Beiträge von netterlo

    Es geht um Konditionierung. Alles andere ist Quark. Damit man die Umkonditionierung für wichtig hält, ist in vielen Fällen eine teure Rastenanlage nötig. Ist so'n bisschen wie mit den Kassetten und der CD... man wechselt eben andere Datenträger und braucht dafür ein neues Gerät - statt Bandsalat hat man jetzt verdreckte Laser, die das Musikhören verhindern. Und mit der Schaltumkehr ist's halt ähnlich... nie mehr Bandsalat, aber bei Bitfehlern ist eben schluss mit lustig.

    Das Umnödeln der Originalanlage kann ja nur am Platzangebot scheitern - oder daran, dass man keine externe Schalthebelumlenkung hat.

    Als Vorteile der Schaltumkehr sind klar ersichtlich a) die Exklusivität einer solchen Lösung und b) die mentale Herausforderung, die mit etwas Glück der Aktivierung des Hirns dient, was ja grade bei uns Älterwerdenden dem zunehmenden Verfall entgegenwirken könnte.


    Das mit dem "besser Schalten" ist irgendwo im statistischen Bereich wenige Zehntel schneller und sehe ich für den Straßenbetrieb eher weniger existenziell - außer man leidet an chronischem Zeitmangel, da kann man auf einer Tagestour sicher einige Sekunden rausholen - über's Jahr gesehen kann da schon mal eine gute Minute oder noch mehr zusammenkommen. Time is money!


    Aber grad wegen der Hirnaktivitäten tät ich das - je mehr ich jetzt drüber nachdenke - womöglich doch irgendwannmal ausprobieren wollen... wäre ja dann völliges Neuland für mich! ;-)

    Na Susi, so richtig abgehen tut's aber nur, wenn man bei umgekehrtem Schema "hochsteppt". Mit jedem Mal Drauftreten wird ja das was passiert zunehmend müder. Kann freilich sein, dass das bei so Geräten wie der Tuono dann noch reicht - mein Quirl ist mit einem Gang zu hoch quasi außer Gefecht gesetzt und wenn das aus Versehen mal passiert, muss ich ja gleich zwei Gänge wieder runter, die Gegner sind dann außer Sicht und die Rundenzeit ist komplett für die Tonne ;-)

    "Umgekehrt" scheint mir in fahrpraktischen Zuständen nur dann hilfreich, wenn man in amtlicher Linksschräglage stark beschleunigend im Drehzahlbegrenzer festhängt und dann einfach nichtmehr konkurrieren kann, während die anderen locker davon ziehen. Im Alltag auf der Straße habe ich meist noch Drehzahlreserve und warte dann eben eine oder zwei Sekunden mit dem Hochschalten. Am Lieblingskringel gibt's genau eine Kurve in der mir ein andersrummes Schaltschema gefallen würde. Aber deswegen fange ich jetzt kein Projekt an. Die Zukunft sind eh schaltfreie Kräder - entweder so'n DCT am Verbrenner mit Daumenwippe oder gleich elektrisch.

    Mit dem richtigen Reifen der in einem breiten Temperaturfenster gut funktioniert ist es wirklich kein Problem diesen auf "Betriebstemperatur" zu bringen. Das sind halt oft Supersportreifen wie der Rosso Corsa II oder der BT S22. ...

    Jaja, alles gut. Der S22 ist schon arg geschmeidig. Aber der sieht bei 15 Grad echt ziemlich anders aus, als bei den Sommerspielen, wo man nachmittags eher 40+° am Asphalt hatte, statt der 10 Grad nach der feuchten Herbstnacht.

    Was soll's, das größte Problem ist bekanntlich eh der Fahrer.

    Die "Vorturner" waren jedenfalls nur sehr kurz vorne (wenige) oder sehr schnell aus dem Sichtbereich (eher mehr) - und was nützt es zügig zu fahren, wenn man der Einzige ist, der das so sieht... ohne Ähnlichschnelle braucht's dann schon ein bisschen, bis man sich in den Streckenverlauf eingefuchst hat. ... geht schon massiv auf's Ego. Immerhin haben sich die Reifen wacker geschlagen. Wenigstens beim Einkaufen alles richtig gemacht... und zugegeben, trotz Lernbelastung war's schon auch Spaß.

    A propos Saisonende! War letzte Woche noch beim Fahrkurs... habe mich dort auf fast unbekanntem Kurs kalibriert . Streckenkenner waren signifikant fluffiger unterwegs, aber für einen Blindfisch habe ich mich tapfer geschlagen. Heikel bei 15 Grad die Reifen auf Temperatur zu bringen.


    Gestern bei 15 Grad Lufttemperatur (aber sonnig) eine der letzten großen Hausrunden im laufenden Jahr - unter 10 Grad muss man sich wirklich arg warm anziehen, oder einfach die Streckenlänge reduzieren. Ist natürlich hart, wenn man seltener und nur noch kürzer fahren kann, sich dafür aufwändig ankleiden muss und nachher trotzdem den Frost in den Knochen hat... dafür ist Kryotherapie echt was, was einen gesund und fit hält. Und kaum ist man austherapiert (meist irgendwann Ende Februar), werden die Tage wieder länger und die Temperaturen freundlicher - irgendwann ist Zeit und eine günstige Bedingung für die erste große Hausrunde im Jahr und kurz danach ist es wieder viel zu heiß dafür... dann kommt wieder ein Saisonende und alle kriegen das große Heulen. Der Lauf der Zeit... macht doch was ihr wollt.


    Mancher fährt zum "Saisonende" nach Marokko und hat dort seinen Spaß... hoffentlich... aber es ist echt hart, wenn man im Spätherbsturlaub nochmal irgendwo eine Woche Sommer hatte und dann ins nassnebligdunkle Mordor zurück kommt.

    Angefahrenes Öl über den Winter unbedingt auf Temperatur halten. Zu diesem Zweck auch zwischen November und März regelmäßig fahren - ist zudem gut für den Ladezustand der Batterie und es setzt sich kein hartnäckiger Ranz an Gabelsimmeringen oder in diversen Lagern an. Eventuell entstehendes Kondens im Tank kann sich nicht absetzen und wird vom Alkoholanteil im regelmäßig nachgefüllten Sprit kontinuierlich gebunden.

    Ich mach meist im Spätherbst die Winterreifen drauf, sobald der letzte Sommerreifensatz an der Abfahrgrenze ist... also normale Tourenschluffen, die nicht ganz so sensibel auf die kühleren Bedingungen reagieren, wie das Material, das man in der warmen Jahreszeit drauf hat, mit dem man auch mal relativ unbesorgt bei 30 Grad ein Kringeltraining fahren kann. Im Frühjahr dann irgendwann wieder "normales" Material. Aktuell fahre ich etwas zu wenig (bzw. zu reifenschonend), als dass es für 2 Sätze Sportler und einen Satz Tourer aufgehen würde... ist ärgerlich. Muss unbedingt meine Gewohnheiten optimieren.

    Ich persönlich könnte nicht auf [allerlei] verzichten! Ich bin süchtig danach, insbesondere nach dem Gebrabbel eines V8 Motors... daher kommt ein E-Motorrad für MICH nicht in Frage...

    Boah ey! Du fährst ein V8-Mopped? Wahnsinn! Wäre mir zu schwer, egal wie sich's anhört.


    Auf einen V8 würd ich übrigens auch nicht verzichten wollen. Ist mir aber egal wer den hat - einer reicht mir... weltweit.. mit V12, V16, meinetwegen auch V43, Sternmotoren, Wankel und wie sie alle heißen genau das Gleiche... tolle Funktionsstudien für wirkungsgradschwache Kraft-Wärme-Maschinen. Tolle Konstruktionen, ganz schwaches Konzept. Ich seh das eher nüchtern.

    Im Mopped brauch ich die ganzen schweren Brocken beim besten Willen nicht - so ein schlanker Kreiskolbenmotor a la Wankel, der hätt was.


    RoZi : Aluklapphelm! Dass ich da nicht selbst und früher drauf gekommen bin!

    Touren in ungeraden Wochen dürfen dann nur die Nummernschilder mit ungeraden Endzahlen mitfahren, denn die restlichen müssen draußen bleiben.

    :)

    Da bekommt "Wechselkennzeichen" eine ganz neue Bedeutung! (und wird auch für E-Auto-Fahrer ein sehr interessantes Mobilitätskonzept)

    Bevor die Pocken bei uns einwandern, sollten wir vielleicht mit einem Erstschlag reagieren!


    (..nur um das klar zu stellen: der Witz ist in der Diskrepanz zwischen "Erstschlag" und "reagieren"... Namensgleich- oder Ähnlichkeiten mit realen oder historischen Personen, Orten oder Ereignissen sind fast zufällig und nur schmückendes Beiwerk...)

    🤣 Wenn Dich ein Panda in der Stadt beim Beschleunigungsduell schlägt .....

    Du ahnst es nicht, ich hab schon Radfahrern Platz gemacht, damit sie vorbei ziehen können... nicht in allen Situationen kann ich das Leistungsvermögen meines Krads voll ausschöpfen... und oft will ich das auch garnicht. Hab mir auch schon überlegt, mal mit meinem Therapeuten drüber zu sprechen ;-)

    Die fuhr gestern Nacht neben uns her in der Stadt von Ampel zu Ampel. Ca. 6 Ampeln lang. Also aus den Puschen kam das Ding jetzt nicht sehr schnell. Bis 50 - 55 hatte er das Nachsehen.

    Wer weiß, was die da programmiert haben, damit einen das Drehmoment nicht schon beim Anfahren abwirft... und in der Stadt kann mir auch mal ein Fiat Panda davon fahren, wenn ich die nächste rote Ampel schon sehe... innerorts macht Schwanzvergleich noch weniger Sinn, als auf offener Strecke. Außerdem wissen wir alle it's not the bike, it's the rider!


    Davon abgesehen ist das ein hübsches Ding, mit dem ich wirklich gerne mal meine große Hausrunde abrollern täte, um zu gucken wie hinderlich die Fahrzeugmasse ist. Sonst stört eigentlich nur das Ungewohnte am Energiespeicher- bzw. Nachfüllkonzept... und ja, zugegeben, der Preis... und ob so arg rot wirklich sein muss, bin ich auch noch unsicher... sucht man sich wieder einen Wolf, bis man irgendwo Reifen in Fahrzeugfarbe bekommt...

    Bei mir ist vorne und hinten verdreht, wo Zug- und Druckstufeneinsteller sind - hier oben, dort unten, hier unten, dort oben.

    Die Handbuchvorgaben (Presets) sind ein guter Ansatzpunkt, für individuelle Optimierung - ich brauch bei mir offenbar gegenüber der Handbucheinstellung einen Klick weiter offene Zugstufe, als ich schwarz auf weiß lesen kann. Und von drei empfohlenen Settings sind bei meinem Bedarf zwei ziemlich für die Tonne.


    Wenn Zug- und Druck nicht stimmen, braucht man imho eigentlich auch nix an der Federbasis einstellen (... und "gespannt" wird da sowieso nix!). Man stellt damit nur ein, auf welchem Niveau sich die Feder abstützt. Entsprechend kommt dann Front bzw. Heck statisch etwas höher oder etwas tiefer - hat Einfluss auf die Lenkgeometrie.


    Stimmen Zug und Druck nicht, ist die Lenkgeometrie im Betrieb abhängig davon, ob Du auf gutem Belag fährst, oder ob's hoppelt (und sich bei Fehlabstimmung Front und Heck unterschiedlich bzw. falsch verhalten). Da lob ich mir meine hoppelige Hausstrecke - wenn's da funktioniert, kann ich überall entspannt bleiben, weil die Fuhre sich überall berechenbar verhält.


    Wir waren aber beim Reifen - sorry für den Exkurs.

    Schwank:

    Habe lange Zeit den Ur-AngelGT auf einem Mopped gefahren und war sehr zufrieden. Dann Modellwechsel und mit Vorfreude den "tollen Reifen" dort aufgezogen... damit die neue Huddel zu einem unfahrbaren, störrischen Bock gemacht. War echt kein Spaß!


    Aktuell:

    Auf der neuen (mittlerweile auch schon alten) Huddel funktionieren die Bridgestonesportler ausgezeichnet - der S22 durchaus mit Tourerqualitäten - beide (S21/S22) mit 10-15% Laufweiteneinschränkung gegenüber den ausprobierten Tourensportlern (DRS3, PAGT, CRA3, MR5), beide gut für einen Trainingstag diesseits der Wohlfühlgrenze auf dem Kringel.


    Idee:

    Eventuell lässt sich ein schlecht harmonierender Reifen über eine günstige Kombination aus Fahrwerkseinstellung und Reifendruck kompensieren... und dann werden vielleicht auch Artefakte wie Steinchen, Rillen oder sonstwas weniger unangenehm. Tät ich mal ausprobieren - wenn da nix rauskommt, lässt man zukünftig dieses Reifenmodell unbeachtet im Regal stehen, auch wenn's bei irgendwem ein Testsieger war.

    ... in's Gelände fahren

    Aber nur mit dem entsprechenden Programm im Bordcomputer - sonst ist ja die Traktion und alles nicht so wie's muss. Solange die Bordrechner mit Strom gehen und nicht mit Benzin, bin ich kategorisch gegen so einen Mist... hab auch meine ehemals elektrische Zahnbürste auf Zweitakt umgerüstet. So muss morgens ein Badezimmer riechen!

    Rein technisch ist so ein Elektroding schon brauchbar. Mit irgendwas um 100PS ist man im Alltag richtig gut bedient - einige haben deutlich mehr und wenn dort Fahrwerk und Bremsen stimmen, kann man richtig ernst spielen gehen.

    Dass man in den Pausen nicht irgendwo in der Pampa rumstehen kann, sondern notgedrungen mal ein halbes Stündchen hier und ein halbes Stündchen dort in der Zivilisationsumgebung einer Ladesäule als Übersprunghandlung sich vermutlich zu eigentlich unnötigem Konsum von Kaffee und Stückchen hinreißen lässt (echte Männer Döner und Cola), relativiert dann ein wenig die wirtschaftlichen Vorteile des Stromers und mindert ein wenig das Freiheitsempfinden auf großer Tour - womöglich geht's auch auf die Plautze. Ich steh gerne irgendwo am großen oder kleinen Gipfelparkplatz mit viel Muse in der Sonne und tanke dann wenig später schnell mal unten im Tal, wo die graue Wirklichkeit stattfindet, der ich auf der Huddel in den Hügeln für einige Momente der Illusion entkommen will.

    Akkumobile Alleinreisende müssen lernen, sich während des Ladens selbst zu beschäftigen... vielleicht haperts ja genau da mit der Akzeptanz... wer kann das denn noch und wer will das dann auch. Ich tät mich schwer - aber rein technisch gibt's keine echten Argumente gegen ein gut gemachtes Elektrokrad. Es gibt solche Dinger und ich denke, auch auf der Straße werden es mehr.

    Sobald uns die Early-Adopters damit um die Ohren fahren, werden wir unsere Träume entsprechend anpassen und andere Kompromisse eingehen als heute... mal als These rausgehauen...

    Bin in einer ziemlich zufälligen, denkwürdigen und lehr- und folgenreichen Urlaubswoche mit den "Nettis" ungefragt adoptiert und dazu eingeladen worden, mich hier anzumelden. Da war klar, dass ich auch ein "netter" sein wollte. Das "lo" hatte sich schon vor vielen Jahren in meinem mundfaulen sozialen Umfeld entwickelt. netterlo, feddisch!