
Am 25.Aug.2013 startete ich zu einer Tour. Das Ziel war das Berggasthaus Beverin bei Thusis in 1880m Höhe. Von der Hinfahrt gibt es keine Bilder, es ging ja nur über die öde Autobahn. Eigentlich wollte ich irgendwo im Schwarzwald eine Zwischenübernachtung machen. Aber es lief so gut daß ich noch vormittags in Rheinfelden war. Na die restlichen 250 Km werde ich dann auch noch schaffen! Hier treffen sich und übernachten: Motorradfahrer, Mountain-Biker und Bergwanderer mit Rucksack. Dies war mein Standquartier, von dort aus machte ich meine Touren. Auch zu Fuß. Es ist ein Familienbetrieb. Der Wirt ist ein Original und fährt selbst Motorrad. Übrigens, gutes Essen ohne "Räuberpreise"!
Was ist das denn für ein merkwürdiges Gebäude? Bunker? Atomreaktor? Biogas-Anlage? Ihr kommt nicht drauf, es ist eine evangelische Kirche! Gefunden in Cazis. Das wird Alabama (Richard) freuen, der mag doch solche Bauwerke!
Hier fließt der Vorderrhein und der Hinterrhein zusammen. Bei Reichenau. Unter der Brücke kommt der Hinterrhein und nach links fließen beide gemeinsam Richtung Bodensee. Der Vorderrhein fließt durch die Rheinschlucht. Diese Schlucht entstand durch eine Naturkatastrophe. Vor 10000 Jahren ereignete sich ein Bergsturz. Gewaltige Schuttmassen stürzten in das Rheintal und verschütteten es auf 14 Km Länge. Es entstand ein riesiger See. Aber irgendwann hat der Rhein sich einen Weg dadurch gebahnt und schuf so die Rheinschlucht. Es gibt keine Straße hindurch, noch nicht mal einen Fußweg. Nur die Rhätische Bahn darf dort fahren.
Der Rhein ist dort recht wild. So wird River-Rafting angeboten, mit Nasswerde-Garantie!
Was ich nun mache wird dem Admin möglicherweise nicht gefallen. Aber es ist eine Möglichkeit viele Bilder knapp kommentiert ohne ellenlanges Geschreibsel hier hineinzubekommen. Format 640 x 480 und volle Größe.
Sonne, wo bist du?
Gewitter von unten... und von oben
Wilde und auch weniger wilde Blumen
Und wenn dort nur drei Häuser stehen, das Postauto fährt hin!
Jetzt bloß kein Gegenverkehr!
Am Julier Pass
Morteratsch Gletscher und der Bernina-Express
Ihr dummen Schafe! Müßt ihr denn diesen Dreck saufen wo ihr doch so schönes Quellwasser habt?
Wüste an Forcola Livigno. Das ist ein zollfreies Gebiet und gehört zu Italien. Dort ist lebhafter Ausflugs- und Einkaufsbetrieb. Ursprünglich war das mal dazu gedacht, dem notleidendem abgelegenen Tal wirtschaftlich zu helfen. Hat ganz schön geholfen! Zöllner habe ich keine gesehen. Ein Paradies für Schmuggler.
Der Preis ist heiß!
Warten auf Grün. Dieses Tal kann man über einen hohen Pass, oder aber durch diesen einspurigen Tunnel verlassen. Jedoch der ist mautpflichtig. 10€ oder 13CHF. Schon ist der Vorteil des billigen Benzins wieder dahin!
Distelblüte
Sonnenaufgang von meinem Fenster aus gesehen
Eine besonders schöne Kuh
Für ein 14 Jahre altes Motorrad sieht die doch noch ganz gut aus?
Das Laufrad einer Pelton-Turbine. Die wird dort eingesetzt wo große Gefällhöhe, aber nur geringe Durchflußmengen gegeben sind. Der Strahl einer oder mehrerer Düsen trifft mit mehreren 100 Km/h auf die Schaufel. Die Schneide teilt den Strahl und lenkt ihn um. Die Aufprallwucht und der Rückstoß des abfließenden Wassers setzt das Rad in Drehung. Der Nachteil dieser Konstruktion: Die Schaufeln werden nur stoßweise belastet da der Strahl sie nur auf einem geringen Teil des Umfanges trifft. Deswegen muß das Rad sehr stabil ausgeführt sein. Im Gegensatz dazu, bei einer Franzis-Turbine werden alle Schaufeln auf ihrem gesamten Umlauf immer gleichmäßig belastet. Franzis -Turbinen sind deswegen auch kleiner und leichter. Nur wegen des Regelaufwandes auch teurer.
Auf dem Oberalp-Pass steht der einzige Leuchtturm der Schweiz. Der leuchtet sogar. Hier ist die Rheinquelle (einer der vielen Rheinquellen). Er soll keine Schiffen den Weg weisen, er symbolisiert den Beginn des Rheines. Ein gleich aussehender Turm stand in Hoek von Holland an der Rheinmündung.
Zahnschiene. Sonst kommt die Bahn nicht den Oberalp-Pass rauf. Hier fährt auch der Glacier-Express, der langsamste Schnellzug der Welt.
Bärig
Am Furka. Im Hintergrund sieht man den Rhonegletscher
Gewaltige Kräfte aus dem Erdinneren haben die Alpen aufgefaltet
Vom Furka zum Grimsel. Das sind die Highlights einer Pässe-Tour
Ja wo ist dann der Rhonegletscher geblieben? Ich abe ihn noch gesehen, da reichte er bis zum Hotel Bellevue.Nun nur noch blanker Fels und Schotter.
Am Grimsel-Hospiz. Da ist an der Staumauer des Grimsel Sees eine Info-Ausstellung. Technik-Interessierte: sehenswert. Die Staumauer soll erhöht werden. Dann versinkt aber die Straße in den Fluten. Es wird dann eine Hängebrücke über den See gebaut. Der See dient der Stromgewinnung.
Auch der Steingletscher ist arg geschrumpft. Ich habe ihn noch gesehen, da reichte er bis zum See.
Wer über den St.Gotthard wollte, der muß erst mal durch die Schöllenen-Schlucht. Der Paß selbst war nicht problematisch, aber die Schlucht. Steinschlag, Lawinen, Hochwasser, das machte den Weg durch die Schlucht gefährlich. Der Eingang zur Schlucht ging über die Teufelsbrücke. Ihren Namen trug sie zu recht. Heute ist sie durch Tunnels und Lawinengalerien entschärft und problemlos zu befahren.
Der Glacier-Express kommt. Bahnhof Filisur. Seinen Namen trägt er nun zu Unrecht, kein Gletscher mehr zu sehen!
Am Albula-Pass
ehe ich noch unter Geländewagen. Eckig, kantig, funktionell. Solide und ehrlich.
Kreisviadukt des Bernina-Express kurz vor Tirana. Die Bahn fährt einmal in die Runde. Nur um Höhe zu gewinnen.
Zur Abwechselung mal zu Fuß
Via Mala. Das heißt: schlechter Weg. Wer über den Splügen-Pass oder den Bernhardino wollte, der mußte hier durch. Hier hat der Hinterrhein diese Klamm in das Gestein gefräst. Der Weg war lebensgefährlich. Der Rhein ist hier nur 1,60m breit. Konnte bei Hochwasser aber 50m tief sein. Kaum noch vorstellbar wie man dort mit Pferd und Wagen durchkam. Oder auch nicht.
Hier wurden Erze gefunden. Kupfer, Blei, Silber. An der Straße rauf nach Juf steht die Ruine einer Metallhütte.
Der höchste ganzjährig bewohnte Ort Europas
Almwege. Legal. Nicht alle. Aufpassen! Kann teuer werden.
En Drachen und eine Burgruine am Rhein. Gibt es nicht nur in Königswinter.
Fürstenau. (Alles in der Gegend von Thusis) Das soll die kleinste Stadt der Welt sein. Dann wohnt hier wohl der Fürst.
Dorfbrunnen in Feldis
Die Schweiz hat vier Amtssprachen. In Graubünden wird deutsch, italienisch und rätoromanisch gesprochen. Dann hat noch jedes Tal seinen eigenen Dialekt. Wer kann diesen Spruch auf einem Haus in Feldis lesen?
Der Blick aus meinem Fenster
Fuhrpark in Willis Garage
Der Piz Beverin, der dem Gasthaus den Namen gab (2998m)
Ultimative Spikesreifen an einer Motorsense
Wasserkraftanlage am Luckmanier-Pass. Wo die Schweizer einen Bach entdecken wird gleich eine Staumauer gebaut. Ein erheblicher Teil der elektrischen Energie wird in der Schweiz aus Wasserkraft gewonnen.
Es wird warm. Es geht ins Tessin.
Die alte St.Gotthard Straße
Bernhardiner in allen Größen. Das waren Begleithunde. Wenn ein Wanderer sich dem Hospiz näherte dann nahm der Hund das mit seinen feinen Sinnesorganen viel früher als die Menschen wahr. Dann lief er dem Wanderer entgegen und begleitete in sicher bis zur Herberge. Ebenso wenn jemand das Hospiz verließ. Der Hund lief solange mit bis der Wanderer auf einem sicheren Weg war. Ob die Berhardiner wirklich mit einem Branntweinfäßchen um dem Hals daherkamen weiß keiner so genau. Ist vielleicht nur eine hübsche Legende.
Furka, Grimsel und die Bergriesen dahinter zur Abwechselung mal ohne Wolken. Kaum zu glauben daß das Tal noch vor 100 Jahren fast bis zum Ort Gletsch mit Eis gefüllt war.
arg geschrumpfte Rhonegletscher vom Grimsel-Pass aus. Nur von dort sieht man noch ein wenig Eis.
Eines der vielen Kraftwerke am Rhein. Hier in Thusis. Das Wasser welches hier Strom produziert kommt durch ein verzweigtes Stollensystem von weit her. Es werden Gefällhöhen bis 500m erreicht.
Eine Fischtreppe. Die Fische können schlecht durch die Tubine schwimmen. Die Kraftwerke sind verpflichtet eine Mindest-Wassermenge, das Dotierwasser in das Flußbett zu leiten. Sonst säßen die Fische auf dem trockenen.
Am Auslauf des Kraftwerkes hat der Rhein wieder reichlich Wasser - bis zur nächsten Staumauer.
Geschmückte Kühe mit Glocken so groß wie Marmeladeneimer.
Rauf nach Obersaxen. Von dort sieht man schön in das breite Tal des Vorderrheines.
St.Martin in Obersaxen. Leider hatte die Gaststätte zu. Auch Wirte wollen mal Urlaub machen.
Almwege
Nanu? Affen legen doch gar keine Eier!
Auf den Gleisen der Rhätischen Bahn fahren nicht nur Luxuszüge. Auch Güter werden auf der Meterspur transportiert.
Wieder eine Bergwanderung mit ganz leicher Ausrüstung. Fotoapperat, Fernglas, Büchse Bier, leichte Jacke.
Hier hangelt sich der Glacier-Express auf seiner Zahnstange den Oberalp-Pass hinauf. Schöne Aussichtswagen, große Fenster bis zum Dach. Auch die zweite Wagenklasse. Nur, die Reisenden bekommen leider keinen Gletscher mehr zu sehen.
Museumsbetrieb auf der schon stillgegten und wieder instand gesetzten Furka-Bergstrecke. Der Heizer hat schon tüchtig Dampf gemacht, gleich geht es los. Da braucht der jedes bar Druck im Kessel! Der planmäßige Zug fährt durch den 14Km langen Tunnel. Nicht mehr über den Berg. Dafür ist die Verbindung wintersicher. Im Winter, wenn der Pass gesperrt ist nimmt er auch Autos auf Spezialwagen mit.
Die Lokomotive tankt Wasser. Ich brauche das wesentlich teurere Benzin!
100 Jahre hat die Lok schon auf dem Buckel. Es ist eine technische Rarität. Eine mit Kohle befeuerte Zahnradlok.
Start mit viel Qualm. Aber wer will da schon von Umweltverschmutzung reden? Vor 100 Jahren gab es keine Umwelt!
Beginn der Zahnstange. Das gibt ein Problem bei Bahnübergängen. Die Zähne überragen die Schienenoberkante um 6cm. Das wäre ungesund für Autoreifen. Und Sturzgefahr für Zweiräder. Da muß man die Zahnstange entweder unterbrechen, oder wie hier, wenn die Schranke geöffnet, absenken.
Und Tschüß!
Zwei schöne Oldtimer (MG). Der Dunkelgrüne sieht richtig vornehm englisch aus. Bei dem Roten muß ein Italiener beim Entwurf der Karosserie mitgewirkt haben.
Interessant: Der Kofferraum.
Original Willi. Der Wirt vom Gasthof Beverin. Er hat auch schon ein Denkmal!
Bergsteigen für Faule
Hallo Mädels! Gib ´nem Schweizer einen Baumstamm und eine Kettensäge. Er macht gleich ein Kunstwerk draus!
Hunger und Durst! Aber in Bonaduz, gleich am Bahnhof ist eine gute Pizzaria
So, geschafft, d.h. ich bin geschafft. Leider ist das Layout nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt habe. Das Programm ist zu schlau. So versucht der Text immer um die Bilder herum zu fließen. Beim Intro war das ja auch ganz sinnvoll, ansonsten manchmal störend. Ist aber trotzdem gut zu lesen. Vielleicht bekomme ich raus wie ich diesen Effekt demnächst vermeiden kann. Ich bin ja schon froh daß ich überhaupt Bilder hier hineinbekommen habe!
Fahrt ohne "Bumm!" in den hoffentlich schönen Herbst!
Peter

Kommentare 26