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Südfrankreich – der Ballsaal der Feen

3. November 2018 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Die Drôme Provençale und die Alpes-de-Haute-Provence – Oliven, Lavendel und Herbes de Provence. Uralte Dörfer und Schlösser, dazu eine Landschaft wie geschaffen zum Touren mit dem Motorroller – und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Der Ballsaal der Feen

Cheminées de FéesFrisch und würzig schleicht sich die Luft unter unsere Motorradhelme. Kein Wölkchen trübt den azurblauen Himmel der Haute-Provence. Wir nehmen unsere „Hausstrecke“ durch das „Vallee du Grand Vallon“ unter die Räder. Das Teerband schlängelt sich durch weite Apfelplantagen. Die Bäume beidseits der Straße biegen sich unter der Last der Früchte. Kleine Traktoren mit riesigen Anhängern wuseln durch die Baumreihen und kreuzen unseren Weg. Das „Vallée du Grand Vallon“ ist Apfelland. Zur Entezeit ist also Vorsicht angesagt!

Das Tal weitet sich. Vor uns erheben sich hintereinander zwei, drei Gebirgsketten, deren Gipfel noch vom feinen Dunst des frühen Morgens umhüllt sind. Ein Anblick, der immer wieder aufs Neue beeindruckt. Le Claire, Faucon-du-Caire, Grigors nennen sich die winzigen Örtchen am Wegesrand. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Einige schöne Kehren weiter überqueren wir die Durance und wenden uns Remollon zu.

Tanken und Pausenproviant aufnehmen ist angesagt. Wildschweinsalami, Oliven und ein Stück Käse finden neben backfrischen Baguettes in den Seitenkoffern Platz.

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Watt’n Meer – Auf der Suche nach Kurven

16. September 2018 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

IMG_0020xAn der Nordseeküste sind nicht nur “die Fische im Wasser”, sondern auch die Ostfriesen zuhause. Weites Land, Salzwasser, Deichschafe und Krabbenkutter.

In der Heimat des Windes sieht man schon am Montag, wer am Sonntag zum Kaffee kommt. Welch einen Kontrast bieten da die Ostsee und die Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz mit ihren glitzernden Seen, grünen Wäldern und wogenden Kornfeldern.

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Unter Geiern – Im Herzen der Chevennen

24. Februar 2018 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Die im Süden des Massif Central gelegenen Cevennen sind eine Mischung aus steinigen, trockenen Hochplateaus und zerklüfteten Schluchten, in die sich die Fluten des Tarn und der Jonte tief eingegraben haben. Durchzogen von kurvigen Bergsträßchen und dünn besiedelt sind sie eine der letzten wilden Ecken Europas und immer noch ein Geheimtipp

Irgendwo im Nirgendwo

Von Alès aus, dem südöstlichen Einfallstor der Cevennen und einstiger Bergarbeiterstadt, deren stillgelegte Fördertürme am Stadtrand an einigen Stellen   noch zu sehen sind, folgen wir der Nationalstraße 106. Gut ausgebaut, bester Asphalt und kaum Verkehr. Fast hätten wir das zugewachsene Hinweisschild nach Saint-Hilaire-de-Lavit übersehen. 3 Km abseits der Hauptstraße, 116 Einwohner, mehrere freilaufende Hunde und ein paar Ziegen. Versteckt hinter einem mächtigen, 350 Jahre alten Olivenbaum erwartet uns unsere Unterkunft „La Vallée de Gaïa“, in den Resten eines ehemaligen kleinen Klosters. Die Aussicht von der Terrasse über die bewaldeten Bergkuppen der Cevennen ist fantastisch; leider könnte unser Zimmer einmal eine Grundreinigung vertragen. Na ja, ein paar Tage wird es schon gehen.

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Die Burgenroute in Belgien – In jedem Dorf ein Schloß

24. Januar 2017 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Kleine Dörfer mit typischen Bruchsteinfassaden reihen sich in der reizvollen Umgebung des Göhltals aneinander. Wenig befahrene Straßen ziehen sich durch leicht hügeliges Gelände. Etwa zwei Dutzend Burgen, Schlösser und Herrenhäuser säumen die Route, einige davon mit einer weit zurückreichenden Geschichte. Sie verstecken sich oft in idyllischen Flusstälern und befinden fast alle noch heute in Privatbesitz.

Burgen Ostbelgiens

Die Burgenroute beginnt fast vor den Toren Aachens. Über die B57 erreiche ich zügig die Provinz Lüttich in Ostbelgien, dann passiere ich mit meiner Siwi schon auf holprigen Pflasterstraßen die Wasserburg Raeren, deren Gräben vom Flüsschen Iter gespeist werden. Nur etwa 100m weiter erhebt sich das Raerenebenfalls von Wassergräben umgebene „Haus Raeren“. Ein Stopp und eine kurze Besichtigung des Töpfermuseums lohnen sich hier allemal. Am Rande der tiefen Wälder des Naturparks Hohes Venn – Eifel entlang zieht meine 600er Honda Silver Wing ihre Bahn. Der Motor ist kaum warm, da erhebt sich vor mir, ein wenig abseits in einer Niederung, das Schloss Libermé. Auf einer alten Römerstraße rolle ich über den Höhenzug zwischen Kettenis und Walhorn in das Dörfchen Walhorn-Astenet ein. Wo Groetbach und Mühlgraben der früheren Asteneter Mühle zusammen kommen, auf halber Strecke zwischen Walhorn und Hergenrath, erhebt sich Schloss Thor, das Brauhaus der alten Burg Astenet. An der St. Katharina von Sienna Kapelle folge ich der gut ausgeschilderten Route in Richtung Lontzen und treffe auf einen kleinen Ort, dem alte Bauernhöfe einen malerischen Charakter geben. Die Gutshöfe erzählen mit ihren typischen kleinen Fenstern, den Bruchmauern und steilen Dächern jahrhundertealte Geschichten. Die Route macht einen kleinen Umweg über schmale Feldwege mit umso breiteren Schlaglöchern. Kuhfladen weisen auf erhöhte Rutschgefahr hin. Slalomfahrt ist angesagt. Ich folge der „Rue Mitoyenne“ und biege in die „Rue des Volontaires“ ab, historische Strassen, die schon von den Truppen de Condé’s, Wallensteins und Napoleons benutzt wurden. In der Ferne erheben sich die Silhouetten der beiden Schlösser von „Ruyff“ zwischen uralten Bäumen. Schloss von Ruyff, auch Schloss Baelen genannt, mit seinen zwei Zwiebeltürmen und einige Meter weiter, in einer Talmulde, das „Alte Schloss Ruyff“. Die von grauer Patina überzogenen Mauern spiegeln sich in den dunklen Wassergräben.

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Zwischen Seealpen und Côte d`Azur

17. November 2015 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Tief eingeschnittene Täler und Schluchten wechseln sich in der Haute-Provence mit einsamen Hochebenen und steilen Berggipfeln ab. Hier läuft manches beschaulicher; der Massentourismus hat das Hinterland der Provence noch nicht erreicht. Vor allem in der Nachsaison ist in den zahlreichen Dörfern der Haute-Provence kaum etwas los. Dazu ein beständiges, sonniges Klima; beste Voraussetzungen also für interessante Touren durch eine faszinierende Landschaft.

Forcalquier und der Signal de Lure

Die Provence ist ohne das Flair ihrer zahlreichen Märkte kaum vorstellbar. Es geht daher heute zum Bauernmarkt nach Forcalquier, der das sonst stille Städtchen mit bunten Farben und tausend Gerüchen in einen fast grenzenlosen Basar verwandelt. Mehr als 220 Händler sind auf diesem Markt anzutreffen. Es herrscht bereits reges Treiben, als wir unsere Maschinen am Straßenrand abstellen. Ein verwirrendes Duftgemisch von Gewürzen, Lavendelseife, Honig, kandierten Früchten, Käse, Oliven, Knoblauch und Salami empfängt uns. Unzählige Obst-, Wein- und Gemüsestände neben Schmuck, Kleidern, Keramik, Kunst- und Gebrauchsgegenständen, locken Touristen wie Einheimische gleichermaßen an. Es ist einfach herrlich, durch die Gassen zu bummeln und inmitten des Markttreibens am Place du Bourguet einen Cafe au Lait zu schlürfen.

Gegen Mittag brechen wir auf der winzigen D12 nach Norden in die Montagne de Lure auf. Die Silhouette des langen, kaum besiedelten Gebirgskamms liegt eindrucksvoll vor uns. Das schmale Teerband strebt in immerhin 20 Kehren und vielen teils unübersichtlichen Kurven über den Südhang die Bergkette hinauf. Überraschend queren Schafe die Fahrbahn. Oben erwartet uns eine recht karge Gipfelregion. Am Signal de Lure (1.745) werden wir dafür mit einem großartigen Rundblick belohnt, der 300 km weit über den Monte Viso (3.148), den Mont Pelvoux (3.946), das Vercors (2.350), die Cévennes (1.600) und den Mont Ventoux (1.912) reicht. Wenige Km weiter führt uns der wenig bekannte „Pas del la Graille“ (1.597), dessen beeindruckendes Panorama sich durchaus mit höheren Pässen messen kann, in weiten Kehren durch lichten Lärchenwald talwärts zum kleinen Weiler Valbelle im Tal des Jabron. Von hieraus erreichen wir kurz darauf wieder unsere Unterkunft in La Motte du Caire.

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Im Land der Murmels

14. November 2015 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Zehn Tage Zeit habe ich. Zehn Tage, um ein paar der schönsten Alpenecken zu durchstreifen. Am Ende liegen über 3.000 wundervolle KM hinter mir.

Die erste Etappe führt mich entlang des Rheins nach Koblenz, wo ich am Fuße der Festung Ehrenbreitstein den breiten Strom überquere. Ich passiere Braubach, überragt von der mächtigen Marksburg und lenke meine Honda Silver Wing 600 in wunderbaren Kurven hinauf auf die Höhen des Taunus. Pension Es herrscht kaum Verkehr, sodass ich zügig vorankomme. Nach einer Zwischenübernachtung in Groß-Gerau startet unsere diesjährige Männertour Richtung Alpen. 1 Silver Wing (Ralf), 1 Integra (Karl-Heinz) – und ach ja nicht zu vergessen unser „Urfranke“ Gerhard mit seiner BMW(!) streben dem Starnberger See im Süden Münchens zu. Die ersten 150 km machen wir „Strecke“. Eine eintönige Fahrt auf noch eintönigeren Autobahnpisten. Dann folgen 280 genüssliche Km über kleine und kleinste Sträßchen. Wir touren entlang der bewaldeten Hänge des Lonetals und durch den Pfaffenwinkel, benannt nach seinen zahlreichen Kirchen und Klöstern. Station machen wir im Pfarrdorf Beuerberg im Loisachtal. Hier auf der Terrasse des Gasthauses „Zur Mühle“, am Ufer der Loisach, lassen wir den Tag langsam ausklingen und genießen würzigen „Steckerlfisch“, eine Spezialität aus dem bayrischen Alpenvorland.

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Frankreich – zwischen dem Vercors und dem Massif de la Vanoise

27. Februar 2014 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Chalet_SolneigeDer Gebirgsstock des Vercors, im äußersten Westen der französischen Alpen, wirkt wie eine  überdimensionale Trutzburg. Eine Landschaft mit tiefen, schroffen Schluchten und wilden Felsabstürzen, weit verzweigten Höhlensystemen und verträumten kleinen Örtchen. Dieses schwer zugängliche Gebirge mit Gipfeln bis zu 2.350m Höhe kann man auch heute noch nur über schmale und kühne Straßen erkunden. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Gegend unter Zuhilfenahme von ausreichend Dynamit erschlossen. In senkrechte Felswände wurden Galerien gesprengt und es entstanden einige der spektakulärsten Gebirgsstraßen wie die „Gorges de la Bourne“ und die „Combe Laval“.

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