Beiträge von falo

    Danke für alle Glückwünsche hier.

    Gefeiert wurde nicht. Das mache ich nur beim Nullen :)


    Schönes Restwochenende

    wünscht falo

    Eigentlich wollte ich hier nix befeuern. Der Thread hat sich schon lange weg vom Thema in eine unwürdige Farce mit Schuldzuweisungen und Selbstdarstellungen verselbstständigt.


    Aber ich finde folgenden Bericht sehr bedrückend und er hat mich sehr nachdenklich gemacht.


    Er ist eine Art Tagebuch von einem Kumpel eines Fahrers aus einem anderen Motorradforum und ich darf ihn hier mit dessen Einverständnis posten.


    Lest es einfach mal durch und lass es kurz wirken... oder halt nicht...


    -----Zitat Anfang-------------------------------------------------------


    Erfahrungsbericht des Kumpels. 44 Jahre, keine Vorerkrankungen, Sportler mit Covid:


    Tag 1, im April 2021:

    „Was ist das in meinem Hals? Wahrscheinlich waren irgendwelche Nüsse im Salat-Pesto?“ denke ich als starker Allergiker, während ich mit meiner Tochter im Garten beim Grillen sitze und auf einmal das nie dagewesene Gefühl verspüre, jemand würde mir den Hals zuhalten. Kindgerecht überspielen, lachen. Morgen testen, jetzt schlafen = meine Strategie. Erstmal „Gute Nacht.“


    Tag 2:

    Oh je, es ist noch da. Ich merke das das etwas „Neues, nicht erlebtes“ ist. Meinen 1. Test mache ich alleine oben und leite vorsichtige (vor)Quarantäne-Raumaufteilungen ein. Negativ. Ich bleibe den ganzen Tag im oberen Stockwerk und bitte Frau und Tochter unten zu bleiben. Der hauseigene weiße Wachhund-Wicht Lenny zieht bei mir ein - das hatten wir so vereinbart wenn einer in Quarantäne muss. Gliederschmerzen und leichtes Fieber kommen dazu. Morgen wieder testen.


    Tag 3:

    Das Fieber ist jetzt bei 39 und ich habe einen engen Schal an, den ich nicht trage. Test ist wenig überraschend POSITIV, ich lasse mir meinen 27 Zoll Fotobearbeitungs-iMac vors Zimmer stellen und sage meinen Lieben Bescheid: „Wir sehen uns bald wieder.“ Ein Arzt der 116 117 wird heute noch kommen. Wir sagen ihm er soll kurz am Handy anklingeln lassen, damit unsere Tochter keine Outbreak-Szenen im Hausflur miterleben muss.


    Tag 4:

    Das Fieber bleibt, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen sind immens. Aber das kennt man. Was man nicht kennt, ist das Engegefühl am Hals, das die Atmung behindert. Ich bin froh, dass ich mich im oberen Stockwerk aufhalten kann und meine Familie möglicherweise nicht angesteckt habe. Viele Gedanken. Wenig Ideen. Ich höre meinen Lieblingssänger Keith Caputo „If you don’t believe in heaven… it wont believe in you.“


    Tag 5:

    Das Fieber ist fast weg, die Kraft allerdings schwindet. Kleinste Wege zum Bad oder Telefonieren wird zur Kraftanstrengung. Nach 5 Minuten sprechen brauche ich eine Pause. Meine Atmung verändert sich. Ich merke, dass das eine Herausforderung werden könnte. Im Bad schreie ich mein Spiegelbild zusammen, so laut ich kann: „Vergiss es, ich werde gewinnen!“ Ich denke es ist sehr wichtig, sich auf einen Kampf einzulassen. Wer resigniert, könnte verlieren. Sollte es euch passieren, bleibt kämpferisch: Positiv denken, hoffen, träumen!


    Tag 6:

    Die Schlinge zieht sich zu (so abgedroschen es auch klingen mag). Meine Atmung wird zum bestimmenden Moment. Ich kann nicht voll einatmen, es gibt einen automatischen Ausatemreflex. Ich gehe oft zum Fenster und atme eiskalte Frischluft ein - das einzige was irgendwie brauchbar erscheint. Das Fieber und die Schmerzen sind fast weg, diese waren aber auch noch nie das Problem. Ich schaue Netflix „Mein Lehrer, der Krake“, weine ein wenig und versuche zu schlafen. In den kommenden Tagen erlaube ich mir kein einziges Mal mal mehr auch nur eine einzige Träne zu vergiessen, ich lasse es nicht zu weil ich erkenne dass ich jetzt stark sein muss. Zum Einschlafen verordne ich mir ab heute selbst ein Asthma-Notfallspray, damit ich beruhigter schlafen kann.


    Tag 7:

    Ich spreche mit meinem Hausarzt der mir signalisiert: „Sie müssen schon verstehen dass ich kein gesteigertes Interesse habe sie abzuhören. Kommen sie vorbei, dann untersuche ich sie. Ich bin in Quarantäne, aber danke für das ehrliche Statement. Dann schaffe ich es entweder alleine oder ich rufe den Notarzt? Richtig? (Die 116 117 ist eine einzige Farce, niemand der sie in dem Falle braucht hat so viel Geduld und einen so langen Atem.) Ich bin auf mich allein gestellt. Ich fotografiere ein wundervolles Wolkengebilde durchs Fenster und lege das passende „Breathe“ von PearlJam auf.


    Tag 8:

    Es stellt sich ein automatischer Weck-Mechanismus ein. Alle 3 Stunden werde ich wach (möglicherweise um zu ermitteln ob ich noch da bin). Das Liegen im Bett wird zur Qual, ich forme ein großes „C“ um besser Luft zu bekommen. Ich schaue in der BR-Mediathek „Wirtshäuser in Bayern“ (das ist herrlich ruhig, seicht und entspannt mich) und freue mich auf einen Schweinebraten mit Dunkelbiersoß in den Bergen.


    Tag 9:

    Mein PCR-Ergebnis ist noch nicht da, die Ostertage haben hier wohl viele durcheinander gebracht. Alle gekannten „Grippe“-Symptome sind verschwunden, die Atmung wird immer schwerfälliger. Der Schlaf immer weniger, immer weniger erholsamer. Viele fragen "Wo hast du dich denn angesteckt?". Gute Frage... das wenn ich wüsste, hätte ich mich nicht angesteckt. Möglicherweise im Aufzug des Ärztehauses, möglicherweise woanders. Jedenfalls habe ich alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen befolgt.


    Tag 10:

    Meine Brustbereich wird heiss, sollte ich es (superseltener Fall) schaffen voll einatmen zu können. Es kommt mir vor wie heiße Wüstensandstaubluft oder TukTuk-Smog in Bangkok. Ich lese den ganzen Tag im Internet und finde keine(!) sinnvollen Erfahrungen zu ähnlichen Verläufen oder irgendeinen Ratschlag. „Das muss jetzt diese löchrige, beschädigte Lunge sein. Ich muss aufpassen.“ Auch heute ist die Informationsmöglichkeit im Internet schwach, es gibt immerhin jetzt einige Erfahrungsberichte auf „zusammengegencorona“, aber man bleibt weitergehend auf sich alleine gestellt.


    Tag 11:

    Ich kann nicht mehr schlafen, Mein Handy spielt klassische Musik, alles andere ist mir zu schnell, zu turbulent und würde meine Atmung negativ beeinflussen. Ich öffne regelmäßig die Balkontür, um die hereinströmende Kalt-Luft zu erhaschen. Setlist-Gedanke des Tages: Dredg - If all else fails, If all turns to dust, Set sail on a ship built from trust. "Es kommt mir wie eine Weltumsegelung vor und ich treibe im Wildwasser, aber das wird schon wieder."


    Tag 12:

    Meine Angst wird größer, etwas zu verpassen. Dass muss doch schon diese Lungenentzündung sein, das Gewebe ist bestimmt schon angegriffen… so etwas hatte ich nicht ansatzweise erlebt. Am Abend wird die Luft noch knapper, die Sauerstoffsättigung sinkt auf 90. Ich spreche mich mit meiner Frau ab zu warten, bis meine liebe Tochter eingeschlafen ist. Um 21 Uhr rufe ich den Krankenwagen, er soll ohne Blaulicht kommen.

    Es schneit im April, ich warte draussen vor der Haustüre. Die eiskalte klare Luft zu atmen fühlt sich in der Lunge an wie Balsam für die Bläschen. Ich habe Angst davor dort dauerhaft eine Marke tragen zu müssen, nachdem ich auch ohne diese kaum Luft bekomme. Auch die Eindrücke die mich erwarten, bereiten mir Sorge.


    Tag 13:

    Kurz nach Mitternacht liege ich auf der Notfall-Covid Station im Krankenhaus. Meine Vital-Werte sind vergleichsweise gut, hier geht es um andere Dirnglichkeiten, um Schockraum-Lebensrettung und künstliche Beatmung. Um 3 Uhr wird meine Lunge dann geröntgt, keine Schäden. Was ich an Tumulten und an Eindrücken - die Gesichter der Pfleger und Ärzte - sofern man sie durch die Schutzanzüge überhaupt erkennen konnte, erleben musste vergesse ich nie mehr in meinem Leben. Mittlerweile bin ich fast 3 Tage am Stück wach. In der Nacht höre ich flehende Schreie um Wasser, Luft und halluzinierende „Hilfe, ein Drache!“. Zuerst möchte ich die Stationsklingel drücken, am nächsten Tag werde ich erfahren dass diese Patienten schon viele Woche da sind. Es ist wie in einem schlechten Horrorfilm, nur ohne Film.


    Tag 14:

    „Sie sind noch nicht alt und in keiner Risikogruppe durch Vorerkrankungen. Sie werden es schon bald geschafft haben… nach 14 Tagen gehen sehr häufig die Atembeschwerden zurück. “ so die hoffnungsvollen Worte der Oberärztin. Ich bin erleichtert, obwohl es mir nicht einen Tick besser geht, ohne zu überlegen bin einverstanden nach Hause gebracht zu werden. Es gibt auch schwere Verläufe, das habe ich gehört und gesehen.


    Tag 15:

    Ich schlafe durch, einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang.


    Tag 16:

    Als ich aufwache ist meine meine Atmung spürbar entspannter, die Atemnot wie weggeblasen. Von heute auf morgen. Ich bin überglücklich und froh. Wichtig ist meiner Erfahrung nach, dass man sich darauf einstellen muss, dass ein langer Zeitraum kämpferisch abgewartet werden muss, wie ein Ladebalken bei einem rechenintensiven Computerprogramm. und dass man niemals aufgeben darf… ich denke jede Schwäche würde dieser ScheissDämon erkennen. Es wird oft von Tag zu Tag schlechter, bis es nach ca. 2 Wochen schlagartige Besserung gibt (so die Oberärztin).


    Das Gefühl jemand würde mir den Hals zudrücken oder als hätte ich eine Halskrause um bleibt noch ca. 14 Tage (es war wohl eine Gefühlsstörung wie der häufig auftauchende Geschmacksverlust, den ich nie hatte. Alle anderen Symptome dafür doch).


    Alpträume und Schlaflosigkeit (der angelernte automatische Weckdienst) begleiten mich noch 2 Monate lang, ich schlafe selten mehr als 3 Stunden am Stück. Manchmal bilde ich mir ein die Schreie von der Krankenhaus-Station zu hören.


    Autofahren und viele Dinge des alltäglichen Lebens muss ich mir erst wieder aneignen. Menschenmengen, schnelle Blickwechsel (Actionfilme oder gar Computerspiele) gehen erstmal überhaupt nicht. Konzentration und Kondition sind anfangs nicht vorhanden. Post-its in der Hosentasche erleichtern mit den Einstieg in den Alltag und ins Berufsleben. Ich bin Stammgast in Arztpraxen und lasse alle Organe mehrmals durchchecken. Gefunden wird nichts. Schön und gut erleichternd, aber nicht wirklich überzeugend.


    Jetzt, 6 Monate und einem 4-wöchigen Borkum-Aufenthalt später (diese Meeres-Luft, entspannende Naturfotografie und die Gewissheit nichts vergessen zu können und nicht machen zu müssen) geht es in Trippelschritten bergauf. Ich kann Tischtennis spielen (früher Tennis auf HobbyTurnier-Level), ich kann problemlos Autofahren und bin weitgehend arbeitsfähig - mein Desktop hat immer noch am rechten Rand nach Dringlichkeit benannte Ordner, die mir sagen was ich heute machen muss.


    Die turbulente Werbewelt zwischen Meetings und Deadlines versuche ich einzutauschen. Gegen Dinge, die Kraft geben - nicht rauben. Und die für mich sinnvoll sind - und für andere. Es ist vielleicht riskant in der jetzigen Zeit einen derartigen Neuanfang zu wagen. Aber wenn ich etwas Positives aus der ganzen Sache gelernt habe, dann das: Das Leben ist zu kurz, um auch nur einen Tag zu verschwenden. Wir wollen ein Naturreisebüro eröffnen, mit Tierfotoworkshops, Fotoreisen, Waldmärchen und Naturerlebnissen für Familien. Ein weiß-geschecktes Eselfohlen wird uns als märchenhaftes Fabelwesen begle[/i]iten.


    --------Zitat Ende-------------------------------


    Bei aller Dramatik doch recht unaufgeregt geschildert.

    Er war damals sicher noch nicht geimpft. Es war trotzdem auch im Vergleich zum geschilderten Umfeld eine vergleichsweise glimpfliche Entwicklung, die man trotzdem so nicht erleben will.

    Und geimpft mit viel größerer Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr erleben muss.


    Bleibt gesund!


    nachdenkliche Grüße

    vom falo

    Auch 2022 werden einige Netbiker wieder ein paar Runden auf diversen Kringeln drehen. In diesem Thread könnt Ihr nachschauen, wo wir fahren und ggf. dazu kommen.


    Ich mach dann mal den Anfang. ;)


    04.04.-07.04.2022 Alcarras mit Tom Dick

    Lori, falo,


    11.04.-14.04.2022 Rijeka mit Dreier-Racing

    Sepp


    05.05.-06.05.2022 Oschersleben mit Moto-RacingSchool

    Volker


    21.05.-22.05.2022 Chambley mit Mototeam

    Lothar, Lori, falo, minimax


    04.06.-06.06.2022 Groß-Dölln mit MotoMonster

    Michy, Sepp (siehe auch Post #2)


    24.06.-26.06.2022 Slovakiaring mit MotoMonster

    Michy, Sepp


    14.07.-15.07.2022 Oschersleben mit MotoMonster

    Volker


    16.07.-17.07.2022 Oschersleben mit MotoMonster

    Volker


    18.07.-19.07.2022 Oschersleben mit Moto-RacingSchool

    Volker


    15.08.-16.08.2022 Sachsenring mit Moto-RacingSchool

    Volker


    19.08.-21.08.2022 Most mit MotoMonster (oder ohne Endurance)

    mjt, Lori, falo, Thomas, Sepp


    07.09.-09.09.2022 Poznan mit MotoMonster

    Lori, falo, mjt, Thomas, Sepp


    27.09.-28.09.2022 Sachsenring mit Moto-RacingSchool

    Volker

    Hallo Racer,


    Damit wir dieses Jahr nicht so eine weite Anfahrt nach Calafat haben :)

    und weil wir gerade ein tolles Event mit dem gleichen Veranstalter hatten,

    haben wir für 2021 noch ein Event auf einer für uns neuen Strecke gebucht:


    Vom 23.12.21 - 25.12.21 fahren wir nach Cartagena mit Rehm Race Days.


    Lässt sich prima mit Calafat verbinden und liegt wettermäßig ausreichend südlich für ein paar schöne Fahrtage (jaja... es gibt Ausnahmen :) )


    Also... wer möchte den anderen Deutschen zu Hause genug Platz für den vorweihnachtlichen Wahnsinn geben und mit uns nach Spanien fahren?


    Wer kommt mit?


    gespannte Grüße

    vom falo

    (Klick auf die Bilder für größere Darstellung)


    Hallo,


    Für alle, die in dieser Gruppe interessiert mitlesen, hier mal ein Bericht eines Rennstreckenevents.

    Sollte ich hier und da mal ausschweifen, liegt es daran, dass ich vermutlich noch nicht alles Adrenalin abgebaut habe. Denn es war soooo geil :)


    Nach 2018 hatten wir also für dieses Jahr mal wieder Aragon gebucht. Schon damals war ich von der Strecke und dem drumrum total begeistert, konnte diese Begeisterung aber noch nicht in entsprechende Fahrleistung umsetzen. Nach meinem Unfall 2017 und einigen Fahr-Problemen danach lernte ich erst wieder das Fahren auf der Renne und diesmal mit guter Hilfe auch etwas besser als vorher.


    Aber sprechen wir von 2021!

    Nachdem wir uns ja nun im Corona-Winter 20/21 einen Anhänger angeschafft und zum Wohnmobil (Rennkoffer) ausgebaut hatten, planten wir ca. 2,5 Tage für die ca. 1800km Anfahrt zum Motorland Aragon bei Alcaniz. Der Termin lag perfekt in Wochenmitte, so dass wir ab Samstag nachmittag bis Montag abend Zeit für die Anfahrt hatten. Und so ging es auf der ersten Etappe zunächst bis ca. Dijon in Frankreich, wo wir dann spontan auf einer Raststätte im Rennkoffer übernachtet haben. Mangels Spannungsversorgung

    für die Heizung war es doch morgens recht schattig im Anhänger (außen 2°C), so dass wir uns gegen 6:00 Uhr recht unwillig aus den warmen Decken schälten und zügig in die Raststätte für die Morgenwäsche und den warmen Kaffee liefen. Der Entschluß, sich ein leistungsfähiges Stromaggregat für solche Fälle anzuschaffen, verfestigte sich.


    Dann ging es weiter über Frankreichs Autobahnen bis nach Narbonne, wo wir in alter Tradition den (früher einzigen und jetzt) letzten Zwischenstopp im B&B-Hotel einlegten.

    In diesem Hotel kennen wir das ideale Zimmer, aus dem wir ein Kabel in den direkt vor dem Zimmer geparkten Rennkoffer legen dürfen, damit der Kühl-/Gefrierschrank weiter gut läuft und der Akku für eventuelle Mover-Aktionen am Ziel aufgeladen bleibt.

    Überraschenderweise gibt es mittlerweile direkt im Hotel einen kleinen Pizza-Backofen, so dass wir auch noch ohne Lauferei ein ausreichend gutes Abendesssen hatten.


    Am Montag morgen machten wir uns auf die letzten 516 km zur Rennstrecke. Ca. 70km vor Ankunft fanden wir ein tolles Lokal. Eigentlich eine Tankstelle, aber mit aufwändig dekoriertem Restaurant im American Style. Hier fand ich auch den eventuellen Grund, warum Marc Marquez so gut Motorrad fährt und übte auch gleich mal auch auf seinem Simulator :) :


    Aragon2021_Paddock_01_400.jpg


    Gegen 15:00 Uhr kamen wir dann an der Rennstrecke an und mussten, wie vorher angekündigt, tatsächlich bis mind. 18:00 Uhr vor dem Welcome Center warten. Eine andere Veranstaltung war noch auf dem Track. Das ist fast überall so üblich, hindert uns aber nicht, immer gern früh da zu sein.

    Also Tisch und Stühle raus und schon mal das erste Eintreffbier verdrückt:


    Aragon2021_Paddock_02_400.jpg


    Nach und nach treffen dann die anderen Teilnehmer ein und parken rund um unser Fahrzeug und man kommt in tolle Gespräche mit vorher fremden, aber genauso bekloppten Leuten :-). Auch deshalb sind wir gern zu früh :) .


    In diesem Jahr gabs an der Pforte noch nach einer Stirntemperaturmessung ein "DuhastoffenbarkeinCorona"-Bändchen an den Arm und gegen 18:30 Uhr war dann Einlass in das riesengroße Fahrerlager im Motorland Aragon.


    Diesmal hatten wir mit einem Freund und dessen Freunde und Bekannte eine Box gebucht, in der wir unsere Motorräder und das Renngeraffel unterbringen. Oft sind die Boxen an anderen Rennstrecken schon für 6 oder gar 4 Motorräder schon recht eng und kosten trotzdem 300 - 400 € pro Event. Wir waren zu acht in der Box auf 150m² !!! mit

    Toilette, Druckluft- und unendlich vielen Stromanschlüssen (65,- € pro Mopped). Luxus pur. Da merkt man sofort, dass wir in einer modernen MotoGP-Strecke sind.


    Aragon2021_Paddock_03_400.jpg


    Meine Ecke war schnell eingerichtet:

    Aragon2021_Paddock_04_400.jpg


    Und so liessen wir den Tag mit Abendessen und ein paar Bierchen in der Runde ausklingen.


    Der nächsten Morgen empfing uns vergleichsweise kühl, aber mit bestem Wetter:

    Aragon2021_Paddock_05_400.jpg


    Frühstück in unserem Pavillon zwischen den Transportern und halb neun dann die obligatorische Fahrerbesprechung, die es bei Rehm in 4 Sprachen gibt.

    Da wir in der zweitschnellsten erst als dritte Gruppe starten brauchten, hatten wir und das Wetter noch etwas Zeit bis zum ersten Turn, warm zu werden :)


    Und dann ging es raus. Zur ersten Runde.


    AragonTrack600.jpg


    Normalerweise ist bei mir der erste Turn immer etwas verschnarcht und ich brauche diesen, um überhaupt erstmal nach Wochen oder Monate wieder in den Rennmodus zu kommen. Doch hier: Kurve 2 - Knee down - Das Fahrgefühl ist schon wach :-).

    In aller Euphorie (und wegen den zwei Fahrern aus meiner Box, denen ich den Weg zeigen sollte) direkt nach der "CorksScrew" (Kurve 8+9) schonmal ordentlich den Hahn aufgemacht. Den Weg von Kurve 10 zur Kurve 12 hatte ich länger in Erinnerung und deshalb vor Turn 12 viel zu spät gebremst. Mit der Folge, dass wir alle drei in Kurve 12 gerade ausgefahren sind. :) In Aragon aber kein Problem. Es gibt überall extrem viel Auslaufzonen, bevor ein Kiesbett anfängt. Also einbremsen und am Reifenstapel den extra Exit-Way !!! entlang bis hinter Kurve 13 gefahren, wo man sich gefahrlos in den Verkehr einsortieren kann. (guckst Du hier: https://goo.gl/maps/4QV63v1nC5h1Vj236).

    Hier riecht wirklich jeder Meter Strecke nach Motorrad-Rennsport. Es ist ein Traum, in Aragon zu fahren.

    Nach Kurve 15 beginnt dann die Gerade, so wie sie im Motorradsport gefahren wird: Fast 1 km lang und am Ende biegst Du im 3. oder 4. Gang mit (bei mir ca. 140km/h) in die Kurven 16 und 17 ein, die als eine lange Links komplett aufm Knie gefahren werden.


    Ich bin wach !!! :)


    ------------------------------------------------


    Hier mal der Versuch, der Streckenbeschreibung einer Runde, so wie ich sie fahre (Geschwindkeitsangaben GPS gemessen):


    Nach der relativ kurzen Start-/Zielgerade (Vmax etwa 250km/h) aus dem 5. Gang schnell und hart in den 2. Gang runter und von außen eng in die Linkskurve 1 abbiegen und links bleiben. Schnell 1x hochschalten und dann fast unter Vollgas bis zur Kurve 5 durchziehen. Nach dem Links-Knick in Kurve 4 hart vor Kurve 5 bremsen und im 2. Gang abbiegen. Schnell die Gerade von Kurve 5 nach Kurve 7 suchen (2.-3.-2.Gang) und die 7 sehr sorgfältig am Scheitel treffen, um direkt danach für die kurze Gerade durchladen zu können. Kurz in den 3., dann im 2. Gang weit in die Kurve 8 reinbremsen, schnell umlegen (kurz Gas geben) und aus Kurve 9 nach dem Innenkurb nach außen treiben lassen und länger, als man eigentlich will, außen bleiben.


    Aragon2021_022_1000.jpg


    Kurve 8 und 9 werden zusammen auch die europäische Corksscrew genannt:


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    Fährt man zu früh in Kurve 10, drängt es extrem hart nach außen und man muss am Außenkurb vor Kurve 11 regelrecht abstechen, was blöd ist, weil man da eigentlich 100% beschleunigt. Vor Kurve 12 unbedingt einen Bremspunkt suchen und merken (siehe oben :) ), weil man den

    Eingang in die 12 erst extrem spät sehen kann (Der Track geht hier für andere Veranstaltungen auch gerade aus direkt zur Kurve 15, nur unterbrochen von einem Reifenstapel). Kurve 12 also gut treffen (ganz innen, 1 Meter daneben ist ne Bodenwelle). Zwischen Kurve 12 und 13 gehts an der berühmten Mauer lang, auf der man übrigens kurz vorher in Kurve 7 war:


    Aragon2021_076_400.jpg


    Kurve 13 ist dann sehr schnell und wird ungebremst gefahren, bevor dann hart vor Kurve 14 gebremst wird. Kurve 14 wird geopfert, um rechts bleiben zu können und so die Kurve 15 perfekt treffen zu können. Denn jedes km/h, was in Kurve 15 übrig bleibt, muss auf der Geraden nicht mehr beschleunigt werden. Auf der Geraden erreiche ich ca. 278 km/h, bevor nach ca. 900 m Gas etwas raus geht, gebremst wird und vom 6. in den 3. Gang gesteppt wird. Hier habe ich nur ca. 60% getroffen, manchmal zu spät, oft zu früh gebremst. Zu spät, hat man hier im Extremfall ca. 200m Auslauf und kommt in Kurve 17 zurück oder schafft es noch über die riesige Asphaltfläche neben Kurve 16 in eben diese. Zu früh "langweilt" man sich im Kurveneingang in Kurve 16 und kann dann aber auch wegen der großen Schräglage nicht mehr zulegen. Das geht erst kurz vor dem Scheitel in Kurve 17, wenn man von "V" ausreichend weit von hinten kommt. Nimmt man die Kurve 17 zu spitz, muss man, wenn man wirklich schnell ist, am Außenkurb nach Kurve 17 abstechen, was natürlich beim Beschleunigen auf Start/Ziel nicht gerade hilfreich ist :)


    Aragon2021_035_400.jpg


    Hier noch eine flüssige Darstellung der Runde:

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    Jede Stelle auf dieser Strecke macht mir Spass. Man kann wirklich viel probieren, ohne Angst zu stürzen (Ich bin tatsächlich in einem der Rennen in 6 von 10 Runden in Kurve 1 lang gegangen, weil ich durch Überholen oder Überholtwerden oder einfach dem Versuch, einen späteren Bremspunkt zu finden, den Einlenkpunkt nicht mehr

    getroffen habe. Kein Problem dort: Ende Start/Ziel ist eine Auslauffläche, da kannste nen A380 parken :) .)


    Der Tag 1 begann mit 3 Turns in Gruppen, die im Grunde jeder für sich ausgewählt hatte. Der Veranstalter verschiebt dann nur in Bezug auf eine zahlenmäßig gleichmäßige Aufteilung in den Gruppen. Ich hatte mich für die zweitschnellste Gruppe (hier 3 von 4) eingeschrieben.

    Nach der Mittagspause gab es eine Gruppenneuaufteilung nach gefahrenen Zeiten und ich wäre wegen 0,2 sek. in Gruppe 2 gerutscht. Nach kurzer Klärung beim Veranstalter konnte ich aber in Gruppe 3 bleiben und fuhr sofort eine Zeit, die mich auch locker für Gruppe 3 qualifizierte.

    Am späteren Nachmittag gab es ein 2-Stundenrennen (2 Bikes/2 Fahrer). Ich bin mit einem jungen Fahrer (Jan) aus unserer Box zusammen gefahren, der eine ca. 6 sek. schnellere Zeit bis dahin gefahren hatte und damit für Startplatz 7 sorgte. Der Start erfolgte aus Sicherheitsgründen aus der Box mit fliegendem Start mit jeweils eigener Zeitnahme. Die Runde beginnt zeitlich also für jeden Teilnehmer erst an der Startlinie und wer in den 2h den weitesten Weg fährt, bzw. später in den Sprintrennen die kürzeste Gesamtzeit fährt, gewinnt. Sicherlich am fairsten und sichersten, für Zuschauer aber nicht so attraktiv, weil nicht zwingend der gewinnt, der als erster die schwarz/weiße Flagge sieht.

    Jan ist gestartet und kam nach ca. 35 min wieder rein. Dann fuhr ich den vollen Tank leer. Anders als noch im Frühjahr in Alcarras, wo ich in 65 min den Tank leer gefahren habe, war er diesmal schon nach 43 min. leer :-). Viel Gas kostet viel Sprit :) Jan also wieder raus und kam 12 min vor Schluß wieder rein und ich fuhr die Schlußrunden.

    An P8 reingefahren sind wir schlußendlich über die Zeit Siebter geworden (Pokal !) :) .


    Aragon2021_117_400.jpg


    Abends dann wieder das übliche Benzingeschnattere bei uns im Pavillon und Streckenbesprechungen: Wer macht was wann wo auf der Strecke? :)


    Tag 2 begann etwas wärmer und mit 4 Turns (15, 20, 20, 25 min). Turn 2 und 3 waren gleichzeitig Qualifikation für die noch folgenden Sprintrennen. Mit der dabei von mir gefahrenen Zeit habe ich mir dann noch einen Sticker für Gruppe 4 ab Turn 4 geholt.

    Ab 15:40 Uhr gab es dann zwei Sprint-Rennen: 5 Runden für die langsamere Hälfte der Fahrer und danach 10 Runden für die schnelleren 40. Gestartet sind jeweils ca. 25 und 30 Teilnehmer. Ich startete im 10-Runden-Rennen von P22 und fuhr auf Platz 17 mit neuer persönlichen Bestleistung unter 2:10 rein. Das war schonmal ein amtlich gutes Gefühl :)


    Aragon2021_139_400.jpg


    Mit diesem Gefühl, meine Zeit von 2:23,896 (Jahr 2018) deutlich verbessert zu haben, ging es dann in den gemütlichen Abend.


    Der letzte Tag begann wieder sonnig und noch später für mich. Ich musste ja nun erst in der letzten Gruppe raus :) Nach zwei 15min-Turns ging es dann los mit den Rennen.


    Aragon2021_Paddock_06_400.jpg


    Heute standen 5 Rennen auf dem Plan.

    - ein kombiniertes Rennen der Ladies, Fahrern mit Straßenmaschinen (keine Stummellenker, keine Supersportler) und BestofTheRest2

    - Offenes Rennen über 750 ccm

    - 600 bis 750 ccm

    - BestofTheRest1

    - Crazy Old Men

    Jeweils 5 Runden mit dem oben beschriebenen fliegenden Start.


    Ich hatte mich für das Offene Rennen und Crazy Old Man qualifiziert.

    Im offenen Rennen startet ich von P24 und kam auf P14 mit neuer persönlicher Topzeit von 2:08,020 rein.

    Bei den Crazy Old Man bin ich von P18 gestartet, konnte in jeder Runde mind. 1x überholen und bin auf dem Pokalplatz 7 reingekommen. In für mich sensationellen 2:06,787 min. Das war ein irres Gefühl. Und alles, ohne an irgendeiner Stelle der Strecke ein Oijoijoi-Gefühl gehabt zu haben :-).


    Aragon2021_Paddock_08_400.jpg


    Das war die Krönung einer genialen Woche! :)


    Nach noch zwei schnellen 20min-Turns zum "Auslaufen" packten wir dann zusammen und machten noch ein schönes Foto unseres Boxenfuhrparks:


    Aragon2021_Paddock_09_400.jpg


    Transponder abgeben, Bilder kaufen gehen, im Trackshop noch ein paar T-Shirts kaufen und das ganze Geraffel zusammenräumen und verstauen. So verbrachten wir dann den letzten Abend, nicht ohne noch einmal in der leeren Box ein schönes Abendessen zu geniessen.


    Am sehr frühen Morgen ging es dann in Richtung Heimat, wo wir mit einer Zwischenübernachtung im beheizten Anhänger auf einem Wohnwagen-Stellplatz und einem Shopping-Abstecher zu Schwabenleder gestern abend entspannt angekommen sind.


    So... ist doch etwas länger geworden, sollte aber mal so in etwa grob den Ablauf bei einem solchen Rennstreckenevent abbilden. Halt für die, die mal mit so einer Erfahrung liebäugeln.


    immer noch berauschte Grüße

    vom falo

    falo

    Bist du Mediziner oder Virologe?

    Weder, noch :)


    Wenn Du mit Arzt Deines Vertrauens Deinen Frauenarzt meinst, und Du die üblichen Vorsorgeuntersuchungen (inkl. Fragen nach mögl. familiären Erbkrankheiten) machen lässt, dann wird er Dich möglicherweise nicht unnötig verunsichern wollen, wenn Du gesund bist.


    Und wenn doch was da sein sollte, dann wird es mit mehr oder weniger Wahrscheinlichkeit so oder so ein Problem, egal ob geimpft oder später ungeimpft infiziert.

    Und da sehe ich meiner unmaßgeblichen Meinung nach beim Impfen tatsächlich das geringere Risiko einer schwereren Erkrankung (siehe oben).

    Deswegen finde ich, dass Dein Arzt, wenn es bewusst so gewollt war, alles richtig gemacht hat.


    laienhafte Grüße

    vom falo

    Na ja, welche Langzeitstudien belegen denn was ?

    Wenn Krebs in der Familie liegt, ist Angst durch diverse Berichte vorprogrammiert.

    Bisher gab es angeblich auch nur Probleme bei Frauen.

    Ist für die Männer nicht so schlimm….

    Das Krebsargument ist eines der wenigen, die ich zulasse.


    Wenn man sich ein wenig, wenn auch laienhaft, mit der Wirkung des Coronavirus beschäftigt hat, wird man erkennen, dass es vor allem extrem das Immunsystem beschäftigt.

    Latente oder erkannte Vorerkrankungen, die vorher durch das Immunsystem in Schach gehalten wurden (durchaus soweit, dass sie ein normales Leben zuließen), werden kaum noch vom Immunsystem behandelt und brechen verstärkt aus.

    Das führte übrigens am Anfang zu der zunächst schlecht kommunizierten Bewertung "durch Corona verstorben" und später zum verbesserten Wortlaut "an oder mit Corona verstorben".

    Natürlich betrifft das auch Krebs. Und es gibt dort, wo noch nicht durch Vorsorgeuntersuchungen gezielt nach Krebs oder anderen Erkrankungen gesucht wurde, latente Fälle von vorhandenen Krebszellen, die halt bisher vom Immunsystem in Schach gehalten wurden und nicht zur offenen erkannten Krankheit führten.


    Da Krebsanfälligkeit offenbar vererbbar ist, darf man sich natürlich in solchen Fällen, wo so etwas bekannt ist, Gedanken machen, was eine Impfung anstellen könnte.

    Bei den Impfstoffen, die (vereinfacht gesagt) den Virus simulieren und somit eine körpereigene Reaktion des Immunsystem zur Bildung von Antikörpern provizieren, ist natürlich auch in diesem Fall eine temporäre Vernachlässigung der Schutzwirkung des Immunsystems vor dem Krebs- respektive Krankheitsausbruch denkbar.

    Dann muss man tatsächlich abwägen: Gehe ich jetzt das Risiko ein und belaste mein Immunsystem mit der geimpften, aber möglicherweise schwächeren Virussimulation oder bleibe ich ungeimpft und belaste dann halt später mein Immunsystem mit dem echten Virus, den ich in niedriger oder hoher Intensität erhalten kann.


    Ich wage zu behaupten, dass fast alle möglicherweise tatsächlichen Fälle von Krebserkrankungen, die nach Impfungen aufgetreten sind, auch relativ zeitnah bei einer tatsächlichen Infektion wegen Nichtimpfung passiert wären und zwar schwererer Form.

    Und bei fast allen schweren Krebsverläufen nach Impfungen gab es auch schon eine vergleichsweise schwere möglichwerweise unentdeckte Krebsvorerkrankung.


    In diesen Fällen ist es also eher keine Frage, ob die Erkrankung im Zusammenhang mit Impfung oder Infektion auftritt, sondern wann und wie schwer.


    Das ist für die Betroffenen natürlich tragisch und leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht vermeidbar, darf aber nicht dazu führen, die Impfung als solches für die Allgemeinheit in Frage zu stellen.

    Der Einzelne soll das dann in diesen begründeten Fällen für sich selbst entscheiden, sich dann aber bitte auch so verhalten (Maske in Menschenansammlungen, Testen, Abstand), dass andere nicht potentiell gefährdet werden.


    Natürlich gibt es auch noch bestimmt andere (Sonder-)Fälle, bei denen irgendwelche Unverträglichkeiten eine Impfung gefährlicher machen können. Aber deswegen die Impfung für alle zu verteufeln, wäre das gleiche, wie den Genuss von Milch zu verbieten, weil es laktoseintolerante Menschen gibt.


    tolerante Grüße

    vom falo

    falo

    Im Großen und Ganzen teile ich deine Meinung, aber da sind auch die Stimmen, die anderes erzählen.

    ZB dass es vermehrt zu Fehlgeburten gekommen ist, auch Knoten in der Brust kommen mehr vor….

    Das Problem liegt da, man weiß nicht was man glauben kann /soll.

    Erst wollte ich mich auch nicht impfen lassen….hab es dann doch gemacht…wenn ich dann aber sowas von einer Kollegin höre…Brustkrebs ist keine kleine Nebenwirkung….das macht Angst !

    Nunja... Die Stimmen erzählen also sowas... Mit Stimmen meinst Du vermutlich keine klinische Studien oder mit allen Umständen verifizierte

    Dir selbst bekannte Fälle?

    Erzählen die Stimmen auch verifizierbar, ob die Fehlgeburten (und ja, die gab es auch schon vor Corona), un- oder -mittelbar mit der Impfung zusammenhängen? Ob möglichwerweise nach der Impfung keine Tests mehr gemacht wurden und so eine unentdeckte Corona-Erkrankung zur Fehlgeburt führte? Ob sich möglichweise durch die allgemeinen Corona-Umstände die Lebensverhältnisse geändert haben (Depression, Frustfressen, vermehrter Aufenthalt in Raucherumgebung, weil Homeoffice des Partners, u.a.m.).


    Ich glaube, da machen es sich viele Leute zu einfach, Argumentationen gegen die Impfung zu finden.


    Ich finde aber eine Menge dafür.


    stimmige Grüße

    vom falo

    Das mag ja dann sein aber es ist schon erschreckend wie wenig die volle Impfung vor einer Ansteckung geschützt hat wenn ein Kellner so viele Geimpfte ansteckt.

    Was ist daran erschreckend?

    Man muss kein Mediziner sein, um erkennen zu können, dass Anstecken ein mechanischer Vorgang ist. Man läuft in die Aerosolwolke eines Spreaders rein, atmet ein und halt auch wieder aus. Das kann kein Impfstoff vermeiden. Infiziert heisst ja noch nicht, dass man auch erkrankt ist.


    Wie von Anfang an auch so kommuniziert, verhindert Impfen oder das Genesensein keine Infektion. Man wird zu 60-95% (je nach Impfstoff) halt nicht oder nur weniger krank davon.


    Die (bisher) 39 in Münster sind halt positiv getestet. Das heisst, sie haben Coronaviren in den oberen Atmungsorganen. Wieviel von den 39 sind bisher nennenswert erkrankt?


    Nicht falsch verstehen! Ich will nur dem einen oder anderen eine Illusion nehmen, die allerdings auch in der Politik und in den Medien direkt oder indirekt so suggieriert wird.


    Ich befürworte das Impfen und bin es selbst schon lange. Ich teste aber u.a. immer noch, wenn ich vor habe, mich mit einer einer größeren Gruppe (Tour, Rennstrecke o.ä.) zu umgeben und auch dann, wenn ich aus so einer größeren Gruppierung komme. Irgendwann wird es mich, der Wahrscheinlichkeit folgend, auch mal erwischen. Davor ist mir nicht wirklich bange. Aber wenn ich es dann früh genug weiß, kann ich die Verbreitung, die dann von mir ausgehen könnte, vermeiden.


    Das Testen sehe ich solange als notwendig an, bis wir zumindestens theorisch die Durchimpfung erreicht haben und wir dann auch deshalb unser altes Leben komplett wiederbekommen können (wie es grad DK vormacht).

    Danach wird es Corona immer noch geben, aber es wird (vermutlich) so ähnlich laufen, wie es in stärken Grippejahren gelaufen ist.


    Da aber der kostenlose Bürgertest vermutlich in Kürze auslaufen wird, befüchte ich auch, dass wir danach wieder mehr Fälle haben werden. Auch weil Infizierte auf Grund der Impfung unauffällig bleiben oder so wieder mehr Leute anstecken können. Ich hoffe, dass dann die Häufung der Fälle wirklich in Relation mit den tatsächlichen Erkrankungen gesetzt wird, wie es ja mit der neuen Kennzahl "Hospitalisierung" schon angedacht wird.


    unerschrockende Grüße

    vom falo

    so... Habe gerade noch ein schönes Herbst-Event gebucht.


    Aragorn mit Rehm Race Days .


    Vom 26.10. - 28.10.21 liegt das schön in der Woche für ne entspannte An- und Abfahrt. Und wenns Wetter passt, fahren wir davor oder danach vll. noch 1-2 Tage an den Strand ans Mittelmeer.


    Aragorn ist die beste und sicherste (mir bisher bekannte) Rennstrecke.

    Tolle Streckenführung mit der europäischen "Corks-Screw" und einen MotoGP-Flair an jedem Streckenstück.


    Ich froi mich drauf... 8)


    Wer kommt mit?


    vorfreudige Grüße

    vom falo

    Daten zum Reifen ( Bilder) : Luftdruck: (wie vorgegeben) 1.85 Bar hinten, 2.1 Bar vorn. Außentemperatur 23 Grad. Laufleistung ca 40 km.


    Wer hat denn diese Luftdruckwerte vorgegeben?

    Bei 1,85 Bar hinten wird vermutlich fast jeder Tourenreifen beleidigt zerbröseln.


    Zeig doch mal den ganzen Reifen.


    zweifelnde Grüße

    vom falo

    Hallo Christoph,


    das lag halt daran, dass wir nicht da waren :)


    Hat doch fee ca. halb 11 schon geschrieben.


    Wir haben unterwegs beim Tanken einen alten Kumpel getroffen, mit dem wir vor ca. 20 Jahren im örtlichen Motorradclub waren.

    Mit dem haben wir noch einen weiteren von damals abgeholt und sind mit beiden ne schöne Tagestour gefahren.


    abgesagte Grüße

    vom falo

    Hallo Axel:


    ich finde die oben stehende Idee mit der Türklinke einen guten Ansatz.


    PS würde ich in diesem Fall mit der Kraft* des Kleinen in seinem Arm gleichsetzen. Es kann ja an einer langen Stange wie auch an einer kurzen Stange nur mit der gleichen Kraft ziehen, die er zur Verfügung hat.


    Ob diese Kraft ausreicht, um bsw. die (z.B. schwergehende) Türklinke mit dem Hebel zu drücken, ist abhängig davon, wie lange der Hebel ist. Und beides ( also die Kraft des Jungen (PS) und die Länge des Hebels) zusammengenommen sind die Nm. Je größer die Nm , um so einfacher öffnet die Klinke.


    Ich denke, dass sollte zunächst ausreichen, um zu erklären, dass es einen Unterschied zwischen PS und Nm gibt und wie beides im einfachsten Fall zusammenhängt.


    Diesen Zusammenhang jetzt auf ein Fahrzeug bezogen runterzubrechen, wird den Jungen (oder gar Dich :) ) vermutlich überfordern, weil dann jede weitergehende Erklärung neue Fragen aufwirft (Drehmoment?, Übersetzung(en)?, Leistungsentfaltung und deren Bedingungen usw.) :)


    Aber schon toll, wenn ein 9-jähriger sowas heutzutage hinterfragt, wo die Eltern immer weniger und die TV- und Marvel-Figuren immer mehr Ihre Helden werden.


    aushebelnde Grüße

    vom falo


    *PS: an alle Wissenden: Bitte "Kraft" hier nicht als physikalischen Begriff verstehen (ich weiss schon, dass Kraft nicht gleich Leistung ist :) ). Es soll halt ein Kind verstehen!

    Moin,


    Da hab ich doch grad Appetit auf ein Schnitzel beim Axel bekommen.

    Also fahren Lori und ich heute nach Dodenau zum Sassor.

    Wir werden dort ca. 12:30 Uhr ankommen.


    Kommt jemand hin? :)


    spontane Grüße

    vom falo

    Guckst Du hier


    Bisher gibt es Warnungen fast ausschliesslich aus dem Verkehrsfunk der Radiosender, der Navigationsanbieter und ggf. Smartphone-Apps, Mit dem Nachteil der mehr oder weniger großen Verzögerung.

    In Zukunft warnen sich Autos untereinander in Echtzeit.


    Mit seinem Auto kommunizierende Grüße

    vom falo

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