ACT Pyrinäen 2026 mit drei BMW GS 2 Ventiler-Tag 6
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Bailey -
27. September 2026 um 06:34 -
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ACT Pyrenäen 2026 – Tag 6
Von den Bergen bis ans Meer
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Ein kleines Stück Italien fährt auch auf der BMW mit.
Der sechste Tag begann mit einem kleinen Detail, das für mich irgendwie selbstverständlich ist: am Tankrucksack prangt noch immer Ducati Performance. Nach inzwischen 45 Jahren Ducati und einer entsprechenden Sammlung fährt eben immer ein kleines Stück Ducati mit – selbst wenn die eigentliche Reise auf einer alten BMW durch die Pyrenäen geht. Ganz ohne Italien geht es offenbar doch nicht.
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Kurz danach wieder das eigentliche Thema des Tages: Pyrenäen, Weite und dieses besondere Morgenlicht.
Noch einmal ganz große Pyrenäen
Vor uns öffneten sich die Täler, die Berge lagen in mehreren Schichten hintereinander und verschwanden irgendwo im Dunst. Genau diese Ausblicke waren einer der Gründe, warum wir diese Tour überhaupt machen wollten. Man fährt ein Stück, hält wieder an, schaut – und eigentlich könnte man nach fünf Minuten schon wieder stehenbleiben.
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Col d’Ispeguy: Wo noch Fläche frei ist, fehlt offenbar nur noch der passende Aufkleber.
Am Col d’Ispeguy dann eines dieser Schilder, die vermutlich inzwischen mehr Aufkleber als ursprüngliche Oberfläche besitzen. Motorradfahrer, Radfahrer, Reisende, Clubs – jeder hinterlässt dort seine kleine Visitenkarte. Irgendwie herrlich.
Die Hausherren auf der Hochebene
Weiter oben wurde die Landschaft immer offener. Breite Hochflächen, staubige Wege, kaum Verkehr – und mittendrin Pferde, die sich von uns und den Motorrädern ungefähr so stark beeindrucken ließen wie von einem vorbeiziehenden Wanderer. Eigentlich hatten eher wir das Gefühl, hier nur zu Besuch zu sein.
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Pferde, Stein und ein weiter Blick – viel mehr braucht es hier nicht.
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Irgendwo zwischen Himmel, Bergen und trockener Hochfläche.
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Kurze Pause auf der Hochebene – einer dieser Momente, die später im Kopf bleiben. Hier war die Welt noch in Ordnung.
Wenn die Aussicht besser ist als die Werkstatt
Ganz ohne Schrauben ging es natürlich auch an diesem Tag nicht. An der weißen GS musste unterwegs geschraubt werden. Also Gepäck beiseite, Verkleidung runter, Werkzeug raus und Fehlersuche auf der grünen Wiese. Wenn man schon schrauben muss, dann wenigstens mit Panorama.
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Schrauberpause unter Beobachtung. Das Pferd wirkte zumindest interessiert.
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Elektrikschaden, naja, irgendwie bekommt man es dann hin. Rücklicht, Blinker links und und und, Am Ende ist sie wieder gelaufen.
Solche Stopps gehören dazu. Einer schraubt, einer schaut klug, einer hält irgendetwas fest – und am Ende fährt die Fuhre wieder. Genau dafür sind die alten Boxer ja auch gemacht.
Mittagstisch: BMW-Gepäckrolle
Nach der Schrauberei kam der nächste wichtige Programmpunkt: Mittagessen. Baguette, Tomaten, Oliven, Wurst und was man eben unterwegs so zusammenbekommt. Serviert wurde direkt auf dem Motorrad. Kein Tisch, keine Stühle, kein Problem. Mit dieser Aussicht hätte vermutlich auch ein Sternekoch Schwierigkeiten gehabt, die Location zu toppen.
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Baguette, Tomaten, Oliven und Wasser – Haute Cuisine auf der Gepäckrolle.
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Unterwegs immer wieder kleine Bauwerke und Relikte, die perfekt in diese karge Berglandschaft passen.
Nicht jeder Weg ist freigeräumt
Danach ging es weiter über kleine Wege und Pisten. Und irgendwann machte ein umgestürzter Baum ziemlich deutlich, dass hier morgens niemand mit dem Besen über die Strecke geht. Nichts Dramatisches – aber genau diese kleinen Überraschungen sorgen dafür, dass aus Strecke eine Geschichte wird.
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Wenn der Weg plötzlich etwas schmaler wird als geplant. Einen Ständer braucht man da nicht
Die Berge geben uns langsam frei
Im weiteren Verlauf änderte sich die Szenerie. Aus den offenen Hochflächen wurden wieder Straßen, Wald und Tunnel. Mit jedem Kilometer war zu merken, dass wir uns dem westlichen Ende der Querung näherten.
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Noch ein Tunnel, noch ein Stück Richtung Atlantik.
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Das Ziel der ACT Pyrenäen am Mirador Jaizkibel – geschafft. 6 unvergessliche Fahrtage
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Nach 6 Fahrtagen am Atlantik – dreckig, müde und extrem zufrieden.
Feierabend mit Meerblick
Am Campingplatz angekommen, war dann endgültig Feierabend für die Motorräder. Verzurrgurte runter, Gepäck ab und erst einmal alles irgendwie sortieren. Der Platz direkt am Meer war dafür natürlich nicht die schlechteste Wahl.
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Die Motorräder im Feierabendmodus – das Meer nur ein paar Meter weiter.
Später verlagerte sich das Ganze an den Grill und die Gemeinschaftsecke. Bier, Essen, etwas Hochprozentiges, Benzingespräche und das übliche Nachbesprechen des Tages: Wer ist wo fast falsch gefahren? Was hat wieder geklappt? Wer hat geschraubt und wer stand nur daneben und gab Ratschläge?
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Später Abend auf dem Campingplatz – so enden die guten Fahrtage
Fazit Tag 6
Tag 6 hatte eigentlich alles: großartige Landschaft, freie Pferde, eine kleine Schraubereinlage, Brotzeit auf dem Motorrad, Schotter, ein Hindernis am Weg, den ersten großen Blick auf den Atlantik und am Ende einen langen Abend auf dem Campingplatz. Ich weis nicht wie oft unsere alten BMWs bewundert und fotografiert wurden.
Und irgendwo dazwischen fuhr natürlich immer noch ein kleines bisschen Ducati mit.
Der ACT Pyrinäen ist extrem abwechslungsreich und die Tracks sind wirklich sehr gut ausgearbeitet. Es gibt zum Teil Alternativrouten die für schlechtes Wetter vorgeschlagen werden. Wir sind alles was Competition und Mud war gefahren, hatten allerdings nur einen Tag Regen und das war auf der Rückfahrt zum Mittelmeer. Diese Rückfahrt war die Route des Cols. Vielleicht stelle ich dazu auch etwas ein. Für Leute die kein Offroad fahren mit Sicherheit genau so interessant wie die Route des grandes Alpes, allerdings fast kein Verkehr.
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