Die asiatischen Hersteller haben sicherlich erstmal die vielen Millionen Asiaten, Afrikaner und Südamerikaner als Kunden im Auge, denen ein Auto für die Individualmobilität den Etat sprengen würde - da fahren viele zu dem, was wir Arbei tnennen, mit dem Zweirad - sofern sie sich das leisten können. Auch Handel oder Transportwesen wird in vielen Gegenden per Krad abgewickelt.
Diese Leute fahren selten mal eine Tagestour von 300+km zum Spaß, sondern gondeln im Ballungsraum ein paar mal 5-10km hin und her, oder fahren in strukturschwachen Gebieten mal 40km zur nächsten "Metropole"...
Für diese vielen Anwender sind E-Kräder mit 100km Reichweite völlig ausreichend und das Laden in wenigen Stunden kann dann über Nacht in den Zeiten erfolgen, in denen Strom verfügbar ist... ist ja nicht überall so, wie bei uns.
Natürlich kann man in diesen Gebieten nicht die Preise verlangen, die wir akzeptieren würden, aber man kann dort viele sehr einfache Produkte für Alltagsnutzung verkaufen, die für unser Hobby nur bedingt fein genug sind. Kleinvieh macht am Ende halt mehr Mist...
Am Ende werden die Hersteller Erfahrungen sammeln und spätestens wenn der Breitenmarkt unter ihnen aufgeteilt und umkämpft ist, ultrafeines Hochleistungsgerät für technikaffine Spinner wie uns in die Schaufenster stellen, um die Imagefrage zu klären.
Wieder mal sind wir mit unseren Ansprüchen nicht der Nabel der Welt... ich glaub, die Fahrzeughersteller ignorieren uns absichtlich und haben nur ihre eigene Gewinnmaximierung im Sinn... (nein, das ist keine Verschwörungstheorie - die wollen vermutlich nur keine teuren und feinen Produkte für einen Markt entwickeln, der Elektrofahrzeuge so kategorisch ablehnt, wie viele Menschen hierzulande...)