Beiträge von JoeBar

    JoeBar: Irrtum, Josef ... ich sehe das komplett anders.


    Ab Abschnitt 2 divergieren unsere Ansichten komplett.


    Wenn unsere Antwort lediglich darin besteht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, dann drehen wir uns tatsächlich im Kreis.

    Michael, schade ich dachte, wir kämen endlich mal zusammen - aber wieder nichts. ;)


    Ich denke schon, dass ich nicht nur auf andere zeige, sondern durchaus auch mich selbst reflektiere. Zum Massenproblem habe ich die letzten Jahre kaum beigetrage, denn ich konnte pro Jahr leider kaum mehr 500Km fahren. Mein Beitrag zur angeblichen Lärmbelästigung hielt sich sehr in Grenzen, denn durch Ortschaften schleiche ich mehr als ich fahre und den Drehzahlbegrenzer habe ich mit der Honda nie erreicht (wenn sie sowas überhaupt hat). Jetzt verkaufe ich das geliebte Teil sogar wegen der 105 db(A) Standgeräusch. Was könntest du noch mehr verlangen?


    Aber tatsächlich sehe ich das Problem mehr in der wachsenden Intoleranz der Gesellschaft und im Populismus der Politiker, die diesen Trend gerne aufgreifen und für sich nutzen. Auf die anderen Motorradfahrer habe ich exakt null Einfluss und sie zu kritisieren, wie es viele hier tun, würde ebenfalls bedeuten, auf andere zu zeigen. Offen gesagt zeige ich dann doch lieber auf die Politiker, denn am Ende des Tages sind sie es, die die Verbote machen, und eben nicht die Motorradfahrer.

    Selbstverständlich ist es ein Massenproblem.

    Das Tiroler Modell wurde nicht wegen der paar Einheimischen erfunden.

    Dann sind wir uns ja einig. Es geht darum, die Menge an Motorrädern zu reduzieren.


    Der Lärmschutz ist nur die Verpackung und die Rechtfertigung für die Verbote. In Wahrheit geht es nur darum, die verbreiteten Ressentiments gegen Motorräder für den Stimmenfang zu nutzen. Das ist purer Populismus. Das von mir oben erwähnte Plakat mit der Aufschrift “Freiheit immer grenzenlos?” ist da wenigstens ehrlich.


    Es ist tatsächlich völlig egal ob das Standgeräusch mit dem Fahrgeräusch korreliert. Um das Narrativ „wir schützen die lärmgeplagte Bevölkerung“ zu erzählen, musste es irgendein Kriterium sein, das eine Assoziation mit Lärm herstellt und eben möglichst einfach zu überprüfen ist.


    Worauf ich hinaus möchte: Die Politik möchte die Motorräder ausdünnen und der Lärmschutz ist der Vorwand dafür, der für die nötige Legitimierung sorgt. Ginge es tatsächlich um den Lärm, dann dürften andere Fahrzeuge nicht von den Verboten ausgeschlossen sein und die Kirchenglocken, Rasenmäher, Kreissägen usw. wären verboten. Aber an der Stelle drehen wir uns im Kreis.


    Mir geht diese Diskussion kollossal auf den Zeiger. Wenn ich demnächst nicht mehr aus der Garage fahren darf, nützt mir die geliebte Honda leider nichts mehr und um sie nur abzustellen fehlt mir der Platz. Mir blutet das Herz aber ich habe sie jetzt zum Verkauf angeboten.

    Ich kenne keine Ortschaften, durch die sich Hunderte von Quads oder Sportwagen pro Tag hindurchschlängeln. Beispiele mit hoher Motorradbelastung sind leicht zu finden.

    Geht es also darum, dass zu viele Motorräder unterwegs sind? Das ist ein Unterschied. Auf geschätzt 99% der Strassen sind mehr Autos als Motorräder unterwegs. Dann müsste man die doch ausdünnen.


    DIe Schweiz verfolgt einen etwas anderen Ansatz, bei dem alle Fahrzeuge gleichbehandelt werden (95 dB Kriterium). Wer Befriedigung daraus zieht, dass er dort nicht mehr fahren darf und manche vierrädrigen Fahrzeuge ebenfalls nicht, wird sicher begeistert sein.

    Niemand zieht Befriedigung daraus, wenn die Fahrverbote auch für Autos gelten. Es soll überhaupt keine Fahrverbote für legale Fahrzeuge geben.

    Auch wenn der Anteil an E-Motorräder in Zukunft stark ansteigen könnte, denke ich nicht, dass Anwohner und Politik diese Geduld aufbringen werden.

    Bei LKWs, Quads und Sportwagen haben sie offenbar sehr viel mehr Geduld. Und weil das so ist, kann es nicht um den Lärm gehen, denn es wäre ein Leichtes, diese Fahrzeuge synonym zu behandeln. Warum macht ein Motorrad mit 95db(A) Standgeräusch krank und ein Sportwagen nicht?

    Natürlich ist der Abstand von der Geräuschquelle entscheidend.


    „Gemessen wird bei halber Nenndrehzahl – bei einem Motorrad, das seine Maximalleistung bei 10000/min erreicht, also bei 5000/min. Das Mikrophon wird in Höhe der Auspuffmündung in einem Winkel von 45 Grad zur Fahrzeuglängsachse und in einem Abstand von 0,5 Metern positioniert.“


    Im Stand drehe ich meine Honda selten auf 6000 und in 0,5 m Entfernung halten sich dabei gewöhnlich eher weniger Personen auf Höhe des Auspuffs auf. Unterhalb von 6000 Umdrehungen ist die Honda leise.


    Mich würde interessieren wieviel db(A) eine Kirchenglocke im Abstand von 0,5 m produziert.

    Ich hab mich beim Hausarzt registrieren lassen. Der sagte, es wird noch lange dauern, bis ich an der Reihe bin. Ich kenne aber viele in meinem Alter, die bereits geimpft sind. Einige jüngere haben angegeben, ihre Verwandten zu pflegen, was definitiv nicht stimmt. Aber ok, ich hab’s nicht so eilig, dass ich mich vordrängeln müsste. Wahrscheinlich wäre es ohnehin zielführender jetzt erstmal die jungen Eltern oder generell die jungen Leute zu impfen, denn dort sind die Inzidenzen am höchsten und die haben auch am meisten unter den Einschränkungen zu leiden.


    Wer sich nicht impfen lassen möchte, der wird seine Gründe haben. Das sollte man respektieren. Wenn die Geimpften “ihre Rechte zurückerhalten” und wieder reisen dürfen, ohne Tests Kulturveranstaltungen und Restaurants besuchen dürfen usw., dann werden sich genügend impfen lassen, um die “Herdenimmunität” zu erreichen.


    Nachdem in dieser Krise schon so viel schiefgelaufen ist und so viele darunter leiden mussten, sind wir jetzt endlich auf der Zielgeraden angekommen und werden vielleicht schon bald wieder ein halbwegs lebenswertes Leben führen können, obwohl das Virus bleiben wird. So wie es davor gewesen ist, wird es wohl leider nicht mehr werden. Umso wichtiger ist es, dass wir respektvoll und sorgsam miteinander umgehen. Wer sich seiner Sache nicht so sicher ist, Dinge hinterfragt und den richtigen Weg sucht, ist mir sehr sympathisch, auch wenn ich die bewundere, die alles immer schon ganz genau wissen.

    Dass rechte Parteien mit Freiheitsrechten auf Stimmenfang gehen aber rechte Regierungen nicht gerade für Freiheit stehen ist ebenso richtig wie es falsch ist anzunehmen, dass denen auf den Leim geht oder selbst rechts abbiegen will wer sich für Freiheitsrechte einsetzt. Ebenso falsch ist die Annahme, dass Freiheiten zum eigenen Nutzen und zum Schaden anderer sind, denn die Freiheiten gelten für alle gleichermassen und bedeuten keinesfalls Rücksichtslosigkeit oder Egoismus. Es braucht lediglich etwas gegenseitige Toleranz.


    Die Verbote, um die es hier geht, werden übrigens nicht von den “Uneinsichtigen in der eigenen Gemeinde” gemacht. Es sei denn, die Politiker fahren selbst Motorrad und haben ihre Gashand nicht im Griff. ;)

    In dem Artikel wird schon ein beängstigendes Szenario beschrieben.


    Andererseits habe ich dieses Wochenende auch als Motorradfahrer feststellen müssen, dass einige Kollegen vorsätzlich dazu beitragen. Nicht nur die zu lauten Auspuffanlagen, auch das pupertäre Aufdrehen machen den Lärm.


    Alle, die für weiterhin uneingeschränktes Ausüben unseres Hobbies sind, sollten mit dazu beitragen, den schwarzen Schafen den Unsinn auszureden.

    An der B462 ist zwischen Rottweil und Dunningen ein großes Plakat aufgestellt, das ein Motorrad zeigt mit der Aufschrift “Freiheit immer grenzenlos?”. Es ärgert mich jedesmal, wenn ich daran vorbeifahre und zugleich frage ich mich, was das eigentlich soll, denn von grenzenloser Freiheit sind wir doch wohl ein ganzes Stück entfernt. Geht es gegen das Motorradfahren, gegen das Freiheitgsgefühl auf dem Motorrad oder vielleicht sogar gegen die Freiheit selbst?


    Mittlerweile fürchte ich tatsächlich, dass es nicht nur gegen uns Motorradfahrer geht sondern darum, eine Stimmung zu schaffen, die sich generell gegen individuelle Freiheitsrechte richtet, indem diese als extreme, anmaßende und für die Gesellschaft schädliche Zumutungen hingestellt werden. Das Motorrad würde so lediglich als Symbol für diese uferlose Freiheit herhalten, die zur Durchsetzung einer konformen Lebensweise abgeräumt werden muss.


    Der m.E. sehr gute Text bestätigt diese Befürchtung: Es ist nun mal die Krux der Freiheit, dass sie ... an manchen Stellen zwickt und einfach blöd im Weg steht, wenn die Politik ... Maßnahmen umsetzen will.”

    Die Pandemie hat gezeigt, dass die Leute lieber Verbote wünschen als dass sie ihren Mitmenschen ein verantwortliches Verhalten zutrauen. Sie werden das vermutlich umso mehr tun, je weniger sie zunächst selbst betroffen sind. Da wird es am Ende wenig helfen, wenn wir “den schwarzen Schafen” unter uns “den Unsinn” ausreden (selbst wenn wir das könnten).

    Ich habe heute den ganzen Tag im Garten zwangsgearbeitet mit Blick auf eine schöne Bergstrecke. Es waren überraschend wenig Motorräder unterwegs. Aber jedes einzelne Mopi klang um Lichtjahre besser als meine Gartenfräse (obwohl die von Honda ist) :)

    Klar, die Ansteckungsgefahr im Freien liegt deutlich unterhalb der in geschlossenen Räumen. Das stellt kaum jemand in Frage. Der entscheidene Punkt ist, dass man sich nach dem Treffen im Freien gerne nochmal irgendwo Drinnen zusammen setzt ... dort lauert im Nachgang die Übertragungsgefahr. Das wird von Gegener der Maßnahmen natürlich zu gerne unterschlagen.

    Das stimmt. Viele, die sich zunächst im Freien treffen werden das Treffen wegen der Ausgangssperre ab 22 Uhr in Privaträumen fortsetzen. Es wäre besser, sie könnten draußen bleiben.

    ... betretenes Schweigen ...

    lalala Sugar Baby Love lalala

    ||

    ...bop-showaddy showaddywaddy bop-showaddy..


    Es zählt schon zu den boshaftesten Gemeinheiten, dieses Werk in unser kollektives Akkustikgedächtnis implantiert zu haben. Ich summe das jetzt schon den ganzen Tag vor mich hin und jetzt fängt meine Frau auch noch damit an :S :D

    Es geht mir darum, dass ich endlich begreifen will, was den Pandemieleugnern oder Impfgegnern (auch damit meine ich nicht Anuk) so durch den Kopf geht.


    Man kann doch nicht glauben, der Virus verschwindet, wenn man alles ignoriert und so tut, als gäbe es die Pandemie nicht. Die Menschen, die heimlich große Partys feiern oder sich zu tausenden zu Demos treffen haben doch auch alle Medien zur Verfügung und lesen und hören von den vielen Toten.

    Es ist einfach eine andere Perspektive. Man akzeptiert für sich selbst keine paternalistisch oktroyierten Einschränkungen und geht damit ein bewusstes Risiko für sich selbst ein. Soweit kann ich das nachvollziehen. Allerdings wird das Risiko für andere offenbar gering eingeschätzt oder es wird vorausgesetzt, dass sich gefälligst selbst schützen soll wer geschützt werden möchte (frei nach dem neoliberalen Grundsatz “wenn jeder an sich selbst denkt ist an alle gedacht”).

    Beim Gedanken an FJS oder an das Söder Markerl?

    Ich kann mich einfach nicht entscheiden, was schlimmer ist. FJS haben wir immerhin überstanden, ohne dass es zum Schlimmsten gekommen ist.


    In meinem Zimmer hingen übrigens David Bowie mit den Spiders from Mars und Led Zeppelin aber bestimmt kein Politiker (obwohl ich Willy eigentlich nicht uncool fand). :)

    Tja Josef in Pandemiezeiten sind Soziale Kontakte nun mal wichtig.

    Für Golf ist man nie zu alt. Mach doch mal einen Schnupperkurs,

    Dann klappt's auch mit dem Hausarzt. :)

    Vor tausend Jahren hab ich den Segelschein auf dem Bodensee gemacht. Im Yachtclub war dieselbe Klientel unterwegs wie auf dem Golfplatz. Das war strange und überhaupt nichts für mich. Ich bin dann viel lieber weiterhin Motorrad gefahren...