Beiträge von netterlo

    Dann sind wir uns ja einig. Es geht darum, die Menge an Motorrädern zu reduzieren.

    Manchen entschiedenen Motorradgegnern geht es wohl darum. Und die bekommen mittlerweile auch Nachwuchs, den man z.B. in nachfolgendem Schwank erkennt: Ortsdurchfahrt, vor mir ein wild piepsender, aus allen Klappen pneumatikzischender Mülllaster (wegen dem ich unterm Helm kaum höre, ob mein Motor an ist), der im kleinen Gang zur nächsten Mülltonne hin beschleunigt gibt die Sicht frei auf ein Kind auf dem Trottoir. So ist meine Perspektive. Die andere Perspektive, die des Kindes: "Neben mir ein ganz normaler Mülllaster, der anfährt. Plötzlich sehe ich hinter dem Mülllaster ein Motorrad. Da halte ich mir natürlich die Ohren zu, um mich vor dem Motorradlärm zu schützen."


    Grundsätzlich und aus der Sicht des Gesetzgebers ist Lärm ein Problem, das gesellschaftlich zu Stresssymptomen bis hin zu kardiologischen Exzessen führen kann. Es ist also durchaus sinnvoll, die Lärmquellen auf ein unvermeidbares Maß zu beschränken, um das Gemeinwohl auf hohem Niveau zu halten. Insofern ist tatsächlich der Lärmschutz die Ausgangsbasis für Verbote und Reglementierungen. Wie außer durch Neu- bzw. Anders-Regelungen könnte sich am augenblicklichen Zustand etwas ändern?


    Es gibt Orte, in denen der kradelnde Freizeitverkehr eine hohe akustische Last darstellt. Auch in diesen Orten fahren laute Müllaster... zweimal die Woche und man kennt Wilfried, den Müllmann. Die Kradler kommen vermummt und in unterschiedlicher Gruppengröße im Minutentakt durch den Ort und hinter dem Ortsschild ticken viele (da reichen 10 von 100) in den zweiten Gang runter und reißen auf bis wenige Sekunden später der Drehzahlbegrenzer tackert. Ich verstehe, wenn das gemeine Anwohnervolk davon angenervt ist und eine Lösung für das Problem fordert.


    Wenn die Politik solche Probleme nicht aufgreift, macht sie einen schlechten Job. Und natürlich möchte man als Partei (welche auch immer) Inhalte darstellen, mit denen sich der zukünftige Wähler identifizieren kann. Es muss also eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden, mit der Menschen vor unnötigen Belastung geschützt werden können. Würde das "die Politik" nicht leisten, z.B. im Bereich Lärmminderung, wäre das ein Grund für uns am System zu zweifeln.


    Ob ich nun die Lärmbelastung anderer richtig einschätzen kann, wage ich zu bezweifeln. Als einer der sein halbes Leben mit Akustik seine Brötchen verdient hat, bezweifle ich auch, ob die Lärmbetroffenen ihr Problem korrekt benennen (hatte ja bereits erwähnt, dass auch die Mücke im Schlafzimmer "zu laut" ist - man hört sie eben und will sie da nicht haben und wenn man sie nicht hören würde, wäre es leicht zu glauben, sie wäre nicht da... endlich einschlafen!) und wenn es schon berechtigte Zweifel an der Problemdarstellung gibt, dann kann ein Politiker unmöglich ein korrektes Bild der Lage haben. Es werden also messtechnisch gestützte Studien gestartet, die zunächst feststellen sollen, ob Kräder Schalle erzeugen, die im aktuellen gesetzlichen Rahmen Auffälligkeiten generieren. Und ja, es gibt diese Kräder, die "zu Testzwecken" auf der Hausrunde ohne dB-Eater unterwegs sind. Und es gibt diese Fahrer, die 50m vor dem Ortschild die Zylinder fluten, weil dort mangels Kontrollmöglichkeit das innerörtliche Geschwindigkeitslimit quasi für aufgehoben erklärt werden kann.


    Sodele. Jetzt wissen wir, dass es Leute gibt, die von Motorrädern angenervt sind, wenn sie sie nur hören (Pegel ist da relativ wurscht) und wir wissen aus messtechnischer Betrachtung, dass es eine gewisse Zahl von manipulierten viel zu lauten Krädern gibt und wir wissen, dass es Kradfahrer gibt, die aus den gesetzlichen Regelungen die letzte Zehntelsekunde herausholen wollen (und womöglich glauben, dass ihr Motorrad nur 77dB macht, weil das so im Schein steht).


    Aus gesetzlicher Sicht gibt es also erkennbare akustisch relevante Regelverstöße der Kradfahrer und Menschen, denen die Kradfahrer zu laut sind. Was genau sollte jetzt der Gesetzgeber machen?


    Danke schonmal für die Antworten.

    Das Bild ist schön, aber was sieht man? Ich mutmaße mittelwertnormierte Werte. Bin unsicher ob reale Messwerte, oder typisierte Papierwerte, oder gar die Mischung aus gemessenen Standgeräuschen und Papierfahrgeräuschen.


    Falls da was mit Mittelwert gemacht wurde... ist sehr kritisch, wenn man Mittelwerte aus logarithmierten Werten bildet... sowas darf nur machen, wer weiß was er macht!

    Standgeräusch nimmt man deshalb, weil die Trachtentruppe mit einem handelsüblichen Handpegelmesser auf dem Waldparkplatz nachmessen kann, ob der eingetragene Wert ungefähr eingehalten wird - da das hemdsärmelig gemacht wird, gönnt man uns dann eine Messtoleranz von 5dB (afair) - heikel ist nur, wenn das Töff mehr als diese Toleranz nach oben vom Papierwert abweicht, da dann angenommen werden kann, dass ein technischer Defekt oder eine Manipulation vorliegt.


    Ein Fahrgeräusch ist für die Aufsichtsbehörde in freier Wildbahn nicht umsetzbar, da eine definierte Messumgebung gefordert ist, die sich im öffentlichen Verkehrsraum so nicht findet.


    Ob es nun realistisch ist, einen Wert zu nehmen, der zwar eine typische Betriebsdrehzahl abbildet, aber einen sehr untypischen Lastzustand kann gerne diskutiert werden, aber nicht, dass es der einzige Wert ist, der im Zweifelsfall relativ unproblematisch nachgemessen werden kann. Hier siegt der Pragmatismus.


    Verallgemeinernd wird anscheinend angenommen, dass Fahrzeuge mit einem hohen Standgeräuschpegel auch ein lautes Fahrgeräusch erzeugen.


    Vorschlag:

    Wenn wir hier intern mal eine Sammlung anlegen, welches Krad welche Angaben für Stand und Fahrgeräusch hat und diese Werte in ein x-y-Diagramm verpunktet wird sich eine längliche Wolke ergeben, bei der mit zunehmendem Standgeräusch auch das Fahrgeräusch ansteigt. Die Breite dieser Wolke zeigt dann auf, um wieviel verschiedene Modelle mit gleichem Standgeräusch lauter oder leiser ist, als der Trend, mit dem Stand- und Fahrgeräusch möglicherweise korreliert scheinen.


    Könnten wir ja mal machen, so eine Sammlung und dann eine Petition auf den Weg bringen, dass wir nicht akzeptieren wegen eines zu höhen Standgeräuschs Fahrbeschränkungen zu bekommen und dass wir dafür sind, stattdessen die Fahrzeuge mit zu hohem typisierten Fahrgeräusch auf den Opfertisch zu legen... oder solche, die zwar niedrige Standgeräusch haben, aber auffällig hohe Fahrgeräusche... oder... irgendwas anderes, damit der Lärm eingeschränkt wird, den wir und unsere Brüder im Geiste mit unserem "Hobby" verursachen. Solange wir nicht ändern, werden die sich von uns gestört fühlenden keine Änderung bemerken.

    Und wie schon erwähnt: egal wie leise wir als Kollektiv werden, wird es immer Einzelne geben, die in irgendeiner Form akustisch auffallen... und wenn etwas auffällt, dann ist es nach gängigem Verständnis "zu laut".


    Wir kennen das, wenn nachts eine Mücke mit ihren 15-20dB durch's Schlafzimmer sirrt. Zu laut! Schlafen und Entspannung unmöglich.

    Wenn wir mit unseren Hobby-Grinse-Eimern 80dB und mehr erzeugen, dann sind "die anderen" (mal wieder) paranoid und und ungerecht und wollen uns das letzte bisschen Freiheit nehmen...


    Nicht nur die anderen messen mit zweierlei Maß - da tun wir schon auch!

    Gestern seit Monaten zum ersten Mal wieder in der Innenstadt gewesen - normal weiß ich nicht, was ich da zu tun haben könnte, auch ohne Corona. Irgendwie wundert es mich nicht, dass die Zahlen so hoch sind. Sind die denn alle bekloppt? Wo man hinguckt Stau - und ich meine jetzt nicht KFZ, sondern in der Fußgängerzone.

    Kann mir nicht vorstellen, dass mehr als 10% von denen, die da unterwegs sind, wissen, was sie tun. Und ja, ich war einer von den 10% und hab drei Kreuze gemacht, als ich wieder aus der Nummer raus war. Eine solche Bevölkerungsdichte... ich glaub an der Überbevölkerung ist doch was dran und grüble jetzt, was die Lösung sein könnte...

    ...und wenn man innerorts vom Blitzgerät mit 52km/h gemessen wird, weiß der Automat auch nicht, ob man außerorts 100 oder 180 gefahren ist... was wäre gewesen, wenn alles anders gewesen wäre? Und was wäre gewesen, wenn es anders als anders gewesen wäre? Und warum ist es, wie es ist? Wir gleiten ins Philosophische, wenn ihr mich fragt! Einem Motorradforum unangemessen, wenn ihr mich fragt.


    Daher wieder was zu Verkehrsregelungen, wenn's schon um Gesetze geht und Dinge, die heute anders sind, als 'früher' bzw. 'kürzlich':


    Fakt:

    ...bis weit in die 50er Jahre konnte man, anscheinend ohne jemanden zu gefährden, völlig legal so besoffen rumfahren wie man wollte... damals gab's auch kaum mehr Verkehrstote als heute...

    Voll ungerecht, dass wir heut nichtmehr besoffen fahren dürfen!


    These:

    Und ganz klar ist (okok, das ist suggestiv... sorry) heute die Gefahr größer, besoffen erwischt zu werden, als das irgendjemand deshalb zutote kommt. Aber nur, weil diese Lobbyisten und korrupten Politiker aus den etablierten Parteien das Promillelimit nicht aufgehoben haben. Dabei war früher alles mal gut. Früher gab es niemanden, der zu besoffen gefahren ist. Und heute? Null Spaß, null Freiheit.


    Komplett ungerecht! Menno!

    Ach Mikael, wenn man selbst nix geregelt bekommt, kauft man sich normalerweise einen längeren... äh, ein besseres Werkzeug. Dann hat's ein Ende mit der Selbstkritik und man hebt sich von der Masse ab... (dieser verkackte Humor aber auch immer)

    Glaube ich nicht. Dann haben wir hier das Chaos, was du in Indien & Co siehst.

    Wenn wir jetzt jeglichen Freizeitspaß zunichte machen, haben wir das, was in der Landwirtschaft gerade zu Protesten führt - Stallhaltung. Und das bekommt keiner da oben durch, da bin ich mir sicher.

    Bis wir in D flächendeckend eine Bevölkerungsdichte wie in Mumbai haben, können wir noch einige Flüchtlinge aufnehmen... klar wird auch mir ganz blümerant, wenn ich daran denke wie Leute, die schon mit der Dose zeigen, wie wenig sie die Sache mit dem Verkehrsfluss überblicken, auf einem völlig unkontrollierbaren Einspurer unterwegs sein könnten, sofern es so kommt, wie ich mir das schönträume.

    Drum würde dann auch regelmäßiges (Zwangs-)Training auf meinem Wunschzettel stehen, damit die Fahrberechtigung erhalten bleibt.


    Faktisch würde weniger gefahren, weil weniger bequem. Es würde weniger Kraftstoff verbraucht, weil sparsamere Fahrzeuge. Der Rohstoffbedarf für drei Familienmotorräder wäre zudem deutlich geringer, als für Papas Statusdose. Umwelttechnisch fast 50% weniger Ressourcen und weniger Dreck bei vollem Erhalt der privaten Mobilität.

    Und freilich würden die überzeugten Dosenfahrer auf die Barrikaden gehen und gegen den linksgrünen Umweltterror demonstrieren. Aber was genau macht jetzt diese Dosen so notwendig? Bequemlichkeit? Komfort? Schwachsinnige und vollkommen unnötige Zusatzfeatures, wenn es darum geht, von A nach B zu kommen. Nönö, Mopped reicht!


    Für professionelle Transportvorhaben für Güter oder Großgruppen bleiben selbstverständlich Mehrspurer Teil des Verkehrsgeschehens und sind auch ökonomisch wie ökologisch vertretbar.

    Nuja, der Umstand, dass sicherlich 90% der Kradfahrten zum Zweck der eigenen Bespaßung dient, ist sicherlich auch eine Überlegung, die mitspielt, wenn man sich über die Notwendigkeit von Krädern unterhält. Die allermeisten machen ja das Notwendige mit der "umweltfreundlichen und leisen" Dose und gehen dann nur zum Austoben mit dem Krad raus.


    An dem Punkt schwillt mir schon ein bisschen der Kamm, wenn die Freizeithooligans von Freiheitsberaubung und staatlichem Terror reden.


    Ich bin eher für ein Verbot von Dosen. Das würde dazu führen, dass Straßen weniger überlastet sind, weil Einspurer einfach viel weniger Platz brauchen. Parkplatzknappheit würde sofort gelöst. Energieeinsparung ohne Ende, weil selbst Overkillkräder verhältnismäßig wenig Kraftstoff brauchen und zudem bei schlechtem Wetter nicht die Verwandten am anderen Ende der Republik besucht werden - wiederum eingesparter Kraftstoff und Schonung der Umwelt.


    Was dann die Wirtschaft angeht: Vom großen deutschen Hersteller gibt's Kräder für jede Anforderung, die dem Vernehmen nach richtig gut sind. Es gibt scharfe Italienerinnen (die Mädels von der Insel sind leider raus) und somit einen halbwegs diversen Binnenmarkt. Man könnte Nicht-EU-Importe mit Zöllen belegen, um die heimische Produktion zu fördern. Stecken eben diese Quants dahinter, die schon damals... aber das ist eine ganz andere Geschichte.


    Wenn Dosen verboten wären, würde sich der Nutzfahrtanteil bei Krädern erhöhen und die Toleranz würde steigen. Das Motorrad wäre dann keine nervige Umweltsauerei für hirnlose Idioten, sondern ein ressourcensparender Weg in eine umfassende umweltschonende Individualmobilität. Die Zukunft liegt in unseren Händen. Wer noch eine Dose hat, weiß jetzt, was zu tun ist. Keine Kompromisse!

    Ein Versuch, das kurz zu erklären:

    Mit dem halben Drehmoment fährt man bei gleicher Dynamik eine Oktave höher. Wenn bei halbem Drehmoment vor Erreichen der Oktave das Drehvermögen ausgeht, zieht das höhere Drehmoment weg.


    ...weiß aber jetzt nicht, ob das verständlich ist...

    Die "Ahnungslosigkeit" der Politiker... da mag was dran sein, wenn es um Detailfragen der Akustik geht. Andererseits istz eben die Frage, wie eine Regelung zur akustischen Entlastung der Anwohner in den "Brennpunkten" aussehen sollte, die uns Kradler "zur Vernunft bringt" und die vor allem für das einfache Bodenpersonal mit vertretbarem Aufwand überprüft werden kann.


    Der aktuell mancherorts gewählte Ansatz aus den unumstößlichen Fakten

    - mehr dB = mehr laut

    - mehr laut = mehr nervend

    - 1*20dB lauter = 100*Normallaut

    führt in einem pragmatischen Prozess dazu, dass man ein Prozent "Laute" aussortiert und die akustische Qualität dadurch schon signifikant beser wird. Und weil das Bodenpersonal nicht alles messen kann, schon garnicht die Kompetenz hat für komplexe fahrdynamische Geräuschanalysen, nimmt man eine Zahl, die verfügbar ist, den mittleren und häufig genutzten Drehzahlbereich hinsichtlich der Geräuschemission abbildet und fertig. So dumm ist das eigentlich nicht - bisschen eindimensional, aber wenn man diese eine Dimension verlässt, wird's messtechnisch schwierig für die Bodentruppe.


    Es ist natürlich nicht zielführend nach Zahlen aus den Papieren die lauten Motorradfahrer von den leisen Motorradfahrern zu sortieren. Wenn aber faktisch 5-10% der Kräder einen zu hohen Wert in den Papieren hat, dann kommen die Halter nicht ins Zielgebiet und damit entschärft sich die Lage statistisch um 5-10%. Wenn ganze Gruppen fern bleiben, weil ein Gruppenmitglied nicht ins Zielgebiet darf, dann entspannt sich die akustische Last sogar um mehr, als um den Marktanteil der "papierlauten" Kräder. Der Anwohner dankt's.

    Es wird also diese Art der relativ unsinnigen Art schon einen positiven Effekt haben, es ist zudem leicht vom Streifendienstanwärter überprüfbar und womöglich hat auch einer Interesse an eingezogenen Bußgeldern für Regelverstöße.


    Wie schon erwähnt ist das akustische Geschehen beim Fahren nicht zwingend vom Wert im Fahrzeugschein abhängig. Unwägbarkeiten wie Lastzustand, Drehzahl verschieben den Papierwert dynamisch sicherlich um 10-20dB nach oben und unten. Allein diese Veränderung des Geräusch ist ja schon ein Problem. Kurz mal zwei Sekunden laut, um von 60 auf 100 zu beschleunigen... wer macht das nicht gelegentlich. Dann zwei Gänge hoch und quasi geräuschlos weiterrollen, bis man wieder zwei Gänge runter steppen muss, geschmeidig dem Scheitel anbremsen und wieder von vorne (ich gerate ins Schwärmen)... der Anlieger an einer Kurvenstrecke hat dann alle 5 Sekunden einen Wechsel zwischen +10dB und -10dB... und kaum ist einer aus der Hörweite, kommt der nächste an und erzeugt fast das gleiche Geräuschmuster... wenn das mal nicht krank macht.


    Übrings: wer glaubt ein Fahrgeräusch von 77dB sei leiser, als ein Standgeräusch von 94dB... der muss sich mal die Versuchsaufbauten zur Wertermittlung anschauen. Das eine ist aus signifikant größerem Abstand gemessen... ist vergleichbar mit "eine Ameise ist unter der Lupe fünfmal größer, als ein Elefant in 500m Entfernung". Zuhause hinterm Kühlschrank möchte man natürlich das kleinere Tier haben - und bei genauer Ansicht würde sich jeder letztlich für die Ameise entscheiden. Wer Ameisen noch nicht kennt, wird dann merken, dass nicht nur die Größe ein Problem darstellt, sondern auch die Reproduktionsrate... eigentlich will man weder Elefanten, noch Ameisen in der Wohnung. Ich schweife ab...

    Du meinst, wem keine interessante Beschäftigung einfällt, der fährt dann eben mit Nenndrehzahl durch den Kurort? Ich bräuchte dazu bei gegebener Primärübersetzung wahlweise ein 5er Ritzel oder ein 150er Kettenblatt... ist ja schon auch interessant. Im sechsten Gang könnte ich damit locker Gas-Wheelies ziehen und würde damit dann auch ziemlich nah an die 100km/h für die Landstraße kommen. Win-Win! ;-)

    Nanana, natürlich kommt man innerorts bestenfalls im ersten Gang in den Bereich der Nennleistung... und auch nur wenn man eine ziemlich blutleere Luftpumpe hat und solange man Geschwindigkeiten unter 100km/h innerorts als sozialverträgliches Entgegenkommen einhalten möchte. Aber solche Fragestellungen jenseits des Stammtischniveaus anzugehen ist ja irgendwie unwürdig.


    Eventuell muss man der "Bekannten" mal mitteilen, dass die 150PS nur dann anliegen, wenn man bei der korrekten Drehzahl auch konsequent den Gasschieber auf "eins" stellt. Alles andere sind undurchdachte und schlechte Kompromisse, die am technischen Konzept der Maschine vorbei gehen. Der Gedankenansatz der Dame geht immerhin in die richtige Richtung und zeigt ein gewisses Grundverständnis. Darwin hat noch zu tun.

    Hab heute auch den Rasen gemäht. Elektrisch und mit 93 dB, was etwas lauter als das Standgeräusch meines Motorrads ist. Nach einer Stunde war ich fertig und das hält wieder 2-3 Wochen.


    Eine Stunde Motorradfahren in 2-3 Wochen? Würde mich nicht zufrieden stellen.

    Da würde eventuell ein Benzinmäher mit Zubehörauspuffanlage helfen. Wenn Du richtig kaufst, macht das auch optisch einiges her. Für die Zeit zwischen den Mähterminen kannst Du in der Garage weiter optimieren: Navi dran, für exakte Orientierung beim Mähen, Griffheizung für die kühlen Tage, eventuell mit Folierung optisch aufmotzen, paar Carbonteile dran und Fahrwerk optimal einstellen. Kann man ein wirklich anspruchsvolles Hobby draus machen. Wenn man's wirklich wissen will, dann eben auch Sportluftfilter, schärfere Nockenwelle, polierter Einlass... nicht zuletzt die Bereifung! Da geht etliches, damit die Spannung erhalten bleibt, auch wenn man nicht damit fährt. Und vielleicht kannst Du ja dann am Ende ein oder zwei Zehntel sparen - aber reicht ja schon, wenn der Sound besser ist, als bei den Mähern in der Nachbarschaft.