Timmelsjoch (Passo del Rombo)
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Details zum Track
Das Timmelsjoch, auf Italienisch Passo del Rombo, verbindet das hintere Ötztal in Nordtirol mit dem Passeiertal in Südtirol. Die Passstraße überquert damit nicht nur den Alpenhauptkamm, sondern zugleich die Grenze zwischen Österreich und Italien. Von Untergurgl und Hochgurgl führt die Nordrampe hinauf in die karge Hochgebirgslandschaft der Ötztaler Alpen, während sich die deutlich längere Südrampe in zahlreichen Kehren, kurzen Tunneln und Galerien in Richtung Moos in Passeier hinabzieht. Die eigentliche geografische Passhöhe wird meist mit 2.474 Metern angegeben; der höchste Punkt der befahrbaren Straße liegt laut Betreiber bei 2.509 Metern.
Für Motorradfahrer lebt das Timmelsjoch vor allem vom starken Gegensatz seiner beiden Seiten. Die österreichische Auffahrt ist vergleichsweise übersichtlich angelegt und führt mit weiten Kurven durch offene Hochalmen und später durch fast vegetationsloses Gelände. Auf der Südtiroler Seite wird die Strecke enger und technischer: Die Straße hängt stellenweise steil am Fels, Richtungswechsel folgen dichter aufeinander und zwischen den Kehren öffnen sich immer wieder weite Blicke hinunter ins Passeiertal. Insgesamt zählt die Hochalpenstraße rund 30 Kehren und erreicht Steigungen von bis zu 13 Prozent. Vom Bereich Untergurgl bis zum höchsten Punkt sind es knapp zwölf Kilometer, von dort bis Moos in Passeier weitere rund 23 Kilometer.
Der Übergang wurde lange vor dem Bau der heutigen Straße genutzt. Bereits 1241 tauchte die Bezeichnung „Thymelsjoch“ in einer Urkunde auf – mehr als 50 Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Brennerpasses. Bis weit ins 20. Jahrhundert war außerdem die Schreibweise „Timmeljoch“ üblich; das heutige „Timmelsjoch“ setzte sich erst mit dem Straßenbau durch. Im Mittelalter trugen sogenannte Ötztaler Kraxenträger Waren über den Pass. Sie transportierten teilweise Lasten von rund 100 Kilogramm und tauschten Flachs, Vieh, Speck und Schmalz gegen Wein, Branntwein und Essig.
Auch die Entstehung der Passstraße verlief ungewöhnlich. Auf österreichischer Seite begann der Bau 1955 und wurde trotz der kurzen hochalpinen Bausaison bereits 1959 abgeschlossen. Die steile Südseite geht dagegen teilweise auf eine in den 1930er-Jahren begonnene italienische Militärstraße zurück. Die Arbeiten wurden 1939 eingestellt und erst Jahrzehnte später fortgeführt; durchgehend befahrbar ist das Timmelsjoch seit September 1968. Beim Bau der Nordrampe kamen erstmals in größerem Umfang Planierraupen, Bagger und Unimogs zum Einsatz, während Teile des Unterbaus weiterhin von Hand mit Pickel, Schaufel und Schubkarre hergestellt wurden.
Die Straße ist durchgehend asphaltiert und wird regelmäßig instand gehalten. Der Belag ist normalerweise gut bis sehr gut, allerdings können nach dem Winter einzelne Ausbesserungen, Bitumenfugen oder durch Frost beanspruchte Stellen vorhanden sein. Die Fahrbahn ist nach offiziellen Angaben etwa vier bis sechs Meter breit. Auf den breiteren Abschnitten ist problemloser Begegnungsverkehr möglich, an engen Kehren, in Tunneln und auf Teilen der Südseite bleibt dagegen wenig Reserve. Besonders bei entgegenkommenden Wohnmobilen, Bussen oder Reisegruppen solltest Du eine saubere Linie fahren und nicht damit rechnen, die gesamte eigene Fahrbahnhälfte nutzen zu können.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| StraßenbreiteWelche Straßenbreite herrscht auf der Strecke hauptsächlich vor? | normal |
| FahrbahnbeschaffenheitWelche Beschaffenheit hat die Fahrbahnoberfläche meist? | normal |
| Offroad-AnteilAnteil nicht asphaltierter Strecke | 0 % |
| LandPrimäres Land der Route | Italien |
| SchwierigkeitWie schwer wird der Pass für einen durchschnittlichen Motorradfahrer eingeschätzt? | anspruchsvoll |
| Mautpflichtige StraßeFällt zusätzliche Maut bei Benutzung der Strecke an? | Ja |
| Tägliche Öffnungszeit-BeschränkungenGibt es tägliche Zufahrtsbeschränkungen? | 07.00-20.00 Uhr geöffnet |
| Saisonale SperrenSind saisonale Sperrungen vorhanden? | Oktober/November - Mai/Juni wetterabhängig geschlossen. |
| Offizielle URLOffizielle Internetadresse des Betreibers mit weiteren Infos zur Strecke | https://www.timmelsjoch.com/ |
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