Laß das im Alltag aber nicht so raushängen, die Kundschaft ist sensibel.
Ich bin auch sensibel, vorallem dann wenn man mich töten will. Aber diese Sensibilität bei den Schülern derzeit, ist auch ein sehr guter Punkt weshalb die Ausbildung oft langsam voran schreitet und immer länger andauert.
Ich bin zwar bekannt dafür alles was ich denke gerade raus zu sagen, was ich jedoch bei ~80% meiner Schüler nicht machen kann. Sie würden mit hoher Wahrscheinlichkeit weinend aus meinem Auto steigen und nie wieder fahren. (🤔 Bai dem ein oder anderen wäre das eine gute Option. Gedanke verwerfen, mein Job finanziert meine Hobbys...) Wenn ich die meisten "älteren" über ihren Fahrlehrer reden höre, kommt folgende Beschreibung bei raus, autoritär, streng, direkt, Fehler wurden nicht zu gelassen. Heute wechseln die Kinder von dem Fahrlehrer weg, die Eltern beschweren sich in der Fahrschule und der nächste Fahrlehrer überlegt nun, wie soll er nett sagen, dass geparkte Autos nicht zur Seite springen? 🤔 Nagut das Beispiel war überspitzt, aber tatsächlich kommen Fehler vor, bei denen man am liebsten klar sagen will "das war Kacke" der Schüler dann schon tränchen in die Augen bekommt und nicht mehr fahren will. Meist sind es Schüler die von ihren Eltern alles abgenommen bekommen. Ich bin mir sicher, die Eltern meinen es gut um ihre Kinder zu schützen, doch leider sind die Kids unbeholfen, unsicher, unselbstständig und können Aktion, Reaktion und Folge nicht mit einander verknüpfen. Sie führen eine Aktion durch, bis dato wurde die Reaktion von den Eltern abgenommen/abgefedert und die Folge war meist positiv. Im Auto geht das nicht und die Realität schlägt zu (Kupplung zu schnell lösen, Auto ruckelt, Motor aus) kaum einer der Kids versteht was da gerade passiert ist.
By the way, Realität!!! Habt ihr mal die Fragen aus der Theorie angesehen? Vieles hat null mit der Realität zutun. Manches hat etwas von Alarm für Cobra 11, wo ein Auto von der Fahrbahn ankommt und sofort explodiert. Genauso überspitzt wird es in den Theoriefragen durch genommen "Kuppe, Unfall, Tod". Die Kinder versuchen bestmöglich erlerntes aus der Theorie in der Praxis umzusetzen, was aber aufgrund der Realität nicht möglich ist. Der Alltag fühlt sich an, als holt man die Kinder aus einer Science-Fiction/ Fantasy Welt.