Jaufenpass (Passo di Monte Giovo)
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Details zum Track
Der Jaufenpass, italienisch Passo di Monte Giovo, liegt auf 2.094 Metern Höhe in Südtirol. Er verbindet St. Leonhard in Passeier mit Sterzing und damit das Passeiertal mit dem Wipptal. Der Pass liegt vollständig in Italien und bildet den Übergang zwischen den Stubaier Alpen und den Sarntaler Alpen. Zugleich ist er die kürzeste Straßenverbindung zwischen Meran und Sterzing und gilt als nördlichster inneritalienischer Alpenpass, der regulär mit Kraftfahrzeugen befahren werden kann.
Von St. Leonhard führt die SS 44 zunächst durch bewaldete Hänge und kleinere Siedlungen hinauf. Mit zunehmender Höhe wird die Landschaft offener, und die Straße zieht sich in weiten Kurven und zahlreichen Kehren über die Bergflanke. Die Auffahrt von Sterzing verläuft teilweise flüssiger und benötigt weniger enge Kehren, da sie über den Höhenrücken zwischen Ratschingstal und Jaufental geführt wurde. Insgesamt besitzt die Passstraße rund 20 Kehren. Besonders im oberen Bereich bekommst Du freie Ausblicke über das Passeiertal, das Ratschingstal und die umliegenden Gipfel, darunter die 2.483 Meter hohe Jaufenspitze.
Der Übergang wurde bereits lange vor dem Bau der heutigen Straße genutzt. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass Jäger den Bereich schon in vorgeschichtlicher Zeit überquerten; auch ein bronzezeitliches Beil wurde im Jaufental gefunden. Später verlief hier ein Saumweg, auf dem Säumer und sogenannte Kraxenträger Waren zwischen dem Wipptal und dem Passeiertal transportierten. Die moderne Jaufenstraße entstand zwischen 1903 und 1912. Nach einer ersten Probefahrt im Jahr 1911 wurde sie am 15. Juni 1912 feierlich eröffnet. Bis dahin galt im Passeiertal der passende Spruch: „Ein Passeirer geht und trägt, aber er fährt nicht.“
Auch der Name erzählt etwas über die Geschichte des Übergangs. „Jaufen“ wird auf das alpenromanische Wort juvu zurückgeführt, das schlicht „Joch“ oder „Bergübergang“ bedeutet. Ein weiteres ungewöhnliches Detail: Der am Straßenbau beteiligte Techniker August Ritt wurde 1911 als Ritter von Jaufen geadelt – noch bevor die Straße offiziell eröffnet war.
Die Fahrbahn ist auf der gesamten Strecke asphaltiert und überwiegend zweispurig ausgebaut. Ihre nutzbare Breite liegt meist bei ungefähr fünf bis sechs Metern, an einzelnen älteren Stützmauern, in engen Kurven und auf Teilen der Passeirer Rampe kann sie auf etwa vier Meter zurückgehen. Dort ist eine saubere Linienwahl wichtig, weil größere Fahrzeuge teilweise deutlich in die Gegenfahrbahn ausschwenken. Leitplanken, Steinmauern und Felssicherungen begleiten viele exponierte Abschnitte.
Der Asphalt befindet sich im Allgemeinen in einem ordentlichen bis guten Zustand und bietet auf dem Motorrad meist gleichmäßigen Grip. Nach dem Winter musst Du jedoch mit ausgebesserten Stellen, kleineren Setzungen, Rissen oder Splittresten rechnen. Da die Straße laufend abschnittsweise saniert und neu asphaltiert wird, kann sich die Belagsqualität innerhalb der Strecke unterscheiden. Auf der Passhöhe und in schattigen Bereichen sind außerdem schnelle Wetterwechsel sowie Nässe oder Frost deutlich länger spürbar als im Tal.
Motorradfahrerisch lebt der Jaufenpass weniger von extrem engen Serpentinen als von seinem abwechslungsreichen Rhythmus: längere Kurvenfolgen, gut einsehbare Bögen, einige enge Kehren und offene Hochgebirgsabschnitte wechseln sich ab. Besonders reizvoll ist die Kombination mit dem Timmelsjoch oder dem Penser Joch, wodurch sich mehrere große Motorradrunden durch Südtirol zusammenstellen lassen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| StraßenbreiteWelche Straßenbreite herrscht auf der Strecke hauptsächlich vor? | normal |
| FahrbahnbeschaffenheitWelche Beschaffenheit hat die Fahrbahnoberfläche meist? | normal |
| Offroad-AnteilAnteil nicht asphaltierter Strecke | 0 % |
| LandPrimäres Land der Route | Italien |
| SchwierigkeitWie schwer wird der Pass für einen durchschnittlichen Motorradfahrer eingeschätzt? | mittelschwer |
| Mautpflichtige StraßeFällt zusätzliche Maut bei Benutzung der Strecke an? | Nein |
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