.....eine Reise 3 Wochen hauptsächlich durch den Süden des Landes. Meine Erwartungen waren nicht sehr gross, hatte ich mich doch relativ kurzfristig für dieses Land entschieden. Wie sehr mich dieses Land begeistert hat, kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich hoffe aber, dass ich mit diesem Beitrag einen kleinen Eindruck vermitteln kann, wie schön, abwechslungsreich und Gastfreundlich es dort ist.
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VW Bus reiht sich an VW Bus.Beladen bis an die Grenzen des Möglichen. Unsere Trachtengruppe hätte Ihre wahre Freude.
7.9.2013,und los geht`s. Am Montag geht die Fähre von Sete nach Tanger. Der Weg dorthin führt durch die Schweiz nach Frankreich. In Frankreich gibt es noch einen Abstecher zum Gran Canyon de Verdun. Eigentlich selbst schon eine Reise wert. Landschaft und zahlreiche kleine und kleinste kurvige Strecken geben "Stoff" für sicher eine Woche. Aber dieses mal wird es nur ein Abstecher und am Montag morgen geht es weiter Richtung Sete. Dort treffe ich gegen15 Uhr ein. Trotzdem es noch reichlich Zeit ist, hat es schon eine lange Schlange am Pier.
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Die Heimat rückt in immer weiter Ferne.
Viele Marokkaner nutzen die Fähre um mit der Familie und dem bis auf den letzten cm befüllten VW Bus die Reise in die Heimat zu starten. So kann ich schon die ersten Eindrücke über das Land in das ich reisen werde gewinnen. Ausser mir hat es noch drei weiter Töff fahrer und sonst nur marokkanische Heimreisende.
Pünktlich um 21 Uhr legen wir ab um dann die nächsten 46 Stunden über den kleinen Teich zu schippern.
Am Mittwoch morgen gegen 9 Uhr ist Land in Sicht und gegen 10 Uhr habe ich marokkanischen Boden unter den Füssen. Von Tanger geht es in Richtung Mekenes. Dort ist mein erstes Etappenziel. Da ich die meiste Zeit im Süden Marokkos verbringen möchte, lasse ich erst mal die km fliessen und geniesse den Asphalt unter den Rädern und die abwechslungsreiche Landschaft. Am Nachmittag bin ich in Mekenes. Das Zelt kommt heute noch nicht zum Einsatz, den auch nachdem ich Mekenes mind. drei mal umrundet habe versteckt sich der beschriebene Campinplatz erfolgreich vor mir. Na gut, gönn ich mir halt den Luxus Hotel;-) Das abendliche Mekenes ist voller Leben und verspricht für den nächsten Tag sehr viel Interessantes.
Am nächsten Vormittag gibt es einen Erkundungsgang durch die Stadt, um erstes orientalisches Flair auf sich wirken zu lassen. Am Nachmittag das ganze noch mal zusammen mit dem Rotkäpchen (ja so heisst mein Motorrad;-)) und anschliesssend wird die Weiterreise nach Fez gestartet.
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Das Stadttor von Meknes.
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Das Bab Mansourtor.Eingang zur Villa Imperiale![]()
Das Bab Mansourtor mit dem tollesten MOped von Welt davor;-)
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Stadtmauer Meknes
Von Mekenes aus sind es etwa 40km nach Fez.
Auch hier werde ich nicht fündig was den Campingplatz betrifft, aber die Preise sind gut erschwinglich und so wird es auch hier wieder ein Hotel. Fez , eine der Königsstädte Marokkos (Fez, Rabbat, Mekenes und Marakesch) Auch hier hat es eine Medina (Altstadt umgeben von einer 40km langen Stadtmauer) Drumherum ist im Laufe der Jahre das heutige Fez gewachsen und entstanden.
Eine riesige Stadt. Von weitem gewinnt man den Eindruck Fez sei wie auch Rom auf sieben Hügeln erbaut.
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In der Medina von Fez
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FEZ
Um die verwinkelten Gäschen der Medina zu erkunden und vorallem die Gerbereien auch wirklich zu finden ohne x mal dran vorbei zu laufen, erlaufe ich die Gassen mit Führer.
Die Gerbereien sind wirklich Eindrucksvoll und ich bekomme einen kleinen Eindruck davon was hier für Handarbeit geleistet wird und wieviel Stunden Arbeit in der Lederjacke oder den
Lederschuhen steckt die man so selbstverständlich an den Füssen trägt.
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Erster Blick auf den Mittleren Atlas
Von Fez aus ging es am nächsten Tag weiter erst Richtung Sefrou (e 503) um dann über die N 13 zum mittleren Atlasgebirge zu gelangen.
Tagesziel war das etwa 500km südlich gelegene Erg Chebi, die Wüste.
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Mittlerer Atla
Da auch hier die Landschaft wieder unglaublich abwechslungsreich ist und ein Fotostop nach dem anderen kam wurde es ein tagesfüllendes Programm.
Von Hochplateaux zu engen Gebirgsschluchten gab es hier alles. Bei ausreichender Zeit kann man sich hier schon locker eine Woche mit Kurvenkratzen und Staunen aufhalten.
Ist man im Gebirge noch umgeben von Höhen bis zu 2600m und höher begibt man sich bei Erg Chebi wieder auf fast Meeresniveau. El Rachidia ist der Eingang zur Oase du ZIZ.
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In der Medina von Fez
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DAS VAL Du ZIZ
Ein Tal das breit anfängt mit zögerlichem grün und dann immer enger wird und mit einem sagenhaften Palmenbestand gegen mitte und Ende aufwartet.
Die Stadt Risani ist das Tor zum Erg Chebi. Wobei die Dünen erst gegen Ende des Tals sichtbar werden. Vorher galt es allerdings noch den ersten Sand- bzw. Lehmsturm zu überstehen. Unglaublich, wie schnell das gehen kann. Du siehst eine dunkle Wand auf dich zukommen, denkst noch "Naja könntest dir vielleicht mal einen Unterschlupf suchen" und da bist du auch schon mitten drin.
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Oase du Ziz
Winde von massiver Stärke zerren an dir und deinem Töff. Staub und Sand in jeder erdenklichen Ritze. Den Helm hatte ich Gott sei Dank noch auf, so wurden die Augen nicht ganz so in Mitleidenschaft gezogen. Also Moped festhalten und warten bis es vorbei ist. Nach etwa einer halben Stunde wurde es wieder "fahrbar" und weiter gings zur Source blue de Meski, die sogenannte blaue Quelle. Dort gibt es einen Campingplatz direkt an der Quelle. Der Fluss fliesst dort direkt aus dem Fels raus. Im Sommer ist hier wohl an jedem Wochenende High Live.
Als ich dort ankam waren noch zwei Camper da aber sonst war der Platz leer. Zur Begrüssung wurde ich von Mohamed, dem Sohn des Besitzers zur Tahjin eingeladen! Sehr lecker und vor allem unwahrscheindlich gastfreundlich.
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Rotkäpchen an der Blu
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Hüter der Dose
Schlafen ist kein Problem, das rythmische fallen der Datteln auf mein Zeltdach ersetzt hervorragend das Schäfchen zählen. So kann ich am nächsten morgen ausgeruht in Richtung Dünen starten. Auf der immer schmaler werdenden N13 geht es vorbei an Merzouga Richtung Tauz. Ein kleiner Stop noch, um dem anderen Hobby, dem Geocachen zu fröhnen.
Nicht mehr weit und es geht nur noch über Piste weiter zu den Dünen. Nach ein paar km lass ich das Moped stehen und wandere in diese grandiose Welt der Dünen rein. Nicht ohne immer einen Zipfel des Kamellagers im Auge zu behalten. Sonst könnte es kompliziert werden wieder zurück zu finden.
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Auch aus dem Gebiet des Erg Chebi reise ich wieder ab, nicht ohne einen grossartigen Eindruck mit zu nehmen. Um mich nicht in jedem kleinen Abschnitt der Reise zu verlieren "springe" ich jetzt weiter zur Todraschlucht. Es würde einen nicht enden wollenden Bericht geben, wollte ich alles schreiben und zeigen was ich an Eindrücken mit genommen habe.
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Tinerhir
Über die Strasse der Kashbas gelange ich an den Rand der Todraschlucht, wo ich im Atlascamping meinen nächsten Standort beziehe. Sehr empfehlenswerter sauberer und sehr freundlicher Campinplatz mit eigenem Restaurant was ausgezeichnete Gerichte anbietet.
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Richtung Todrhaschlucht
Noch am selber Nachmittag mache ich mich auf um durch die Schlucht zu fahren. Die engste Stelle ist nur etwa 200m lang, aber die Felsen rechts und links haben Höhe von über 200m. Leider schaffe ich es nicht hoch bis Alt-Hani.
Am Tag zuvor hat es heftig geregnet und irgenwann werden die Wasserfurchen so tief dass ich mich alleine nicht mehr traue durch zu fahren. Das ist dann halt der Nachteil wenn man alleine unterwegs ist.
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Todrhaschlucht
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Todrhaschlucht
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Marokkaner auf Dosensuche
Dafür mache ich aber zurück an der Schlucht noch die Bekanntschaft einiger netter Marokkaner, die ich dann zwangsläufig in die Geheimnisse des Geocachens einweihe. Zwangsläufig deshalb, weil es nicht unbemerkt bleibt, wenn man die Gegend durchkämmt, den Blick stur auf den Boden oder Augenhöhe hält, wobei sich das eigentliche Highlight wesentlich höher befindet. Und dabei noch jeden Stein umdreht, in jedes Loch spingst und Müll umkrempelt;-)
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Auch die Bedienung eines Navi will gelernt sein
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Vale du Dades
So genug gecacht...weiter geht es am nächsten Tag zu einem absoluten Höhepunkt, der Dadesschlucht. Hier kommt man hinter der Schlucht noch weit hoch auf 2200m. Bis nach Msemrir.
Von dort könnte man eine Verbindung zur Todrahschlucht fahren, aber auch hier fahre ich nicht weiter, denn die Strasse ist nicht mehr asphaltiert und soll nicht einfach zu fahren sein.
Das erspare ich dann meinen Nerven und meinem Motorrad. Dazu habe ich viel zu wenig Off Road Erfahrung und bin ja auch hier wieder alleine unterwegs...
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Val Du Dades
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Lehmbauten
Diesen Felsformationen haben die Einheimischen auch den Namen "Affenpfoten"gegeben. Nicht unschwer zu erkennen warum. Hier bin ich noch ganz am Anfang des Val du Dades.
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Val de Dades
63 km schlängelt sich die Strasse hoch bis Msemrir. Eine abwechslungsreichere Landschaft habe ich selten gesehen. Meist geht es entlang des Flusses Dades, der auch hin und wieder überquert wird. Richtiges Fahrfeeling kommt bei etwa km 33 auf. Die Strasse windet sich über kleine Serpentinen bis auf die Passhöhe bei 1850m.
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Serpentinen in der Georges du Dades![]()
Blick von oberhalb der Serpentinenstrasse.![]()
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Georges du Dades
Die schmale Strasse windet sich weiter durch die Schlucht. Von schroffen Felsformationen bis zu grünen Tälern entlang des Flusses bietet sich einem hier alles. Man könnte Tage...Wochen hier verbringen ohne alles gesehen zu haben. Auch oder gerade für Wanderer ein unerschöpfliches Paradies.
Von meinen 1400 Fotos sind bestimmt 300 auf dieser Strecke entstanden. In Mesemrir treffe ich bei strahlendem Sonnenschein ein und geniesse Land, Sonne und die marokkanische Gastfreundschaft bei dem landesüblichen The de Mente.
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Der Dadesfluss inmitten von saftigem grün.
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Die Strassenverhältnisse sind nicht immer die besten,aber gut fahrbar.
Spät am Nachmittag geht es dann zurück nach Tinerhir, mit dem Gefühle eines der groassartigsten und schönsten Täler Marokkos erlebt zu haben.
Am nächsten Tag heisst es wieder Zelt zusammen packen und auf zur nächsten Etappe. Der Weg führt mich heut durch das El Kelaa des M`Gouna, das Tal der Rosen. Hier blühen einmal im Jahr die Rosen. Die Blätter werden zu Rosenöl od.Rosenwasser verarbeitet. Ohne mich mit diesem sehr kostbaren Oel zu versorgen komme ich hier natürlich nicht weiter. Der Preis ist einfach unglaublich. Zahle ich zu hause sicher 30CHF für 20 ml, sind es hier vielleicht 6 DH (etwa 1 CHF).
Weiter über die Strasse der Kashbas erreiche ich am Mittag Quazazatte. Hier biege ich links auf die N9 ab um heute noch bis Zagora zu gelangen. Wieder eine Tour von etwa 500km. In Zagora treffe ich am frühen Abend ein. Der Camping "Take your time" wurde mir schon in Asalim angepriesen und so erstaunte es mich schon fast nicht mehr, als ich in Zagora schon am Ortseingang "in Empfang" genommen wurde. Dort angekommen wurde auf fast akzentfreiem Deutsch begrüsst. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass Hussein der Besitzer zur gleichen Zeit wie ich etwa 11 Jahre lang in Köln Deutz gelebt.hat. Zurück in seiner Heimat hat er dann diesen Campingplatz eröffnt und bietet u.a. Kameltouren in die Wüste an. Aber wer tauscht schon sein Moped gegen ein Kamel?!
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Val du Draà
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Hier durfte ich die Kette reinigen und den Luftfilter entsanden.
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Schmuckladen in Zagora.Der Besitzer hatte ich auf dem Campingplatz kennen gelernt. Er hat mir viel geholfen beim einkaufen und orientieren in Zagora
Der nächste Tag sollte mich eigentlich bis runter zu den Dunes de Tinfou bringen...nur irgendwo bin ich wohl verkehrt abgebogen und wie sich hinterher rausstellte auf der N 12 gelandet. Eine Piste von 50 km, die kurz hinter Zagora abzweigt und in einem grossen Bogen über Tazzarin führt, um dann kurz vor Asalim wieder auf die N9 zu stossen. Ein ganzes Stück Piste war ich der Meinung, dass ich auf einem Baustellenstück der N9 unterwegs bin und sicher bald wieder auf Asphalt stossen würde. Nur irgendwann kam mir die Sache ziemlich spanisch vor...kein einziges Verkehrsschild...keine Autos, ab und an mal ein Esel. Nach genauem Kartenstudium kam ich dann zum Schluss, dass ich wohl verkehrt gefahren bin. Aber es lief einfach gut diese Piste zu fahren. Die wüstenähnliche Landschaft hatte auch einiges zu bieten, so strich ich die Dünen vom Programm und bin weiter auf der Piste gefahren.
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Steinwüste
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Pistenfahrt.
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Am Rand der Wüste.
Bestimmt 4 Std. hab ich auf dieser Piste verbracht um Fotos zu schiessen, Landschaft geniessen und mitten auf der "Strasse" ein Picknick zu veranstalten. Sogar über einen Pass hab ich es geschafft. Der Tizi`n Tafoulet besticht nicht durch Höhe aber durch steinige Landschaften und ein Erlebnis für mich, weil ich dass alles ohne Asphalt und mit voll gepacktem Moped gemeistert zu haben.
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Auf dem Weg nach Tazzarine vereinzelte Lehmbauten.
Wieder zurück im Val du Draà ging es zügig Richtung Quarzazatte, hatte mich die Fahrt durch die Wüste doch zeitlich einiges zurückgeworfen. Aber wen interessiert eigentlich die Zeit im Urlaub?! Nur hatte ich noch sooo viel was ich sehen und fahren wollte. Von Quarzazatte aus wollte ich auf jeden Fall DIE beiden Pässe über den hohen Atlas fahren. Den Tizi'n Test und den Tizi`n Tichka. Also Campingplatz gesucht, Zelt aufgebaut und die Routen für die nächsten zwei Tage geplant. Ich hatte mir vorgenommen die beiden Pässe an zwei Tagen zu fahren. Da ich einen kurzen Stop in Marakech machen wollte, machte es Sinn das Gepäck am Zeltplatz lassen zu können, ausserdem bin ich auch schon mal ganz froh ohne den ganzen Plunder auf dem Moped hintendrauf fahren zu können. Den ersten Tag ging es über den Tizi`n Tichka nach Marakech und am Abend wieder zurück. Dieser Pass ist der besser zu fahrende, also war es nicht ganz so schlimm wenn ich Abends in die Dunkelheit käme.....was mir natürlich ausgezeichnet gelungen ist.
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Passhöhe
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Bodenschätze die jetzt bei mir im Wohnzimmer liegen.
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Tizi`n Tichka
Die Strecke ging recht gut zu fahren und so traf ich am Nachmittag in Marakech ein. Marakech hatte ich vor Jahren mal besucht. Damals als ich noch Pauschalurlaub gemacht habe bin ich mit einer Freundin mal einen Tag hier gewesen. Wohlwissend was mich in etwa erwartet hab ich für die Stadt auch nur 2-3 Std. eingeplant. Sicher tut man der Stadt unrecht, denn es gibt etwas ausserhalb des Stadtkerns bestimmt viel ursprüngliches und schönes zu sehen. Aber leider reichte die Zeit nicht aus um das alles an einem Nachmittag zu erkunden. So "vergnügte" ich mich am Platz der Gaukler oder auch Place Djamaa el-Fna. Hier kann man vom Schlangenbeschwörer über den Parfumverkäufer eigentlich alles sehen und erleben was nur irgendwie mit Orientfeeling zu tun hat. Und man kann sich, wenn man nicht aufpasst sicherlich auch kräftig über`s Ohr hauen lassen. Die Preise sind etwa 5 mal so teuer wie z.B. in Meknes oder Fez. Ganz zu schweigen von den Preisen in kleinen unbekannten Ortschaften.
Val du Draà
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Die Rückfahrt ging problemlos über den Pass, der deutlich weniger befahren war als noch am Vormittag.
Gegen 22 Uhr war ich am Zelt. Gegessen hatte ich unterwegs. Also wieder einen ereignissreichen Tag setzen lassen, schon in der Vorfreude auf den nächsten.
Morgens gegen 8, mittlerweile werde ich schon ohne Wecker wach. Und wenn ich dass nicht schaffe, dann schafft es der Muhezin.....übernachten kann man wo man nmöchte, eine Moschee ist garantiert überall in der Nähe, so dass verschlafen so gut wie unmöglich ist. Nach Kaffee, packen und bezahlen geht es ein kurzes Stück über die N9. Nach 20 km geht es links ab auf die N10. Jetzt liegen etwa 150 km vor mir. Die Strasse geht erst eine ganze Weile ziemlich langweilig geradeaus um sich dann auf ein Hochplateau hoch zu arbeiten. Eine endlose Weite breitet sich rechts und links der Strasse aus. Hab ich im Tal erst mal alles was ausziehbar war, ausgezogen, zieh ich hier oben eins nach dem anderen wieder an. Es sind etwa 13 Grad. Hier fahre ich etwa 50 km um dann rechts zum Tizi`n Test ab zu biegen.
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und auf geht`s ,hoch zum Pass...
Die Passtrasse ist deutlich schmaler und im schlechteren Zustand als die Passtrasse des Tizi`n Tichka. Eigentlich hat es hier auch Fahrverbot für alles was grösser ist wie ein normales Auto,aber EINIGE Wohnmobilfahrer können Es nicht lassen und ich mache es Ihnen ja auch nicht verdenken. Man brächte sich schon um ein Irres Fahr- und aussichtserlebnis, würde man sich dran halten. Mit dem Motorrad ist es ja auch kein Problem....fährt man nicht gerade an der Seite des Abhangs wenn einem so ein "Teil"entgegenkommt. Gut wenn man schwindelfrei ist.......
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Am Pass.![]()
Das Hochplateau
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Rast auf halber Höhe
Sehr witzig ist, wenn eine extrem kurvige Strecke kommt, dann stellen die Marokkaner das Kurvenschild auf den Kopf. So weiss jeder dass es auf den nächsten km "zur Sache"geht. Die Strasse bis kurz vor Asni erstreckt sich über etwa 45 km. Und auch vor dieser Strecke steht ein umgekehrtes Kurvenschild. Leider hab ich es vergessen zu fotografieren. Aber es hat sich absolut bewahrheitet. Kurven Kurven Kurven....auf schmaler Strasse hätten mich am liebsten zu einem hoch und wieder runter und wieder hoch und wieder runter verleitet.Aber ich wollte ja noch weiter.
Auch hier wieder Landschaften die abwechslungsreicher nicht sein könnten. Von engen Schluchten zu kahlen Bergen. Von rot gefärbter Erde zu gelblicher Erde. Tannenwald und Palmen, es bleibt einem hier wirklich nichts erspart ![]()
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....man Stelle sich hier noch eine Kolonne von Belgischen Wohnmobilen vor...!;-)
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Passhöhe
Nach einer Rast im kleinen Restaurant auf der Passhöhe ging es weiter Richtung Amizmiz. Schliesslich wollte ich heute noch bis Essaoira kommen. Marrakech wollte ich umgehen, indem ich von Amizmiz aus über Nebestrasse hoch zur ausgebauten N8 fahren wollte.Nicht damit rechnend das ein kürzlich runtergegangenes Unwetter einen Teil der Strasse weggeschwemmt hatte und ich nur noch im Schrittempo vorwärts gekommen bin. Dort habe ich mich dann auch so verfranst, dass ich letztendlich am späten Nachmittag doch wieder in Marrakech gelandet bin. Von dort ging es über die wie geschrieben gut ausgebaute N8 nach Essaoira. Dort bin ich dann gegen 22 Uhr auf einem Campingplatz gelandet der versteckter nicht sein konnte. Schlimmer als gut versteckte Dosen beim geocachen;-)
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Kasalla....sag ich jetzt...als ich da lang musste sah das ganz anders aus.
In Essauira wollte ich 3 Tage bleiben. Mal nicht jeden Tag die Sachen packen und mit dem Rotkäpchen durch die Landschaft düsen ohne Gepäck. Von hier aus bin ich einen Tag, wo dann mal richtig schönes Wetter ist nach Sidi Kaouki gefahren und hab den Nachmittag mit Lesen und Sonne Sand und Meer geniessen verbracht. Einen Tag gebührte Essaouria, eine schöne Küstenstadt mit viel Flair und kleinen Strassen mit vielen Geschäften die zum Bummeln eingeladen haben. Abends kam ich dann noch in den Genuss eines Livekonzertes. Den dritten Tag bin ich einfach nur die Küste entlang gen Süden.....und hab genossen.
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Sidi-Kaouki
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Sidi-Kaouk[/caption]
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Essaouira
...und wieder weiter....über die sehr gut ausgebaute N8 Richtung nordosten, vorbei an Marrakech bis Imdahane.
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Ziegen! ...auf Bäumen...
Dort geht die R306 rechts ab. Das Ziel waren die Cascaden von Ouzoud und etwas weiter nördlich die Georges (Schlucht) IÒuzoud-el-Abid. Unterkunft sollte der Zebracamping werden. Besitzer ist ein holländisches Ehepaar und der Standard entspricht fast dem europäischen. Sehr sehr liebevoll eingerichtet und gestaltet hab ich mich hier unheimlich wohl gefühlt.
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Cascades de ouzud
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Zebra Camping
Ein Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen. Zu Fuss sind es etwa 15 min. bis zu den Wasserfällen von IÒuzoud. Da noch ausserhalb der Saison und nicht mehr ganz so früh am Tag kam ich in den Genuss die Wasserfälle in aller Ruhe geniessen zu können.
Die Cascaden de Ouzoud sind wohl die schönsten Wasserfälle Marokkos.Diese fallen in mehrere Etagen 110 m über roetliche Sinterterassen nach unten
Im Sommer ein beliebter Picknickplatz der Marokkaner. Und auch der Pauschaltourismus macht gelegentlich einen Abstecher hierher. Bin ich froh dass Nebesaison ist.
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Cascades de Ouzud
Im Becken der Fälle kann man sich mit einem Boot bis unter die Wasserfälle schippern lassen. Ein Weg führt über Stufen und kleinen Serpentinen die 110m nach unten. So kann man die Fälle aus allen möglichen Perspektiven bestaunen. Den Weg säumen zahlreiche kleine Souvenirstände. Die meisten hatten schon zu, es war mittlerweile spät geworden. Aber nicht so schlimm...die Packkapazität vom Rotkäpchen war auch langsam aber sicher erschöpft.
Das Rotkäpchen war wirklich alles...Kleiderständer, Handtuch und Klorollenhalter, Saftbude und natürlich beliebtes Fotomotiv....
Das erregt natürlich Aufmerksamkeit;-)
Ich hätte es hier in Ouzoud noch Tage ausgehalten. Tolle Umgebung, toller Campinplatz ...ein Ort zum Seelebaumeln lassen.....dass nächste mal plane ich hier einen längeren Stop ein!
Aber Nador ruft. In 4 Tagen sollte von dort die Fähre nach Sete ablegen. Dazwischen lagen ja "nur" noch etwa 600 km. Und da Andrea ja immer meint sie müsste alles an einem Tag schaffen, ging es am nächsten Morgen zeitig los um Abends in Nador ein zu treffen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne das Riffgebirge gemacht. Die Etappe Ouzoud Fez liess sich noch gut bewältigen. Angefangen schwierig zu werden fing es dann Höhe Taounate. Bis hier war die Strasse gut befahrbar und ich bin zügig vorwärts gekommen. Ab hier wurden die Strassen dann enger und enger und sehr Kurvenreich. Was ja an sich nicht so das schlechteste ist. Mittlerweile war es jedoch 17 Uhr geworden und eine leichte Müdigkeit machte sich breit.
Hätte ich mir besser hier mal ein Hotelzimmer genommen. Zu den engen Strassen kam dann noch zunehmende Dunkelheit und unangenehme Begegnungen mit der Bevölkerung...Das Riffgebirge ist das Drogenanbaugebiet Marokkos und dementsprechend wird hier natürlich auch umgeschlagen.
Auf der einen Seite kamen jetzt die Händler die dich mit aufgeblendeten Scheinwerfern und quietschenden Bremsen bedrängten und zum Kauf animieren wollten und auf der anderen Seite übelste Beschimpfungen und Drohungen aus Autos heraus. Was dass zu bedeuten hatte ist mir nicht so ganz klar gewesen. Ich denke mir mal das es der Teil der Bevölkerung ist der den Handel vieleicht unterbinden oder verhindern will indem es potenzielle Kunden in Angst und Schrecken versetzt. Naja auf jeden Fall war die 200km lange Fahrt eine einzige Hetzerei und Flucht und ich war mit den Nerven etwas am Ende als ich gegen 23 Uhr dann endlich an die Küste kam. Al Hoceima war die Stadt meiner Träume;.-) aber auch nur weil es für mich ein rettendes Hotelzimmer und die Gewissheit, dass Riffgebirge hinter mir gelassen zu haben, bedeutete. Selber Schuld, Andrea! Du wolltest ja unbedingt dadurch, obwohl du genau wusstest ,dass davor gewarnt wird...also hör auf zu jammern.
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Auf dem Weg zum Cap des Trois Fourches
Am "Morgen danach" fuhr ich entlang der Mittelmeerküste, dann östlich Richtung Nador. 2 Tage blieben noch bis es gen Heimat ging. Da passten ja noch locker ein paar km rein. Baden war nicht wirklich, da es als Frau alleine nicht wirklich lustig ist. Ich bin nunmal in einem muslimischen Land und da fällt man schon auf, wenn man alleine unterwegs ist...dann noch Motorrad fährt...und kein Kopftuch trägt....aber im Bikini an den Strand ...geht gar nicht. Baden die Frauen hier doch mit allen Kleidern die Sie gerade tragen. Es wäre ein Unding diese ab zu legen.
So passe ich mich natürlich an, ich bin ja schliesslich Gast. Was dann aber bedeutet, dass ich auf den Strand verzichtet habe und mir die Zeit mit Rotkäpchen auf der Küstenstrasse vertrieben habe. Unter anderem Stand noch ein Ausflug zum Cap de Trois Fourches auf dem Programm.
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Cap des Trois Fourches
So Marokko! Jetzt heisst es dann Abschied nehmen! Es war fantastisch bei Dir!!! Unglaublich schöne Landschaften, sagenhaft gastfreundliche Bewohner!
Ich bin so beeindruckt von diesem Land, ich könnte hier noch endlos weiter erzählen und Fotos einstellen. Aber fahrt lieber selber. Wenn man nicht gerade Papiere verschludert ist auch die Ein- und Ausreise in recht kurzer Zeit zu bewältigen. Für die meisten war es eine Sache von 10 min. durch den Zoll zu kommen. Ich habe es dem Pech einer illegalen Einwanderin zu verdanken, dass ich noch mit kam. Die junge Frau wurde ich einem VW Bus entdeckt und so verzögerte sich die Abfahrt um etwa eine halbe Stunde. Genau die Zeit die ich brauchte um mein verlorenes Papier ersetzen zu lassen.
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