Beiträge von Mikael

    Ich mach das in der Regel spontan, weil auch die Tour vielen spantanen Ideen unterworden ist. Die Hauptsaison ist auch nicht meine; in der Nebensaison muss man aufpassen, dass man nicht zu spät im Jahr unterwegs ist. Da haben einige Hotels schon zu.

    Oder das Zitat von Betzel.


    Wie gesagt, ich verfolge das Thema schon länger und einfache Abhängigkeiten wie Standgeräusch x C1 = Fahrgeräusch gibt es nicht.


    Dass man das Geräusch im Stand (ohne Last) nicht mit einer Fahrsituation bei gleicher Drehzahl (Geräusch unter Last) vergleichen kann, muss ich hoffentlich nicht weiter nachweisen.

    Herr Mikael, ich muss die vorgelegten Beweisstücke A und B als irrelevant zurückweisen. Bei besagten Dokumenten geht es nur um das Messen von Standgeräuschen, welches nicht streitgegenständlich ist, aber nicht um eine Beweisführung gegen die These, man könne vom Standgeräusch X verallgemeinernd auf ein Fahrgeräusch Y schließen.

    Kapitel 5.2: "Korrelation der Stand- und Geräuschmesswerte von im Verkehr befindliche Fahrzeugen". Wird dort zusammenfassend bestätigt.


    Derartige Bewertungen sind mir auch anderswo begegnet. Aber wenn Du nicht mal eine einzige Quelle lesen willst, werde ich beim Suchen gleich seeehr faul.

    (siehe kommentierte Zitate => alles anzeigen)

    Lothar: diese Korrelation kann man natürlich machen.


    Aber: die tatsächlichen Fahrgeräusche bei der Jagd bzw. Fahrt zum Gipfel übertreffen die Werte der Fahrgeräuschmessung doch beträchtlich. Das enge Messfenster (2 x 10 m), die niedrige Eingangeschwindigkeit und die Gangwahl (plus Maßnahmen wie Klappenauspuff, Hubsteuerventil, lange Übersetzung etc.) sorgen doch dafür, dass das Motorrad für die Fahrgeräuschmessung gar nicht in den richtig lauten Bereich kommt. (Das hat die Industrie schon sauber hinbekommen).


    Als Folge diskutiert man 80 bzw. 85 dB für jeden Lastzustand.

    Jetzt mal ganz ketzerisch:

    Ihr ergiesst Euch hier in Erklärungsversuchen, die nicht mal die Verursacher der Vorgaben, Regeln oder Gesetze selbst verstehen... ^^

    Das mag für manche so erscheinen, die sich bisher nicht mit dem Thema befassen wollten, mit Hinblick auf Tirol nur mit dem Kopf schütteln und morgen die Welt nicht mehr verstehen, sollte uns Selbiges blühen.


    Hundetaktik: bei unangenehmen Dingen einfach in die andere Richtung schauen, um diese verschwinden zu lassen.

    Wenn das Standgeräusch laut Schein das Maß ist, wird man denken, das sich die Lautstärke des Fahrgeräuschs in einem Faktor X ziemlich konstant verhalten wird.

    Man findet im Netz einige wissenschaftliche Veröffentlichungen, die einen solchen einfachen Zusammenhang verneinen.


    Auf diesen unsicheren Grund begibt sich niemand freiwillig.

    In Tirol definieren sie Standgeräuschmessung ist relevant und fertig.

    Fall sich jemand für das Thema interessiert: hier ein interessanter Link mit wissenschaftlichen Untersuchungen aus der Schweiz. Es werden u.a. Motorräder mit Serienauspuff und Nachrüstanlagen verglichen und auch ein Tesla und ein Elektro-Motorrad nehmen am Vergleich teil.


    Wer der Meinung ist, dass E-Motorräder wirklich leise sind, sollte den Link besser nicht anklicken.

    Das ist doch Quatsch. Wenn das Fahrgeräusch einen höheren Wert haben würde, hätten 'sie' das genommen?

    Nein, das ist kein Quatsch ...


    Ich hab's schon mehrfach geschrieben, aber wenn da Tirol und Fahrgeräuschmessung steht, lesen manche Leute nicht mehr zu Ende, weil sie gleich mit der Widerrede beginnen wollen.


    Ganz kurz die beiden Messmethoden:


    (1) Standgeräuschmessung: halbe Nenndrehzahl, Nahfeldmessung (0.5 m vom Auspuff, 45 Grad seitlich.


    (2) Fahrgeräuschmessung: Norm-Asphalt, keine reflektierenden Objekte in mindestens 30 m Entfernung, windstill, beschleunigte Einfahrt mit genau festgelegter Geschwindigkeit im 2. und 3. Gang, nochmal in die entgegengesetzte Fahrtrichtung; Fernfeldmessung in 7.5 m Abstand; und und und ...


    Ergo: Fahrgeräuschmessungen sind vor Ort praktisch nicht durchführbar. Standgeräuschmessungen dienen allein dazu, mit geringem messtechnischem Aufwand Hinweise auf Auspuffmanipulationen zu finden (geringer Messabstand für starke Störsignalunterdrückung).


    Tirol: Fahrgeräuschmessungen können aus oben genannten Gründen nicht durchgeführt werden; Standgeräuschmessungen sollen gar nicht vorgenommen werden. Ein Blick in die Papiere soll genügen; mit ein bisschen Training und Talent bei der Motorraderkennung ist nicht mal das nötig. Man fischt zuverlässig die >95 dB-Kandidaten raus.


    Beliebig erscheinendes Kriterium von 95 dB?!


    So dumm ist das gar nicht. Damit filtert man alle aktuellen vierzylindrigen Supersportler aus (98 dB), alle leistungsstarken Exoten aus Italien (97 bis weit über 100 dB), viele Cruiser. Da diese häufig typenrein in Gruppen auftauchen, schreckt man gleich viele im Vorfeld ab.

    Das Fahrgeräusch ist niedriger als das Standgeräusch, stimmt schon.

    Aber wenn 6-10 dB als doppelt so laut empfunden werden, meine Susi mit 84 dB Standgeräusch für dieses Bestimmungen "legal" wäre, aber schon bei hohen 5.000 Umdrehungen mir zu laut ist und dann doppelt so laut sein dürfte...

    Roland: Diese Werte kannst Du nicht direkt vergleichen. Einer wird im Abstand von 0.5 m gemessen, der andere im Abstand von 7.5 m (unter ansonsten aufwendigen Messbedingungen).

    Die Wiki-Einordnung kannte ich und habe mir auch mal eine halbe Ausgabe reingezogen (sorry: im Cafe vorgefunden).


    Wenn man nun die SZ und die JF vergleicht, dann ist eine davon eine seriöse und lesenswerte Zeitung - die JF meine ich damit allerdings nicht.

    Rundfunk und Fernsehen der öffentlichen sind jedenfalls nicht frei, da in den Gremien Personen aus den Parteien sitzen. Und wenn die Regierung dann auch noch großer Anzeigenkunde ist, geht man da zurückhaltend vor. Printmedien sind da noch ein wenig freier.

    Im Aufsichtsrat der ÖR Anstalten sitzen Vertreter der Parteien; diese stellen aber weder die Mehrheit der Mitglieder noch haben sie die Stimmenmehrheit.


    Warum Parteien, Vertreter der Kirchen etc. überhaupt in den Aufsichtsräten sitzen, ist unserer Geschichte geschuldet. Manche scheinen das leider vergessen zu wollen; ich halte es für eine Errungenschaft und möchte daran nicht ändern.


    Bitte mal Beispiele dafür, dass die Regierung großer Anzeigenkunde ist und über diese Schiene großen Einfluss auf Inhalte nimmt.