Beiträge von joey

    Und ich Dummerchen dachte, der Ascona, egal ob A oder B, wäre ein Auto....😳

    Das habe ich glatt übersehen (bin eher motorradminded ;) ).

    Die Erklärung ist aber vermutlich ähnlich beim Ascona, bei Frontmotor in Verbindung mit Heckantrieb und entsprechend langem Kardan (ohne Drehmomentenabstützung ?).

    Booooey ... 8)


    Mich würde die wissenschaftliche Erlärung zu

    diesem ungewöhnlichen Phänomen interessieren ... :/

    "Überlässt man die Kräfte und Momente der rotierenden Welle, hebt sich das Motorradheck beim Beschleunigen massiv aus der Federung, um beim Gasschließen genauso vehement in sich zusammenzusacken. Der Grund: Das Drehmoment stützt sich am Schwingen­lager ab und hebt dieses mitsamt dem Motorrad aus der Federung und umgekehrt." Zitat aus Motorrad Technik-Wissen (motorrad-online). Das war bei den früheren Boxer-BMWs der normale Standard - es ging halt hinten hoch, wenn du losfuhrst und runter, wenn du Gas weggenommen hast. Und in den Kurven musste man immer schön am Gas bleiben ;) . Habe dies auf meiner R60/5 in den 70er über 100.000 km genossen...

    Hallo Rick,


    bisher bin ich vorwiegend Dickschiffe ab 240 kg Fahrgewicht gefahren, z.T. auch deutlich schwerer. Nach 2 GSen ist mir die neue GS zu hoch - ich mag keine Tieferlegung - und zu mächtig, so dass ich mir relativ kurz entschlossen die 890er Adventure gekauft habe. Die ersten Eindrücke nach 3.500 km:


    - Sitzhöhe und Sitzposition passt für Fahrer unserer Körperlänge ;) super. Die Sitzbank lässt auf eine Sitzhöhe von 830 und 850 mm einstellen. Auch bei der niedrigen Position ist für mich der Kniewinkel völlig ok,

    - die Leistungsentfaltung ist ab einer bestimmten Drehzahl für solch ein leichtes Motorrad sensationell. Für den Stammtisch: die Leistungsdaten sind im üblichen Geschwindigkeitsbereich (was auch immer das ist 8) ) mit den Leistungsdaten der 1250er GS vergleichbar. Neben Motorleistung und Drehmoment zählt auch das Leistungsgewicht...,

    - der Fahrspass ist nach meiner Einschätzung sehr hoch. Durch das niedrige Gewicht (fahrfertig 216 kg), die Gewichtsverteilung (tiefliegender Tank), die schmalen Reifen (vorne 90", hinten 150") ist auf kurvenreichen Strecken nicht das Motorrad sondern der Fahrer der limitierende Faktor. Das gilt zwar fast für jedes Motorrad - in diesem Fall aber besonders :) . Auf jeden Fall ist man in den Kurven bei Bedarf recht flott...,

    - ich bin zwar bisher erst auf einigen Feldwege gefahren, aber auch hier: Gewicht, Gewichtsverteilung, Reifengrössen und der überraschend gute Avon-Reifen vermitteln ein super sicheres Fahrgefühl im leichten Gelände. Das verspricht auch gute Ergebnisse auf anspruchsvolleren Passagen, evtl. dann auch mit grobstolligeren Reifen,

    - das Motorrad ist im Vergleich eher leise. In der heutigen Zeit und z.B. in Tirol oder in der Nachbarschaft durchaus ein Vorteil,

    - der ganze Elektronik- und Ausstattungskram ist vielleicht nicht ganz so üppig wie bei BMW, dennoch für mich mehr als ausreichend. Besonders gelungen: der Quickshifter, der richtig Laune macht und mit etwas Eingewöhnung auch super funktioniert. Tempomat benutze ich auch ab und zu, dann gibt es da noch einen Rallye-Mode, ABS-Einstellung für Gelände etc.


    Gibt es auch Nachteile?

    - wie Klaus schon sagte, beim Komfort geht es eher straff zu. Ob ich mich daran gewöhne, weiss ich eigentlich noch gar nicht. Die längste Tour war bisher nur 400 km, das ging sogar überraschend gut. Am Federbein lässt sich die Federvorspannung und die Zugstufendämpfung einstellen. Letztere habe ich seit ein paar Tagen auf Komfort stehen. Mal schauen, was das bringt. Die serienmässige Sitzbank ist auch eher von der straffen Sorte, aber auch das werde ich zumindest in diesem Jahr weiter ausprobieren,

    - natürlich ist die Leistungsentfaltung nicht so souverän aus dem Drehzahlkeller wie bei einem grossvolumigen Boxer oder V2,

    - die Optik des tiefliegenden Tanks polarisiert möglicherweise. Mir selbst gefällt an dieser Stelle die KTM-Philosophie "form follows function". Und ob z.B. eine GS gut aussieht oder nicht - auch dazu gibt es unterschiedliche Meinungen.


    Zusatzausstattung:

    - ich habe mir das Garmin Zumo XT an der dafür vorgesehenen Stelle montiert. Sehr gut ablesbar und genau im Blickfeld - sehr empfehlenswert.

    - für die Reise habe ich den KTM Tankrucksack und seit letzter Woche das BUMOT-Soft-Gepäcksystem montiert. Der Tankrucksack ist völlig ok. Das Gepäcksystem freut sich schon auf die erste grössere Reise...


    Einen guten Test zu 890er findest du z.B. bei Wolf auf Youtube. B9CA809F-A77E-4DE3-BE15-67E07D4B9463.jpg

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    An der Nogat im ehemaligen Ostpreussen mit vollem Gepäck. Der Tankrucksack ist der Originale von BMW mit dem ich sehr zufrieden bin. Gross genug für Fotoapparat, Flickzeug, Papiere, Telefon, Geld, Visiertuch und -reiniger, weiterer Kleinkram. Wasserdicht durch wasserdichte Innentasche. Separate Haustürschlüsseltasche. Befestigung BMW-like super integriert. Kratzer gibt's eher nicht, da auf dem Tank so ein durchgehender Streifen ist. Die ersten 30 Tsd. km hat er sich sehr bewährt...

    Hallo DidiMax, hallo Klaus,


    das hört sich super interessant an. Ich bin 2014 die eine Hälfte einmal gefahren (Deutschland - Polen - Litauen - Lettland - Russland - Mongolei), Rückweg damals per Flieger. Es lief ohne grössere Probleme und war ein Top-Ausflug - Mongolenrocker.


    Lust hätte ich schon. Unabhängig davon, wenn dich weitere Infos interessieren schau mal auf die homepage von Klaus: https://www.klausmotorreise.com/.


    Der hat die Tour schon einige Male auf verschiedene Wegen gemacht und möchte wohl auch in Zukunft öfter in die Mongolei fahren.


    Was habe ich auf meiner ersten Reise am meisten vermisst: bessere Russischkenntnisse. Ich habe schon ein paar Semester bei der VHS verbracht und auch ein wenig Privatunterricht genommen. Aber es könnte noch um einiges besser sein... M.E. wäre dies die wichtigste Vorbereitung, alles Andere findet sich auch unterwegs (Inspektion, Ersatzteile, Reifen etc.). Also: ein wenig russisch lernen und mit einem gepflegten Motorrad einfach losfahren :).


    Gruss


    Jürgen

    Farbe schwarz ist ok. Kleiner Ausflug mit der Triple Black:


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    Meine ersten Motorraderfahrungen habe ich übrigens gemacht, als Willy Brand Bundeskanzler war. Und - ich fahre gerne mit Klapphelm, allerdings nicht mit Warnweste, und normalerweise grüsse ich auch. BMW, vor allem der neue Boxer, ist für mich ein Traum, wobei die Fremdfabrikate, die ich gefahren habe, FJR, CBF auch super waren. Nach meiner jetzigen RT, mit der ich dieses Jahr tolle 27 Tsd. km gefahren bin, wird's wohl wieder eine GS, da ab und zu auch mal die ein oder andere Geländeetappe dabei ist...

    Ich bin schon x-mal um die neue 2020-ziger BMW S 1000 XR herumgelaufen. Jedesmal sagt mir die Vernunft, dass ich bei meinem 1250-ziger Boxer bleiben soll. Die Unvernunft flüstert mir ein, dass man in diesen tristen Zeiten doch eigentlich etwas Spaß verdient hat . Mal schauen, was nächste Woche passiert ;-) ;)

    Klaus: im Trentino war ja die einzylindrige 650er nicht mal untermotorisiert... Und die R ist ja bekanntermassen ziemlich lahm ;). Also, die 1000 XR ist wenigsten ausreichend laut :). Für ältere Herren, die nix mehr hören natürlich kein Problem:S.

    Nach ein paar 100 Tsd. km mit verschiedenen BMW Motorrädern und auch Fremdfabrikaten ;): alle Motorräder, die ich bisher hatte - also auch die Yamahas und die Hondas - haben Spass gemacht.


    Der neue 1250er Boxer von BMW ist einfach eine Wucht, egal ob ruhig oder sportlich bewegt, egal ob Pässefahrt oder kurvenreiche Landstrasse oder gar BAB, das Ding marschiert und macht Laune. Und ist nach meiner Meinung auch noch mal eine deutliche Verbesserung gegenüber der 1200er LC, nicht nur wegen der paar PS mehr sondern wegen der Laufruhe und - na klar - dem Drehmoment von 143 Nm. Falls jemand dennoch eine gebrauchte 1200er kauft, dann besser ab Bj. 2017, da wurde das Getriebe überarbeitet.

    Mal interessehalber: Was spricht denn für dich für die RT, was z. B. eine weitaus schlankere und sportlichere RS nicht hat? Brauchst du ne Stereoanlage aufm Mopped? Verkleidung bis über die Lenker?


    Die sportlichste Variante (nicht optisch sondern fahrtechnisch) ist die R1250R, ein supertolles, leichtes, häufig unterschätztes Gerät. Bei der R1250RS, die optisch vielleicht dem ein oder anderen besser gefällt, ist m.E. der mögliche Schwachpunkt die Ergonomie. Trotz aller Einstellmöglichkeiten irgendwie habe ich immer einen unangenehmen Druck auf den Handgelenken. Demgegenüber ist die RT sowohl was die möglichen Sitzhöhe als auch die Lenkerposition angeht für Personen kleinerer und mittlerer Grösse von der Ergonomie her ideal. Für Leute, die über 1,80 sind, ist nach meiner Meinung die GS oder die GS Adventure (letztere auch mit hervorragendem Windschutz) das bessere Motorrad.


    Zurück zur RT: im Verhältnis zu ihrer Optik ist sie mit 279 kg relativ leicht (im Vgl. dazu die Honda Pan 326 kg) und kann bei Bedarf problemlos sportlich bewegt werden. Der Riesenvorteil der RT ist nicht das Radio sondern die Tatsache, dass auch bei Temperaturen unter 10 Grad Touren von ein paar hundert km noch richtig Spass machen. Sogar mit Sommerhandschuhen 8). Wer jetzt sagt, bei den modernen Motorrädern habe ich keine Emotionen mehr, der sollte mal eine ausgedehnte Probefahrt machen. Die ruhige Lässigkeit und Souveränität überträgt sich (wenn man sich nicht sperrt 8o) auf den Fahrer und wenn man dann doch sportlicher möchte - aber das hatten wir ja schon.


    Ein Wort noch zur ganz neuen RT1250, die seit wenigen Tagen bestellbar ist: hier gibt's ein tolles LED Kurvenlicht (ein kleiner Schwachpunkt meiner RT) sowie ein in Fachkreisen noch etwas umstrittenes riesiges Display sowie einen Abstandstempomaten, den vielleicht auch nicht alle brauchen. Dazu ein vollintegrales Bremssystem - allerdings auch mit dem Teilintegralen lässt es sich gut leben.


    Natürlich gibt es die Fraktion derjenigen, die sagen, ist alles viel zu teuer und ich brauche das nicht, um Spass auf dem Motorrad zu haben. Stimmt: ich brauche tatsächlich nicht alles. Und es muss ja auch nicht jeder eine RT oder eine BMW kaufen. Das wäre ja fast langweilig :D. Eine kleine Geschichte zum Schluss: ich habe neulich eine gemütliche Tour mit einem Kollegen auf seiner Doppel-X gemacht. Auf schlechteren Strassen ist er kaum hinterher gekommen (da fehlt das adaptive Fahrwerk) und zum Schluss hat er gesagt, dass längere Touren auf derartigen Strassen für ihn nichts mehr sind (wir sind beide deutlich über 60;)). Ich fahre nach wie vor gerne Touren auch über 500 km vor allem auf kleinen Strassen und da kann es schon mal regnen oder kühl werden, in der Regel steige ich danach einigermassen entspannt vom Motorrad ab.