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Unter Geiern – Im Herzen der Chevennen

24. Februar 2018 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Die im Süden des Massif Central gelegenen Cevennen sind eine Mischung aus steinigen, trockenen Hochplateaus und zerklüfteten Schluchten, in die sich die Fluten des Tarn und der Jonte tief eingegraben haben. Durchzogen von kurvigen Bergsträßchen und dünn besiedelt sind sie eine der letzten wilden Ecken Europas und immer noch ein Geheimtipp

Irgendwo im Nirgendwo

Von Alès aus, dem südöstlichen Einfallstor der Cevennen und einstiger Bergarbeiterstadt, deren stillgelegte Fördertürme am Stadtrand an einigen Stellen   noch zu sehen sind, folgen wir der Nationalstraße 106. Gut ausgebaut, bester Asphalt und kaum Verkehr. Fast hätten wir das zugewachsene Hinweisschild nach Saint-Hilaire-de-Lavit übersehen. 3 Km abseits der Hauptstraße, 116 Einwohner, mehrere freilaufende Hunde und ein paar Ziegen. Versteckt hinter einem mächtigen, 350 Jahre alten Olivenbaum erwartet uns unsere Unterkunft „La Vallée de Gaïa“, in den Resten eines ehemaligen kleinen Klosters. Die Aussicht von der Terrasse über die bewaldeten Bergkuppen der Cevennen ist fantastisch; leider könnte unser Zimmer einmal eine Grundreinigung vertragen. Na ja, ein paar Tage wird es schon gehen.

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Zwischen Seealpen und Côte d`Azur

17. November 2015 in Tourenberichte und -tipps, User-Blog

Tief eingeschnittene Täler und Schluchten wechseln sich in der Haute-Provence mit einsamen Hochebenen und steilen Berggipfeln ab. Hier läuft manches beschaulicher; der Massentourismus hat das Hinterland der Provence noch nicht erreicht. Vor allem in der Nachsaison ist in den zahlreichen Dörfern der Haute-Provence kaum etwas los. Dazu ein beständiges, sonniges Klima; beste Voraussetzungen also für interessante Touren durch eine faszinierende Landschaft.

Forcalquier und der Signal de Lure

Die Provence ist ohne das Flair ihrer zahlreichen Märkte kaum vorstellbar. Es geht daher heute zum Bauernmarkt nach Forcalquier, der das sonst stille Städtchen mit bunten Farben und tausend Gerüchen in einen fast grenzenlosen Basar verwandelt. Mehr als 220 Händler sind auf diesem Markt anzutreffen. Es herrscht bereits reges Treiben, als wir unsere Maschinen am Straßenrand abstellen. Ein verwirrendes Duftgemisch von Gewürzen, Lavendelseife, Honig, kandierten Früchten, Käse, Oliven, Knoblauch und Salami empfängt uns. Unzählige Obst-, Wein- und Gemüsestände neben Schmuck, Kleidern, Keramik, Kunst- und Gebrauchsgegenständen, locken Touristen wie Einheimische gleichermaßen an. Es ist einfach herrlich, durch die Gassen zu bummeln und inmitten des Markttreibens am Place du Bourguet einen Cafe au Lait zu schlürfen.

Gegen Mittag brechen wir auf der winzigen D12 nach Norden in die Montagne de Lure auf. Die Silhouette des langen, kaum besiedelten Gebirgskamms liegt eindrucksvoll vor uns. Das schmale Teerband strebt in immerhin 20 Kehren und vielen teils unübersichtlichen Kurven über den Südhang die Bergkette hinauf. Überraschend queren Schafe die Fahrbahn. Oben erwartet uns eine recht karge Gipfelregion. Am Signal de Lure (1.745) werden wir dafür mit einem großartigen Rundblick belohnt, der 300 km weit über den Monte Viso (3.148), den Mont Pelvoux (3.946), das Vercors (2.350), die Cévennes (1.600) und den Mont Ventoux (1.912) reicht. Wenige Km weiter führt uns der wenig bekannte „Pas del la Graille“ (1.597), dessen beeindruckendes Panorama sich durchaus mit höheren Pässen messen kann, in weiten Kehren durch lichten Lärchenwald talwärts zum kleinen Weiler Valbelle im Tal des Jabron. Von hieraus erreichen wir kurz darauf wieder unsere Unterkunft in La Motte du Caire.

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