Beiträge von netterlo

    Dass ausgerechnet das Standgeräusch die Maßzahl ist, nach der geschaut wird, ist ja irgendwie unlogisch - in der Regel fährt man ja.


    Dass ein Motor bei anderen Drehzahlen und vor allem mit Last ganz anders tönt, als bei halber Nenndrehzahl lastfrei ist klar - welche Bedeutung genau dieser lastfreie Betriebszustand mit statischer Drehzahl in Hinsicht auf die Lärmbelastung durch beschleunigende Kradler für eventueller Anwohner oder Wandersleute hat, ist mehr als fragwürdig.

    Gefühlt hat das Standgeräusch wenig mit dem zu tun, was andere von mir hören. Wenn das aber die Grundlage für "Fahrerlaubnis" ist... dann ist das ein guter Grund am Verstand derer zu zweifeln, die sich die neue lustige Regel ausgedacht haben... entweder nichts, oder falsch gedacht, wer weiß das schon. Spielt im Detail eigentlich nichtmal eine Rolle... Akustik, eine Geschichte voller Mißverständnisse...

    Ob Alu-Hüte nun vor Frequenzen schützen, oder gezielt unter Volk gebracht werden sollen (recht erfolglos bisher) weil sie die Sendefrequenz optimal empfangen, ist ja unklar. Dass keiner der Aluhut-Vertreter auf eine ausreichende Erdung verweist, die für eine Schtuzfunktion elementar wichtig wäre, deutet darauf hin, dass es nicht als Schutz- sondern als Empfangsmodul konzipiert ist. Unklar ist weiterhin, ob die Sache mit den Atemmasken nicht von irgendjemandem gewollt ist - und womit die behandelt sind, um den Träger gefügig zu machen. Dass man die Masken täglich waschen soll, legt den Schluss nahe, dass diese Substanz schon lange dem Wasser zugefügt wird.

    Mit diesen einfachen Überlegungen sollte klar sein: Was nützt uns ein intaktes Immunsystem, wenn wir täglich Wasser trinken? Der Kreis schließt sich. Ist es nicht herrlich, wie logisch alles Unlogische scheinen kann, wenn man einen Teil der Fakten außer acht lässt?

    Nicht nur Ressorcen werden gespart, sondern auch durch verringerten Abrieb der Feinstaubaustrag maßgeblich reduziert. Danke Klaus, danke Flo, für diese Anregung meine meist inakzeptable Fahrweise neu zu überdenken!

    Wer wird sich schon eine 3m kürzere Yacht kaufen, nur weil irgendwo ein ohnehin bald sterbender Kleinrentner keine vernünftigen Winterschuhe hat?

    Der Prozess geht anders: einen Teil des zu versteuernden Überschusses investiert man steuerbegünstigend in EIN Paar Winterschuhe und produziert mit dem Werbebudget ebenfalls steuerbgünstigend eine Reportage über dieses wohltätige Projekt. Die Schuhe darf ein Statist anprobieren und anschließend kriegt der noch eine Curry-Wurst und eine Flasche Bier. Das Glück zeigt man dann in einer Sondersendung über soziale Perspektiven und Projekte. Die Schuhe kann man nach dem Dreh im Rahmen des normalen Kaufrücktritts wieder bei Zalando einreichen.

    Das spendende Unternehmen erlebt dann durch den Wohltätigkeitsbonus eine Umsatzsteigerung. Es werden (vielleicht) neue Arbeitsplätze geschaffen und die Yacht für den Vorstandsvorsitzenden fällt (auf jeden Fall) 3m länger aus. So oder ähnlich geht das bei uns.


    Bartimaeus: bei so düsteren Gedanken (egal wie realistisch bzw. realitätsnah sie sind) musst Du aber aufpassen, dass man Dich nicht medikamentös einstellen muss. Es gibt da was von Ratiopharm...

    Warum? "Psychoacoustics" ist der Titel eines relativ drögen aber empfehlenswerten Buches über die Kuriositäten unserer Geräuschwahrnehmung. Da hat der Herr Zwicker wohl mit einer Kohorte von Studenten oder anderen Probanden viele, viele Reihenhörversuche durchgeführt und unsere Wahrnehmung von Lautstärke und Geräuschqualität nüchtern beschrieben. Wenn Du das durchhast, gibt's eigentlich keine offenen Fragen mehr zu dem Thema. Zusammengefasst: alles was sich ändert wird besonders störend wahrgenommen. Dazu gehört die massive und relativ langsame Amplitudenmodulation bei Wenigzylindern, die sich schnell ändernde Frequenz beim Beschleunigen, die Rauhigkeit des "Sounds" (nichts anderes als eine reltiv schnelle Amplitudenmodulation)...


    Ein Auto hat meist eine geringe und langsame Frequenzschwankung (relativ wenig Power, relativ hohe Masse -> relativ geringe Beschleunigung -> langsame Drehzahländerung), hat eine gut kapselnde Moterenumhausung, ein relativ lautes rauschartig breitbandiges und nichtmoduliertes Abrollgeräusch... ist eigentlich immer "weniger auffällig" und daher auch nicht ganz so störend wie schrille, rauhe und schnellveränderliche Moppedgeräusche.

    Fahrgeräusch afair (muss nichtmehr aktuell sein) in 10m Abstand zu einer Vorbeifahrt gemessen. Ist real etwas aufwändiger als mit nur einem Mikrofon/Schallpegelmesser, aber sei's drum.

    Standgeräusch 0,50m Abstand im 45°-Winkel hinter der Auspuffauslassöffnung.


    Ein Geräusch ist in doppeltem Abstand 6dB leiser (jedenfall nimmt die Schalleistung auf eine Referenzfläche um soviel ab). Daraus ergibt sich:


    0,5m*2=1m=dB(0,5m)-6dB

    0,5m*2*2=2m=dB(0,5m)-12dB

    0,5m*2*2*2=4m=dB(0,5m)-18dB

    0,5m*2*2*2*2=8m=dB(0,5m)-24dB (also ungefähr 10m undgefähr 25dB geringerer Leistungspegel)


    Wenn man in Schalldruck statt Schallleistung misst, sind's statt 6dB nur 3dB. Und in 10m Abstand ergibt sich denn ein Schalldruckpegel der etwa 12 dB unter dem Standgeräusch liegt. Ob die Leistung oder Druck oder womöglich die Leistungsdichte ermitteln, bin ich grad zu faul im Detail zu recherchieren.


    Also mindestens aus den unterschiedlichen Messabständen kann eine sehr unterschiedliches Pegel bei den beiden Werten Stand/Fahr entstehen. Dass dann auch noch andere Parameter wie Drehzahl, Abrollgeräusch, Windgeräusch dazu kommt wollen wir mal ganz außer Acht lassen, bevor wir den Überblick verlieren.


    Vielleicht sind jetzt die verschiedenen Zahlen bei Standgeräusch und Fahrgeräusch ein wenig besser nachvollziehbar.


    Was den Staubsauger angeht: direkt am Gerät nur mit Hörschutz arbeiten - alle anderen sollten 10m Abstand halten.


    Und generell: nicht alles was nicht lauter als 80dB ist, nervt nicht. Wenn das Mopped in 10m 80 dB hat, hat es in 40m Entfernung nur noch um 70dB - wer keine Moppeds mag, den stört das.

    Dass das Mopped für die allermeisten nur Vergnügen ist, und dieses Vergnügen noch größer zu werden scheint, je mehr das Geräusch die Mitmenschen nervt... mir kommt's ein bisschen so vor, als würden wir nicht stigmatisiert, sondern als würden wir uns selbst stigmatisieren und dann den anderen die Schuld geben.


    Was übrigens hörpsychologisch besondere Aufmerksamkeit beim Hören erzeugt, ist das, was wir besonders lieben: der Anstieg der Drehzahl beim Beschleunigen. Ein regelkonformes Fahrzeug kann mit einer schnellen Drehzahlrampe deutlich mehr nerven, als ein regelwidrig "zu lautes" Fahrzeug, dass mit konstanter Drehzahl passiert. So ist dann auch ein LKW/Bus weniger aufdringlich, wenn er mit 1600 Touren vorbeibrummt, als ein Krad, dass bei der Passage von 6 auf 11 kRPM aufdreht... selbst wenn beide den gleichen effektiven Pegelwert haben und auch wenn der LKW 6 oder 10 dB "lauter" ist.


    Alles nicht so einfach. Weder zu verstehen, noch ein schlüssiges Konzept für Regeln festzuschreiben.

    Ihr seid:

    ...

    Nu is aber gut! Muss ja nicht jeder toll finden, was Dir einleuchtend erscheint - so wenig wie Du bereit zu sein scheinst zu akzeptieren, dass andere anders denken. Hab Deine Meinung - und wenn Du der Einzige bist, der so denkt, dann ist das sicherlich eine sehr einsame Rolle, aber nicht verpflichtend, dass sich irgendwer Deiner Meinung anschließt.

    Du musst augenscheinlich anderswo Leute suchen, die Deiner Sichtweise folgen können und wollen. Hier hast Du ein klassisches Minderheitenproblem. Bedauerlich für Dich.


    Und inhaltlich zum Herrn Zimmer:

    - Dass er Impfungen empfiehlt ist natürlich toll - es gibt keinen Impfstoff.

    - Der Herr Zimmer ist unzufrieden: der Lockdown kam nämlich zu spät, war aber auch garnicht nötig (14:00-14:10)... das ist eine Logik, die erklärungsbedürftig ist.

    Bullshit Bingo 2.0 - sorry, das war unsachlich.

    ...Wenn die Krise sich aber nicht verschärft , ist dass doch wieder gut für die Wirtschaft ????...

    Das kann man durchaus kontrovers sehen. Als Regelungstechniker mag ich ja effiziente Systeme, die gleichzeitig stabil sind. Also hoher Durchsatz und geringe Schwankung der Qualität.

    Bezogen auf die "Krise" (die ja jetzt für die allermeisten hierzulande noch keine ist, aber durchaus zu einer werden kann) wäre es günstig wenn wir soviele Infektionen bekommen, dass wir die Infizierten mit starken Symptomen gerade noch medizinisch mit unserer Kapazität versorgt bekommen. Je mehr Neuinfektionen, desto schneller sind wir durch, ist eine nicht von der Hand zu weisende These. Und dass es leider viele Todesopfer gibt, ab dem Moment, wo die Versorgung überlastet ist, haben uns unsere Nachbarländer gezeigt. Es geht also in einem regelungstechnischen Optimalfall darum, bei maximaler Auslastung der Versorgung die Infektionswelle durch's Volk schwappen zu lassen.

    Soweit mal aus regelungstechnischer Sicht, die an zwei statischen Voraussetzungen scheitert:

    a) man braucht eine recht hohe Neuinfektionszahl, was möglicherweise sehr einfach geht - und lebt mit einem Bein in der Überlastung des Versorgungssystems, weil man ja mit der Basislast an der Kapazitätsgrenze ist. Eine Schwankung der Neuinfektionen kann unmittelbar dramatische Konsequenzen haben - also vielleicht besser nur Teilauslastung mit brachliegender "Reserve"...

    b) wenn man das konsequent zuende denkt, braucht die "geregelte/gesteuerte" Welle nahe der Belastungsgrenze immernoch mindestens zwei bis drei Jahre bis der kritische Punkt mit ca. 70% postinfizierter, immuner Bürger erreicht ist. Was dabei nicht bedacht ist, ist die Option auf ein Impfmittel in absehbarer Zeit... das könnte in einigen Monaten die Lage weltweit entschärfen.


    Wenn wir vertrauen, dass es ein Impmittel in "absehbarer Zeit" geben wird, ist es sinnvoll, aktuell und bis zur Verfügbarkeit so geringes Risko einzugehen, wie möglich - also weit entfernt von Risikokapazitäten zu bleiben, um eine maximale Sicherheit zu erreichen, bis die endgültige Waffe gegen die Infektion entwickelt ist. So kann man das sehen. Mehr Action haben wir natürlich je näher wir der Belastungsgrenze sind - und noch mehr wenn wir drüber liegen. Ein rein wirtschaftliches Motto wäre beispielsweise "lasst uns Autos bauen, anstatt auf Impfstoffe zu warten - es sterben doch eh alle irgendwann". Das gäbe Action und unsere Wirtschaft hätte lediglich mit einem Knick im Absatzmarkt zu kämpfen.


    Wir sind in D also nach dem Start ziemlich schnell auf die "langweilige" Seite der Entwicklung gekommen und verharren jetzt dort, während andere Länder sehr schnell überkritisch waren und sich mittlerweile mit deutlich strengeren Maßnahmen gefangen haben (beliebte Urlaubsländer wie Italien, Frankreich, Spanien), oder wie USA, Russland, Brasilien noch relativ ungebremst unterwegs sind... und mit Ausnahme von Russland hohe Sterbefallzahlen vermelden.


    Im Sinne der gewohnten Dynamik scheint uns "verharren" nahe am wirtschaftlichen Todesurteil - daher ist wohl auch mancher jetzt sehr unzufrieden oder/und besorgt. Längerfristig gedacht wird imho kaum ein Land so wenig beschadet davon kommen, wie die Länder, die derzeit den Prozess "beherrschen" (nicht wirklich beherrschen, aber wir haben etwas Spielraum für gezielte vorsichtige Lenkmanöver)...


    Kurz: bei der aktuellen Lage könnten wir uns imho höhere Infektionszahlen erlauben und gewissermaßen ein wenig "verschärfen", und das wäre nicht nur wirtschaftlich so lange von Vorteil, bis die Verschärfung sich verselbständigt und nichtmehr kontrollierbar ist.

    ... 329 Beiträge ..

    Stimmt mich nachdenklich! Nur mal angenommen, dass das Verfassen jedes Beitrags nur 5 Minuten gekostet hat, was bei manchen Beiträgen sehr optimistisch scheint, kommen so rund 1600 Minuten zusammen. Ganz grob sind das 28 Stunden - oder anders ausgedrückt "eine Kurzarbeiterwoche" - mithin ein viertel Monatsgehalt an Invest in den Informationsgehalt in dieses Forum. Dramatisch ist es, wenn diese Beiträge von sagen wir mal 100 Leuten gelesen werden, die je Beitrag auch 5 Minuten brauchen (manches ist so wirr, dass man zweimal lesen muss) - dann entsteht gegenüber einem fiktiven Produktiveinsatz ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund zwei Mannjahren (Sind ja 100 mal eine Woche Aufwand bei rund 50 Wochen pro Jahr).


    Wer in Foren Beiträge verfasst, die von anderen gelesen werden, oder noch schlimmer zum Antworten animiert, schadet der Wirtschaft und somit dem Gemeinwohl. Wollt ich nur mal erwähnt haben...

    Im Tankrucksack einen Gefrierbeutel mit einem feuchten Lappen drin. In der Zigarettenpause legt man den Lappen flächendeckend über das Visier. Vor der Abfahrt zieht man einmal ab und packt den Lappen wieder in den Gefrierbeutel.


    Gut geeignet sind Microfasertücher - reinigen gut, machen keine Putzstreifen. Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss sind praktisch.

    Tuch abends gründlich ausspülen und trocknen lassen. Morgens vor der Tour mit etwas Spüliwasser anfeuchten und einpacken.

    Kampfspuren am Mopped verdienen Respekt und Hochachtung. Ich würd's so lassen oder einen Streifen Panzertape drüber beppen um eventuelle Undichtigkeiten zu mindern. Wenn das Tape nach einer Weile abfällt, macht man einen neuen Streifen drüber... aber es gibt nichts was länger hält als ein Provisorium.

    Ich glaub ja nach wie vor, dass die aktuelle Aufregung nur entstehen konnte, weil die Chemtrailversorgung zusammengebrochen ist.

    Wenn die Kneipen wieder aufmachen, wird's vermutlich wieder ein wenig ruhiger an der Verschwörungsfront, sobald die Chemtrailjunkies auf Turkey sich wieder regelmäßig bei Männergesprächen einpegeln können.


    Die Reptiloiden... ist es ein Mangel an Detailwissen, dass ich damit weder paradieshafte Hoffnungen, noch apokalyptische Ängste verbinde?

    Nuja, den Punkt, dass unverhältnismäßig viel "mit Corona" sterben, wenn die Intensivversorgung der wenigen ernsthaft Betroffenen nicht klappt, kann man bei aller Skepsis gegenüber der Medienmeldungen kaum ignorieren. Dass es aus diesem Grund durchaus sinnvoll sein kann, die Anzahl der Intensivpatienten im handhabbaren Bereich zu halten ist eine logische Konsequenz um unnötig frühes Ableben durch Nichtbehandlung bzw. palliative Notlösungen zu vermeiden. Da die Anzahl der Covid-Infizierten mit starken Symptomen einen Prozentsatz der Infizierten ausmacht, ist es nicht nachteilhaft, die Anzahl der Neuinfektionen auf ein Maß zu beschränken, bei dem eine Behandlung flächendeckend und vollständig möglich ist. Das ist ein einfacher mathematischer Ansatz für ein rein numerisches Problem. Steht aber alles hier schon und wurde beim Querlesen entweder übersehen, oder nicht verstanden.


    Den Vorwurf der Panik, bzw. Panikmache sehe ich nirgends. Es ist ja auch keine Panik wegen der ich vor einer engen Kurve vom Gas gehe oder bremse, sondern schlicht mein Respekt vor der im Vorfeld schwer einschätzbaren Situation. Und logisch kann man eine bekannte Kurve mit bekanntem Ausgang frecher nehmen und Sekunden gut machen, als wenn man in unbekanntem Gebiet nicht weiß, ob die Kurve zu macht.


    Es gibt nun Theorien bzgl. Covid-19, die besagen, dass die Kurve eigentlich mit Höchstgeschwindigkeit fahrbar gewesen wäre und solche Theorien, die besagen, dass man noch vor dem Scheitelpunkt steht und mit gemäßigter Geschwindigkeit in den nicht einsehbaren Kurvenbereich fahren sollte. Fahr halt so, wie Du das für Richtig hältst. Man nennt das Pluralismus. Stay tuned.


    PS: mein Fernsehkonsum ist sicherlich eines der langweiligsten Probleme mit denen Du Dich auseinandersetzst.

    gerber1110: Dank für die Erhellung mit den zwei separaten Systemen für Zug und Druck an der Gabel - hatte ja Coyote schon ganz schnell eingeworfen. Dass eine BMW damit ausgestattet ist, war mir unklar während ich bei neueren Modellen am Markt schon davon gehört hatte. Am Federbein geht das natürlich nicht... (um doch noch ein bisschen Recht zu haben...)


    Das Fahrtraining ist ein grundsätzlich guter Tipp - und wenn das eins ist, bei dem man die Körperhaltung mitlernt, inklusive "ein bisschen umsetzen", erlebt man spätestens in schnellen Wechselkurven, dass der Körper beim Schräglagenwechsel signifikant leichter wird und man diesen Moment für die Positionsänderung nutzen kann. So mach ich das gelegentlich - zweifle aber, ob das der optimale Zeitpunkt ist - der bequemste ist es allemal. Und generell finde ich es auch sinnvoll, "fahren" zu lernen - die Probleme beim Wenden und Langsamfahren sind in der Regel nicht so gefährlich, wie wenn man mit relativ üblichen 80-120 eine Kurve anfährt und dabei das Kognitionssystem in Schockstarre verfällt bevor klar wird, was zu tun ist. Tilt und ab ins Gelände... Fahrzeugbeherrschung in "Langsam" ist natürlich ein ganz eigener Spaß, den man imho aber auch im Alltag gut und mit brauchbarem Lernerfolg autodidaktisch lernen kann, wenn man viel innerörtlich unterwegs ist.


    Auf der Straße so extrem zu wedeln bis der Arzt kommt... ist wohl eher keine Anfängerempfehlung, und dank der beobachtbaren 20-30°-Schräglagensperre der meisten Kradler ist ja auch unwahrscheinlich, dass sich so einer beim Schwingen lang macht, weil ein Rad abhebt...


    Ich mach das leichte Wedeln auch wenn mir langweilig ist, spiele dann mit meinem Wohlfühlpunkt oder einfach nur mit Gullideckeln oder Flickstellen - weit entfernt von Abhebe- und ernsthaften Temperatureffekten. Aber man merkt, ob man locker ist und bekommt damit beim Tourstart eine halbwegs brauchbare Referenz, ob die Reifen sich im "Normalbereich" eckig anfühlen, oder ob der Reifendruck einigermaßen stimmt.


    Die sachliche und bildhafte Physiklektion, nach den empörten Aufschreien, ist verstanden - danke dafür.

    ...extra unterschiedlich abgestimmter Viskosität für Druck und Zugstufe...


    Echt jetzt?! Man lernt nie aus! Unterschiedliches Öl für Zug und Druck? Oder gleiches Öl und verschiedene Temperaturen? Erzähl! Will ich auch.

    ...vor dem starten des Motorrades die krankenstatistik/Auslastung des örtlichen Krankenhauses zu studieren ist . ...

    Früher hieß das "nie ohne frische Unterhose aus dem Haus"... das hat man auch nicht verstanden, bis man dann irgendwann auf einer Party jemanden kennen gelernt hat und froh um Muttis Ratschlag und die frische Wäsche war...

    ... Das hinterherlaufen nach wissenschaftlichen Mindermeinungen etc bringt uns nicht weiter.

    Thumbs up!


    Wenige Wochen sind vorbei!

    WO sind die hunderttausende an akuter Atemnot leidenden?

    Gottlob nicht so arg viele bei uns. Guck Dich aber auf der Welt um, es gibt genug und es werden mehr - bleib am Ball und informiere Dich weiter. Statt ungebremst an die Wand zu fahren, bremsen eben alle... sei gnädig und nachsichtig, wenn's nicht ganz so schlimm kommt, wie es hätte kommen können. Und für's vollständige Lesen des Threads meinen aufrichtigen Respekt, wenn mir auch nicht klar ist, wie langweilig einem sein muss, dass man sich das antut.

    Ob grad alle so komisch drauf sind, weil viel weniger Chem-Trails sichtbar sind?


    Also, die Sache mit dem Fahren. Ansteckungsrisiko nahe null, oder auch nicht erwiesen höher als wenn man um Klopapier schlangesteht. Grundsätzlich ist der Ursprung der #stay@home-Ansprachen ja auch vier Wochen alt und damals (jesses, wie die Zeit vergeht) war noch nicht ganz raus, ob's uns flächig so derbe erwischen wird, wie die armen Kerle in Bergamo. Dass ein umfassender Notstand mit tatsächlichen und Umfassenden Einschränkungen ausgerufen wird, wenn uns der Laden um die Ohren fliegt, war zu befürchten. Mittlerweile ist die Expansion zwar noch nicht vollständig in trockenen Tüchern, aber die paar "angeordneten" Maßnahmen und die durchweg halbwegs "brave" Einhaltung der Empfehlungen haben jetzt dazu geführt, dass wir den ersten Infektionsschub nicht nur statistisch sauber eingetütet haben. Keine Überfüllten Intensivstationen, einigermaßen handhabbare Zahl von Neuerkrankungen. Wir wissen also, dass wir mit unserem Versorgungssystem die aktuelle Infektionslage relativ locker beherrschen und dass Maßnahmen und Bürgerdisziplin einen ersten Erfolg vorsichtig feiern dürfen. Vielleicht würde aus dieser heutigen Sicht mancher Inhalt von vor vier Wochen so nicht geschrieben worden sein.


    Hinterher kann man leicht sagen "war doch garnicht so schlimm" und vor allem über die "völlig ungerechtfertigten und überzogenen" Einschränkungen lamentieren. Aber mal ehrlich: glaubt einer, dass es so glimpflich gekommen wäre, wenn wir uns vor vier Wochen nicht auf ein anderes Verhalten eingestellt hätten? Wenige Wochen länger "Normalität" und wir hätten wohl mindestens ein ähnliches Desaster erlebt, wie z.B. in Bergamo zu beobachten war und in einigen anderen unkontrollierten Hotspots. okok, hätte hätte Fahrradkette... wer weiß das schon so genau... wenn man nie auf eine heiße Herdplatte fasst, kann man nicht beweisen, dass man sich dort ganz erbärmlich die Pfoten verbrennt...


    Die Kuh ist noch nicht ganz vom Eis - das ist die, wenn wir sicher sein können, dass alle entweder geimpft sind, oder 60-70% durch Covid-Kontakt immun geworden sind. Wenn das mit der aktuellen Geschwindigkeit weitergeht, reden wir imho über viele Monate.

    Bis dahin müssen wir die aktuelle Lage genau beobachten und ggf. an neu aufkeimenden Hotspots mehr bremsen. Ein wenig lockern muss schon sein, aber nicht unsere Lage verwechseln mit den besonders stark reglementierten Gegenden wie Italien, Frankreich, Spanien u.a.. Je mehr Eingeschränkt ist, desto mehr kann auch gelockert werden - bei uns ist das weitestgehend der Aufruf zur Vernunft gewesen, der uns so "unverhältnismäßig" einschränkt. Wenn Vernunft eine Einschränkung ist, dann haben wir ein massives kulturelles Problem... aber das soll hier nicht Gegenstand werden.

    Lockerungen sollten vernünftigerweise erstmal die staatlich eingeschränkten Betriebe betreffen: Schulen, Kindergärten, Universitäten, geschlossene Läden. Wenn das alles ohne neue Infektionswelle gut geht, kommen wir so langsam in den Freizeitbereich und regeln die Sache mit dem Sport und privaten Feiern. Und wenn sich dann nix dramatisches tut, ist ja gut.


    Grundsätzlich ist das "Verkehrsmittel Motorrad" meines Wissens nicht verboten. Wir sind angehalten "unnötiges" und "vermeidbares" zu unterlassen. Wer ansonsten Frau und Kinder erschlägt, sollte imho unbedingt lieber eine Runde auf's Mopped hocken und sich austoben bzw. einfach eine Runde zu spielen und sich den Kopf frei zu machen - den drohenden Unfall versucht man ja eh im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu verhindern. Vielleicht fährt man besser schon los, bevor der Kamm geschwollen ist... nicht dass man in Rage die grundlegenden Sicherheitsüberlegungen missachtet oder im Blutrausch fahrphysikalische Grenzen überschreitet.


    Ich glaub in einem Punkt sind sich fast alle einig: Grundsätzlich Unnötiges vermeiden und das Nötige tun wenn es denn erlaubt ist - und ja, das ist aus intellektueller Sicht vielleicht nicht nötig gesagt bzw. geschrieben zu werden, aber auf Chlorreiniger steht ja auch unnötigerweise, dass man ihn nicht trinken soll und keiner regt sich drüber auf.

    ...dir bei der nächsten Tour ja mal so richtig Feuer ...

    ... also noch mehr Feuer als bisher von Dir bekannt braucht der ältere Herr nicht, zu dem ich allmählich werde... aber wir bekommen das schon hoffentlich mal zeitnah wieder hin. Momentan bin ich ja frustriert, weil mir neulich welche weggefahren sind, die etwa Deinen Style hatten. War also verdient, gegen mich mit meiner Luftpumpe zu siegen :-)


    Was Chambley angeht... seh ich momentan nur die erwähnten, denkbaren Sondergenehmigungen als Option. Ende April werden wir vielleicht mehr wissen. Und Vogelsberg ist zwar nicht im Ausland (für viele) aber ist halt auch eine Veranstaltung mit mehr als zwei Leuten... letztlich ein ähnliches Problem.

    Moin, junger Mann. Könnt sein, dass wir uns dann in Chambley besser kennen lernen :-)

    Vielleicht gibt's zeitnah Sondergenehmigungen für sportliche und sicherheitstechnische Trainungsveranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl... manchmal träume ich ja doch... sonst eben später.


    falo : Feuerlöscher? Brandstifter! 8)

    So mancher der schon einst geblüht

    in Kraft, in Schönheit und unbedachter Verschwendung,

    der nun die Früchte trägt und reifen lässt in aller Ehr,

    scheint sterbend nun, der jungen Pracht,

    und doch ist diese nur der Samen der der Frucht entsptringt

    und einen gäb's doch ohne den andern nicht.


    Gerne auch so. :-)