Ich bin heute die neue B-King probegefahren und mir ging folgendes durch den Kopf: Die neuen Motorräder fahren alle - aber auch alle - sowas von perfekt, dass sich mir die Frage stellt: "Und jetzt, wars das ?" Ich bin aufgewachsen mit Motorrädern, die schon ganz leidlich fuhren aber noch ihre Macken, Fehler und Eigenheiten hatten - Charakter nennt man das glaube ich. Das fehlt mir bei den Supergeräten der Neuzeit einfach - ich fahre nicht, sondern werde mit Irrsinsspeed durch die Gegend chaufiert. Zumindest im halbwegs legalen Bereich kann das Lesen der Straße oder das Finden der richtigen Bremspunkte einfach entfallen - das Moped bügelt alle Gemeinheiten der Straßenbauer eh aus, das Bremsen gelingt immer noch wie von selbst, selbst wenn ich mal später als beabsichtigt damit beginnen sollte, Lastwechsel die ne saubere Linie verhageln könnten gibts einfach nicht mehr, Ohrstöpsel sind überflüssig geworden ( zumindest bei Naked-Bikes ) da man vom Motor oder Auspuff fast nichts mehr hört - außer beim vollen Durchbeschleunigen ( aber das verbietet sich im öffentlichen Straßenverkehr durch die Wahnsinnspower der neuen Teile von selber ). Ich liebe einfach ein deutliches Ansauggeräusch - das ist wie Musik! Fehlanzeige! Hier sind doch sicher einige Leutchen, die wie ich schon länger fahren und für die sich die Frage auch stellt oder Biker, die bis jetzt nur Neuzeitliches gefahren sind und die mir den Reiz an dieser Art von Motorradfahren erklären können. Ich spreche hier nicht die Ringfahrer an - dort reizt man natürlich auch die neuen Moppeds aus und dann stellt sich auch der von mir angesprochene "Charakter" ein - mir gehts um die mehr oder weniger StVo-konforme Fahrweise und deren Auswirkung auf die Charakterfrage. Bin mal gespannt!
Wie sehr Ihr das mit den neuen Moppeds?
-
Gelöschter Benutzer -
8. Januar 2008 um 18:40
-
-
Und genau aus dem Grund Fahr ich Ältere Maschinen


die sind nicht so Langweilig :biggthumpup: -
Was hast du gegen Perfektion und Fortschritt? Auf der anderen Seite kann man mit ein wenig handwerklichem Geschick, einer großen Zange und einem Brecheisen eine Maschine, die dem heutigen Stand der Technik entspricht auch dahin bekommen, das die Bremsen wieder schwammig werden und ein Fahrwerk bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr ordentlich geradeaus läuft. 8-) 8-) 8-) Gruß Manfred
-
Genau deshalb fahr auch auch ne W 650 Retrobike. Die hat noch Charakter. Aber im Ernst natürlich ist passive Sicherheit heutzutage unbedingt wichtig und ein paar nützliche Features wie Heizgriffe auch erfreulich und meiner Meinung nach können auch nicht alle ein Bike mit Charakter zu fahren. Was ich nicht lesen will daß sich jemnand mit einem Bike mit Charakter( mancher würde FAHRSCHWÄCHE nennen) zu Tode gebracht hat. Also passt gut auf euch auf Kurt aus München er
-
Tja da kann ich nicht viel zu sagen(schreiben) 1.Fahre ich noch nicht so lange 2.Fahre ich sicher nicht STVO-Konform 3.Auf dem Ring zeigt sich der Charakter,Dein Reden Aber ein Ansauggeräusch habe ich schon und meine Kollegen(die schon seit 20 Jahren und mehr fahren) wundern sich bei meiner "Kleinen" wie laut Serienmachinen sind. Außer meine Hornet die brüllte,mit Zubehörtröte,wie bekloppt.

-
Fortschritt macht so lange Sinn, so lange die Perfektion noch nicht ereicht wurde - folglich schließen sich Perfektion und Fortschritt gegenseitig aus. Aber das ist ein anderes Thema. Mir geht es darum, dass Perfektion den Reiz des Motorradfahrens nur kurzzeitig erhöht - wie bei so vielen Dingen im Leben. Ich möchte mich reiben können, möchte meine persönlichen Grenzen verschieben, ohne gleich Kopf und Kragen riskieren zu müssen. Aber genau dies ist bei den neuen Motorrädern der Fall. Es ist einfach ein geiles Gefühl, einen alten Hobel flüssig durch eine verzwickte Kurvenkombi getrieben zu haben oder genau auf den Punkt zu bremsen. Erfahre ich das bei einem modernen Motorrad, dann war ich im Umkehrschluss vorher viel zu schnell - kein schönes Gefühl. Übrigens - damit meine ich nicht so segensreiche Erfindungen wie ABS. Das ist wirklich nützlich, weil es nur zum Tragen kommt, wenn ich selber oder andere Scheiße gebaut haben. Ich fühle mich bei neuen Motorrädern gerade durch die Perfektion des Funktionierens ein Stück weit um meinen eigenen Einfluss auf das 'Erfahren' gebracht. Und zum Brecheisen
Ich verbringe meine Zeit dann doch lieber damit, einen alten Eisenhaufen ein Stück weit zu vebessern - die Gefahr, dass mir das bis zur Perfektion gelingen könnte, ist eh nicht gegeben.

-
ja, cb 250 und XS 400 kenne ich auch noch, aber gerade das Perfekte der neuen Bikes macht für mich deren Reiz aus. Das ausloten der eigenen Fähigkeiten mit einem etwas übermotorisierten Bike in engem Geläuf, oder auf große Tour gehen, ist schon eine besondere Herausforderung.

-
Hallo Maggi, stell Dir mal auf einem 2008-Spitzentechnik-Motorrad einen 130ér Metzeler von 1985 vor. Dann ist das alte "Erfahren" gleich wieder da. Da ist mir der 180ér SportPilot schon lieber
Und wenn die Kreidler wieder durch den 18ér Bing schnorchelt, ist auch gut......
Timmi -
also ich bin vielleicht nicht grade was man erfahren nennt, aber ich muss sagen, dass ich auch auf die motorradcharakteristischen macken verzichten könnte. ich fahr ja die alte cb500 und kenne auch ihre kleinen eigensinnlichkeiten im vergleich zu "modernen" bikes und nciht alles davon ist positiv, allerdings was ich noch bei keinem einzigen modernen bike bemerkt habe ist ein derartig tiefer schwerpunkt, wie der der honda. moderne bikes dagegen scheinen mir alle nahezu perfekt in der technik abgestimmt zu sein, was ich aber auch sher kompfortabel finde und meiner meinung nach ist das keineswegs ein hinderniss für den fahrspaß
-
renegade2k Du fährst eine relativ moderne PC26. Die alte CB500 sieht so aus:
renegade2k
Klasse Verschreiber! :lol:
Grüße
Steffen -
Dieses Thema enthält 33 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!