Beiträge von Svendura

    [quote quote=501236]... ich möchte ab dem 20. August, für ca 2 Wochen, ab Rosenheim, nach Rumänien fahren ... [/quote] Wie war denn deine Reise? Ich hab Rumänien als mögliches Reiseziel zum Endurowandern für 2019 ins Auge gefasst.

    Dasselbe suche ich für Kiel. Bisher alle Suchen erfolglos, dabei würde ich mir das durchaus was kosten lassen. Aber immer bloß die blöden Hochdruckreiniger, wo sie sofort meckern, wenn man S100 sprüht, oder einen Schwamm nimmt und wo hinter einem schon drei Tiefergelegte warten, endlich dran zu kommen. Also: Eimer-Waschplatz in Kiel? Kennt jemand einen?

    Tolle Motorräder hast du, besonders die EXC. Boah... Auf meiner Italienreise hab ich eine schöne Strecke zum Endurowandern gefunden, die Strada della Cucca. Auf einer echten Enduro nicht anspruchsvoll, aber durch eine wunderschöne Landschaft. Strada della Cucca Guck... Strada della Cucca Viele Grüße, Svenja Svendura ...und Pieps, näh?!

    Dort habe ich eine prima Motorradtour gemacht mit Enduro, Zelt und Schlafsack. Ein Highlight ist ganz sicher die Motorradhöhle von Pekelne Doly. Ich bin mit dem Motorrad durch die Höhle gefahren und man kann da auch schlafen. Und ne Bar ist da auch. Es ist so, so cool. Falls dich die ganze Story interessiert: http://svendura.de/cz2013-01.php Viel Vergnügen. Tschechien ist sehr schön. Besonders der Böhmerwald hat mir gut gefallen. Viele Grüße, Svenja

    Danke, ihr Lieben für die vielen Tipps. Udo: Prima Tipp, danke dir. Camp Brione ist bislang mein Favorit. Vermutlich werde ich dort landen. Gefällt mir - für Gardasee Verhältnisse - recht gut. @weiseraltermann: Der ist nicht am Gardasee. TESOMA: Auch sehr interessant, danke. Micha: Der ist nicht am Gardasee. Volker: Der Platz in Limone sieht prima aus. Entweder den, oder Camp Brione. Ich recherchiere noch ein wenig, bzw. sehe mir den einen auf dem Weg zum anderen einfach mal an. Danke, Volker. Peter: Danke Peter. Nein, es soll eben ganz genau der Gardasee sein. Ich hab viele anderen Camps davor. Richtig tolle, bloß am Gardasee ist es so schwierig, etwas Schönes zu finden. el-gu: Nicht am Gardasee und ich will auch nicht nach Slowenien. :-) @klauss. Nicht am Gardasee. Aber ruhig klingt gut. Danke dir, klauss. @route66: Sorgen machen um mich? Ist immer sehr angebracht :-) Nein, im Ernst. Ich habe den Autozug HH-Verona gebucht und plane eine Tour mit vielen tollen Schotterstrecken nördlich von Verona. Dann werde ich mir die oberiatlienischen Seen anschauen, einmal um den Lago Maggiore düsen, dort campen, am Comer See zelten und zu guter Letzt auch einmal den Gardasee erleben und dort zelten. Mir graut selbst ein wenig vor der Gegend, weil ich fürchte, dass es total over croweded sein wird, aber wenigstens einmal möchte ich den Gardasee vom Motorrad aus erlebt haben. Vermutlich komm ich danach nie wieder, aber wer weiß. Denn route66 hat völlig, total und absolut recht: “Die Abwesenheit von Menschen ist ein wesentliches Qualitäts­merkmal bei der Auswahl meiner Reiseziele” ist mein Motto. Das wird eine letzte kleine Herbsttour, bevor die dunkle Jahreszeit beginnt und ich nur noch drinnen sitze und an meiner Reiseseite schreibe. Ich hab 16 Tage eingeplant. Ich freu mich über die vielen Tipps. Danke, Leute.

    Hallo in die Runde, im September bin ich auf Tour um die Oberitalienischen Seen. Kann jemand einen schönen Campingplatz am Gardasee empfehlen? Die ich bisher im Netz entdeckt habe, waren eher schrecklich. Gutes Camp heißt für mich:

    • Zelt steht auf Gras, nicht auf Kies oder Dreck
    • Motorrad parkt am Zelt und nicht getrennt auf extra PP
    • Keine Animation!
    • Straße / Bahnlinie in geräuschmäßig erträglicher Entfernung

    Was mir egal ist:

    • Strand und direkter Zugang zum See
    • supermega Sanitär

    Ich bin ab Mitte September unterwegs bis Anfang Oktober. Muss man in dieser Zeit noch reservieren? Ich bin mit Pieps allein unterwegs. Gruß aus Kiel, Svenja

    [quote quote=484984]... habe einen Bericht über meine Reise zusammengestellt…. [/quote] Hallo Silvie, ich hab deinen Bericht gelesen und fand deine Eindrücke sehr interessant. Wir haben viele gleiche Plätze besucht und waren sogar zur selben Zeit unterwegs. Schade, dass wir uns nicht begegnet sind. Du hast dir ja die komplette Anreise auf Rädern durch Polen gegönnt. Wow, dadurch so irre viele Kilometer. Ich habe die Anreise mit der Fähre Kiel-Klaipeda gemacht und zurück von Helsinki nach Travemünde. Ich bin gespannt, wohin du als nächstes fährst. Liebe Grüße, Svenja Svenjas Baltikumreise - Die Managementversion

    Ich nehme mir für jedes der drei Länder etwa eine Woche Zeit. Am meisten interessiert mich Estland und das lange Feiertagswochenende vom 23.-26. Juni bin ich auf Saaremaa und setz mich über Mittsommer auf einem schönen Campingplatz fest. Noch eine Woche, dann gehts los. Ich freu mich schon sehr. Besonders auch auf den Peipussee und auf Kurland. Sehr interessant war die Buchung bei DFDS in Kiel... Svenja

    Auch ich fahre in diesem Sommer nach Litauen, Lettland und Estland. Die Fähre Kiel-Klaipeda ist lange gebucht. Inzwischen habe ich ein paar prima Campingplätze gefunden, aber ich denke, vor Ort finde ich auch viele, die nicht im Internet verzeichnet sind. Die Wasserburg Trakai sehe ich mir auf jeden Fall an. Am Seeufer gegenüber ist ein hübsches Camp mit Blick auf die Burg. Wir sehen uns auf der Piste. Grüße von Svenja, Greeny und Pieps

    Ich fahre heute los nach Norden. Dir, Tundrarider, wünsche ich eine schöne Reise. Meine Reise wird entland der Hurtigruten nach Norden gehen bis ans Kap, dann weiter nach Kirkenes und durch die finnische Tundra Richtung Süden. Über die Åland Inseln hoppe ich dann zurück nach Schweden und düse gemütlich nach Hause. Viele Grüße Svenja

    Ich habe alte Fotos gefunden von meiner ersten Motorradreise nach Schweden 1984 und weil die Erinnerungen noch so frisch sind, habe ich einen Reisebericht darüber geschrieben. Erinnert ihr euch noch an diese coole Zeit? PS: Kriegt bitte keinen Schreck, denn damals war ich noch Sven und eher Macho als Mädchen. -------------------------------------------------------------------------------- Nachdenklich blättere ich in meinem Diercke Atlas und überlege, wohin ich fahren könnte. Es ist Hochsommer, ich habe Urlaub und mir ist langweilig. Ich suche was mit Abenteuer, wo man wild­campen und Enduro fahren kann und auch mal Lager­feuer machen. Schweden sieht irgendwie gut aus. Viel Landschaft und wenig Straßen. Im DTV-Lexikon steht, dass Schweden doppelt so groß wie die Bundesrepublik ist, aber nur 8 Mio Leute drin wohnen. Das Land ist praktisch unbewohnt, weil die alle in drei großen Städten leben, Stockholm, Göteborg und Malmø. Klasse, da will ich hin. Bei soviel Landschaft ist es denen bestimmt egal, wenn ich mit meiner Enduro durchs Unterholz schrubbe. Wahrscheinlich merken die nicht mal, wenn irgendwo ein bisschen Grasnarbe fehlt. Ich rufe meinen Motorradkumpel Eric an, der auch gerade Urlaub hat und sofort Feuer und Flamme ist von der Idee nach Schweden zu fahren. Seine Honda CX500 ist zwar keine Enduro und hat doppelt soviel Leistung wie meine 27PS Suzuki, aber was mir an Leistung fehlt, bin ich bereit durch Wahnsinn wett­zu­machen. Mein schönes Zelt liegt im Keller, die Luftmatratze habe ich gerade erst geflickt und mein Papa hat mir letztes Jahr seinen alten Bundeswehrschlafsack geschenkt. Na prima. Dann muss ich nur noch zur Sparkasse, schwedische Kronen tauschen und auf dem Rückweg zu ALDI und Bratwürste holen. Die ALDI-Bratwürste im Sechserpack haben sich inzwischen zum Standardessen unserer Motorradclique entwickelt. Kein Campingwochenende ohne die dicken weißen Bratwürste und eine Palette Hansa-Pils. Beides total günstig und mag jeder. Für meine 200 Mark kriege ich bei der Sparkasse in Kellinghusen 450 Kronen. Neugierig betrachte ich die unbekannten Geldscheine. Sicherheitshalber hebe ich noch 200 Mark in bar vom Konto ab. Morgen ist Wochenende und dann sind die Banken zu und es gibt kein Geld. Einen von diesen neuen Geldautomaten wie in den großen Städten haben wir in Kellinghusen noch nicht. Am nächsten Morgen holt Eric mich zu Hause ab und wir starten in Richtung Fehmarn. Wir wollen auf der Vogelfluglinie über die Fähren Puttgarden - Rödby und Helsingör - Helsingborg fahren. Das ist der kürzeste Weg und in Dänemark teilweise schon als Autobahn ausgebaut. Wir haben Glück mit dem Wetter und düsen bei strahlendem Sonnenschein durch Ostholstein. Ich fahre wie immer in Jeans, Cross-Stiefeln und Lederjacke. Nach 150 km endet die Straße vor einer winzigen Schranke aus Holz, die aussieht, als wenn einer ein Brett angemalt und da hingehängt hätte. Eric und ich gehen zu der kleinen Bude am Anleger und kaufen zwei Fährtickets. Nach 20 Minuten kommt ein Typ mit einer Eisen­bahner-mütze, hebt die Schranke an und winkt uns zur Fähre durch. Über eine Rampe geht es nach oben ins Schiff. Wir werden ganz nach vorne gelotst, wo es Gitter zum Abstellen der Motorräder gibt. Neben uns steht noch eine DT aus Ostholstein mit dem Kennzeichen Z900. Welche ein Angeber mit seiner 80er Zwiebacksäge. Dann ist da noch ein Schwede auf einer alten Honda mit einer merkwürdigen Vollverkleidung, aber wir kommen nicht ins Gepräch, weil er kein Deutsch kann und wir kein Schwedisch. Das Meer ist ruhig und wir ver­zichten darauf, die Motorräder mit den Stricken festzubinden, die dafür an den Gittern hängen. Die meiste Zeit stehen wir sowieso neben den Maschinen und sind voller Vorfreude auf Schweden. 700 km sind es bis Öland und wir haben nicht vor, unterwegs zu übernachten. Nach einer Stunde sind wir in Dänemark und nehmen die E47 Richtung Kopenhagen. Es ist wenig Verkehr und gleichmäßig ziehen wir unsere Bahn 200 km bis nach Helsingør. Mir tut der Hintern weh und ich bin froh, als wir auf die kleine Fähre dürfen und ich endlich absteigen kann. Der Øresund ist hier nur vier Kilometer breit und nach einer Viertelstunde sind wir schon in Schweden. Ich bin total aufgeregt als wir an Land rollen. Zum ersten Mal in Schweden und ich komme mir wie ein Entdecker vor, als wir langsam durch die Straßen von Helsingborg rollen. Wir wollen uns noch die Burg ansehen, von der die Stadt ihren Namen hat. Am Fuß der Burg findet so eine Art Flohmarkt statt. Jedenfalls stehen da alle möglichen Zelte, wo Leute Klamotten und Süßigkeiten verkaufen. Wir stellen die Motorräder ab und schlendern zwischen den Buden hindurch. Es ist unglaublich, wieviele Blondinen es in Schweden gibt. Eric, der mehr auf Dunkelhaarige steht, muss mich einmal davor retten, in einen Bonbonstand zu stolpern, weil meine Augen gerade woanders beschäftigt sind. Stumm sage ich meinen einzigen schwedischen Satz vor mich hin, damit er bei passender Gelgenheit möglichst lässig rüberkommt: Smukke Pige elsker dei. Das müsste ungefähr soviel heißen wie: "Hey Baby, ich find dich total süß." Mit diesen Sprachkenntnissen sollte ich gut durch den Urlaub kommen. Während wir über den Markt schlendern, bin ich die ganze Zeit dabei, im Kopf die Preise umzurechnen. Eine Mark sind 2,25 Kronen, jedenfalls hat das der Typ in der Sparkasse gesagt und wenn sie mich nicht total beschissen haben, dann ist Schweden vermutlich das teuerste Land der Welt. Uns vergeht die Lust, irgendwas zu kaufen und die ALDI-Würste, die auf dem Motorrad fröhlich in der Sonne schmoren, sind plötzlich noch wertvoller. Ich hoffe inständig, dass genug Konservierungsstoffe drin sind, damit sie auch ohne Kühlung ein paar Tage durchhalten. Wir wollen gerne auf den Burgturm klettern, um ein Foto von der Stadt zu machen. Die Motor­räder lassen wir auf dem Platz vor der Burg stehen, der Stortorget heißt und irgendwie sehr alt und bedeutungvoll ist. Ich glaube nicht, dass es hier schon böse Menschen gibt und mache mir keine Sorgen, die wertvollen Bratwürste auf dem Motorrad zu lassen. Wir klettern die Stufen bis auf den 30 m hohen Burgturm rauf und machen unser Foto, aber so richtig vom Hocker reißt uns die Burg nicht. Sie heißt Kärnan und es ist ein Museum darin, aber weil es Eintritt und Zeit kostet, schenken wir uns den Besuch. Außerdem sind es noch gute 300 km bis nach Öland und mir tut jetzt schon der Hintern weh. Wir sind kaum aus Helsingborg raus, als wir den ersten Geschmack von der Einsamkeit in Schweden bekommen. Auf der 119 nach Tingsryd sind wir ganz alleine unterwegs und wenn mal ein alter Volvo von vorne kommt, dann ist das schon ein Ereignis. Die Landschaft ist echt schön. dauernd kommen wir an Seen und kleinen Wäldern vorbei und die Straße windet sich ganz leicht durch die hügelige Landschaft und auch wenn es keine Kurvenstrecke ist, macht es Spaß, durch dieses schöne Land zu cruisen. Als ich mal für kleine Endurofahrer muss, halten wir einfach auf der Landstraße an und lassen die Maschinen auf der Straße stehen. Wir vertreten uns ein bisschen die Beine und wenn wir Raucher wären, würden wir jetzt vermutlich eine rauchen, aber so teilen wir uns nur eine Dose Rivercola, die Eric aus seinem Tankrucksack zaubert, liegen im Gras und gucken in die Wolken. Jetzt ist es nicht mehr weit bis nach Öland. In Kalmar, dem letzten Ort auf dem Festland, tanken wir noch einmal voll und fahren dann auf die Brücke zur Insel, die mich total an die Fehmarn­sund­brücke erinnert, über die wir heute morgen gefahren sind. Der Campingplatz, den wir uns zuhause im ADAC-Campingführer rausgesucht haben, liegt im Norden der Insel in der Nähe von Borgholm, der einzigen Stadt auf Öland. Da soll es auch eine große Burganlage geben, die wir uns morgen ansehen wollen, aber zuerst einmal müssen wir unseren Campingplatz suchen. Als wir endlich auf dem Zeltplatz ankommen, sind wir beide total erstaunt, wie voll es hier ist. Aber es muss ja noch Platz sein, denn der Mann in der Anmeldung winkt uns durch auf den Platz. Wir dürfen aufbauen, wo wir wollen. Wo wir wollen ist gut. Da ist ja nicht mal mehr genug Platz, um ein Badelaken auszubreiten. Frustriert fahren wir zwei Runden über den staubigen Sandweg auf der Suche nach einem Platz für unser Zelt. Ich will schon woanders hinfahren, als Eric doch noch einen freien Platz entdeckt. Zwischen einem nagelneuen Saab 900 und einem Nissan Sunny ist gerade genügend Platz, um unser Zelt und die Motorräder darauf zu stellen. Im Zelt ist es so heiß, dass man es kaum aushält. Wir räumen nur schnell unsere Sachen ein, ziehen die Badehosen an und gehen den Platz erkunden. Der Campingplatz hat einen klasse Sandstrand mit einem Badesteg, einer großen Schwimm­insel und sogar einer Wasser­rutsche, aber wir haben noch keine Lust zu baden, weil wir so aufge­heizt sind und das Meer uns eiskalt vorkommt. Vermutlich ist es das auch, denn es sind viel mehr Leute an Land als im Wasser. Wir schlendern zuerst ein wenig am Strand lang und gehen dann über den Campingplatz zurück zum Zelt. Wenn wir Mädchen kennenlernen wollen, dann am besten in der Nähe unserer Motorräder. Das hat bisher immer am besten funktioniert und warum nicht auch in Schweden? Tatsächlich kommen nach einer Weile zwei Girls vorbei. Die Blonde führt eine Katze an der Leine und ich nutze die Chance und lasse total den Tierfreund raushängen. Die Farbe der Leine passt genau zu ihren rot lackierten Fußnägeln und auch wenn wir keine gemeinsame Sprache haben, verstehen wir uns auf Anhieb und sie hat meine ganze Aufmerksamkeit. Mit Händen und Füßen gelingt es mir, ein Date für morgen abend zu machen. Wir ver­spre­chen den Mädchen ein Lagerfeuer am Strand und außerdem ist da noch unsere Geheimwaffe: Wir haben drei Flaschen Katlenburger Pfirsichbowle im Gepäck und erfahrungsgemäß geht damit einiges. Der erste Urlaubstag war echt anstrengend. Wir sind heute 700 km Landstraße gefahren und sind beide ziemlich erledigt. Kaum ist es dunkel, verschwinden Eric und ich im Zelt und legen uns auf die Luftmatratzen. Anfangs unterhalten wir uns noch ein bisschen, aber schon nach kurzer Zeit werden Erics Antworten einsilbiger und ich höre an seinen ruhigen Atemzügen, dass mein Motorradkumpel schon tief und fest schläft. Augenblicke später bin ich ebenfalls eingeschlafen. An diesem Morgen sieht das Wetter nicht so klasse aus wie gestern und wenn man nach oben guckt, weiß man nicht, ob es trocken bleibt, oder ob wir nass werden. Heute wollen wir die Ruine von Schloss Borgholm besichtigen und nach einem kurzen Frühstück aus Crackern, Schokolade und Cola steigen wir auf unsere Maschinen und fahren nach Borgholm. Schweden hat außer seiner schönen Natur nicht gerade viele Sehens­würdig­keiten und deshalb dürfen wir uns diese nicht entge­hen lassen. Außerdem finde ich Burgen interessant, weil ich mir immer vorstelle, wie sie da vor tausend Jahren oder so gekämpft haben. Die Anlage Borgholm ist wirklich riesig. Leider dürfen wir nicht reinfahren, sondern müssen die Maschinen draußen auf dem Sandparkplatz stehen lassen. Meine Cross-Stiefel sind nicht gerade die begnadeten Lauf­schuhe und so fangen wir schon bald an Abkürzungen zu nehmen und nicht mehr jeden Wehrflügel der weitläufigen Burg bis in den letzten Winkel zu erkunden. Außer dicken Mauern mit Fensterlöchern und großen Sälen ohne Dach, sowie endlosen Rasen­flächen gibt es eigentlich nicht viel zu sehen. In der Eingangshalle steht ein Holz­modell vom Schloss, aber das sieht genauso oll und verstaubt aus wie die Anlage selbst. Nach einer guten Stunde Kultur machen Eric und ich uns wieder auf den Weg. Als wir vom Parkplatz rollen, riecht die Luft nach Regen und tatsächlich fallen ein paar vereinzelte Tropfen auf uns herunter, aber richtig nass werden wir nicht. Den Rest des Nachmittags erkunden wir Öland und fahren kreuz und quer über die Insel. Inzwischen werde ich beim Fotografieren immer geiziger, denn ich habe nur zwei 24er Fuji Filme dabei, die mit etwas Glück je 26 Aufnahmen bringen, wenn ich sie knapp einfädele. Wir fahren rechtzeitig zurück zum Zeltplatz, weil wir noch Holz für das versprochene Strand­feuer heute abend sammeln müssen. Es dauert gar nicht lange, bis wir einen ansehnlichen Holzstapel zusammen haben, aber dafür mögen wir jetzt nicht mehr weggehen, nicht dass nachher ein paar andere Typen mit unseren Girls am Lagerfeuer sitzen. Wobei die Mädchen noch nicht wissen, dass sie jetzt eigentlich "unsere Girls" sind, weil Eric und ich bis jetzt zu schüchtern waren, um es ihnen zu sagen. Aber dafür haben wir ja schließlich die Pfirsich­bowle dabei. Seit vier Jahren gibt es die blöde Sommerzeit, die daran Schuld ist, dass es erst so spät dunkel wird und wir mit unserem Lagerfeuer noch warten müssen. Lager­feuer bei Sonnen­schein sind irgendwie unromantisch und von der süßen Bowle kriegt man in der prallen Sonne bestenfalls Kopfschmerzen, wenn sie nicht sogar lebensgefährlich ist. Die Sonne ist gerade erst untergegangen, als Eric schon das Holz anzündet und wir in kurzer Zeit ein erstklassiges Höllenfeuer haben. Wie aus dem Nichts kommen die Mädchen aus der Dunkelheit und setzen sich zu uns. Motorräder, Lagerfeuer und billiger Alkohol, möge diese Mischung ihre Anziehungskraft auf Mädchen niemals verlieren. Wir sitzen zusammen am Feuer und füttern die Mädchen mit heißer Bratwurst vom Stock und lauwarmer Pfirsichbowle. Welch ein erstklassiger Premiumabend das ist. Ich möchte nirgendwo anders sein. Am Boden der letzten Flasche Katlenburger ist auch unser Feuer runtergebrannt und niemand hat Lust, im Dunkeln noch einmal neues Holz zu suchen. Die Girls sind mit ihren Eltern im Urlaub und dürfen sowieso nicht die ganze Nacht wegbleiben. Wir verabschieden uns und gehen mit leichter Schlagseite zurück zu unserem Zelt. Hoffentlich bekommen sie keinen Ärger, weil sie auch ganz schön angeheitert sind. Leider vergesse ich vor dem Einschlafen noch zwei Aspirin zu nehmen, so dass ich mit einem leichten Brummschädel aufwache. Die Sonne brennt vom Himmel und im Zelt ist es uner­träg­lich heiß. In diesem Moment fällt mir wieder ein, was ich Eric gestern morgen schon die ganze Zeit sagen wollte: "Du schnarchst, wenn du auf dem Rücken schläfst." Wie gut, dass ich so einen eisernen Schlaf habe, sonst hätte ich die ganze Nacht kein Auge zugetan, so wie Eric an seiner Luftmatratze sägt. Ich hole Wasser und koche uns eine Kanne Kaffee von dem guten Löslichen. Das Zeug schmeckt eigentlich wie Knüppel aus dem Sack, aber wenn man morgens verkatert aus dem Zelt krabbelt, kommt einem der billige Granulatkaffee wie das reinste Ambrosia vor. Eric ist inzwischen auch endlich von den Toten erwacht und schlürft dankbar den heißen Kaffee. Er ist ohnehin nicht der Gespächigste, aber heute morgen bricht er alle Rekorde im Schweigen, er hat gestern abend nämlich auch seine Aspirin vergessen. Für heute haben wir uns vorgenommen, die Nordspitze der Insel zu erkunden. Auf der Karte sieht es dort recht einsam aus und ich würde gerne ein bisschen durchs Gelände schrubben. Naturschutzgebiete sind erfahrungsgemäß immer recht einsam, was für mein Vorhaben sehr gut ist. Nachdem sämtliche Gesichter gewaschen und alle Zähne geputzt sind, düsen wir in einer Staubwolke vom Campingplatz und fahren auf der 136 in Richtung Norden. Kurz vor der Nordspitze führt ein Weg nach links in den Wald. Ich bremse vorsichtig, damit Eric Zeit zum Reagieren hat, setze den Blinker und biege in den Sandweg ab. Auch wenn seine CX500 keine Enduro ist, kann er doch mühelos folgen. Nach einer Weile endet der Weg auf einer großen Lichtung mit Heidegras, das den groben Enduro­reifen erst­klassigen Halt bietet. Eric versucht mit seiner CX500 ein paar Drifts, was mit den glatten Straßenreifen gar nicht so einfach ist, ohne sich hinzulegen. Ich belüfte in der Zwischenzeit die dichte, verfilzte Grasnarbe mit den Stollenreifen der DR500 und werde dabei immer übermütiger. Schließlich lassen wir es aber gut sein, bevor sich noch einer von uns hinpackt, oder ein schwedischer Förster aus dem Unterholz bricht und "Gebühr, Gebühr!" ruft. Der Himmel hat sich verändert und es sieht so aus, als wenn es jeden Moment ein Gewitter gäbe. Ohne weitere Umwege düsen wir zurück zum Campingplatz und legen uns ins Zelt zum Ausruhen. Ein bisschen steckt uns die lange Nacht von gestern noch in den Knochen, obwohl ich eher die Bowle in Verdacht habe. Zwischendurch regnet es immer wieder mal und den Rest des Tages verbringen wir schlafend, oder mit Unterhaltung im Zelt. Morgen früh wollen wir wieder nach Hause fahren, denn so schön Schweden auch ist, alles ist total schweineteuer und unser Vorrat an Bratwürsten und Getränken ist schon lange aufgebraucht. Nur das Glas mit dem löslichem Kaffee ist noch fast voll. Das Wetter sieht ganz ok aus als wir unser Zelt abbrechen, die Sachen packen und uns auf den Heimweg nach Kellinghusen machen. Endlose Kilometer fahren wir über einsame schwedische Landstraßen und hängen unseren Gedanken nach. Als wir mit der Fähre aus Helsingborg wieder in Dänemark ankommen, beschließen wir spontan, noch eine Nacht hierzubleiben und nicht in einem Rutsch nach Hause zu fahren. Inzwischen ist unsere Reisekasse auf einen kleinen Rest schwedischer und dänischer Kronen und ein paar Zehnmarkscheine zusammengeschrumpft. Wenn wir jetzt auf einen Campingplatz gehen, haben wir nicht mehr genug Geld für Bier und umgekehrt. In Dänemark darf man zwar nicht wildcampen, aber das soll uns nicht abhalten. Falls sie uns erwischen, sagen wir einfach, wir haben davon nichts gewusst. Welch ein genialer Plan! So investieren wir die restliche Knete in ein Sechserpack Faxe Fad, ein Weißbrot und ein Paket Schweinebauch und machen uns auf die Suche nach einem Platz zum Wildcampen. Schon der dritte oder vierte Feldweg ist ein Treffer. Er führt durchs Unterholz bis an einen kleinen See im Wald. Hier bleiben wir. Wir stellen die Motorräder ab und sehen uns um. Ja, das sieht ok aus, hier kommt sicher niemand vorbei. Im Nu sind die Luftmatratzen aufgepustet und die Schlafsäcke darauf ausgebreitet. Ein Zelt brauchen wir heute nicht, es sieht nicht nach Regen aus. Eric sammelt Holz, während ich die Feuerstelle vorbereite und uns Grillstöcke schnitze. Wir sitzen total gemütlich auf unseren Luftmatratzen, halten die Stöcke mit dem Bauchfleisch über die Glut und trinken Faxe Fad. Ich frage mich nur, wer das ganze Brot essen soll. Mit einer Mischung aus Erschöpfung, Faxe Fad und Überfressen schlüpfen wir schließlich in unsere Schlafsäcke und lassen das Feuer allmählich ausbrennen. Inzwischen haben die Mücken uns entdeckt, die bis jetzt von dem qualmenden Feuer abgehalten worden sind. Aber jetzt, wo wir wehrlos ohne Zelt im Freien liegen, fallen sie über uns her. Ich krieche so tief in meinen Schlafsack hinein, dass sie keine echte Chance haben, aber Eric, der alte Rückenschläfer, wird brutal gestochen und ausgesaugt. Am nächsten Morgen sieht mein Motorrad­kumpel aus wie der letzte Überlebende einer Pockenepidemie und seine Laune ist entsprechend. Von der Feuerstelle ist nur noch ein grauer Flecken Asche im Gras zu sehen. Wir packen unseren Kram zusammen und fahren durchs Unterholz zurück zur Straße. Wir sind schon kurz vor Kopenhagen und sehen uns noch ein wenig in der Innenstadt um. Auf der Rückfahrt mit der Fähre von Rödby nach Puttgarden sind wir beide ziemlich erledigt und froh, dass es wieder nach Hause geht, aber ich weiß auch, dass ich wiederkommen werde. Schweden ist Enduroland und ich mag die Einsamkeit und die endlosen Straßen durch die Wälder. Als ich Eric 29 Jahre nach unserer Reise eine E-mail schreibe und ihn nach seinen Erinnerungen frage, da antwortet er mir mit dieser genialen Zusammenfassung: Hier endet meine Schwedenreise 1984. Es war gar nicht so einfach, sich wieder in den alten Sven hineinzudenken, aber schon nach kurzer Zeit, war er wie eine alte Jeans, die man lange nicht getragen hat und in der man sich sofort wieder wohlfühlt. Falls sich hier OH-Z900 wiedererkennt, bitte schreib doch mal. Das war das coolste Kennzeichen aller Zeiten!

    Ich habe alte Fotos gefunden von meiner ersten Motorradreise nach Schweden 1984 und weil die Erinnerungen noch so frisch sind, habe ich einen Reisebericht darüber geschrieben. Erinnert ihr euch noch an diese coole Zeit? PS: Kriegt bitte keinen Schreck, denn damals war ich noch Sven und eher Macho als Mädchen. -------------------------------------------------------------------------------- Nachdenklich blättere ich in meinem Diercke Atlas und überlege, wohin ich fahren könnte. Es ist Hochsommer, ich habe Urlaub und mir ist langweilig. Ich suche was mit Abenteuer, wo man wild­campen und Enduro fahren kann und auch mal Lager­feuer machen. Schweden sieht irgendwie gut aus. Viel Landschaft und wenig Straßen. Im DTV-Lexikon steht, dass Schweden doppelt so groß wie die Bundesrepublik ist, aber nur 8 Mio Leute drin wohnen. Das Land ist praktisch unbewohnt, weil die alle in drei großen Städten leben, Stockholm, Göteborg und Malmø. Klasse, da will ich hin. Bei soviel Landschaft ist es denen bestimmt egal, wenn ich mit meiner Enduro durchs Unterholz schrubbe. Wahrscheinlich merken die nicht mal, wenn irgendwo ein bisschen Grasnarbe fehlt. Ich rufe meinen Motorradkumpel Eric an, der auch gerade Urlaub hat und sofort Feuer und Flamme ist von der Idee nach Schweden zu fahren. Seine Honda CX500 ist zwar keine Enduro und hat doppelt soviel Leistung wie meine 27PS Suzuki, aber was mir an Leistung fehlt, bin ich bereit durch Wahnsinn wett­zu­machen. Mein schönes Zelt liegt im Keller, die Luftmatratze habe ich gerade erst geflickt und mein Papa hat mir letztes Jahr seinen alten Bundeswehrschlafsack geschenkt. Na prima. Dann muss ich nur noch zur Sparkasse, schwedische Kronen tauschen und auf dem Rückweg zu ALDI und Bratwürste holen. Die ALDI-Bratwürste im Sechserpack haben sich inzwischen zum Standardessen unserer Motorradclique entwickelt. Kein Campingwochenende ohne die dicken weißen Bratwürste und eine Palette Hansa-Pils. Beides total günstig und mag jeder. Für meine 200 Mark kriege ich bei der Sparkasse in Kellinghusen 450 Kronen. Neugierig betrachte ich die unbekannten Geldscheine. Sicherheitshalber hebe ich noch 200 Mark in bar vom Konto ab. Morgen ist Wochenende und dann sind die Banken zu und es gibt kein Geld. Einen von diesen neuen Geldautomaten wie in den großen Städten haben wir in Kellinghusen noch nicht. Am nächsten Morgen holt Eric mich zu Hause ab und wir starten in Richtung Fehmarn. Wir wollen auf der Vogelfluglinie über die Fähren Puttgarden - Rödby und Helsingör - Helsingborg fahren. Das ist der kürzeste Weg und in Dänemark teilweise schon als Autobahn ausgebaut. Wir haben Glück mit dem Wetter und düsen bei strahlendem Sonnenschein durch Ostholstein. Ich fahre wie immer in Jeans, Cross-Stiefeln und Lederjacke. Nach 150 km endet die Straße vor einer winzigen Schranke aus Holz, die aussieht, als wenn einer ein Brett angemalt und da hingehängt hätte. Eric und ich gehen zu der kleinen Bude am Anleger und kaufen zwei Fährtickets. Nach 20 Minuten kommt ein Typ mit einer Eisen­bahner-mütze, hebt die Schranke an und winkt uns zur Fähre durch. Über eine Rampe geht es nach oben ins Schiff. Wir werden ganz nach vorne gelotst, wo es Gitter zum Abstellen der Motorräder gibt. Neben uns steht noch eine DT aus Ostholstein mit dem Kennzeichen Z900. Welche ein Angeber mit seiner 80er Zwiebacksäge. Dann ist da noch ein Schwede auf einer alten Honda mit einer merkwürdigen Vollverkleidung, aber wir kommen nicht ins Gepräch, weil er kein Deutsch kann und wir kein Schwedisch. Das Meer ist ruhig und wir ver­zichten darauf, die Motorräder mit den Stricken festzubinden, die dafür an den Gittern hängen. Die meiste Zeit stehen wir sowieso neben den Maschinen und sind voller Vorfreude auf Schweden. 700 km sind es bis Öland und wir haben nicht vor, unterwegs zu übernachten. Nach einer Stunde sind wir in Dänemark und nehmen die E47 Richtung Kopenhagen. Es ist wenig Verkehr und gleichmäßig ziehen wir unsere Bahn 200 km bis nach Helsingør. Mir tut der Hintern weh und ich bin froh, als wir auf die kleine Fähre dürfen und ich endlich absteigen kann. Der Øresund ist hier nur vier Kilometer breit und nach einer Viertelstunde sind wir schon in Schweden. Ich bin total aufgeregt als wir an Land rollen. Zum ersten Mal in Schweden und ich komme mir wie ein Entdecker vor, als wir langsam durch die Straßen von Helsingborg rollen. Wir wollen uns noch die Burg ansehen, von der die Stadt ihren Namen hat. Am Fuß der Burg findet so eine Art Flohmarkt statt. Jedenfalls stehen da alle möglichen Zelte, wo Leute Klamotten und Süßigkeiten verkaufen. Wir stellen die Motorräder ab und schlendern zwischen den Buden hindurch. Es ist unglaublich, wieviele Blondinen es in Schweden gibt. Eric, der mehr auf Dunkelhaarige steht, muss mich einmal davor retten, in einen Bonbonstand zu stolpern, weil meine Augen gerade woanders beschäftigt sind. Stumm sage ich meinen einzigen schwedischen Satz vor mich hin, damit er bei passender Gelgenheit möglichst lässig rüberkommt: Smukke Pige elsker dei. Das müsste ungefähr soviel heißen wie: "Hey Baby, ich find dich total süß." Mit diesen Sprachkenntnissen sollte ich gut durch den Urlaub kommen. Während wir über den Markt schlendern, bin ich die ganze Zeit dabei, im Kopf die Preise umzurechnen. Eine Mark sind 2,25 Kronen, jedenfalls hat das der Typ in der Sparkasse gesagt und wenn sie mich nicht total beschissen haben, dann ist Schweden vermutlich das teuerste Land der Welt. Uns vergeht die Lust, irgendwas zu kaufen und die ALDI-Würste, die auf dem Motorrad fröhlich in der Sonne schmoren, sind plötzlich noch wertvoller. Ich hoffe inständig, dass genug Konservierungsstoffe drin sind, damit sie auch ohne Kühlung ein paar Tage durchhalten. Wir wollen gerne auf den Burgturm klettern, um ein Foto von der Stadt zu machen. Die Motor­räder lassen wir auf dem Platz vor der Burg stehen, der Stortorget heißt und irgendwie sehr alt und bedeutungvoll ist. Ich glaube nicht, dass es hier schon böse Menschen gibt und mache mir keine Sorgen, die wertvollen Bratwürste auf dem Motorrad zu lassen. Wir klettern die Stufen bis auf den 30 m hohen Burgturm rauf und machen unser Foto, aber so richtig vom Hocker reißt uns die Burg nicht. Sie heißt Kärnan und es ist ein Museum darin, aber weil es Eintritt und Zeit kostet, schenken wir uns den Besuch. Außerdem sind es noch gute 300 km bis nach Öland und mir tut jetzt schon der Hintern weh. Wir sind kaum aus Helsingborg raus, als wir den ersten Geschmack von der Einsamkeit in Schweden bekommen. Auf der 119 nach Tingsryd sind wir ganz alleine unterwegs und wenn mal ein alter Volvo von vorne kommt, dann ist das schon ein Ereignis. Die Landschaft ist echt schön. dauernd kommen wir an Seen und kleinen Wäldern vorbei und die Straße windet sich ganz leicht durch die hügelige Landschaft und auch wenn es keine Kurvenstrecke ist, macht es Spaß, durch dieses schöne Land zu cruisen. Als ich mal für kleine Endurofahrer muss, halten wir einfach auf der Landstraße an und lassen die Maschinen auf der Straße stehen. Wir vertreten uns ein bisschen die Beine und wenn wir Raucher wären, würden wir jetzt vermutlich eine rauchen, aber so teilen wir uns nur eine Dose Rivercola, die Eric aus seinem Tankrucksack zaubert, liegen im Gras und gucken in die Wolken. Jetzt ist es nicht mehr weit bis nach Öland. In Kalmar, dem letzten Ort auf dem Festland, tanken wir noch einmal voll und fahren dann auf die Brücke zur Insel, die mich total an die Fehmarn­sund­brücke erinnert, über die wir heute morgen gefahren sind. Der Campingplatz, den wir uns zuhause im ADAC-Campingführer rausgesucht haben, liegt im Norden der Insel in der Nähe von Borgholm, der einzigen Stadt auf Öland. Da soll es auch eine große Burganlage geben, die wir uns morgen ansehen wollen, aber zuerst einmal müssen wir unseren Campingplatz suchen. Als wir endlich auf dem Zeltplatz ankommen, sind wir beide total erstaunt, wie voll es hier ist. Aber es muss ja noch Platz sein, denn der Mann in der Anmeldung winkt uns durch auf den Platz. Wir dürfen aufbauen, wo wir wollen. Wo wir wollen ist gut. Da ist ja nicht mal mehr genug Platz, um ein Badelaken auszubreiten. Frustriert fahren wir zwei Runden über den staubigen Sandweg auf der Suche nach einem Platz für unser Zelt. Ich will schon woanders hinfahren, als Eric doch noch einen freien Platz entdeckt. Zwischen einem nagelneuen Saab 900 und einem Nissan Sunny ist gerade genügend Platz, um unser Zelt und die Motorräder darauf zu stellen. Im Zelt ist es so heiß, dass man es kaum aushält. Wir räumen nur schnell unsere Sachen ein, ziehen die Badehosen an und gehen den Platz erkunden. Der Campingplatz hat einen klasse Sandstrand mit einem Badesteg, einer großen Schwimm­insel und sogar einer Wasser­rutsche, aber wir haben noch keine Lust zu baden, weil wir so aufge­heizt sind und das Meer uns eiskalt vorkommt. Vermutlich ist es das auch, denn es sind viel mehr Leute an Land als im Wasser. Wir schlendern zuerst ein wenig am Strand lang und gehen dann über den Campingplatz zurück zum Zelt. Wenn wir Mädchen kennenlernen wollen, dann am besten in der Nähe unserer Motorräder. Das hat bisher immer am besten funktioniert und warum nicht auch in Schweden? Tatsächlich kommen nach einer Weile zwei Girls vorbei. Die Blonde führt eine Katze an der Leine und ich nutze die Chance und lasse total den Tierfreund raushängen. Die Farbe der Leine passt genau zu ihren rot lackierten Fußnägeln und auch wenn wir keine gemeinsame Sprache haben, verstehen wir uns auf Anhieb und sie hat meine ganze Aufmerksamkeit. Mit Händen und Füßen gelingt es mir, ein Date für morgen abend zu machen. Wir ver­spre­chen den Mädchen ein Lagerfeuer am Strand und außerdem ist da noch unsere Geheimwaffe: Wir haben drei Flaschen Katlenburger Pfirsichbowle im Gepäck und erfahrungsgemäß geht damit einiges. Der erste Urlaubstag war echt anstrengend. Wir sind heute 700 km Landstraße gefahren und sind beide ziemlich erledigt. Kaum ist es dunkel, verschwinden Eric und ich im Zelt und legen uns auf die Luftmatratzen. Anfangs unterhalten wir uns noch ein bisschen, aber schon nach kurzer Zeit werden Erics Antworten einsilbiger und ich höre an seinen ruhigen Atemzügen, dass mein Motorradkumpel schon tief und fest schläft. Augenblicke später bin ich ebenfalls eingeschlafen. An diesem Morgen sieht das Wetter nicht so klasse aus wie gestern und wenn man nach oben guckt, weiß man nicht, ob es trocken bleibt, oder ob wir nass werden. Heute wollen wir die Ruine von Schloss Borgholm besichtigen und nach einem kurzen Frühstück aus Crackern, Schokolade und Cola steigen wir auf unsere Maschinen und fahren nach Borgholm. Schweden hat außer seiner schönen Natur nicht gerade viele Sehens­würdig­keiten und deshalb dürfen wir uns diese nicht entge­hen lassen. Außerdem finde ich Burgen interessant, weil ich mir immer vorstelle, wie sie da vor tausend Jahren oder so gekämpft haben. Die Anlage Borgholm ist wirklich riesig. Leider dürfen wir nicht reinfahren, sondern müssen die Maschinen draußen auf dem Sandparkplatz stehen lassen. Meine Cross-Stiefel sind nicht gerade die begnadeten Lauf­schuhe und so fangen wir schon bald an Abkürzungen zu nehmen und nicht mehr jeden Wehrflügel der weitläufigen Burg bis in den letzten Winkel zu erkunden. Außer dicken Mauern mit Fensterlöchern und großen Sälen ohne Dach, sowie endlosen Rasen­flächen gibt es eigentlich nicht viel zu sehen. In der Eingangshalle steht ein Holz­modell vom Schloss, aber das sieht genauso oll und verstaubt aus wie die Anlage selbst. Nach einer guten Stunde Kultur machen Eric und ich uns wieder auf den Weg. Als wir vom Parkplatz rollen, riecht die Luft nach Regen und tatsächlich fallen ein paar vereinzelte Tropfen auf uns herunter, aber richtig nass werden wir nicht. Den Rest des Nachmittags erkunden wir Öland und fahren kreuz und quer über die Insel. Inzwischen werde ich beim Fotografieren immer geiziger, denn ich habe nur zwei 24er Fuji Filme dabei, die mit etwas Glück je 26 Aufnahmen bringen, wenn ich sie knapp einfädele. Wir fahren rechtzeitig zurück zum Zeltplatz, weil wir noch Holz für das versprochene Strand­feuer heute abend sammeln müssen. Es dauert gar nicht lange, bis wir einen ansehnlichen Holzstapel zusammen haben, aber dafür mögen wir jetzt nicht mehr weggehen, nicht dass nachher ein paar andere Typen mit unseren Girls am Lagerfeuer sitzen. Wobei die Mädchen noch nicht wissen, dass sie jetzt eigentlich "unsere Girls" sind, weil Eric und ich bis jetzt zu schüchtern waren, um es ihnen zu sagen. Aber dafür haben wir ja schließlich die Pfirsich­bowle dabei. Seit vier Jahren gibt es die blöde Sommerzeit, die daran Schuld ist, dass es erst so spät dunkel wird und wir mit unserem Lagerfeuer noch warten müssen. Lager­feuer bei Sonnen­schein sind irgendwie unromantisch und von der süßen Bowle kriegt man in der prallen Sonne bestenfalls Kopfschmerzen, wenn sie nicht sogar lebensgefährlich ist. Die Sonne ist gerade erst untergegangen, als Eric schon das Holz anzündet und wir in kurzer Zeit ein erstklassiges Höllenfeuer haben. Wie aus dem Nichts kommen die Mädchen aus der Dunkelheit und setzen sich zu uns. Motorräder, Lagerfeuer und billiger Alkohol, möge diese Mischung ihre Anziehungskraft auf Mädchen niemals verlieren. Wir sitzen zusammen am Feuer und füttern die Mädchen mit heißer Bratwurst vom Stock und lauwarmer Pfirsichbowle. Welch ein erstklassiger Premiumabend das ist. Ich möchte nirgendwo anders sein. Am Boden der letzten Flasche Katlenburger ist auch unser Feuer runtergebrannt und niemand hat Lust, im Dunkeln noch einmal neues Holz zu suchen. Die Girls sind mit ihren Eltern im Urlaub und dürfen sowieso nicht die ganze Nacht wegbleiben. Wir verabschieden uns und gehen mit leichter Schlagseite zurück zu unserem Zelt. Hoffentlich bekommen sie keinen Ärger, weil sie auch ganz schön angeheitert sind. Leider vergesse ich vor dem Einschlafen noch zwei Aspirin zu nehmen, so dass ich mit einem leichten Brummschädel aufwache. Die Sonne brennt vom Himmel und im Zelt ist es uner­träg­lich heiß. In diesem Moment fällt mir wieder ein, was ich Eric gestern morgen schon die ganze Zeit sagen wollte: "Du schnarchst, wenn du auf dem Rücken schläfst." Wie gut, dass ich so einen eisernen Schlaf habe, sonst hätte ich die ganze Nacht kein Auge zugetan, so wie Eric an seiner Luftmatratze sägt. Ich hole Wasser und koche uns eine Kanne Kaffee von dem guten Löslichen. Das Zeug schmeckt eigentlich wie Knüppel aus dem Sack, aber wenn man morgens verkatert aus dem Zelt krabbelt, kommt einem der billige Granulatkaffee wie das reinste Ambrosia vor. Eric ist inzwischen auch endlich von den Toten erwacht und schlürft dankbar den heißen Kaffee. Er ist ohnehin nicht der Gespächigste, aber heute morgen bricht er alle Rekorde im Schweigen, er hat gestern abend nämlich auch seine Aspirin vergessen. Für heute haben wir uns vorgenommen, die Nordspitze der Insel zu erkunden. Auf der Karte sieht es dort recht einsam aus und ich würde gerne ein bisschen durchs Gelände schrubben. Naturschutzgebiete sind erfahrungsgemäß immer recht einsam, was für mein Vorhaben sehr gut ist. Nachdem sämtliche Gesichter gewaschen und alle Zähne geputzt sind, düsen wir in einer Staubwolke vom Campingplatz und fahren auf der 136 in Richtung Norden. Kurz vor der Nordspitze führt ein Weg nach links in den Wald. Ich bremse vorsichtig, damit Eric Zeit zum Reagieren hat, setze den Blinker und biege in den Sandweg ab. Auch wenn seine CX500 keine Enduro ist, kann er doch mühelos folgen. Nach einer Weile endet der Weg auf einer großen Lichtung mit Heidegras, das den groben Enduro­reifen erst­klassigen Halt bietet. Eric versucht mit seiner CX500 ein paar Drifts, was mit den glatten Straßenreifen gar nicht so einfach ist, ohne sich hinzulegen. Ich belüfte in der Zwischenzeit die dichte, verfilzte Grasnarbe mit den Stollenreifen der DR500 und werde dabei immer übermütiger. Schließlich lassen wir es aber gut sein, bevor sich noch einer von uns hinpackt, oder ein schwedischer Förster aus dem Unterholz bricht und "Gebühr, Gebühr!" ruft. Der Himmel hat sich verändert und es sieht so aus, als wenn es jeden Moment ein Gewitter gäbe. Ohne weitere Umwege düsen wir zurück zum Campingplatz und legen uns ins Zelt zum Ausruhen. Ein bisschen steckt uns die lange Nacht von gestern noch in den Knochen, obwohl ich eher die Bowle in Verdacht habe. Zwischendurch regnet es immer wieder mal und den Rest des Tages verbringen wir schlafend, oder mit Unterhaltung im Zelt. Morgen früh wollen wir wieder nach Hause fahren, denn so schön Schweden auch ist, alles ist total schweineteuer und unser Vorrat an Bratwürsten und Getränken ist schon lange aufgebraucht. Nur das Glas mit dem löslichem Kaffee ist noch fast voll. Das Wetter sieht ganz ok aus als wir unser Zelt abbrechen, die Sachen packen und uns auf den Heimweg nach Kellinghusen machen. Endlose Kilometer fahren wir über einsame schwedische Landstraßen und hängen unseren Gedanken nach. Als wir mit der Fähre aus Helsingborg wieder in Dänemark ankommen, beschließen wir spontan, noch eine Nacht hierzubleiben und nicht in einem Rutsch nach Hause zu fahren. Inzwischen ist unsere Reisekasse auf einen kleinen Rest schwedischer und dänischer Kronen und ein paar Zehnmarkscheine zusammengeschrumpft. Wenn wir jetzt auf einen Campingplatz gehen, haben wir nicht mehr genug Geld für Bier und umgekehrt. In Dänemark darf man zwar nicht wildcampen, aber das soll uns nicht abhalten. Falls sie uns erwischen, sagen wir einfach, wir haben davon nichts gewusst. Welch ein genialer Plan! So investieren wir die restliche Knete in ein Sechserpack Faxe Fad, ein Weißbrot und ein Paket Schweinebauch und machen uns auf die Suche nach einem Platz zum Wildcampen. Schon der dritte oder vierte Feldweg ist ein Treffer. Er führt durchs Unterholz bis an einen kleinen See im Wald. Hier bleiben wir. Wir stellen die Motorräder ab und sehen uns um. Ja, das sieht ok aus, hier kommt sicher niemand vorbei. Im Nu sind die Luftmatratzen aufgepustet und die Schlafsäcke darauf ausgebreitet. Ein Zelt brauchen wir heute nicht, es sieht nicht nach Regen aus. Eric sammelt Holz, während ich die Feuerstelle vorbereite und uns Grillstöcke schnitze. Wir sitzen total gemütlich auf unseren Luftmatratzen, halten die Stöcke mit dem Bauchfleisch über die Glut und trinken Faxe Fad. Ich frage mich nur, wer das ganze Brot essen soll. Mit einer Mischung aus Erschöpfung, Faxe Fad und Überfressen schlüpfen wir schließlich in unsere Schlafsäcke und lassen das Feuer allmählich ausbrennen. Inzwischen haben die Mücken uns entdeckt, die bis jetzt von dem qualmenden Feuer abgehalten worden sind. Aber jetzt, wo wir wehrlos ohne Zelt im Freien liegen, fallen sie über uns her. Ich krieche so tief in meinen Schlafsack hinein, dass sie keine echte Chance haben, aber Eric, der alte Rückenschläfer, wird brutal gestochen und ausgesaugt. Am nächsten Morgen sieht mein Motorrad­kumpel aus wie der letzte Überlebende einer Pockenepidemie und seine Laune ist entsprechend. Von der Feuerstelle ist nur noch ein grauer Flecken Asche im Gras zu sehen. Wir packen unseren Kram zusammen und fahren durchs Unterholz zurück zur Straße. Wir sind schon kurz vor Kopenhagen und sehen uns noch ein wenig in der Innenstadt um. Auf der Rückfahrt mit der Fähre von Rödby nach Puttgarden sind wir beide ziemlich erledigt und froh, dass es wieder nach Hause geht, aber ich weiß auch, dass ich wiederkommen werde. Schweden ist Enduroland und ich mag die Einsamkeit und die endlosen Straßen durch die Wälder. Als ich Eric 29 Jahre nach unserer Reise eine E-mail schreibe und ihn nach seinen Erinnerungen frage, da antwortet er mir mit dieser genialen Zusammenfassung: Hier endet meine Schwedenreise 1984. Es war gar nicht so einfach, sich wieder in den alten Sven hineinzudenken, aber schon nach kurzer Zeit, war er wie eine alte Jeans, die man lange nicht getragen hat und in der man sich sofort wieder wohlfühlt. Falls sich hier OH-Z900 wiedererkennt, bitte schreib doch mal. Das war das coolste Kennzeichen aller Zeiten!

    Seit ich im letzten Winter mit dem Postschiff die norwegische Küste hochgefahren bin, lässt mir eine Sache keine Ruhe mehr. Sicher, es war eine einmalig schöne Reise, Hunting the Light, dem Nordlicht hinterherjagen, und ich habe tolle Erlebnisse gehabt, aber da ist etwas, das mich seitdem nicht mehr loslässt: Warum kämpfen sich die Postschiffe seit 120 Jahren die norwegische Küste entlang? Bei Wind und Wetter durchs Eismeer mit irrem Seegang, Sturm, Eisschollen, engen Fjorden und gefährlichen Strömungen? Wäre der Transport an Land nicht viel einfacher und schneller? Genau das will ich in diesem Jahr herausfinden und werde dazu meine Hurtigrutenreise an Land nachfahren. Ich setze mit der MS Color Fantasy von Kiel nach Oslo über, düse quer durchs Land nach Bergen und folge dann den Spuren der Postschiffe bis ans Nordkap und weiter nach Kirkenes. So ein Motorrad ist doch viel schneller als so'n oller Kahn, oder?! Von Kirkenes fahre ich bis an die Russische Grenze bei Murmansk, schau mal, wie die Jungs so drauf sind und fahre dann durch die Finnische Tundra und an der Küste Finnlands bis nach Turku. Dort kann man mit kleinen Fähren über die Åland-Inseln bis nach Schweden hoppen und kommt in der Nähe von Stockholm wieder an Land. Von dort sind es nur noch 1000 km bis nach Hause in Kiel. Natürlich fahre ich nicht nur stumpf die E6 entlang, sondern habe mir die RV17 ausgesucht, die als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt gilt. Besonders gespannt bin ich auf die Lofoten. Und ich habe mir ein paar spannende Bergstrecken mit Schotter und Wildcampen ausgesucht. Und dass es abenteuerlich wird, dafür sorgt schon der 7,7 Liter Adventuretank meiner KLX. Ich freue mich schon sehr auf die Reise. Wie immer reisen Pieps und ich mit Zelt, Schlafsack und Bratpfanne. Nur hoffentlich wird das Wetter etwas besser als letztes Jahr in Irland, wo ich mehr Wasser abbekommen haben als die blöde Titanic.



    Bearbeitet von Svendura am 27. Mär 2013 - 12:56 Uhr.

    Herby: Nein, gibt es leider nicht, aber 7,7 l haben bisher immer ausgereicht, sogar in Schottland. @Lucky: Ich freu mich auf die Reise. Zuletzt war ich 2007 in Norwegen mit meiner KTM, das war eine tolle Reise. Das mit dem 100 Kronen Trick hab ich allerdings nicht gerafft. Aber ich erinnere mich, dass die ziemlich ins Geld gingen die Fähren auf meiner letzten Reise. Ende Mai düse ich los. @Franz: Ich hab 4 Wochen Urlaub eingeplant. Die Kosten? Keine Ahnung. Das ist ja nur Sprit täglich für 300 km a 3,2 l, Camping und Essen. Vielleicht 70 €. Camping ist leider sehr teuer dort. Markus: Das letzte Mal war ich mit Hurtigruten in Norwegen und davor mit dem Motorrad. Ja, das war wirklich einmaig. Aber 10 TKM in zwei Wochen...? Das war sicher irgend ein Rennen, oder?

    Peter: Dann waren wir vielleicht sogar zur selben Zeit in Irland. Ich war schon einmal in Norwegen und weiß also, worauf ich mich einlasse. Die Einsamkeit ist es ja gerade, die ich suche. Aber die Skandinavier sind tatsächlich spröde und schwer zugänglich. Falls ich überhaupt welche treffe...