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Heute in der Zeitung

  • Gelöschter Benutzer
  • 27. Juni 2008 um 09:12
  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 09:12
    • #1

    Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) schlägt Maßnahmen für die Verbesserung der Unfallsicherheit für Motorradfahrer vor: u.a. amtl. Kennzeichen auch vorn, Anfängerführerschein an bestimmtes Modell binden, höhere Bußgelder, geänderte Leitplanken. Soweit auszugsweise die 'Experten'. Als Motorradfahren bin ich in solchen Fragen eher kein Experte. Vielleicht kann ich deshalb nicht erkennen, wie diese Maßnahmen helfen sollen, Unfälle zu verhüten. Als Nicht-Experte würde ich laienhaft die Frage nach den Unfallursachen ganz nach vorn stellen. Daraus ergäben sich dann für mich, den Nicht-Experten, drei Hauptthemen: 1.) Wissensgleichstand bei allen der Führerscheinpflicht unterliegenden Verkehrsteilnehmern. 2.) Persönliche Reife als Voraussetzung (besonders) zum Fahren eines Motorrades. 3.) Behrrschbare Motorräder. Zu 1. Die Ausbildung fokussiert zu stark auf das Fahrzeug, für das der Führerschein erteilt werden soll. Das Zusammenwirken der verschiedenen Fahrzeugarten im Straßenverkehr, die jeweiligen Sichtverhältnisse, der Erkennungsgrad, anderer Fahrzeuge etc. kommt zu kurz. Regelmäßige Nachschulungen sollten Pflicht werden. Teilnahme ja, Prüfung nein - aber im Einzelfall ja. Zu 2: Der 'Idiotentest' sollte vor der Führerscheinerteilung liegen - nicht erst greifen, wenn das Punktekonto voll ist. Motorräder sollten in Leistungsklassen eingeteilt werden, z.B. : bis 15, bis 50, bis 75, über 75PS. Verursacht ein Fahrer einen Unfall wegen unangepasster Fahrweise, oder fällt er wiederholt wegen solcher auf, muss er auf die nächst niedrigere Leistungsgruppe zurückgestuft werden. Das hilft m. E. mehr, als erhöhte Bußgelder, und kann auch Vernunft mit herbeiführen. 3.) Auf unseren Straßen sind Motorräder unterwegs, die keine Verkehrsmittel, sondern reine Sportgeräte sind. Straßen sind aber keine Sportanlagen, sondern Verkehrswege. Kürzlich wurde ein Motorrad mit 106PS in mehreren Fachzeitschriften als optimales Anfänger-Motorrad empfohlen. Hier wird doch sprichwörtlich deutlich jede Bodenhaftung verloren. Es gehören Standards her, die ein Motorrad als verkehrstauglich und vom normalen Führerscheininhaber problemlos beherrschbar beschreiben. Begrenzte Beschleunigungswerte, Geräuschwerte, auch definierte Leistungs-/Gewichtsverhältnisse könnten dabei hilfreich sein. Aber auch ein 'Verbot' geschwindigkeitsverherrlichender Reklame könnte auf Sicht dazu führen, dem Spaß am Motorradfahren andere Maßstäbe zu verleihen. So könnten nach meiner laienhaften Meinung als Motorradfahrer Ansätze zur Vermeidung von Unfällen geschaffen werden. Unsere Straßen sind für alle da: Busse, LKW, PKW, Motorräder, junge, alte, gesunde, kranke, geschickte, weniger geschickte Menschen - für Dich und für mich. Man kann keinen davon 'verbieten'. Alle müssen miteinander zurechtkommen. Dazu braucht es Vernunft und Verantwortung. Dies sind die Schlüsselbegriffe für mehr Sicherheit für alle. Wenn ich mir das heutige Angebot an Motorrädern und die Führerschein-Voraussetzungen anschaue, scheint es bei diesen beiden Begriffen doch deutlich zu hapern. Eine Diskussion in einem Motorradfahrer-Forum sollte den 'Experten' hilfreich unter dien Arme greifen können.

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 09:26
    • #2

    Na,wenn das Deine Meinung ist ,sollte man auch mal darüber nachdenken, den Führerschein ab einem bestimmten Alter freiwillig abzugeben....es ist doch egal ob man 50 PS oder 150PS hat.Auch mit den 50 PS kann man sportlich und zu schnell fahren usw.... Gruss Jogi

  • pumpenfan
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 09:27
    • #3

    Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!!

  • DerKlausi
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 09:28
    • #4

    HuHU :winke: Aus den oben angeführten 4 Maßnahmen zum Schutz von Motorradfahrern ergibt sich mir in erster Linie die Antwort: Das Nummernschilder vorn und höhere Bußgelder dem STAAT dienlich sind und zum Abkassieren gehören. Was nützt mir eine Leistungsklasse, wenn mir eine Dose von Links die Vorfahrt nimmt??? Und wer soll den Sch.... den bezahlen??? Ich bin seit 1984 nicht vom Motorrad geholt worden. Da bilde ich mir einfach mal ein vorausschauend zu fahren und mit der Blödheit der anderen zu rechnen. Wir hatten hier bei uns im Lipperland in den letzten Wochen heftige Motorradunfälle mit 4 Toten. Davon: 2 Idioten mit Roller ohne Helm und 2 mal Vorfahrt genommen durch ältere Mitbürger. Wenn ich jetzt noch sehe, das ( auch hier bei Netbiker ) die meisten Biker über 30 sind, wer soll dann noch eine Leistungsklasse bekommen???? :teacher: Und die Rennfahrer unter diesen hier sind alt genug um zu Wissen wie sie fahren. ( die eingeknickte A-Säule beim Astra war eben eine zu eng genommene Kurve) bei wenig Sicht !!! :wall: Als letztes Denke ich, das ich mit 106 PS besser Langsam fahren Kann als zu versuchen mit 20 PS schnell zu sein. :denk: Naja, diese Meinungen werden sicher nicht Alle hier teilen, aber ich fahre mit dieser Einstellung 24 Jahre Unfallfrei. :D In diesem Sinne, Gruß vom Klausi Christoph 13 fliegt fast allabendlich seine Runden seine Runden über uns.

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 09:42
    • #5

    Die sogenannten Experten sind sicherlich keine Motorradfahrer. Zustimmen kann ich da nur bei der Änderung der Leitplanken. ABer auch dein Artikel zielt sehr auf die Bevormundung von Moppedfahren hin. Seit Jahren ist die Unfallstatistik relativ gleich geblieben. Wer jetzt denkt das man durch weitere Reglementierungen Leben retten kann irrt sicherlich. Es passieren halt immer Unfälle, solange Mensch und Maschine im Spiel sind. Und warum soll ich bestraft werden mit nem Moppedneukauf, wer soll das bezahlen ? Meiner Meinung nach schiesst Du ein wenig übers Ziel hinaus. Dann dürften doch sicherlich Auto mit bis zu 500-600 Ps auch nicht von Anfängern gefahren werden. Wer heizen will wirds sowieso tun und die Chance erwischt zu werden ist relativ gering. Ich fahre seit über 30 Jahren Motorrad und bin erst einmal angehalten worden. Die Droge Motorradfahren wird immer ihre Opfer fordern, egal ob mit 15 oder 150 Ps. Und immer wieder werden nur die spektakulären Motorradunfällle gezeigt. Raser heizte gegen Baum...usw....wo stehen die armen Schweine die von den Lobbyisten (Autofahrern) umgefahren werden ? Da findeste nur nen knappen Einzeiler in der Zeitung, und grade diese Unfälle machen die Mehrheit in der Statistik aus. Wir werden hier sicher keine Lösung finden, aber immer auf die Moppedfahrer und dann noch von Moppedfahrern das passt nicht in mein Weltbild. Diese Diskussion wird sich eeh bald zugunsten der Unfallstatistik ändern, ganz alleine durch die hohen Benzinpreise. Wenn der Sprit mal bei 2 Euro oder mehr liegt wird so manchen Moppedfahrer das Geld ausgehen um seine Feierabendrunde zu drehen. Trotz allem...eine gute Fahrt wünscht pommes

  • Fischi07
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 09:44
    • #6

    Ausser noch mehr Einschränkungen ist Dir aber auch nicht viel eingefallen,aber Gleichzeitig appelierst du an Vernunft u. Verantwortung. Motorräder waren noch nie so gut beherschbar wie heute,neben Wunderbaren Fahrwerken sind sie meist mit den besten Reifen ausgestattet haben ABS , und vieles wovon wir damals nur Träumen konnten. Meiner Meinung nach sollte es weniger Beschränkungen geben als bisher. In den Ländern Italien und Spanien bekommen die Kinder Zweiräder in die Muttermilch,und wo kommen die besten Fahrer her? Na genau aus diesen Ländern, ergo so früh wie möglich auf schlechten Strassen oder im Gelände anfangen. Ich habe Fertig LG Fischi

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 10:22
    • #7

    :) moin,da muss ich pommes+klausi recht geben,was aber sehr auffällg ist,das bei vorfahrtsunfällen überwiegend alte leutz beteiligt sind,leider,+leider fahren viele mopped als auch autofahrer fahren teilweise sehr unaufmerksam(schminken während der fahrt,mit den kindern rumdödeln,)+dann knallts!wie schon vorher erwänt,vorrausschauend fahren erhält die gesundheit!!.... :oops:

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 10:24
    • #8

    na ich auch mal... ich habe nun z.b. den unterschied zwischen einem reinen renngerät (yamaha r1) und einem "vernünftigen normalen Mopped" (honda vtx 1300 c 75 ps) deutlich gemerkt. habe letzten montag die r 1 weggegeben und bin getsern die ersten 100 km gechoppert... unterschied...die r 1 hat die besseren bremsen, besseren motor und das bessere fahrwerk...oh wunder...renntechnik...mit dem chopper kann ich nicht wirklich behaupten, z.b. vernünftig bremsen zu können...gut nu iss die auch fast doppelt so schwer...klar der vergleich hinkt...ferrari und käfer zu vergleichen...soll aber heissen, ein renner wie z.b. r 1 kann ich sicherer auf den straßen bewegen wie ne normale karre. der unterschied liegt einzig alleine in dem fahrer....solange der wilde sau spielt und sich nicht beherrschen kann, kracht es irgendwann...die meisten die ich kenne und die son ding (renner)fahren, fahren aber auf der straße damit vernünftig, sofern man das vom moppedfahren generell sagen kann...zum heizen gehen die meisten eh auf die rennstrecke oder bab... zum thema fs einschränkungen...als früher der stufenfs eingeführt wurde, war so 1986 oder 1987, war es zuerst schon so als wenn die unfallzahlen heruntergingen...nach jahren der erprobung stellte man aber fest, das der fs nicht wirklich wesentlich die verunfallung herabgesetzt hat, da an 2 drittel der unfälle die autofahrer als verursacher feststanden, der großteil der restlichen drittels eigenunfälle waren! wobei man nun auch mal sehen muss...man schreibt hier immer über die moppedfahrer und so...warum werden dann aber auch nicht die autofahrer reglementiert? warum muss/kann ein junger mensch gleich nen porsche vom papa haben ohne erfahrungen zu sammeln...n auto mit 50 ps würde auch reichen...nur mal so zum veranschaulichen und als denkanstoß... ansonsten...meine meinung iss eben...wenns passiert passiert es...das schicksal...und irgendwann iss das leben nunmal zu ende...in 25 jahren poldienst habe ich genügend scheisse erlebt und lebe mein leben auch entsprechend danach...regeln sind im leben wichtig...aber zu viele regeln versauen es auch wiederum...und deutschland ist auf dem wege dahin den begriff der bürokratie neu zu erfinden... aber das n anderes thema... greets beppo :D axo musste eben beim lesen dran denken....: George Orwell...big brother iss watching you!!!!



    editiert von: BePPo, 27.06.2008, 11:06 Uhr

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 10:50
    • #9

    Mich mal als Blondine einmische. Führerschein auf Probe, ist meiner Meinung nach Blödsinn. Beppo ich bin da schon seit Jahren für: wie bei den Motorradfahrern die Geräte zu drosseln, das auch für Fahranfänger in Auto's zu machen. Dann können sie doch auch in einem Porsche sitzen, gedrosselt auf 40 PS. Ich bin aber auch dafür, das ab 60 (z.B.) ein jährliche Untersuchung (z.B.: beim Dok.) abzulegen ist, hinsichtlich Gut sehen, Reaktion und hören oder so. Ein kurzer Einwand Allen immer eine Unfallfreie Fahrt Grüße Conny :)

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. Juni 2008 um 10:52
    • #10

    @Alabama Schönes Thema, mir erschließt sich der Sinn eines Kennzeichens auch vorne nicht so ganz. Wenn das was helfen würde, dürfte eigentlich kein Autounfall mehr passieren. Die anderen Punkte erscheinen mir da schon hilfreicher, wobei ich die Vorstellung, als Führerscheinneuling an ein bestimmtes Modell gebunden zu sein als einen ziemlichen Einschnitt in meine persöhnliche Freiheit betrachten würde. Das wären ja Planwirtschaftsmethoden. Im übrigen hast du Dir da schöne Sachen ausgedacht, die der "deutschen Regulierungswut" ja sehr entgegenkommen. Da ja inzwischen ziemlich alles geregelt ist, braucht man auch keinen mündigen Bürger mehr, sondern nur noch Leute, die ihm sagen, was er zu tun und zu lassen hat unter dem Deckmäntelchen, nur das Beste für alle zu wollen. Wir wissen ja alle, dass das auch der einzige Grund ist, warum die Polizei Geschwindigkeitskontrollen durchführt :roll: . Ein besserer Ansatz scheint mir zu sein, dass dieser Wettbewerbsgedanke, der in vielen Foren und beim persönlichen Kontakt mit anderen Motorradfahrern (platt: "Ich will der schnellste sein und keine Q darf mich jemals überholen") zu beobachten ist, ein wenig in den Hintergund tritt. Ich bin der Auffassung, dass min. 75% der Motorradfahrer eine recht vernünftige Einstellung zum Motorradfahren haben. Die restlichen 25% machen durch Kamikaze Aktionen und was weiß ich, auf Motorradfahrer aufmerksam und liefern Futter für weitere Reglementierungen. Diese 25% müssen weniger werden. Aber möglichst nicht durch Gesetze die 100% betreffen und allen das Leben madig machen. Und selbst wenn alles geregelt ist, werden auch weiterhin Unfälle passieren. Dazu braucht man sicher kein Prophet zu sein...



    editiert von: Dolmant, 27.06.2008, 10:57 Uhr

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