ACT Pyrinäen 2026 mit drei BMW GS 2 Ventiler Tag1 bis 5
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Bailey -
27. September 2026 um 04:35 -
582 Mal gelesen -
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ACT Pyrinäen 2026 - mit drei alten R80 G/S R80 GS und R100 GS
Das ist wieder so eine "Back to the Roots-Tour" die wir mit unseren alten Schätzen gefahren sind.
Drei Fahrer, drei alte BMW, jede Menge Schotter, Pässe, Schluchten, und einige Abenteuer. Die ACT führt vom Mittelmeer bei Cap de Creus quer durch die Pyrinäen bis zum Atlantik.
Tag 1 - Cap de Creus......Vom Mittelmeer zum Atlantik – Schranke zu, Abenteuer auf
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Hier der zweite Teil meiner ” Back to the Roots Tour”. Letztes Jahr nach 45 Jahren wieder einmal Seealpen und Piemont auf zwei Rädern ganz konsequent offroad. Dieses Jahr Pyrinäen, ich weiß nicht mehr genau aber auch mehr als 40 Jahre her als ich hier mit einer Suzuki DR 500 S erstmals Pyrinäen offroad gefahren bin. Damals gab es keine Reglementationen. Es gab ein Feldweg, Offroadpassagen, ein schöner Berg wo man hin wollte und es ging los. Keine fertigen Tracks, alles noch handgemacht. Heute etwas stärker reglementiert. Daher habe ich mich bei Back to the roots Teil 2 ganz bewust für ACT Pyrinäen entschieden! Nicht vergleichbar zu damals aber der ACT Track vermittelt exakt das feeling, das ich vor mehr als 40 Jahren empfunden habe.
Die Reise beginnt ab Cap Creus am Mittelmeer. Diesmal mit drei BMW GS.
BMW R 80 G/S, das absolute Original, BMW R80 GS rot...., BMW R100 GS weiß.
Wir sind ganz bewusst mit dem Jumper direkt nach Figueres gefahren um nicht unmengen an Autobahnkilometern auf dem Motorrad zu verbringen.
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Voll beladen nach Figueres, umfallen konnte da nichts.
Unser Basislager für den Transporter war ein Abstellplatz eines niederländischen Betreibers, auf dem unter anderem Wohnwagen überwintern. Dort konnten wir den Jumper stehen lassen, die Motorräder ausladen, Gepäck aufrödeln und aus der schnellen Anreise endlich eine Motorradtour machen.
Startklar! Ab jetzt gehts los., Und alles noch sehr sauber und noch nichts kaputt.
Cap de Creus: Start mit kleiner Planänderung
Der eigentliche ACT-Start sollte am Cap de Creus liegen. Nur hat die Zufahrt dort ihre eigenen Regeln: tagsüber ist sie zeitlich beschränkt. Wir kamen nach dem zulässigen Zeitfenster an – und standen vor der Schranke. Warten bis spät abends kam nicht infrage. Also wurde eben dort gestartet, wo wir noch hin durften. Das Mittelmeer war da, die Motorräder waren da, die Richtung stimmte. Mehr brauchten wir eigentlich nicht.
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Cap de Creus: weiter ging es für uns nicht – also begann die ACT eben hier.
Ein großes Startzeremoniell gab es damit nicht. Ein paar Fotos, ein letzter Blick aufs Meer, dann ging es westwärts. Vor uns lag die komplette Querung der Pyrenäen. Dank ACT sehr viel Offroad, genial und danke.
Wir haben Michelin Anakee Wild gefahren weil sich dieser Reifen bei “Back to the Roots” in den Seealpen und Piemont sehr gut bewährt hat.
„Nur ein bisschen einrollen"
Tag 1 sollte eigentlich zum Eingewöhnen dienen. Erst kleine Straßen, Dörfer und entspannte Passagen, dann nach und nach mehr Schotter. Genau richtig, um sich wieder an die voll beladenen Motorräder zu gewöhnen. Die Realität hielt sich allerdings nur teilweise an diesen Plan.
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Zwischen kleinen Orten und ersten Schotterpassagen – noch sah alles sehr zivilisiert aus.
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Dann wurde aus „einrollen“ langsam Arbeit: Steine und ausgewaschene Spuren.
Zweimal Bodenkontakt
Spätestens auf den gröberen Passagen war klar, dass die ACT auch am ersten Tag nicht nur Landschaft gucken bedeutet. Einer von uns nahm das Thema „Bodenkontakt“ gleich zweimal sehr wörtlich. Die Stürze selbst sind glücklicherweise nicht fotografiert – die Stellen, an denen man mit einer voll beladenen GS plötzlich sehr viel Motorrad bewegen muss, dafür schon. Danach ging es weiter. Die Motorräder können das ab, und die Fahrer lernen schnell.
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Nicht jede Passage ließ sich elegant lösen.
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Wenn die Spur nicht passt, wird aus Fahren schnell Schieben und Sortieren.
Für einen „Einfahrtag“ war damit jedenfalls genug Action geboten. Und gleichzeitig war genau das der Moment, in dem man merkt: Jetzt sind wir wirklich auf der ACT
.Und hier ganz offen gesagt: Ohne Offroaderfahrung sollte man das nicht machen. Ein Offroadtraining ist hier für Neulinge nicht nur zu empfehlen sondern meiner Meinung nach obligatorisch!
Das ist Tag eins und der ist einfach! Leider lässt sich auf Bildern nicht wirklich erkennen, wie steil und zum Teil richtig tiefe Schotterrinnen mit wenig Seitenführung das waren.
Mit jedem Kilometer mehr Pyrenäen
Nach den ersten ruppigen Passagen wurde die Landschaft immer größer. Am Col de Coustouges war endgültig klar, dass wir die Küste hinter uns gelassen hatten. Wald, kleine Pässe, wechselnder Untergrund und immer wieder diese Blicke, bei denen man automatisch anhält.
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Col de Coustouges – 824 Meter. Der erste richtige Passmoment des Tages.
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Je weiter nach Westen, desto größer wurde die Kulisse.
Col d’Ares und die hohen Wege
Später ging es hinauf zum Col d’Ares. 1.513 Meter, der Blick weit über die Berge und dazu genau die Art von Wegen, wegen der wir die alten GS mitgenommen hatten. Keine Hochglanz-Reiseenduros, sondern Motorräder, die Staub, Schotter und einen Umfaller nicht persönlich nehmen. Back to the Roots eben.
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Col d’Ares – 1.513 Meter. Sticker inklusive.
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Unfassbar schön, unfassbar leise, unfassbare Aussicht, Platz bis zum Horizont.
Feierabend: die BMW wird zur Bar
Irgendwann reicht es dann auch am ersten Tag. Auf dem Campingplatz hieß es Gepäck runter, Stiefel aus und improvisieren. Ein Motorradheck wurde kurzerhand zum Tisch, die Ausrüstung verteilte sich rund um die Maschinen und aus „wir trinken noch eins“ entwickelte sich der übliche gemütliche Tagesabschluss.
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Campingplatz-Logistik: Wo eine GS steht, findet sich auch irgendwo eine Ablagefläche.![]()
Der erste ACT-Tag war geschafft – Prosit.
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Estrella, ein ordentlicher Rum und etwas Speck: die improvisierte BMW-Bar war eröffnet.
Fazit Tag 1
Die Bilanz des ersten Tages: der geplante Startpunkt am Cap de Creus wegen der Zufahrtsregelung knapp verpasst, trotzdem am Mittelmeer losgefahren, erste Schotterkilometer gesammelt, zwei ungeplante Bodenproben erlebt und am Abend bereits mitten im Pyrenäen-Gefühl angekommen.
Als „lockeres Einrollen“ war das vielleicht etwas optimistisch beschrieben. Als Auftakt für die Querung vom Mittelmeer zum Atlantik war es ziemlich perfekt. Die Motorräder liefen, die Stimmung passte – und wir wussten jetzt, was uns in den nächsten Tagen erwarten könnte. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz
Camping Vall De Comprodon. Sauber und absolut OK
ACT Pyrenäen 2026 – Tag 2
Sonne, Weite und endlich richtig drin
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Tag 2: alte Boxer, trockener Schotter und ein Blick, der jede Pause rechtfertigt.
Der zweite Morgen begann genau so, wie man es sich auf einer solchen Tour wünscht: blauer Himmel, trockenes Wetter und gute Stimmung. Nach dem ersten ACT-Tag wussten wir inzwischen, was uns ungefähr erwartet – zumindest glaubten wir das. Die Motorräder wurden wieder beladen, die Stiefel angezogen und aus dem Campingplatz wurde innerhalb weniger Minuten wieder nur ein Punkt hinter uns. Tag 2 konnte beginnen.
Morgens: alles wieder auf Anfang
Am Campingplatz war die Routine schnell da. Gepäck festziehen, ein letzter Blick auf die Verzurrung, Helm auf – und los. Das Wetter spielte mit, die Stimmung sowieso. Nach den ersten Kilometern war der Abend zuvor vergessen und die drei alten GS wirkten wieder so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht als mit viel zu viel Gepäck durch die Pyrenäen zu fahren.
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Startklar am Campingplatz – Das wird ein langer Tag
Schnell wieder raus aus dem Tal
Lange dauerte es nicht, bis der Asphalt wieder zur Nebensache wurde. Die Wege zogen hinauf, wurden heller, trockener und staubiger. Oben öffnete sich die Landschaft immer weiter. Genau dafür waren wir hier: keine große Hektik, keine Kilometerjagd – einfach fahren, schauen, anhalten und weiterfahren.
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Breiter Schotter, blauer Himmel – so darf ein ACT-Morgen anfangen.
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Mit jedem Höhenmeter wurde der Blick größer.
Die alten Boxer fühlten sich in diesem Gelände erstaunlich selbstverständlich an. Kein elektronischer Schnickschnack, keine Fahrprogramme – nur Gas, Kupplung, Bremse und ein bisschen Gefühl dafür, wo das Vorderrad gerade hin will.
Oben wird es ruhig
Je höher wir kamen, desto weiter wurde die Landschaft und desto weniger begegnete uns. Auf den offenen Flächen standen Pferde, und über uns kreisten Geier. Für ein paar Minuten war der Motor aus – nicht weil etwas kaputt war, sondern weil man solche Momente besser ohne Boxergeräusch hört. Wenig später sahen wir dann auch, warum sie hier so zahlreich unterwegs waren: Am Boden machte sich eine ganze Gruppe über ein Stück Aas her.
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Über uns kreisten Geier in der Thermik.
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Wenig später am Boden: eine ganze Gruppe Geier über einem Stück Aas.
Dann wurde der Weg wieder enger
Die breiten Schotterpisten blieben nicht ewig. Später verschwanden wir wieder zwischen Bäumen, die Spur wurde schmaler und der Untergrund unruhiger. Mit den voll beladenen Maschinen bedeutete das: Tempo raus, Linie suchen und im Zweifel lieber einmal mehr die Füße runter.
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Aus der offenen Piste wurde wieder ein enger Waldweg.
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Voll beladen und langsam hoch – hier zählt eher Balance als Leistung. Auf dem Bild ist kaum zu erkennen, wie steil es tatsächlich war. Dafür ist sehr gut zu sehen, dass das Rücklicht bereits einem weiteren Einschlag zum Opfer gefallen war.
Genau diese Wechsel machen die ACT so reizvoll. Eben noch steht man auf einem offenen Höhenzug und sieht kilometerweit, wenige Minuten später arbeitet man sich im ersten Gang durch eine schmale, steinige Passage.
Pause auf der Höhe
Zwischendurch gab es immer wieder Plätze, an denen man eigentlich nur kurz anhalten wollte – und dann doch länger stehen blieb. Die Motorräder waren inzwischen staubig, die Fahrer auch, aber das Wetter blieb perfekt. Auf den Hochflächen war genug Platz für eine Pause, einen Blick auf die Karte und die Frage, welcher Weg wohl als Nächstes der richtige ist.
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Kurze Pause vor der Bergkulisse – genau dafür fährt man hier hoch.
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ACT am Kotflügel – inzwischen nicht mehr nur Aufkleber, sondern Programm.
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Kurzer Stop, Warten auf die dritte BMW
Auf 2.160 Metern – Refugi de la Feixa
Auf der Hochfläche tauchte schließlich das Refugi de la Feixa auf. 2.160 Meter stand auf dem Schild – und der Platz passte ziemlich genau zu diesem Tag: Felsen, niedrige Bergkiefern, viel Himmel und weit und breit keine Hektik. Also Motor aus, Handschuhe runter und erst einmal schauen.
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Refugi de la Feixa auf 2.160 Metern – ein guter Grund, die Boxer kurz abzustellen.
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Liegestühle zwischen Felsen und Bergkiefern. Viel mehr braucht eine Pause eigentlich nicht.
Solche Stopps gehören für uns genauso zur ACT wie die Schotterpassagen selbst. Man fährt nicht hier hoch, um möglichst schnell wieder unten zu sein. Kaffepause, kleiner Snack. Einfach nur erholsam.
Zwischen Ort und Hochfläche
Sehr oft haben wir kurze Pausen eingelegt um und etwas auszuruhen vor der nächsten Passage
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Pause, kurz anhalten,Epresso und Wasser, dann wieder zurück auf die Strecke.
Rund um die Hochflächen blieb die Landschaft offen und fast menschenleer. Dafür standen immer wieder Pferde Schafe, Ziegen Kühe und was sonst noch so da standam Weg – und unsere drei alten GS wirkten zwischen ihnen fast schon wie ein weiterer Teil der Landschaft.
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Der Tag hatte inzwischen genau den Rhythmus, den wir gesucht hatten: fahren, anhalten, kurz orientieren, weiterfahren. Keine Kilometerjagd – dafür immer wieder Bilder, bei denen man automatisch länger stehen bleibt.
Feierabend: Campingplatz statt Fahrerlager
Irgendwann war dann Schluss mit Schotter und Höhenmetern. Auf dem Campingplatz wurden die Motorräder abgestellt, das Gepäck blieb größtenteils dort, wo es war, und aus dem Platz zwischen den alten BMWs wurde innerhalb weniger Minuten unser improvisiertes Fahrerlager. Unter die Dusche und der Abend konnte beginnen.
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Abendstimmung zwischen Motorrädern, Campingstühlen und allem, was man tagsüber mitgeschleppt hat.
Und sogar ein Stück meiner Enduro-Geschichte war dabei: ein altes Shirt der 15. BERU East-Enduro-Challenge vom 12./13. September 2008 in Neuhaus-Schierschnitz. Dort war ich mit einer DRZ400E am Start. Irgendwie passte das ziemlich gut zu drei Motorrädern, die selbst längst bewiesen haben, dass Alter kein Grund ist, zuhause zu bleiben.
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15. BERU East-Enduro-Challenge 2008 – alte Geschichten gehören bei so einer Tour offenbar automatisch dazu.
Abendbrot wie vor mehr als 40 Jahren
Für das Abendessen brauchte es weder Restaurant noch große Küche. Ein Brett, ein Messer, Brot, Wurst, Speck, Oliven, Gurken und ein kaltes Getränk – mehr war nach einem langen Tag auf der ACT nicht nötig. Die Aluplatte am Motorrad wurde kurzerhand zum Tisch.
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Abendbrot auf dem Motorrad: Brot, Wurst, Speck, Oliven und Gurken – mehr brauchte es nicht.
Damit war Tag 2 für uns abgeschlossen: staubige Motorräder, müde Beine, volle Mägen und die Gewissheit, dass wir jetzt endgültig im ACT-Rhythmus angekommen waren.
Der zweite Campingplatz hieß Camping El Pont dÀrdaix.
Am nächsten Morgen würde wieder alles von vorn beginnen: Gepäck festziehen, Helm auf – und los.
ACT Pyrenäen 2026 – Tag 3
Der Schmugglerpfad nach Andorra – weniger Fotos, mehr Arbeit
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Tag 3: Fahrerisch der härteste Tagr, grober Schotter und ein Weg, der beide Hände am Lenker verlangte.
Der dritte Tag sollte uns über den Schmugglerpfad Richtung Andorra führen. Auf der Karte war es eine Linie durch die Berge. In der Realität wurde daraus einer dieser Tage, an denen man irgendwann aufhört, ständig die Kamera herauszuholen. Nicht weil es nichts zu sehen gab – sondern weil die Strecke unsere volle Aufmerksamkeit brauchte.
Morgens: Noch sieht alles harmlos aus
Am Campingplatz standen die drei GS wieder fertig beladen. Das Wetter war bestens, der Himmel blau und die Stimmung gut. Nach zwei Tagen hatte jeder seine Routine: Gepäck prüfen, Helm auf, noch einmal rund ums Motorrad schauen – und los.
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Startklar am Campingplatz – drei alte GS und ein neuer Tag vor uns.
Schon nach kurzer Zeit verschwand der Asphalt wieder. Die Wege wurden schmaler, der Untergrund gröber und die Richtung eindeutig: hinein in die Berge.
Richtung Schmugglerpfad
Die Landschaft öffnete sich immer wieder und bot genau die Bilder, wegen denen man so eine Reise macht. Dazwischen lagen Schotter, Waldpassagen und kleine Auffahrten. Noch war genug Luft, um anzuhalten und die Aussicht mitzunehmen.
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Pyrenäen im Großformat – bevor der Weg wieder enger wurde.
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Unterwegs auf Schotter: im Bild sieht es meist harmloser aus, als es sich auf dem Motorrad anfühlt.
Die Motorräder waren voll beladen und alles, was lose war, machte sich auf solchen Strecken irgendwann bemerkbar. Geschwindigkeit spielte kaum eine Rolle. Wichtiger waren Linie, Balance und ein bisschen Reserve.
Der Schmugglerpfad: weniger Fotos, mehr Arbeit
Vom eigentlichen Schmugglerpfad gibt es erstaunlich wenige Bilder. Das war keine vergessene Kamera und auch kein fehlendes Motiv. Teile der Strecke waren schlicht so derb, dass wir uns aufs Fahren konzentrieren mussten. Mit den beladenen alten GS blieb dort wenig Platz für Fotostopps.
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Noch wirkt der Weg auf dem Foto überschaubar. Von den härtesten Passagen danach gibt es kaum Bilder – dort hatten wir anderes zu tun.
Es gab Abschnitte, in denen jeder für sich fuhr und nur darauf achtete, sauber durchzukommen. Genau solche Passagen wirken hinterher oft unspektakulär, weil ausgerechnet dort das Foto fehlt. Aber im Kopf bleiben sie umso deutlicher.
Erst einmal Wasser. Dann Schatten.
Nach der anstrengenden Auffahrt war die Priorität ziemlich eindeutig: anhalten, Wasser auffüllen und kurz herunterkommen. Die Temperaturen und die langsame Arbeit auf dem groben Untergrund kosteten Kraft – bei Mensch und Maschine
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Nach der Auffahrt: Wasser auffüllen. Viel komplizierter musste die Pause nicht sein.
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Schatten, Motorräder abstellen und ein paar Minuten nichts tun – genau richtig.
Solche Pausen dauern nie besonders lange. Aber nach einem technischen Abschnitt reichen ein paar Minuten im Schatten, bis aus Anstrengung wieder Lust auf die nächsten Kilometer wird.
Wieder Luft zum Schauen
Hinter den gröberen Passagen wurde die Strecke wieder ruhiger. Plötzlich war wieder Zeit für die Dinge am Rand: ein Pferd mitten auf dem Weg, ein Bach im Wald und diese Mischung aus Sonne, Schatten und trockener Bergluft.
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Vierbeiniger Verkehrsteilnehmer auf der Piste – kein Grund zur Eile.
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Ruhiger Waldweg am Bach. Nach dem Schmugglerpfad fühlte sich so etwas fast wie Erholung an.
Gerade dieser Wechsel machte den Tag aus: eben noch konzentriertes Arbeiten am Lenker, kurz danach wieder eine Landschaft, in der man einfach nur langsam fahren und schauen wollte.
Parc Natural de l’Alt Pirineu
Die Route führte durch den Parc Natural de l’Alt Pirineu. Die Schilder machten deutlich, dass motorisierte Wege hier geregelt sind – und zugleich, wie abgelegen wir inzwischen unterwegs waren. Kleine Orte, Viehweiden und viel Landschaft bestimmten den weiteren Weg.
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Parc Natural de l’Alt Pirineu – klare Regeln für motorisierte Wege.
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Vila-Rubla oder Solans? Hauptsache weiter in die richtige Richtung. Hier wird scharf geschossen.
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Weite Hochflächen mit Vieh – wieder ein völlig anderer Charakter der Strecke.
Zurück auf den Pässen
Später wurde aus dem groben Offroad-Tag wieder eine klassische Pyrenäen-Tour. Zwei Passschilder erzählen den Wechsel fast allein: Port del Cantó auf 1.721 Metern und danach der Port de la Bonaigua auf 2.072 Metern. Nach dem Schmugglerpfad fühlte sich selbst eine Passstraße fast luxuriös an.
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Port del Cantó – 1.721 Meter.
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Port de la Bonaigua – 2.072 Meter.
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Kurzer Halt auf der Höhe – irgendwo vor der Skikulisse.
Ankommen in Arties
Irgendwann reichte es dann auch. In Arties war der Campingplatz erreicht und aus der Fahrerei wurde wieder Alltag: Motorrad abstellen, Gepäck sortieren, Helm runter und erst einmal schauen, was der Tag an Spuren hinterlassen hatte.
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Angekommen am Camping Era Yerla d’Arties – die rote GS noch komplett im Reisemodus.
Nach einem Tag mit so viel Schotter und so wenig Fotopausen war das Ankommen selbst schon ein kleines Ziel. Die Strecke war geschafft – und die Motorräder hatten wieder einiges einstecken müssen.
Spuren des Tages
Am Abend zeigte sich, dass so ein Tag nicht nur bei den Fahrern Spuren hinterlässt. Die Bilder sprechen für sich: am Heck wurde demontiert, am Cockpit mit Kabelbindern improvisiert und später im Dunkeln noch einmal am Boxer nachgesehen. Was genau an diesem Abend repariert wurde, lässt sich aus den Fotos allein nicht sicher sagen – aber Werkzeug und Improvisation gehörten offensichtlich genauso zum Tag wie Schotter und Pässe.
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Am Heck musste Hand angelegt werden.
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Kabelbinder: auf Reisen oft erstaunlich universell.
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Zylinder als Ablage für einiges, ein Nachttisch sozusagen.
Damit war Tag 3 beendet: ein Tag mit wenigen Bildern ausgerechnet dort, wo es am meisten zu erzählen gab. Der Schmugglerpfad hatte uns beschäftigt, die Pässe entschädigten mit Aussicht – und am Abend war wieder klar, warum bei alten Motorrädern ein bisschen Werkzeug nie zu viel Gepäck ist.
ACT Pyrenäen 2026 – Tag 4
Staub, Weite wir auf dem Weg Richtung Castejón de Sos
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Roter Schotter, zwei sehr treue Seelen und ein Tal, das fast zu groß für ein Foto ist
Tag 4 begann wieder am Campingplatz – die Motorräder beladen, das Wetter klar und der Blick nach vorn gerichtet. Schon die ersten Bilder des Tages zeigen, wohin die Reise gehen sollte: weg vom Asphalt, hinaus auf offene Pisten, durch Weideland und über Höhenzüge. Der Tag wirkte auf den ersten Kilometern fast entspannt. Später stand der Staub so dicht über der Strecke, dass man die vorausfahrende Maschine zeitweise nur noch an ihrer Silhouette erkannte.
Morgens: wieder alles festzurren
Am Campingplatz war die übliche Morgenroutine inzwischen eingespielt. Gepäck prüfen, Gurte nachziehen, Jacke zu, Helm auf. Die GS standen zwischen Wohnwagen und Bäumen – noch sauber genug, um nicht zu verraten, wie der Tag später aussehen würde.
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Morgens am Campingplatz: Die Boxer warten schon, nur die Fahrer müssen noch los.
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„4x4 empfohlen“ und in 500 Metern endet der Asphalt – die Richtung ist damit klar.
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Am Wegesrand wird es schnell ländlich: Tiere auf den Weiden statt Verkehr.
Hochflächen, Vieh und viel Platz
Die Landschaft wurde offen und ruhig. Auf den Wiesen standen Rinder, dazwischen verliefen breite Schotterwege, die sich ohne große Hektik durch das Gelände zogen. Solche Abschnitte machen den Reiz der ACT aus: fahren, anhalten, schauen – und dann wieder weiter.
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Rinder an einer Wasserstelle vor großer Bergkulisse – mehr Pyrenäen geht kaum.
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Weite Täler und ein schmales grünes Band im Grund: der Blick reicht kilometerweit.
Wenn aus Schotter Staub wird
Mit trockenem Untergrund kam irgendwann der Staub. Auf den Bildern wirkt die Piste breit und übersichtlich, doch bei mehreren Motorrädern hintereinander reicht schon ein trockener Abschnitt, und die Sicht wird schlagartig schlechter. Abstand halten, ruhig fahren und die Linie sauber wählen – mehr braucht es manchmal nicht.
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Drei Motorräder, trockener Schotter und jede Menge Staub in der Luft.
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Endurowandern vom Feinsten
Saut deth Pish – ein Wegpunkt auf 1.555 Metern
Zwischendurch tauchten immer wieder Schilder auf, die dem Tag einen Namen und eine Höhe gaben. Bei Saut deth Pish stand 1.555 Meter auf der Tafel. Ein kurzer Stopp, ein Blick auf die Umgebung – und schon war wieder klar, warum man auf solchen Touren nie nur die Kilometer zählen sollte.
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Saut deth Pish, 1.555 m – ein markanter Punkt entlang der Strecke.
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Offene Hochfläche und Berge in alle Richtungen.
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Viel war nicht mehr übrig: nur noch dieser Oberschenkelknochen – offenbar der letzte Rest dessen, was die Geier hinterlassen hatten.
Über den Tälern
Je weiter der Tag fortschritt, desto häufiger öffneten sich die Täler unter uns. Dörfer lagen tief unten im Grün, dahinter Staffel um Staffel aus Bergen. Genau an solchen Stellen wird aus einer Pause schnell eine Viertelstunde – weil man eigentlich noch ein Foto machen möchte und dann doch nur dasteht und schaut.
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Blick hinunter ins Tal – Dörfer, Wald und Berge übereinander geschoben.
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Ein zweiter Blickwinkel zeigt, wie tief die Straße unterhalb der Höhenzüge liegt.
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Ardanué – kleine Orte werden auf solchen Tagen zu festen Punkten im Gedächtnis.
Coll de Fadas und Castejón de Sos
Nach den Pisten kamen wieder Namen, Höhenangaben und Asphalt unter die Reifen. Der Coll de Fadas liegt laut Schild auf 1.470 Metern. Kurz danach tauchte Castejón de Sos auf. Für mich war das mehr als nur ein Ortsname: Über viele Jahre war ich in den Pyrenäen zum Drachenfliegen unterwegs – vor allem in Àger und hier in Castejón de Sos. Deshalb machten wir hier natürlich Pause – ein kleines Wiedersehen mit einer Gegend, mit der ich viele Erinnerungen verbinde.
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Castejón de Sos – hier machten wir Pause. Für mich ein Ort mit vielen Erinnerungen aus den Jahren des Drachenfliegens
Die alten BMWs machten dabei weiterhin genau das, was sie sollten. Kein Drama, keine Show – Gepäck drauf, Boxer an und weiter.
Roter Schotter, große Kulisse
Später änderte sich die Farbe des Untergrunds. Der Schotter wurde rötlich, und gleichzeitig ging der Blick weit hinunter in die Täler. Das war einer dieser Punkte, an denen die Motorräder einfach abgestellt wurden, weil man das Bild nicht vorbeifahren lassen wollte.
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Noch einmal der Blick ins Tal: Straße, Wald und Berge bis zum Horizont.
Sobrarbe: Orientierung am Wegesrand
Eine große Übersichtskarte der Comarca de Sobrarbe machte deutlich, wie weitläufig die Region ist. Für uns war sie weniger Navigationshilfe als Bestätigung: Wir waren mittendrin in einer Landschaft, in der ein paar Zentimeter auf der Karte schnell viele Kilometer und Höhenmeter bedeuten.
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Comarca de Sobrarbe – einmal kurz einordnen, wo man eigentlich gerade unterwegs ist.
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Offene Hochfläche und Berge in alle Richtungen.
Zwischen Schotter und Schlucht
Tag 4 war kein reiner Schottertag. Zwischen den Pisten lagen immer wieder schmale Bergstraßen, die sich durch enge Felswände zwängten. Gerade dieser Wechsel machte die Strecke so reizvoll: eben noch Staub und lose Steine, kurz darauf Asphalt in einer Schlucht, in der die Felsen fast über der Straße zusammenzuwachsen schienen.
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Zwischen den Schotterpassagen ging es immer wieder auf schmale Bergstraßen.
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Spektakuläre Schluchten gehörten genauso zu Tag 4 wie Staub und lose Steine.
Solche Abschnitte waren landschaftlich spektakulär und gleichzeitig eine willkommene Abwechslung zwischen den längeren Schotteretappen. Unfassbar schöne Strecken und extrem wenig Verkehr.
Abkühlung im Bergbach
Nach den warmen und staubigen Kilometern kam die Abkühlung genau richtig. Direkt an unserem Campingplatz war dieser Bergbach . Hier war dann auch für heute schluß mit Motorradfahren: Stiefel aus, Beine ins Wasser – und aus der kurzen Pause wurde ziemlich schnell mehr. Das Wasser war eiskalt, aber nach dem Tag genau das Richtige.
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Eiskaltes Bergwasser – nach Staub und Hitze trotzdem ein Genuss.
Ein ausgesprochenes Ziel war: Baden im Mittelmeer, Baden im Atlantik und irgendwo in einen See hüpfen, naja hier ist es eben ein Bergbach
Zurück am Platz wurde aus dem Fahrerlager wieder Küche und Treffpunkt. Die Motorräder standen im Schatten, die Sachen trockneten, und auf dem improvisierten Tisch landete alles, was noch da war: Brot, Wurst, Schinken, Tomaten, Gurken und Oliven.
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Der Abend wurde gesellig – ein schöner Abschluss nach einem langen Tag in den Bergen. Hier haben wir mit zwei weiteren BMW Fahrern angestoßen und erzählt.
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Das ist die Ankunft am Campingplatz – staubig, voll beladen und bereit für den nächsten Tag.
Campingin Puertolas, Huesca Spanien. Calle del Valle de Aniscolo
Tag 4 – Staub, Pässe und lange Blicke
Am Ende blieb von Tag 4 vor allem der ständige Wechsel hängen: morgens der Campingplatz, dann das 4x4-Schild und das Ende des Asphalts, Rinder auf den Hochflächen, staubige Pisten, enge Bergstraßen und dazwischen immer wieder spektakuläre Schluchten. Später kamen die langen Blicke über die Täler, Castejón de Sos mit alten Erinnerungen – und schließlich eine Pause, bei der kaltes Wasser wichtiger war als noch ein weiterer Kilometer.
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Die alten GS waren inzwischen sichtbar von der Reise gezeichnet, aber genau dafür waren sie dabei. Nach der Abkühlung im Bergbach ging es zurück zum Campingplatz. Dort wurde improvisiert gegessen, erzählt und der Tag in geselliger Runde beendet. Genau diese Mischung aus Strecke, Landschaft, Anstrengung und solchen ungeplanten Momenten machte Tag 4 besonders.
ACT Pyrenäen 2026 – Tag 5
Schluchten, grober Schotter und am Abend Frankreich
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Schon am Morgen zeigte sich, dass Tag 5 noch einmal alles zusammenbringen würde, was diese Tour ausmachte: tiefe Schluchten, kleine Bergstraßen, ruppige Pisten und offene Hochflächen. Später sollte die Strecke uns aus Spanien hinaus auf die französische Seite führen.
Spektakuläre Schluchten
Zwischen den Schotterpassagen öffneten sich immer wieder gewaltige Schluchten. Die Straße klebte stellenweise regelrecht am Fels, während tief unten nur noch Wald, Stein und Wasser zu sehen waren.
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Blick tief hinein in die Schlucht.
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Unten im Einschnitt zieht sich der Bergbach durch den Wald.
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Ein kurzer Stopp zum Schauen lohnte sich immer.
Puerto de Cotefablo – und wieder Schotter
Am Puerto de Cotefablo, 1.423 Meter, war noch einmal Asphalt unter den Reifen. Kurz danach wurde es wieder deutlich gröber: lose Steine, ausgewaschene Spuren und eine Linie, die man besser vorher auswählte als mittendrin.
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Kurzer Blick zurück auf die Strecke.
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Auf dem Foto wirkt es harmloser als auf einer voll beladenen alten GS.
Durch Dörfer und weiter nach Aragón
Nach den groben Passagen tauchten plötzlich wieder kleine Orte auf. Pflastergassen, alte Steinhäuser, ein paar enge Durchfahrten – und wenige Kilometer später schon das nächste Schild am Straßenrand.
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Mit der GS durch die enge Dorfstraße. Solche Passagen gab es sehr viele.
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Gerade dieser ständige Wechsel machte den Tag interessant: Schotter, Dorf, Asphalt, Wald – und wieder zurück auf die Piste.
Hochflächen und Wegweiser
Weiter oben wurde die Landschaft wieder offen. Ein einfacher Wegweiser im Gelände war manchmal mehr wert als jede Navi-Anzeige – vor allem dort, wo mehrere Spuren gleichzeitig in die Berge führten.
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Wegweiser mitten auf der Hochfläche.
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rgendwo im Niergendwo führt der Weg direkt an diesem Steinkreis vorbei, – einer dieser Stopps, die man nicht planen kann. Als Ortsbezeichnung auf dem Foto steht: Esterencuby. Es ist eine Rekostruktion eines Cromlech, einer Feuerbestattungsstätte aus vorgeschichtlicher Zeit.
Pferde, Rinder und die Grenze im Blick
Tiere gehörten auf diesen Höhen ganz selbstverständlich zur Strecke. Pferde und Rinder standen direkt neben der Fahrbahn, und an den Schildern wurde deutlich: Frankreich war nicht mehr weit.
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Pferde und Rinder direkt an der Strecke.Manchmal noch Schafe und Ziegen, hier läuft alles frei herum.
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Orbaitzeta, Pamplona – und Saint-Jean-Pied-de-Port ist bereits angeschrieben.
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Noch einmal anhalten – dann weiter Richtung französische Seite.
Die Landschaft wird grüner
Je näher wir Frankreich kamen, desto weicher wurde die Landschaft. Die trockeneren Hochflächen lagen hinter uns, stattdessen zogen sich grüne Bergrücken und dunkle Wälder bis zum Horizont.
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Ein völlig anderer Charakter – und trotzdem noch immer Pyrenäen.
Frankreich – und ein Campingplatz voller Pilger
Am Ende des Tages kamen wir in Frankreich auf einem Campingplatz an, auf dem viele Menschen übernachteten, die den Jakobsweg zu Fuß liefen. Zwischen Wanderschuhen, Rucksäcken und Pilgergeschichten standen plötzlich unsere staubigen alten BMWs.
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Angekommen nach einem langen Tag – das T-Shirt mit dem LG-Slogan passte ziemlich gut zur Stimmung.
Wir waren auf zwei Rädern über Pisten und Pässe gekommen, die anderen zu Fuß. Am Abend war der Unterschied eigentlich gar nicht mehr so groß: Hauptsache angekommen.
Camping Municipal in Saint-Jean-Pied-de-Port. Die Stadt ist extrem schön und empfehlenswert.
Feierabend
Später blieb noch Zeit für einen kleinen Rundgang. Nach Staub, Schotter und Motorengeräusch war die ruhige Abendstimmung am Wasser fast ein Gegenprogramm zum Rest des Tages. Eine extrem schöne Altstadt.
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Abendlicht, alte Steinhäuser und die Spiegelung im Wasser – so endete Tag 5.
Morgens noch in den Schluchten und auf grobem Untergrund in Spanien, abends in Frankreich zwischen Pilgern des Jakobswegs. Viel mehr Abwechslung passt kaum in einen einzigen Fahrtag. Und hier waren wir direkt am Fluß essen, hervorragend.
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