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Fahranfänger/Innen und der "Rest" der Motorradwelt ;-)

  • Gelöschter Benutzer
  • 27. November 2009 um 23:40
  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 27. November 2009 um 23:40
    • #1

    Hallo Ben und Andreas, ok - dann wage ich es mal. ;) Ich habe mein Post aus dem Thread "Mentaltraiing" der Bequemlichkeit halber hier einfach reinkopiert. Ich bin mir nämlich nicht ganz sicher, welchen Teil ihr genau meintet. So ganz "unnötig" scheint mentales Training ja nicht zu sein, da auch Spitzensportler damit arbeiten. Mir persönlich hilft es schon, gerade beim Durchgehen von noch einzuübenden Handlungsabläufen. Wahrscheinlich ist es für Motorradfahrer/Innen, die schon seit "Ewigkeiten" auf ihrem Bock sitzen gar nicht mehr so richtig nachvollziehbar, was es für einen Anfänger alles an "Problemen" geben kann. Über so Sachen denken die "Eingefleischten" schon lange nicht mehr nach. Wie schon richtig festgestellt muss man um seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern üben - üben und nochmals üben. Sicherheitstrainings gehören ebenfalls dazu. ABER - wenn ich dann als Anfängerin versuche bei meinen Touren die nötige "Er"-Fahrung zu sammeln, werde ich "niedergemacht". Weil ich noch nicht das fahrerische Können habe (haben kann), was so der ein oder andere aber für notwendig erachtet, damit ich am Straßenverkehr teilnehmen "darf", damit ich ja niemanden "behindere". Ist doch aber irgendwie ein Widerspruch oder wo soll ich fahren lernen ? Nur und auschließlich auf Parkplätzen oder bei Fahrsicherheitstrainings ? Kann's ja wohl nicht sein, oder? Was ich oft ein wenig vermisse, ist ein bißchen mehr Verständnis und Geduld mit Leuten, die durchaus bereit sind zu lernen, aber halt noch aweng mehr Zeit dazu brauchen. Zumal ja auch von den "Könnern" immer und immer wieder geschrieben wird, wie wichtig ständiges Üben ist, auch wenn man's schon gut kann. LG Gitta



    editiert von: nasenbärin, 27.11.2009, 22:45 Uhr

  • beiker
    Gast
    • 28. November 2009 um 00:40
    • #2

    Hallo Gitta, sieh das Ganze mal nicht so eng. Auch wenn Du als relative Anfängerin durch die Gegend fährst bist Du nicht gerade eine Strassensperre;-) Wenn Du Dir "Sorgen" (nennen wir es wie es wirklich ist: Gedanken!) darüber machst wirst Du auch öfter in Deine Spiegel schauen... In Deinen weiteren Gedanken über "Problemlösungen" falls Du etwas in Deinen Spiegeln entdeckst, werden die Lösungen ganz einfach folgen... Um selber schneller zu werden hilft in erster Linie ein (mehrere) Sicherheitstraining;-) Die Routine musst Du Dir dann erarbeiten;-) Du solltest auf jeden Fall immer (ein Sicherheitspolster) etwas langsamer fahren als Dir es möglich wäre... Die abenteuerlichen Abenteuer lassen auf der Strasse nicht lang auf sich warten;-) Zu den "ungeduldigen Lehrmeistern" möchte ich mal auf die unterschiedlich möglichen Fahrstile bei Netbiker hinweisen. Natürlich fährt jeder bei seinem Hobby so wie es ihm gefällt ... ist ja auch das Hobby von denen;-) Um Lehrstunden zu bekommen solltest Du Dich an den Fahrstilen orientieren und Dich mal selber bei angebotenen Touren ein- und notfalls wieder ausladen ;) Dieses Unsicherheitsgefühl nicht im richtigen Tempo zu fahren hat man nicht nur als Neuling in einer Gruppe sondern besonders wenn man mit dem Tourguiden anfängt;-) Da hilft eigentlich nur eine ehrliche Ansage falls es zu Problemchen kommen sollte. Hauptsache Du vergisst vor lauter Lerneifer nicht den Spaß am Mopped... Die sonnigen Wochenenden sind gerade jetzt ziemlich rar;-) Gutes Gelingen mit viel Spaß dabei wünschich Dir;-) PS Besonders für Anfänger und auch für erfahrene Fahre halte ich Berichte über kuriose bis "normale" Verkehrsituationen, wo es mal fast.... für sehr wichtig. Dazu solltest Du vielleicht auch noch einen Fred eröffnen;-) Gruss Berthold

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 01:15
    • #3

    Hi gitta, mein rezept / empfehlung beim (wieder)einstieg auf jeden fall jede menge fahrtrainings (sicherheitstraining, kurventraining, enduro- oder trialtraining) - bei vielen veranstaltern werden mittlerweile auch reine mädelsgruppen angeboten und das erspart so manches ;) - du kannst jedesmal irgendetwas für dich mitnehmen und so schön langsam deinen eigenen stil entwickeln zum selber üben, such dir eine "hausstrecke" vor der haustür von max. 1 std. da kennst du dann bald den verlauf der strecke, die kurven, etc. und kannst dich besser auf deine fahrtechnik konzentrieren fahr sie, so oft es deine zeit zulässt und vor allem allein, denn dann kannst du dein eigenes tempo fahren und dich ganz auf dich und deine technik konzentrieren du wirst dich mit der zeit sicherer fühlen und kannst dann auch mal mit einem guten, rücksichtsvollen fahrer losziehen und dir dort das eine oder andere abschauen gute bücher zum thema gibt's einige und mir hilft mentales training, d.h. bewegungsabläufe im kopf durchzuspielen echt viel das wichtigste an dem ganzen ist aber m.E. immer der spass :D wenn der fehlt, dann steig ich ab uund mach ne pause :) lieben gruß stephanie ..und sag bescheid, wenn du mal in bayern bist ;)

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 06:23
    • #4

    moin gitta niedergemacht wird doch nur der, der sich niedermachen lässt!! du solltest meiner meinung nach viel lieber ein mentales training besuchen, das dir hilft, dein selbstbewusstsein wiederzufinden bzw. den kleinen rest davon in dir verschärft aufzubauen. 1)willst du motorradfahren lernen ? dann tu's doch einfach und fahr und gib nix darauf, wenn andere kein verständnis für deinen fahrstil haben. du sollst doch damit zufrieden sein, nicht die anderen! oder 2)willst du lernen, wie du die nächsten jahre erfolgreich um verständnis werben kannst? dann stell den zossen in die ecke und fahr nie auf öffentlichen strassen. unterm helm kann keiner sehen, wer du bist und dass du fest damit rechnest, dass dir verständnis entgegengebracht wird. das gegenteil wird der fall sein, und wenn du in einer haarigen situation nicht frau genug bist, selbstbewusst blitzschnell einen entscheidung zu fällen, dann verlierst du. so einfach ist das. je früher du lernst, dass nur du, niemand anderer(!!), die verantwortung für dich während eines ausritts trägt, umso früher wirst du auf das verständnis anderer verzichten können. beste grüsse von lutz :)

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 08:50
    • #5

    Solange Angst mitfährt, wird kein Training Früchte bringen. Du kannst noch so viele Kilometer "trainieren", es wird sich nichts ändern. Mit jeder kribbeligen Fahrsituation werden sogenannte Fortschritte gleich wieder eingedampft und das Psychospielchen beginnt von vorne. Mit einer solch enormen Blockade im Kopf wird das nix. Bliebe also zunächst mal die Frage zu klären, woher die Angst kommt. Mit schon unterstelltem mangelndem Selbstbewusstsein hat das vermutlich gar nichts zu tun. Es stehen viele Menschen im Leben ihren Mann, haben aber trotzdem eine Menge Ängste. Wovor hat man Angst? Die Antwort darauf kann sich jeder selbst liefern, wenn er sich nur traut. Motorradfahren ist riskant. Wenn die Angst vor körperlicher Versehrtheit einen Fahrer beherrscht, ist derjenige auf einem Mopped schlecht aufgehoben. Warum hängen viele nach einem Sturz das Hobby an den Nagel, obwohl sie es rein physisch noch ausüben könnten? Weil sie es auf die harte Tour begriffen haben. Hast Du Dich mal bei einem versierten Fahrer auf den Soziusplatz gesetzt? Wenn ja, wie hat sich das für Dich verglichen mit dem eigenen Fahren angefühlt? Die Antwort könnte einen Anhaltspunkt liefern. Soweit mein Beitrag zu einem Teil des Themas. Zum Umgang der Motorradfahrer untereinander kommt später etwas nach. Gruß Andreas



    editiert von: werdorfer, 28.11.2009, 09:04 Uhr

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 09:50
    • #6

    naklar hat das was damit zu tun. wenn ich als anfänger unsicher bin und mir bemerkungen so nahe gehen, dass ich um verständnis für meine noch unsichere fahrweise bettele, was ist es denn dann deiner meinung nach? wir sind uns doch wohl einig, dass die meisten von uns irgendwann einmal an den punkt gekommen sind, wo wir gemerkt haben: mann gottes, jetzt biste wirklich in der situation, wo's verteufelt eng wird, und jetzt ist keiner da, der mir helfen kann, da muss ich alleine durch. nach solch einer überstandenen puuuh-haaa-situation kommt dir das gelaber der "alten" schon viel weniger gottähnlich vor, weil du selbst DEINE situation gemeistert hast. dann brauche ich aber das verständnis der alten nicht mehr so dringend, weil ich mir selbst vertrauen kann, gelle? das verständnis der anderen für meinen unsicheren fahrstil ist gift für meinen fahrstil und für mein ego. angst oder tierisches erschrecken nach einer haarigen situation sind normal, aber wer nicht in der lage ist, die wieder abzulegen, der hat auf einem zossen nix verloren. der bringt sich und andere in gefahr. steht aber jemand zu seiner angst und sagt: ne danke, das ist nicht mein ding, dann verdient derjenige den allergrössten respekt. grüsse von lutz

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 10:01
    • #7

    Lutzolaf Unterschreib' ich mit. Ich kann mich leider an etliche brenzlige Situationen erinnern. Leider, weil diese überhaupt erst entstanden sind. Ich musste da notgedrungen alleine durch. Vergleiche mit gottähnlichem Geschwallere sind mir dabei nie in den Sinn gekommen. Ich hatte einfach nur Glück. Vielleicht interpretieren wir "um Verständnis buhlen" unterschiedlich.



    editiert von: werdorfer, 28.11.2009, 10:33 Uhr

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 10:02
    • #8

    Moin moin ut Hamborch ... ich habe jetzt 2,5 Jahre den Möppischein und kann bestimmt noch nicht "richtig" fahren, auch wenn ich bereits ~25Tkm gefahren bin. Aber mir hat es sehr geholfen mich Gruppen mit "erfahrenen Bikern" hier und in anderen Foren anzuschließen und hinterher zu fahren. Ich beobachte die Vorrausfahrenden und versuche deren Linie zu fahren. Ansonsten fahre bei jeder Möglichkeit mit Nachbarn und Freunden ... zum Kaffee, um den See ...egal! NUR Erfahrung gibt Dir Sicherheit, um Dein Selbstbewustsein aufzubauen! Sorry - Mentaltraining ist nix für mich ... wenn ich keinen Respekt mehr vor der Kurve habe, fahre ich sie nicht richtig und überschätze mich vielleicht! Ich bin nicht ängstlich .... aber ich fahre verantwortlich und immer so, dass ich schneller könnte, aber nicht muss. Ich habe immer noch Reserven ... genau wie meine Maschine! Wenn DU mit dem Fahren nicht so klar kommst ... hast Du mal überlegt, erst mal eine handlichere Maschine zu kaufen ??? Ich bin hier im Forum auch schon Touren mit einigen Bikern gefahren und es wurde IMMER Rücksicht auf schwächere Fahrer genommen. ..just my two cents. Gute Fahrt! Kippi

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 10:03
    • #9

    Man sollte das Thema meines Erachtens nicht verkomplizieren. Wer so ängstlich ist, dass für ihn das Motorradfahren ein ständiger Kampf gegen sich selbst ist, für den wird Motorradfahren nicht das richtige Hobby sein. Das merkt man aber schon in der Fahrschule - spätestens dann, wenn sich die Angst mit den Fahrstunden nicht abbaut sondern vielleicht sogar noch steigert. "Die ober Hälfte des Motorrades" las ich schon während der Fahrschulzeit. Ich schaue da immer wieder rein. Das Übungsbuch dazu fährt sogar meistens mit. Immer wieder mal lese ich einen Abschnitt und probiere dann das Gelesene in der Praxis aus. Dadurch gewöhnte ich mir an, alles, was ich auf dem Motorrad mache, bewusst zu tun. Für mich ist jede Fahrt bewusstes Training und fast immer kommt irgendeine Situation vor, die auch Bernt Spiegel behandelt. Nach meiner Einschätzung ist es gut, wenn man intuitives Handeln überdenkt und bewusst macht. Hört sich schwierig an, ist es aber nicht. Ich frage mich einfach oft, warum ich etwas Bestimmtes jetzt so und nicht anders gemacht habe. Die geistige Auseinandersetzung mit den Vorgängen des Fahrens baut zumindest auch ganz normale Ängste ab. Ich fahre erst seit fünf Jahren und habe insgesamt ca. 60.000km absolviert. Ich fahre tourenmäßig flott und rund um den Kalender und mit sehr viel Spaß dabei. Aber ich bewege mich innerhalb meiner Limits und verstehe mich nicht als Sportler. Es macht mir nichts aus, überholt zu werden. Ich befinde mich nicht im Wettbewerb. Dabei bin auch auch auf anderen Kontinenten ud oft und gerne im Linksverkehr unterwegs. Ich verabrede mich lieber mit Anderen an Ziel- oder Etappen-Stopps als dass ich im Pulk fahre. Oft fahre ich aber bewusst jemand hinterher, den ich zufällig unterwegs als Vordermann habe und schaue, was der macht um es mit meiner eigenen Fahrweise zu vergleichen. So etwas läuft einfach nebenher mit. Ich fühle mich deshalb nicht ständig wie auf der Prüfungsfahrt. Lernbereitschaft und Verantwortung stehen dem Fahrspaß überhaupt nicht entgegen. Diese Elemente kann man "spielerisch" einfließen lassen. Bei mir jedenfalls hat sich meine Methode bewährt. Außer einem Umfaller im Stand mit einem kaputten Spiegel als Folge (übrigens bei einer Gruppenfahrt) passierte mir bis dato nichts. Einmal war ich in der Stadt 6 km/h zu schnell. Ich kassierte keinen einzigen Punkt und trotzdem war es überhaupt nie langweilig. Dank Bernt Spiegel sah ich die Dinge rechtzeitig kommen, bevor sie gefährlich werden. Vor allem habe ich von ihm gelernt, völlig entspannt auf dem Motorrad zu sitzen. Und außerdem ist mir natürlich stets bewusst, dass man micht nicht sieht. So muss die Angst nicht ständig mitfahren.

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 28. November 2009 um 10:16
    • #10

    Ich hab Spiegel in den Anfängen auch gelesen und mir damit Informationen geholt, die mein Fahrlehrer mir nicht vermitteln konnte. Das betrifft insbesondere die Linienführung. Ganz sicher hat er mir nicht dabei geholfen, brenzlige Situationen zu vermeiden. Ich betrachte meine Fahrsituationen gerne mit meinen eigenen Augen und nicht durch die Brille Dritter. Deren Sehstärke könnte unter Umständen nicht zu meiner passen. Es gibt soviel gute Literatur, da muss ich mir den "Bernt" nicht unter das Kopfkissen legen, selbst wenn der Autor ein begnadeter Motorradfahrer ist.



    editiert von: werdorfer, 28.11.2009, 10:49 Uhr

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