vorher ein Problem mit Motorrad hatten. während die positiven Beiträge überwiegend von Menschen stammen die von der Problematik gar nichts wussten.


    Daher halte ich weitere Demos für sinnvoll.


    Darüberhinaus wäre eine zielführende Maßnahme, eventuell kombiniert mit kleineren Demos an vielen verschiedenen Orten

    Infostände einzurichten und Flyer zu erstellen die in Kurzform erklären worum es eigentlich geht.

    z.B. so oder so ähnlich:


    Der Bundesrat möchte Motorradfahren aus Lärmschutzgründen am Wochende telweise verbieten.


    Wir,die Motorradfahrer, demonstrieren weil:

    Für manche das Motorrad das einzige Fortbewegungsmittel ist

    Für andere ist es Hobby aber niemandem sollte sein Hobby verboten werden

    Motorräder sogar ökologisch sinnvoller sind als PKW beim Wochenendausflug

    Viele von uns nur am Wochende fahren können

    Wir in beliebten Motorradfahrgebieten die Hotelerie und Gastronomie am Leben erhalten.

    Es diskriminierend ist einer Gruppe die Nutzung völlig legaler Fahrzeuge zu verbieten

    Allgemein Die Verbots- und Einschränkungskultur in Deutschland überhand nimmt

    Wenn die Motorräder verbannt sind,wer wird dann der nächste sein?

    PKW weil auch zu laut? Fahradfahrer weil zuviele Unfälle?


    Wir sind bereit bei intelligenten Lösungen der Lärmproblematik mitzuwirken.


    Denkbar sind:

    Mehr Kontrollen zum aufspüren manipulierter Fahrzeuge

    höhere Strafen für manipuliert Fahrzeuge

    strengere Geräuschgrenzwerte für die Hersteller

    Einwirken auf Motorradfahrer für ein leiseres Fahrverhalten insbesonders in Ortschaften.


    Aber Fahrverbote....Nein Danke


    am besten noch ein Verweis auf die Petition oder eine Seite erstellen wo Unterstützer mit einem click ihre Unterstützung zeigen können.



    Dies sind für alle die sich mit dem Thema beschäftigen natürlich keine neuen Erkenntnisse.

    Ist mehr gedacht für den Normalbürger der zum ersten mal davon hört.

    Ist nicht unbedingt in sinnvollster reihenfolge geschrieben, aber ist auch nur ein Beispiel.


    Wenn jeder Motorradfahrer in seinem Handy eine Gruppe anlegt , in der alle ihm bekannten Motorradfahrer gespeichert sind ......


    Die Idee gefällt mir recht gut, aber möglichst nicht alle Parkplätze blokieren und alle Autofahrer erbost wegfahren lassen,sondern nur einen Teil belegen und möglichst mit den Autofahrern die dort Parken ins Gespräch kommen worum es geht.