Beiträge von norder93

    Hallo Marcus, grundsätzlich hätte ich Interesse. Ich wohne in Itzehoe, also auch im "wahren Norden" und fahre Suzuki V-Strom 1000. Grundsätzlich müsste ich aber noch die Abkömmlichkeit bei der Arbeit klären. Ich bin zur Zeit noch auf Reha und werde erst morgen entlassen. Nach der Entlassung werde ich mich mal bei meinem Chef erkundigen, was anliegt. Ich mache gewöhnlich über den 03. Oktober ein langes Wochenende, so dass dem nicht viel im Wege stehen kann. Wie stellst Du Dir die Quartiersuche vor? Vorher arrangieren oder spontan unterwegs entscheiden? Ich war noch nie mit dem Motorini in den Alpen, aber habe Harz- und Eifel-Erfahrungen, sowie Schottland. Nordische Grüße Andreas

    CO2 ist kein Schadgas an sich in der richtigen Menge in der Atmosphäre. Das gilt grundsätzlich für alle Gase in der unbeeinflussten Atmosphäre. Zu viel oder zu wenig ist aber schädlich. N2 oder CO2 zu 100% einatmen lässt uns Menschen ersticken, obwohl N2 zu ca. 78% Hauptbestandteil der Atmosphäre ist. Wir brauchen O2 zum Leben, aber auch hier gilt: ca. 21% in der Atmosphäre ist gesund für uns Menschen. Über Tatsachen wie die Absorption von Wärmeenergie durch CO2 und vor allem CH4 brauchen wir nicht zu diskutieren. Das lässt sich in verhältnismäßig einfachen wissenschaftlichen (Labor-)Experimenten nachweisen und braucht nicht in Frage gestellt zu werden. Wer das tut, verlässt die Grundlagen der Wissenschaft. Nur ist für Laien schlecht erkennbar, wo Wissenschaft gesichert ist und wo Stammtischlogik sich breit macht. Schuld sind nicht die Politiker, die sich verschwören (Achtung → Verschwörungstheorien). Die erzählen bekannterweise oft Unsinn aus anderen Gründen. Aber wie wäre es z. B., keine (Regen-)Wälder abzuholzen, sondern welche anzupflanzen, die Meeresböden nicht zu roden durch Grundnetze, keine Gifte aus Industrieproduktion abzulassen und weniger Plastik/Müll zu erzeugen? Selbst weniger fossile Energie zu verwenden (z. B. weniger Motorrad fahren, aber auch alle anderen Fahrzeuge!) würde eben gut in das Bild passen, besonders wenn 7,5 Mrd Menschen das zusammen versuchen.

    Lieber duplex, das Thema wird kontrovers diskutiert, auch unter Wissenschaftlern, keine Frage. Wenn Du Dich der Fraktion der Verneinenden des menschenverursachten Klimaeffekts anschließt, machst Du einen gravierenden Fehler: Du ziehst nicht ausreichend in Erwägung, dass die Katastrophe doch durch Menschen verursacht sein könnte. Wenn aber diese These der Verursachung durch uns Menschen zutrifft, darf man zumindest vorerst nicht weitermachen und den Effekt möglicherweise weiter verstärken. Sondern man muss vernünftigerweise aufhören bis zur Widerlegung der These.

    Unsere Menschheit hat doch das große Problem, zu viel Energie zu verbrauchen. Im Moment gewinnen wir unsere Energie zu einem Großteil aus fossilen Brennstoffen, die wir damit für immer - das heißt auch für die Zukunft unserer Nachkommen – aufbrauchen. Man bedenke, dass Öl auch die Grundlage so vieler Medikamente, Kunststoffe und vieler weitere Produkte ist. Weg ist weg – für immer! Wenn wir fossile Energie in Elektro Akkus speichern, um sie dann an anderer Stelle ohne Abgabe von CO2 an der Verbrauchsstelle zu nutzen, machen wir uns etwas vor. Das CO2 wird nur woanders erzeugt z. B. in einem Kraftwerk. Nur die Nutzung von regenerativer Energie, der Schutz der Wälder und der Natur im allgemeinen hilft, die Klimakatastrophe, die schon vor unserer aller Augen für jeden sichtbar abläuft, noch abzumildern. Für zu verhindern halte ich sie nicht mehr. Die Speicherung von Energie in Form von Wasserstoff ist nicht unbedingt umweltfreundlicher. Die Primärenergie darf jedenfalls nicht aus nicht ersetzbaren fossilen Brennstoffen kommen oder aus solch gefährlichen Quellen wie der Atomenergie. Dies ist umso problematischer aufgrund der extremen chemischen Reaktivität und der schwierigen Lager- und Transportfähigkeit des Wasserstoffs. Die angeblich so umweltfreundliche Brennstoffzelle ist damit ausgehebelt. Genauso wie die Elektromobilität mit Akkus, die irre Mengen von Lithium verlangt, das nur begrenzt auf dieser Erde zur Verfügung steht. Absehbar vergrößern sich die vorhandenen Probleme durch die Lithiumgewinnung weiter. Also was tun? Es bleibt nur der Umstieg auf regenerative Energie in welcher Form auch immer aber SOFORT vor allen Dingen die Minderung des überhöhten Energieverbrauchs durch uns Menschen insgesamt. Motorradfahren ist sicherlich nur ein kleiner Teil. Und wenn man sich das erlaubt trotz besseren Wissens, so wie ich es auch tu, ändert das zunächst wenig an der Gesamtmisere. Was ich vermisse, sind tragfähige Konzepte, die aus der ausweglos scheinenden Situation führen. Mir fallen keine ein, sonst hätte ich sie längst auf dem Markt gebracht. Offenbar fällt klügeren Leuten dazu auch nichts ein. Ein großes Problem ist, dass die Politik sich das Falsche greift, um das Problem angeblich zu entschärfen oder sogar zu lösen. Und dann kommen noch die wirtschaftlichen Interessen der Konzerne und der Öl fördernden Staaten dazu, die einfach nur wirtschaftlichen Maximen folgen und die Ökologie vollkommen außen vor lassen bzw. ausschließen.

    <p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%;">Die Umwelt retten wir nur, wenn wir alle etwas dafür tun. Dafür fehlt es vielen am notwendigen Bewusstsein und an der Wahrnehmung, dass jede/r selbst etwas tun muss. Ich fühle mich allein machtlos. Wenn ich mir selbst das Motorradfahren verkneife, verkneife ich mir auch Vergnügen und Ausgleich, was sich andere weiterhin nehmen. Ich kann dies entweder beobachten, wenn ich es nicht tu oder ich tu es eben auch. Beim Motorradfahren, beim Autofahren und beim Reisen fährt bei mir regelmäßig auch das schlechte Gewissen mit. Aber was soll ich noch tun - ich fahre so wenig wie möglich Auto, gehe zu Fuß zur Arbeit, mache fast jeden Weg mit dem Fahrrad für Besorgungen und mache alles in dem Bewusstsein, so wenig wie möglich die Umwelt zu schädigen. Ich kann aber nicht einfach aus meiner Umgebung/Umwelt austreten und meine eigene Lebensart umweltfreundlich entwickeln und leben. Ich lebe nun mal in diesem Land auf dieser Erde und alle, die sich so verhalten wie ich oder eben anders, beeinflussen auch genau meine Umwelt. Soll ich nun nicht mehr Motorrad fahren? Ich fahre, weil mein Leben sonst für mich ärmer wäre. Eins weiß ich jedenfalls: die politisch angesagten Elektrofahrzeuge retten uns nicht, sondern in der Ökobilanz sind sie möglicherweise sogar schlechter als die jetzigen Fortbewegungsmittel mit Verbrennungsmotor. Das ist eben nur ein Alibi, um sich die übertriebene Mobilität schönzureden.</p>