So 100%ig klappt das bei mir nicht mit dem Blick weit voraus beim Kurvenfahren. Wie nämlich hier schon geschrieben, fahre auch ich dann automatisch dahin, wo ich hinschaue. Und zwar auf dem kürzesten Weg, sprich: Linkskurve wird gnadenlos geschnitten. Darüber sagt leider auch der Herr Spiegel nix. ------------- Hallo Steffen, doch, doch, Herr Spiegel sagt dazu schon was. Seite 196 (Hinter die Kurve schauen). Dort wird beschrieben, wie genau Du der Kurve folgen sollst: 'Nachdem wir ohne weiteres in der Lage sind, statt nach dem Wahrnehmungsbild auch nach dem Vorstellungsbild zu fahren, macht es nicht die geringste Schwierigkeit, nicht nur weit in eine Kurve zu schauen, sondern auch in den folgenden Streckenabschnitt "hineinzuschauen", der in diesem Augenblick noch gar nicht sichtbar ist. Wenn wir wirklich am Bewegungsentwurf "entlangfahren" wollen, dann darf er nicht erst im letzten Augenblick festgestellt werden, zumal das noch verdeckte Kurvenstück oder der folgende Streckenabschnitt durchaus bereits Einfluß auf die Linie im schon einsehbaren Kurvenstück haben kann. Das gilt keineswegs nur für die eintrainierte Rennstrecke, auch auf der Straße haben wir durchaus schon eine gewissenVorstellung, wie sich eine nicht voll einsehbare Kurve fortsetzt, und richten unseren Bewegungsentwurf danach ein (wobei wir hoffentlich noch gewissen Reserven für "Unvorhergesehenes" bereitgestellt haben) Der große Wert des Vorsatzes, hinter die Kurve zu schauen, besteht vor allem darin, daß das Bestreben des Fahrers, fortgesetzt Hypothesen zu bilden, aufrechterhalten bleibt. Sind doch die wichtigsten dieser Hypothesen jene, die sich darauf beziehen, welche Gefahren sich in einem nicht einsehbaren Fahrbahnteil oder Streckenabschnitt verbergen könnten. ..........' Schöne Grüße von Renate
Wie fährt man eine an Kehre ?
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Gelöschter Benutzer -
2. Juli 2005 um 20:21
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Hallo, ich bin die letzte Woche ca. 2500 km durch die Dolomiten gegurkt und habe fast täglich mitbekommen, das Motorradfahrer/innen die Kehren falsch durchfahren. Es gab dabei etliche gefährliche Situationen weil mein Gegenüber die Kehre geschnitten (Linkskehren) hat oder auf die Gegenfahrbahn getrieben (Rechtskehren) wurde. Dabei konnte ich immer wieder feststellen, daß meist die Blickführung der Geisterfahrer nicht stimmte. Ich versuche seit einiger Zeit bei jeder Kurve dahin zu sehen, wo ich hinfahren will. Bei Kehren vergewissere ich mich vorab, ob in oder vor der Kehre Fahrzeuge sind. Komischerweise durchfahre ich mit dieser Technik die Kurven und Kehren wesentlich flüssiger und komme auch nur noch sehr selten dadurch auf die Gegenfahrbahn. Die Technik mit der Blickführung habe ich letztes Jahr bei einem dreitägigen Sicherheitstraining gelernt. Gehört habe ich schon vorher immer wieder davon, aber erst seit diesem Training wende ich sie auch an. Habt Ihr auch schon solche Situationen erlebt und habt Ihr auch Tips für die richtige Kehrendurchfahrt. Gruß Kuddel
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Wieso ist das komisch? Ich finds logisch! ;o)
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Bin vor zwei Wochen aus Kroatien zurückgekommen. Ich habe dieselbe Feststellung gemacht wie Du. Wenn man den Blick in die Fahrtrichtung lenkt und nicht auf die Fahrbahn, klappt es mit der Kurve ganz prima. Leider starren ganz viele Biker auf die 10 Meter vor den Mopedreifen und bekommen so die Kurve nicht richtig hingebraten. Ich finde, daß Dein Beitrag ein ganz WICHTIGER ist, um zur Sicherheit beizutragen. Ich fahre am Dienstag wieder in die Dolomiten und zum Monte Baldo. Da schaue ich dann auch immer erst "WO GEHT ES HIN" und nicht wieweit ist die Kurve noch weg. Gruß PANNIE
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Blickführung ist die absolute Basis einer jeden Kurve. Üb weiter, das liegste schon richtig Jürgen
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Wie sagt unser Trainer Rolf Rau beim Sicherheitstraining: "Der Mensch ist eine Waffe, er trifft das wohin er blickt." Damit dürfte klar sein wo man landet wenn man in einer Kehre / Kurve ängstlich nur den Mittelstreifen anpeilt, weil man den nicht überfahren will oder den Stein den man umfahren will. Genau, man trifft es erst recht. Und deshalb ist die Blickführung so wichtig, das Ziel will anvisiert werden, und das ist das Kurvenende
Soweit die Theorie...ich schaff das aber auch nicht immer, aber üben hilft
Ich ermahne mich auch zwischendurch immer wieder, wenn ich merke, dass ich doch die Mittellinie anpeile 
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Jo Bodo, so gehts mir auch. Für mich ist es echt hartes Training. Hatte mal nen Schüler im Mofakurs, der beherrschte das (zwar nur auf der Mofa, dennoch) von Anfang an vorbildlich. Dachte ich auch, der eine hats, der andere muss eben immer wieder neu dran üben. Also bleiben wir schön dran. Jürgen
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Mein Sicherheitstrainer (Andy aus Köln) sagt: Guckst du Sche***, fährst du Sche*** Mir geht es wie Bodo etc: Ich kenne den Trick mit dem Blick, wende ich aber leider nicht immer an. Wenn ich mich dabei erwische, es nicht zu tun, ermahne ich mich selbst mit dem Spruch und dann geht es auch ganz gut
Also ÜbenÜbenÜben
Gruss
Gert -
Hallo Kuddel, Du hast da ein ganz interessantes Thema ins Rollen gebracht. Die Blickführung - so wurde mir in der Fahrschule eingetrichtert - ist beim Kurvenfahren das Wichtigste. Und ich hab oft wie gebannt auf die "Gefahrenstelle" geschaut - und bin dann auch genau dorthin gefahren. Weil es einfach nicht so gut klappen wollte, mit der kichtigen Blickführung habe ich mir (auf einen Rat eines Bikers hin) ein sehr gutes Buch gekauft, daß u.a. auch dieses Thema behandelt: "Die obere Hälfte des Motorrades" Über die Einheit von Fahrer und Maschine von Bernt Spiegel Motorbuch-Verlag, Stuttgart ISBN 3-613-02268-1 Hier geht ein Verhaltensforscher an den "Werkzeuggebrauch" des Menschen heran. Das Motorrad steht dabei als Beispiel für Werkzeuge des Menschen schlechthin. Gerade der Motorradfahrer ist es, der hier zu ganz neuen Einsichten gelangen kann und dazu noch äußerst nützliche Hinweise für Training und Praxis erlangt. Bernt Spiegel ist ebenso in die Motorradpraxis zu Hause, wie in der Verhaltenswissenschaft. Er ist der Senior unter den Instruktoren des MOTORRAD-Perfektionstrainings auf dem Nürburgring. Unter anderem beschreibt er die wichtigen Faktoren: In die Kurve hineinschauen Hinter die Kurve schauen - lange außen bleiben - spät einlenken - Scheitelpunkt spät Kurvenausgangsgeschwindigkeit Frühzeitiges Beschleunigen wieder weites Vorausschauen in Kurven -Kopf aus Schräglage- Gas anlegen mit Gas unterstützen....... Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen - wegen der Fülle von Informationen und Vergleichen. Aber ich finde, dass es echt um Verständnis wirbt. LG aus der Eifel von Renate
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Ich habe das, Anfang diesen Jahres, von einem Kollegen gehört und habe es einfach mal probiert. Es klappte beim ersten mal schon prima und seitdem ich das gemerkt habe, versuche ich die Kurven immer so zu fahren. Dahin schauen, wohin ich will und nicht dahin wo ich gerade fahre, dann kommst Du durch jede Kurve ohne grossartig auf die Gegenfahrbahn zu geraten. Ich finde den Beitrag echt gut. Blickführung ist das wichtigste beim Kurven fahren. Uli
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