Beiträge von Schaschel

    Das sind echte Helden, Deibelschlag! Da zieht´s einen doch an der Wahlurne mit Macht an dem "grünen" Feld zum Ankreuzen vorbei. Möge die Kraft mit den anderen sein.

    Spaß beiseite- ich fahre seit langem Moped, bei der Rennleitung zusätzlich 15 Jahre als ständiger Kradfahrer. Ich bin mit Moped und Zelt gut zwanzig Mal zur Isle of Man und zu vielen anderen schönen Zielen gefahren, habe eine siebenstellige Zahl an Kilometern eingesammelt. Und weil ich das noch immer nicht gelernt habe, brauche ich nun unbedingt diese Art der "Erziehung". Mir waren die schon immer suspekt und ich wähle die auch nicht, hab ich noch nie getan.


    Was ich wohl tue, ist nach meinen Möglichkeiten sinnvoll mit den Ressourcen umzugehen, mich an so Dinge wie Rücksicht und Respekt zu erinnern. Aber dafür brauche ich die Grünen nicht und gleich gar nicht deren Art von Volkserziehung.


    Lärmschutz- ja gerne! Der eine Nachbar tauscht seine elektrische Heckenschere ein gegen ein potenteres Modell, das zweitaktend und in den Begrenzer drehend nicht nur 8000 U/min., sondern auch 125 dB produziert. Laubbläser und -sauger gleicher Mach- und Tonart auch zu Jahreszeiten, wo nirgends Blätter liegen. Kettensägen, morgens um halb sechs krähende Hähne. Weitere Mitstreiter, für die so Dinge wie Nachtruhe Fremdworte sind. Mal abgesehen vom Fluglärm, mit dem wir hier seit kurzem auch verstärkt gesegnet sind (kleine Vorstadt von Heinsberg). Irgendwie machen die meisten Lärm, aus eigennützigen Motiven. Stören tut dann der Lärm der anderen.


    Um Lärmschutz geht es wohl kaum, eher um den Umgang mit der Minderheit "Motorradfahrer". Aber jetzt muß ich für heute enden, denn der Grill möchte entzündet werden, sagt meine Chefin. Bis dahin.

    Es ist, wie es immer ist. Auf der einen Seite die weniger- auf der anderen Seite die mehr Vorsichtigen. Möge doch wer will sich vom draußen- Leben fernhalten. Allerdings: die Regeln sind höchst unterschiedlich, wenn man mal genau nachliest, findet man sogar Dinge, von denen man nicht gedacht hätte, daß die erlaubt sind.


    Die Menschen sind nun mal sehr verschieden. Ich für meinen Teil halte mir die sog. Maskenpflicht so kurz wie irgend möglich, rupfe mir das Ding sofort nach Verlassen des Ladens wieder vom Gesicht und sehe zu, daß ich da schnell wieder raus bin. Andere wiederum, ohne das nun irgendwie werten zu wollen, fahren mit der Maske auf ohne daß irgendjemand halbwegs in der Nähe wäre auf dem Rad durch den Wald oder allein im Auto durch die Stadt. Beim Rewe hab ich heute die Steigerung gesehen: mit Maske UND Fahrrradhelm den Einkaufswagen schiebend zwischen den Regalen unterwegs. Selbst wenn nun jemand meint, das noch mittels Warnweste oder Ganzkörperkondom übertreffen zu wollen: ich hab nichts dagegen, kann er/ sie gerne machen. Das Schlimmste an dieser Seuche ist meiner Meinung nach die damit einhergehende, unvermeidbar erscheinende Missioniererei zwischen den Glaubensgruppen.


    Ja, ich habe in diesen Wochen auch schon so was wie ´ne Lustrunde gedreht. Das Moped mußte zum TÜV. Scheibe und Klötze hinten kamen neu und das Ding kriegt zur Prüfung den Rüssel in den Puff geschoben. Also warmgefahren das Ding, Bremse funzt und Abgase in Ordnung. Hat sogar Spaß gemacht, selbst ohne sich anschließend dafür zu Geißeln.


    Was mich angeht, war ich noch nie für den Aufenthalt im großen Gedränge, kann es nicht ab, wenn an der Supermarktkasse gedrängelt wird, als gelte es Bestzeiten zu erzielen. Ich meide Ansammlungen und im Urlaub Touristenzentren. Ist mir das Lokal zu voll, gehe ich gar nicht erst hinein. Genüge gern (mit meiner Frau) auch mal mir selbst. Von daher treffen mich diese "Beschränkungen" nicht wirklich hart. Jahrelang hatte ich nur ein Moped, kein Auto. Zur Arbeit mit den Öffi´s oder dem Rad war keine Option, so wurde mit dem Moped gefahren. Ein schlechtes Gewissen alleine des Fahrens wegen halte ich für übertrieben (nur meine eigene, unmaßgebliche Meinung).

    Mir fällt das Heimbleiben leicht, denn mein Moped ist noch nicht wieder komplett zusammen gesteckt. Selbst wenn es fertig wäre, würde ich zu Hause bleiben. Der Appell des Krankenhauses weiter oben geht spürbar unter die Haut bzw. ins Hirn. Selbst wenn das nur eine Falschmeldung wäre, was ich nicht glaube, spiegelt das die Realität des medizinischen Personals wider. Das Moped ist derzeit einfach nachrangig für mich. Hier in der Nachbarschaft feiern die lieben jungen Nachbarn bis tief in die Nacht lautstark Parties. Vielleicht werde ich ja zu alt, um dafür Verständnis zu haben.

    Man kann nicht jeglichen Kontakt unterbinden, es können nicht alle durchgängig über lange Zeit in der Stube hocken. Nun reisen wir nicht mehr, gehen (fahren) nur noch zum Einkaufen und vermeiden zuviel Nähe zum Nächsten. Dennoch müssen manche Wege sein, und selbst beim Vermeiden von Kontakten kann man sich an der Türklinke, dem Einkaufswagen und vielen anderen Dingen die Seuche einfangen, wenn der Verbreiter schon nicht mehr da ist.


    Man kann so gut es geht vermeiden, was nicht nötig ist. Dennoch wird es Schnittpunkte geben, selbst wenn es zu Ausgangssperren käme. Es bleibt zu wünschen, daß die Familie und die Freunde (und man selbst) aus der Sache glimpflich rauskommt.

    Stornieren werde ich nicht. Würde ich das tun und die Situation normalisiert sich bis zum Urlaub, sind das Cottage und die Fährplätze weg und ich beiß mir in die Fitz. Wie Du schon schrubst- Kulanz würde ich auch erst im Falle akuter Reisewarnungen o.ä. erwarten. Abwarten und Schnee trinken...

    Ich hätte gern die Glaskugel, die mir über mögliche Reiseziele im Laufe des Sommers Auskunft geben kann. Im Juni soll´s (mit der Dose) nach Wales gehen, schon länger gebucht. Die Wiederholung unserer Hochzeitsreise. Ich sträube mich dagegen, das jetzt vorschnell abzusagen. In zwei, drei Monaten ist´s wärmer und das sei ganz schlecht für Corona´s Fortkommen. Daß es einen reisemäßig fiesen Sommer geben muß, steht doch noch völlig in den Sternen.