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Der Trick mit dem Hauptständer, so schaffen es auch kleine und leichte Personen

  • Gelöschter Benutzer
  • 3. Oktober 2013 um 17:30
  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 3. Oktober 2013 um 17:30
    • #1

    Obwohl ich selbst keinerlei Probleme damit habe, meine Motorräder auf dem Hauptständer abzustellen, greife ich diese Thematik mal auf, weil meinem alten Herrn mittlerweile ganz einfach die Kraft fehlt, seine BMW R 69S auf den Hauptständer zu stellen. Zugegeben, bei der 69S, Bj. 63 hat man sich über Ergonomie wohl noch keine Gedanken gemacht. Selbst ich muß beim Aufbocken mindestens soviel Kraft aufwenden wie bei meiner 1200 GS mit 60 Kg Gepäck. Die alte BMW soll nun auf die Bühne, da die Zündanlage überarbeitet weden muß. Mein ehrenwerter alter Herr möchte alles allein machen, aber schafft es ganz einfach nicht, unter erschwerten Bedingungen (Bühne) das Motorrad aufzubocken. Die ersten Überlegungen gingen in Richtung zusätzlicher Hydraulikheber, Seilzugsysteme o.ä.. Ist aber alles zu aufwendig oder kippelig. Die Lösung ist denkbar einfach und effektiv: Zur Verwendung kommt ein Holzkeil, den man in Fahtrichtung vor das Hinterrad legt. Nun schiebt man das Motorrad (Hinterrad) auf die höchste Stelle des Keils. Dann die Vorderradbremse betätigen, mit dem Fuß den Ständer nach unten drücken, Bremse lösen. Meist genügt schon der Tritt auf den seitlichen Hebel des Hauptständers und das Motorrad steht auf dem Hauptständer, wenn nicht, zusätzlich wie gewohnt ziehen. Durch die Rückwärtsbewewgung des Motorrades wird der Keil auch wieder frei und kann entfernt werden. Das Aufstellen des Hinterrades auf den Keil bewirkt einen günstigeren Anstellwinkel der Hauptständers und man erreicht leichter den Kipppunkt (schreibt man das jetzt mit 3 "p"? -egal-). Da nun nicht jeder ein 50 Jahre altes Motorrad hat, so sollte diese Thematik doch auch für diejenigen interessant sein, deren Motorrad z. B. tiefer gelegt ist, klassischerweise eben die zierliche nicht zu große Dame. Funktioniert wie von Zauberhand, naja Üben müsst ihr schon ein wenig. Exakte Abmessungen des Keils kann ich noch nicht liefern, da ich noch ein wenig ausprobiere. Liefere ich dann nach. Gruß Volker

  • susy
    Gast
    • 5. Oktober 2013 um 00:27
    • #2

    Hi Volker, klingt interessaant. Würde mich freuen, wenn Du dann nähere Infos zum Keil nachliefern könntest. Eine Bekannte würde sicherlich jubeln wenn sie ihre NC endlich selbst auf den Hauptständer bekäme ;) LG Susy

  • gruftipeter
    Gast
    • 5. Oktober 2013 um 12:55
    • #3

    Das ist gut! Auf die Idee mit dem Keil bin ich noch nicht gekommen. So habe ich den Hauptständer abmontiert weil ich es nicht mehr geschafft habe die Transalp aufzubocken. So benutze ich unterwegs nur die Seitenstütze. Zu Hause, wenn das Hinterrad frei sein soll, da habe ich eine selbstgebastelte Aufbockvorrichtung. Nicht schön, aber funktionell. Aufbockvorrichtung

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 5. Oktober 2013 um 18:30
    • #4

    So, nun wie angekündigt, die Abmessungen für den Keil bzw. Keile. Habe einfache sogenannte "Baukeile" genommen. Gibt es z. B. bei Hornbach, 10 Stück im Karton für knapp 5 Euro, Maße 180x80x20 (mm). Sollte ein Keil nicht reichen, so müsst ihr euch aus insgesamt 4 Keilen einen größeren bauen. Habe es bei der ER5 meiner Frau ausprobiert. Hoffentlich klappts mit den Bildern. 1. Schritt (Bild 1): Seitenständer raus, Keil in Fahrtrichtung vor das Hinterrad legen 2. Schritt (Bild 2): Variante mit 4 Einzelkeilen, wenn die Höhe nicht ausreichen sollte, Einzelkeil + 3 ineinander gelegte Keile verwenden. Habe die Keile etwas farbig gemarkert, sodaß es besser zu sehen ist. Die 3 Einzelkeile habe ich miteinander verschraubt und verleimt. 3. Schritt (Bild 3): Das Motorrad mit dem Hinterrad auf den höchsten Punkt schieben, Vorderradbremse ziehen und Hauptständer ausklappen. Anschließend wie gewohnt aufbocken. Geht wirklich spielend leicht. Meine Frau hat´s geschafft, wobei sie vorher nicht den Hauch einer Chance hatte. 4. Schritt (Bild4): Im aufgebockten Zustand liegen die Keile frei und können wieder entfernt werden Bisschen üben Gruß Volker

  • susy
    Gast
    • 5. Oktober 2013 um 18:55
    • #5

    Hi Volker, super, vielen Dank! :good: LG Susy

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 8. Oktober 2013 um 05:33
    • #6

    Das ist eine gute, einfache und billige Lösung. Meine Trophy SE bekommt man auch nur nach Abnehmen des Linken Koffers (ein Handgriff) und mit viel Kraft auf den Hauptständer. Den Koffer nehme ich deshalb ab, weil ich dann eine günstigere Position zum Griffbügel habe an dem ich die Maschine dann, bei gleichzeitiger Belastung des Ständerauslegers, nach hinten ziehe. Ich bin durch Nachdenken auf einen Trick gekommen, der ohne zusätzliche Hilfsmittel (Holzkeile) das Aufbocken erleichtert. Das hintere Federbein lässt sich - bei meiner elektrisch - auf "Soziusbetrieb mit Gepäck" einstellen. Das bedeutet, dass die Maschine in unbelastetem Zustand dann höher steht. Auch so stellt sich der mit den Holzkeilen beschriebene Effekt ein. Die hintere Feder lässt sich bei vielen Motorrädern verstellen. Man muss einfach im Einzelfall ausprobieren, ob diese Höhenverstellung reicht um die gewünschte Erleichterung zu erzielen. Ansonsten bleibt ja die Keil-Methode. Wer mit einem Keil auskommt, kann diese Methode auch unterwegs anwenden, denn den Keil bringt man sicher noch irgendwo unter. Man kann ihn dann auch auf weichem Untergrund als Unterlage für den Seitenständer verwenden.

  • xjvolker
    Beiträge
    153
    Bilder
    37
    • 15. Oktober 2013 um 21:31
    • #7

    Der Trick mit dem Keil ist wirklich gut und kommt mit ins Gepäck. Meine Twin bekomme ich zwar im unbeladenen Zustand noch recht stressfrei auf den Hauptständer, jedoch ausgerüstet mit Alu-Koffern und Reisegepäck geht es nur, wenn jemand hinten zieht. Meine Alp allerdings ist mit einem längeren Federbein ausgestattet. Dadurch geht sie mit zwei Fingern spielend leicht auf den Hauptständer. Jedoch kommt dadurch das Hinterrad nicht mehr frei. Danke für den Keil-Tipp volker

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 16. Oktober 2013 um 08:45
    • #8

    Jetzt weiß ich endlich, wer den letzten Sack Keile auf den Bergwerk Westerholt entwendet hat! :yahoo: Gruß Martin

  • enzi01
    Gast
    • 16. Oktober 2013 um 11:45
    • #9

    ...einfach aber genial! :good: Super Lösung für kleines Geld!!! Schöne Grüße Peter

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 16. Oktober 2013 um 15:30
    • #10

    408919 @Martin, Hau mich doch nicht immer die Pfanne. Glückauf Volker

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