Klammer@ffe: Viele Namen, gleiche Bedeutung Andere Länder, andere Namen. Mit dem @-Zeichen ist es wie mit vielen Dingen: Es existieren viele Namen für ein und dieselbe Sache. Selten sind aber die Bezeichnungen so unterschiedlich und zugleich so witzig wie im Falle des @. Die Vielfalt der Ausdrücke kommt vermutlich daher, dass das Zeichen wie aus dem Nichts auftauchte. Vor der Verbreitung von eMail-Adressen kannten es nur Programmierer. "Otto-Normal-Menschen" war es nahezu unbekannt. So fing wohl jede Gesellschaft an, nach einem Namen zu suchen. Fündig wurde man zumeist in der Tierwelt. Ob Affe, Schwein, Ente oder Elefant, viele Tiere müssen herhalten, wenn Menschen dieser Welt ihre eMail-Adresse diktieren. Wir haben die Namen aus über zwanzig Ländern zusammengetragen und präsentieren Ihnen diese Auswahl in einer Bildergalerie. China Was in Deutschland der Affe ist, ist in China die Maus. Im Reich der Mitte steht ein Mäuschen, chinesisch "Xiao-lao-shu", zwischen Anwendernamen und Standortbezeichnung in der Adresse. Statt Mäuschen sagt man auch einfach Mauszeichen (Lao-shu-hao). Dänemark Die Dänen bevorzugen demgegenüber etwas gröbere Tiere wie das Schwein oder den Elefanten. Sie sagen entweder "Grisehale", was Sauschwanz bedeutet oder "snabel a", was für den Rüsselschwanz steht, wörtlich "Rüssel-A". Deutschland Wir Deutschen fühlen uns offensichtlich den Affen am nächsten. Hierzulande hört man zumeist "Klammeraffe", "Affenschaukel" oder "Affenohr". Gebräuchlich sind auch "geringeltes A" oder schlicht "At-Zeichen", das vom englischen "at" stammt und zu deutsch "bei" bedeutet. Finnland Hoch im Norden greift man weder auf Rentiere oder Elche zurück, sondern auf die Katze. Die Finnen verwenden den Katzenschwanz (Kissanhäntä), die Katzenpfote oder ganz süß: das Miau Miau (Miuku mauku). Doch auch der Affe kommt zunehmend ins Spiel. So ist bei manchen Gruppen dessen Schwanz (Apinanhanta) sehr populär. Frankreich Im Land der Käseesser und Weintrinker greift man gerne auf das seit dem Mittelalter verwendete spanische Gewichtsmaß Arobase zurück, mit dem beispielsweise auch Weinfässer gewogen wurden. Verbreitet ist aber auch "Escargot", was für Schnecke steht. Griechenland Nein, nicht Otto (Rehagel) muss bei den Griechen herhalten, wenn es um die eMail-Adresse geht. Vielmehr das kleine Entchen (Papaki) übernimmt die Rolle des Platzhalters. Da kann auch keine gewonnene Europameisterschaft etwas dran ändern. Großbritannien Die Briten sind zweigeteilt. Die Einen beharren etwas steif auf dem "commercial a", also dem kommerziellen A wie es beispielsweise auch im Deutschen vorkommt. Zum Beispiel in: 5 Pfund á 3 Euro. Die Anderen bezeichnen es verspielt als Gelächter (laughter), Schnecke (snail) oder Strudel (whirlpool). Holland Wer glaubt, die Holländer würden auf Käse setzten, hat sich geirrt. In Holland macht man es uns Deutschen gleich und wählt den Affen. Hier kennt man Bezeichnungen wie Affenschwanz (apestaart), Affenschwänzchen (apestaartje) oder schaukelnder Affe (slingeraap). Israel Affenfrei ist dagegen Israel. Dort zieht man die Schnecke vor und greift auch hin- und wieder zum Strudel (krukhit). Aufgrund europäischer Wurzeln sagen viele Israelis sogar Strudel anstelle des hebräischen Ausdrucks, was etwa so klingen soll: shtrudl. Italien In Italien dachte man wohl an enge kleine Häuser und ersann die "Wendeltreppe" für das @-Zeichen. Beliebt ist aber auch hier die Schnecke (chiocciola). Korea Auch die Koreaner denken bei @ sofort an Schnecken, allerdings an spezielle Süßwasserschnecken ohne Fühler. Sie nennen das Zeichen liebevoll "golbaeng-i" oder in einem anderen Dialekt " aseulgi". Norwegen Es müssen die Gene der Wikinger sein, denn die Norweger verwenden die gleichen Worte wie die Dänen, also "Grisehale" für den Sauschwanz und "snabel a" für den Elefantenrüssel. Daneben kommt aber noch das geringelte A (kroll-alfa) oder sogar das englische "at" vor. Österreich In Österreich verwendet man die gleichen Worte wie in Deutschland, mit einer Ausnahme: Ein Teil des alpinen Völkchens bemüht sogar einen Körperteil des Menschen anstelle eines Tieres, nämlich das Ohr. Genauer gesagt handelt es sich um die Ohrmuschel oder auf österreichisch, die Ohrwaschel. Polen Gleich drei Tiere müssen bei den Polen herhalten: Affe oder Äffchen (malpa, respektive malpka), das Kätzchen (kotek) sowie das Schwein mit seinem Ohr (ucho s'wini). Offiziell wird das @ aber als solches bezeichnet, was auf polnisch "atka" heißt. Russland Nein, die Russen nennen es nicht Wodk@, wobei an das leibliche Wohl müssen sie wohl schon gedacht haben, als sie den runden Keks ersannen. Viele verwenden aber auch das Hündchen (sobachka) oder offiziell: das kommerzielle A (a kommercheskoe). Daneben gibt es auch noch den Affen (obez'jana) und die Schnecke (pljushka). Schweden Jaja, die Skandinavier. Auch die Schweden sprechen wie ihre Nachbarn gerne vom Elefantenrüssel (snabel a), kennen darüber hinaus aber noch weitere Kosenamen, wie die Zimtschnecke (kanel bulle), den Affenschwanz (apsvans) oder die Brezel (kringla). Serbien In Serbien haucht man den Buchstaben Leben ein, zumindest dem A. Wenn man vom @-Zeichen spricht, nennt man dieses gerne "verrücktes A" (äffisches a). Doch auch der Affe ist in Serbien populär. Er heißt hier "majmun". Slowenien Auch die Slowenen bemühen den Affen für ihre eMail-Adressen. Sie sprechen von "afna", was möglicherweise an das deutsche "Affe" angelehnt ist. Denn das eigentliche Wort für Affe lautet im Slowenischen "opica". Häufig trifft man auch auf den Rollmops (zavinác). Spanien, Portugal, Brasilien Etwas bodenständiger gehen die Iberer an das at-Zeichen heran. Sie zweckentfremden das Gewichtsmaß "Arroba", das bereits seit dem 16. Jahrhundert Verwendung findet. Ein Arroba entspricht ursprünglich etwa zehn Kilogramm fester oder 15 Liter flüssiger Ware. Südindien Die Inder sprechen schlicht von "Inaichuzhili", was so viel wie "Internet" bedeutet. Allerdings geben Sie dem Wort eine tiefere Bedeutung. Es meint nicht nur die Vernetzung von PCs, sondern vielmehr das Verbinden der gesamten Menschheit. Daneben verwendet man auch " Il", was etwa "at" oder "in" bedeutet sowie auch "Ku", das keine spezielle Bedeutung hat, sondern nur einen Buchstaben darstellt. Als letztes sei noch "Vattu" genannt, das für "Kreis" steht. Thailand Die Thailänder sprechen schlicht von einen geringelten Wurm, wenn sie das @ beschreiben. Mehr Synonyme sind nicht bekannt. Tschechien Den Jahrmarkt müssen die Tschechen im Sinn haben, wenn sie eMail-Adressen austauschen. Sie titulieren das "at" als Rollmops, auf tschechisch "zavinác". Vielleicht feiern sie auch gerne und haben den eingelegten Fisch als Gegenmittel zum Kater entdeckt. Türkei Senden Türken elektronische Post nur an ihre Liebsten? Wie anders sollte man es sonst deuten, wenn sie bei "at" an Rosen (gul) denken. Weniger romantisch veranlagte Naturen wählen auch "kulak", was "Ohr" bedeutet. Ungarn Den Thailändern gleich tun es die Ungarn. Auch sie sprechen vom Wurm (Kukac), wenn Sie eMail-Adressen buchstabieren. Allerdings kann man das Wort auch mit "Made" übersetzen, was zumindest in unseren Köpfen einen gewissen Ekel hervorruft. USA Am langweiligsten sind die Amerikaner, zumindest wenn es um das @ geht. Sie nennen es lapidar "commercial a" (kommerzielles A) oder "the at-sign" (das at-Zeichen). Na ja, vielleicht liegt diese Sprödheit darin begründet, dass es ein Amerikaner war, der dieses Zeichen für die eMail-Nutzung entdeckte und man es nun einfach beim Namen nennt. Ein paar nette Bilder dazu gibt es hier: http://www.aol.de/index.jsp?cid=…ternet_Ratgeber -- Motorradfahren wird nicht mit der rechten Hand entschieden
Klammeraffe
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Gelöschter Benutzer -
26. Oktober 2004 um 09:00
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Klammer@ffe: Viele Namen, gleiche Bedeutung Andere Länder, andere Namen. Mit dem @-Zeichen ist es wie mit vielen Dingen: Es existieren viele Namen für ein und dieselbe Sache. Selten sind aber die Bezeichnungen so unterschiedlich und zugleich so witzig wie im Falle des @. Die Vielfalt der Ausdrücke kommt vermutlich daher, dass das Zeichen wie aus dem Nichts auftauchte. Vor der Verbreitung von eMail-Adressen kannten es nur Programmierer. "Otto-Normal-Menschen" war es nahezu unbekannt. So fing wohl jede Gesellschaft an, nach einem Namen zu suchen. Fündig wurde man zumeist in der Tierwelt. Ob Affe, Schwein, Ente oder Elefant, viele Tiere müssen herhalten, wenn Menschen dieser Welt ihre eMail-Adresse diktieren. Wir haben die Namen aus über zwanzig Ländern zusammengetragen und präsentieren Ihnen diese Auswahl in einer Bildergalerie. China Was in Deutschland der Affe ist, ist in China die Maus. Im Reich der Mitte steht ein Mäuschen, chinesisch "Xiao-lao-shu", zwischen Anwendernamen und Standortbezeichnung in der Adresse. Statt Mäuschen sagt man auch einfach Mauszeichen (Lao-shu-hao). Dänemark Die Dänen bevorzugen demgegenüber etwas gröbere Tiere wie das Schwein oder den Elefanten. Sie sagen entweder "Grisehale", was Sauschwanz bedeutet oder "snabel a", was für den Rüsselschwanz steht, wörtlich "Rüssel-A". Deutschland Wir Deutschen fühlen uns offensichtlich den Affen am nächsten. Hierzulande hört man zumeist "Klammeraffe", "Affenschaukel" oder "Affenohr". Gebräuchlich sind auch "geringeltes A" oder schlicht "At-Zeichen", das vom englischen "at" stammt und zu deutsch "bei" bedeutet. Finnland Hoch im Norden greift man weder auf Rentiere oder Elche zurück, sondern auf die Katze. Die Finnen verwenden den Katzenschwanz (Kissanhäntä), die Katzenpfote oder ganz süß: das Miau Miau (Miuku mauku). Doch auch der Affe kommt zunehmend ins Spiel. So ist bei manchen Gruppen dessen Schwanz (Apinanhanta) sehr populär. Frankreich Im Land der Käseesser und Weintrinker greift man gerne auf das seit dem Mittelalter verwendete spanische Gewichtsmaß Arobase zurück, mit dem beispielsweise auch Weinfässer gewogen wurden. Verbreitet ist aber auch "Escargot", was für Schnecke steht. Griechenland Nein, nicht Otto (Rehagel) muss bei den Griechen herhalten, wenn es um die eMail-Adresse geht. Vielmehr das kleine Entchen (Papaki) übernimmt die Rolle des Platzhalters. Da kann auch keine gewonnene Europameisterschaft etwas dran ändern. Großbritannien Die Briten sind zweigeteilt. Die Einen beharren etwas steif auf dem "commercial a", also dem kommerziellen A wie es beispielsweise auch im Deutschen vorkommt. Zum Beispiel in: 5 Pfund á 3 Euro. Die Anderen bezeichnen es verspielt als Gelächter (laughter), Schnecke (snail) oder Strudel (whirlpool). Holland Wer glaubt, die Holländer würden auf Käse setzten, hat sich geirrt. In Holland macht man es uns Deutschen gleich und wählt den Affen. Hier kennt man Bezeichnungen wie Affenschwanz (apestaart), Affenschwänzchen (apestaartje) oder schaukelnder Affe (slingeraap). Israel Affenfrei ist dagegen Israel. Dort zieht man die Schnecke vor und greift auch hin- und wieder zum Strudel (krukhit). Aufgrund europäischer Wurzeln sagen viele Israelis sogar Strudel anstelle des hebräischen Ausdrucks, was etwa so klingen soll: shtrudl. Italien In Italien dachte man wohl an enge kleine Häuser und ersann die "Wendeltreppe" für das @-Zeichen. Beliebt ist aber auch hier die Schnecke (chiocciola). Korea Auch die Koreaner denken bei @ sofort an Schnecken, allerdings an spezielle Süßwasserschnecken ohne Fühler. Sie nennen das Zeichen liebevoll "golbaeng-i" oder in einem anderen Dialekt " aseulgi". Norwegen Es müssen die Gene der Wikinger sein, denn die Norweger verwenden die gleichen Worte wie die Dänen, also "Grisehale" für den Sauschwanz und "snabel a" für den Elefantenrüssel. Daneben kommt aber noch das geringelte A (kroll-alfa) oder sogar das englische "at" vor. Österreich In Österreich verwendet man die gleichen Worte wie in Deutschland, mit einer Ausnahme: Ein Teil des alpinen Völkchens bemüht sogar einen Körperteil des Menschen anstelle eines Tieres, nämlich das Ohr. Genauer gesagt handelt es sich um die Ohrmuschel oder auf österreichisch, die Ohrwaschel. Polen Gleich drei Tiere müssen bei den Polen herhalten: Affe oder Äffchen (malpa, respektive malpka), das Kätzchen (kotek) sowie das Schwein mit seinem Ohr (ucho s'wini). Offiziell wird das @ aber als solches bezeichnet, was auf polnisch "atka" heißt. Russland Nein, die Russen nennen es nicht Wodk@, wobei an das leibliche Wohl müssen sie wohl schon gedacht haben, als sie den runden Keks ersannen. Viele verwenden aber auch das Hündchen (sobachka) oder offiziell: das kommerzielle A (a kommercheskoe). Daneben gibt es auch noch den Affen (obez'jana) und die Schnecke (pljushka). Schweden Jaja, die Skandinavier. Auch die Schweden sprechen wie ihre Nachbarn gerne vom Elefantenrüssel (snabel a), kennen darüber hinaus aber noch weitere Kosenamen, wie die Zimtschnecke (kanel bulle), den Affenschwanz (apsvans) oder die Brezel (kringla). Serbien In Serbien haucht man den Buchstaben Leben ein, zumindest dem A. Wenn man vom @-Zeichen spricht, nennt man dieses gerne "verrücktes A" (äffisches a). Doch auch der Affe ist in Serbien populär. Er heißt hier "majmun". Slowenien Auch die Slowenen bemühen den Affen für ihre eMail-Adressen. Sie sprechen von "afna", was möglicherweise an das deutsche "Affe" angelehnt ist. Denn das eigentliche Wort für Affe lautet im Slowenischen "opica". Häufig trifft man auch auf den Rollmops (zavinác). Spanien, Portugal, Brasilien Etwas bodenständiger gehen die Iberer an das at-Zeichen heran. Sie zweckentfremden das Gewichtsmaß "Arroba", das bereits seit dem 16. Jahrhundert Verwendung findet. Ein Arroba entspricht ursprünglich etwa zehn Kilogramm fester oder 15 Liter flüssiger Ware. Südindien Die Inder sprechen schlicht von "Inaichuzhili", was so viel wie "Internet" bedeutet. Allerdings geben Sie dem Wort eine tiefere Bedeutung. Es meint nicht nur die Vernetzung von PCs, sondern vielmehr das Verbinden der gesamten Menschheit. Daneben verwendet man auch " Il", was etwa "at" oder "in" bedeutet sowie auch "Ku", das keine spezielle Bedeutung hat, sondern nur einen Buchstaben darstellt. Als letztes sei noch "Vattu" genannt, das für "Kreis" steht. Thailand Die Thailänder sprechen schlicht von einen geringelten Wurm, wenn sie das @ beschreiben. Mehr Synonyme sind nicht bekannt. Tschechien Den Jahrmarkt müssen die Tschechen im Sinn haben, wenn sie eMail-Adressen austauschen. Sie titulieren das "at" als Rollmops, auf tschechisch "zavinác". Vielleicht feiern sie auch gerne und haben den eingelegten Fisch als Gegenmittel zum Kater entdeckt. Türkei Senden Türken elektronische Post nur an ihre Liebsten? Wie anders sollte man es sonst deuten, wenn sie bei "at" an Rosen (gul) denken. Weniger romantisch veranlagte Naturen wählen auch "kulak", was "Ohr" bedeutet. Ungarn Den Thailändern gleich tun es die Ungarn. Auch sie sprechen vom Wurm (Kukac), wenn Sie eMail-Adressen buchstabieren. Allerdings kann man das Wort auch mit "Made" übersetzen, was zumindest in unseren Köpfen einen gewissen Ekel hervorruft. USA Am langweiligsten sind die Amerikaner, zumindest wenn es um das @ geht. Sie nennen es lapidar "commercial a" (kommerzielles A) oder "the at-sign" (das at-Zeichen). Na ja, vielleicht liegt diese Sprödheit darin begründet, dass es ein Amerikaner war, der dieses Zeichen für die eMail-Nutzung entdeckte und man es nun einfach beim Namen nennt. Ein paar nette Bilder dazu gibt es hier: http://www.aol.de/index.jsp?cid=…ternet_Ratgeber -- Motorradfahren wird nicht mit der rechten Hand entschieden
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