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Hat jemand Erfahrung mit Moto Guzzi Stelvio 1200 ?

  • Gelöschter Benutzer
  • 23. Juli 2011 um 07:45
  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 07:45
    • #1

    Moin :) Es ist Regenwetter, und die Preislisten für die Motorräder, die mir zusagen und die ich auch probegefahren habe, liegen immer noch vor mir und finden wieder Beachtung. Innerlich mehr und mehr abgehakt habe ich 2, nämlich die Multistrada und die GS 1200. Also linker Stapel. Nee, es geht nicht darum, dass sie nix taugen oder ähnliches, sie sind es ganz einfach nicht. Rechter Stapel: Die Tiger1050 war eine zeitlang der Favorit, und beim Händler kam es schon fast zum Handschlag. Aber auch nur fast, denn die Guzzi Stelvio 1200 schwirrt mir immer noch im Kopf herum. Passen tut sie fraglos, nur habe ich keinerlei Erfahrungen, was die Qualität und die Robustheit der Italozicke angeht. Gelesen habe ich 'ne Menge, aber da sind auch viele widersprüchliche Aussagen. Hat da jemand mehr Erfahrung mit der Stelvio 1200, und würde er mir zu- oder abraten?

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 09:26
    • #2

    Während eines Werkstattaufenthaltes bekam ich vom Moto Guzzi-Händler eine Stelvio geliehen. Ich fuhr sie 400km und probierte sie richtig -allerdings nur auf der Straße - aus. Wenn man groß genug ist, sitzt man auf der Stelvio exzellent. Alles an ihr geht leicht und die Instrumentierung ist perfekt. Selbst das Aufbocken geht mühelos. Prinzipbedingt ist der Schwerpunkt solcher Motorräder hoch. Sie fühlen sich erst etwas kippelig an. Aber das vergisst man bei der Stelvio nach wenigen Kilometern. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck. Saubere Schweißnähte und nirgends Schlampereien wie scharfe Kanten oder herumhängende Kabel. Alles wirkt stabil und nichts improvisiert. An der Dauerhaltbarkeit dieses Motorrades muss man sicher keinen Zweifel haben. Aber das kann man nach 400km nicht wirklich beurteilen. Ich fuhr vorher über 3500km eine gemietete BMW 1200 GS. Ich habe mich auf der Guzzi wesentlich wohler gefühlt. Nebenbei hat man mit der Stelvio einen echten Hingucker, während die GS überall massenhaft herumsteht. Die ist dazu beim Fahren so langweilig wie ein Golf und der eigenartige Motor-"Sound" ist gerade im Vergleich zur Stelvio alles andere als ein Genuss. Ich habe durchaus auch etwas für die Marke Triumph übrig. Aber für mich ist bei einer Reise-Enduro eine Kette nicht akzeptabel. Auch was den Kardanantrieb angeht, bietet die Stelvio das Feinste, was man heute kaufen kann. Nach der Probefahrt auf der Stelvio kann man eigentlich aufhören zu suchen. Die ist es einfach. Für mich jedenfalls.



    Bearbeitet von Alabama am 23. Jul 2011 - 09:29 Uhr.

  • DerKlausi
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 09:32
    • #3

    Setz dich doch mal mit SOULHUNTER auseinander. Der Dieter fährt so eine und ist sehr zufrieden damit. (Vorausgesetzt, er hat sie nach seinem unverschuldeten Abflug wieder aus der Werkstatt zurück!) :) Gruß vom Klausi :D



    Bearbeitet von DerKlausi am 23. Jul 2011 - 09:33 Uhr.

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 11:32
    • #4

    also meine erfahrung mit den italienern...sehr schön designed und sie fahren auch gut, aber werkstattpreise sind auf hohem niveau ebenso wie die ersatzteile und deren wartezeit...für mich steht fest, das ich keine italienerin haben werde, ausser sie läuft als 2. mopped...sind halt alles diven die rumzicken, am anfang toll, irgendwann nur noch am nerven... triumph sprint fahre ich ja im moment. auch wenn es ne sprint ist, die tiger hab ich ohne ende vorher getestet...ich fand sie nicht gut. fahrwerk war mir zu schwach, das gesammte mopped irgendwie zu klein für mich. soziustauglich mit gepäck wird schon schwierig. ersatzteile von triumph...ich musste letztes jahr auf ne rechte fahrerfussraste ganze 3 monate warten...das nur dazu...man hatte die fertigung aufgrund der schlechten markt und/oder finanzlage erheblich zurückgeschraubt, nach auskunft und beschwerde beim händler... Jeder von uns urteilt über die moppeds immer anders. jeder sieht das alles aus seiner sicht und soll sich davon nur bedingt beeinflussen lassen. ich für meinen teil kaufe mir nur noch japanische mopeds. die funktionieren wenigstens und ersatzteile gibt schnell und unkompliziert. man muss auch keine 200 km zum nächsten händler fahren... lg vom rudi oder so...

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 11:46
    • #5

    Ich gebe noch zu bedenken, was wird zukünftig aus Moto Guzzi? Bei so geringen Verkaufszahlen hätte ich Angst, das es die Marke eines Tages nicht mehr gibt und ich nicht mehr an Ersatzteile her- ankomme. Ich bin in den letzten Jahren sehr oft in Italien gewesen und mir ist aufgefallen, das die Italiener sehr viel BMW R 1200 GS fahren, aber kaum Moto Guzzi. LG vom Michi

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 13:15
    • #6

    Moinsen! Den Aussagen von Alabama und Rudi ist fast nix mehr hinzuzufügen. :top: Wir hatten die Stelvio auf der Intermot auf dem Reiseenduroprobefahrt-Parcour. Lässt sich auch durchaus in leichtem Gelände bewegen. Fühlt sich allerdings an, als würde sie 300kg wiegen, wenn man sie rangieren muss. Ansonsten tolles Mopped mit Stil und Sound! :yes: keine leichte Entscheidung, denn die Triumph ist auch lecker :D Sascha

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 15:02
    • #7

    Moto Guzzi gehört zur Piaggio-Gruppe - wie z.B. auch Aprilia. Auf modernen Fertigungsanlagen kann man auf einem "Band" alles - von der Vespa bis eben zur Guzzi - produzieren. So kann man auch bei geriingen Stückzahlen eine wertvolle Marke über Wasser halten. Wenn man sich auch einmal für so etwas wie Marketing entscheiden würde, könnte Guzzi interessante Steigerungsraten erzielen. Die Stories über die Teileversorgung sind Vergangenheit. Über das EU-Zentrallager in Frankreich sind alle Teile kurzfristig verfügbar. Sicher kann es bei sehr alten Modellen mal zu Engpässen kommen. Das gilt aber wohl für jede Marke. Meine Guzzi hat in 5 Jahren 75000km produziert. Sie sprang immer sofort an und blieb nie unbeabsichtigt stehen. Auch mit Verschleißteilen geht sie sparsam um. Außer Reifen, einer Wellendichtung am Getriebeausgang und zwei vorderen Radlagern, sowie der rechten vorderen Bremsscheibe musste auf 75000km nichts ausgetauscht werden. Muss man zu Thema Zuverlässigkeit noch mehr sagen? Auch die Wartungskosten muss man einmal auf aktuellem Stand vergleichen. Da muss sich Guzzi nicht verstecken.Meine nächste wird jedenfalls wieder eine.



    Bearbeitet von Alabama am 23. Jul 2011 - 16:03 Uhr.

  • beiker
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 15:13
    • #8

    Eine Bremsscheibe wechseln? Da klingelt es bei mir in den Ohren :roll: Kann das denn richtig sein? Hast Du eine Integralbremse? :-?

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 16:03
    • #9

    @ biker ja, ich habe eine Integralbremse. Mit der Hand bremst man bei meiner Guzzi über die rechte vordere Scheibe nur das Vorderrad. Und die war fällig, weil ich die auch am meisten benutze. Die Fußbremse betätigt gleichzeitig die Scheiben hinten und vorne links. So verschleißen die beiden vorderen Scheiben unterschiedlich und müssen demzufolge nicht gleichzeitig gewechselt werden.



    Bearbeitet von Alabama am 23. Jul 2011 - 16:05 Uhr.

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 23. Juli 2011 um 19:10
    • #10

    Moin :) Erstmal vielen Dank für die Antworten! Ich gestehs, die Stelvio rückt nun doch mehr und mehr ins Fadenkreuz. Obwohl ich meine Triumph nun viele Jahre gefahren habe und den Triple sehr mag, habe ich ein ähnliches Gefühl auf der Tiger gehabt wie Rudi. Wenn ich es mal so ausdrücken darf: Handwerklich besser gefertigt gefällt mir die Guzzi, sie ist gefälliger. Nochmal vielen Dank! LHzG Lutz

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