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Spendenbereitschaft wieso ....

  • brummi-1952
  • 7. Januar 2005 um 10:26
  • brummi-1952
    Beiträge
    124
    Bilder
    2
    • 7. Januar 2005 um 10:26
    • #1

    Antwort auf @HONDA_Driverin: Hallo Honda-Driverin, ich bin da ganz Deiner Meinung. Wo ist die Lobby der Kinder ? Täglich verhungern tausende von Kindern und es juckt scheinbar keinen, bis auf wenige, Menschen. Zehn Prozent der Spenden für die Flutopfer und viele dieser Kinder könnten überleben. Aber wer fährt schon in diese Gebiete, in die ärmsten Gebiete, in Urlaub. Öl gibt es da warscheinlich auch keins und dann juckt es ja keinen wenn die Kinder da verhungern. Gruss Brummi-1952

  • sgt-zapper
    Gast
    • 7. Januar 2005 um 11:01
    • #2

    Antwort auf @HONDA_Driverin: Die Plötzlichkeit des Ereignisses lässt sich medial besser verarbeiten. Das ist vermutlich auch schon alles. [sarkasmus an] Man kann keine 10-Jahres-Serien über Hungergebiete senden. Das guggt sich niemand an. Oder es müsste gänzlich ander aufgemacht sein, quasi eine Misereor-Lindenstrasse. Sicher eine Marktlücke, sollte man mal den Privatsendern vorschlagen, damit liessen sich vergleichsweise billig Sendeplätze füllen und wär sicher auch interessanter als die 10.000dste Gerichtssendung, Dumpfbackentalk oder Schmuddelblock. [/sarkasmus aus] Trotzdem versteh ich nicht, was nun schlimm dran ist, wenn das erstmals so stattfindet. Es könnte durchaus Mode werden, es traut sich ja kaum ein Promi nichts zu spenden, nicht genannt zu werden ist schlieslsich das schlimmste, und so könnte das für zukünftige Fälle durchaus ein Präzedenzfall sein. Eine so entwickelte weltweite "Spendenkultur" brächte auch viel mehr, als staatliche Hilfen je möglich machen könnte. Und letztlich floatieren Teile der einmal in Bewegung gesetzten Spendengelder dann um den Globus, denn wer einmal so wirksam Hilfe bekam, wird bei nächster Gelegenheit versuchen zumindest mit dem ihm möglichen kleinen Teil etwas zurück zu geben. -- Gruss Micha SuperTschoppo - jetzt: http://www.supertschoppo.de

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 7. Januar 2005 um 17:22
    • #3

    Antwort auf @HONDA_Driverin: Hi, ok, wenn die Kinderlobby gefordert ist, voila: Wir spenden schon seit Jahren regelmäßig, z.B. für die SOS-Kinderdörfer. Wegen der Flutwelle haben wir ebenfalls noch mal gespendet, weil wir der Meinung sind, dass die Länder mit der Sache nicht alleine fertig werden können und daher Unterstützung brauchen. Kann man sicher kontrovers betrachten, aber uns tut der Betrag nicht wirklich weh und wenn es dann den Opfern hilft, warum nicht. Leider ist es gerade bei der Flutwelle wohl so, dass viele Kinder "übriggeblieben" sind und Hilfe brauchen. Ob die Kinder in Afrika wichtiger / unwichtiger sind, möchte ich dabei nicht beurteilen. Jedes Kind, das aus irgendwelchen Gründen Hilfe braucht, sollte unterstützt werden. Die westliche Welt hat die finanziellen Möglichkeiten also kann man das nutzen. Es wird ja keiner gezwungen zu spenden. Bodo -- Helft euch und anderen zu überleben: http://www.MehrSi.de Lebe jetzt, wer weiß was morgen ist :)

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 7. Januar 2005 um 17:40
    • #4

    Im Großen und Ganzen habt Ihr schon recht, es ist wichtig sich für andere Menschen einzusetzen und wenn sie in Not geraten, sollte es für alle Menschen selbstverständlich sein zu helfen. Was mir allerdings im Moment ein wenig Bauchschmerzen bereitet, sind die hohen Verwaltungskosten der Hilfsdienste. Nach meinem Kenntnisstand sind es bis zu 20 % die von den Spendengeldern in die Verwaltung gehen. Oder hat jemand von Euch schon anderes gehört. Vielleicht bin ich ja nicht mehr auf dem neuesten Stand. Desweiteren hat ein Herr Westerwelle bei einer der großen Spendengalas im TV darauf hingewiesen, dass doch alle etwas mehr spenden sollen da es doch steuerlich geltend gemacht werden kann. Wenn ich mir überlege um wieviel der Staat zusätzlich belastet und wieviele Firmen ihre Billanzen so "hinspenden" können dass sie steuerlich noch besser da stehen (es aber nicht an die Verbraucher weitergeben), dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Für mich steht jedenfalls fest, ich spende das was ich kann an eine Organisation die ein festes Vorhaben unterstützt (Schulen, Waisenhäuser usw.) und wo ich weiß das die Verwaltungskosten offengelgt werden. Und selbst wenn ich einen Spendenbescheid bekomme, werde ich ihn nicht mit einreichen. Gruß an alle aus Nordfriesland, Tiktak -- Die schwerste Turnübung ist immer noch die sich selbst auf den Arm zu nehmen!!

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 7. Januar 2005 um 20:59
    • #5

    Antwort auf @HONDA_Driverin: da ist etwas daran. Die amis führen auch nur dort krieg wo sie sich wirtschaftlich etwas davon versprechen. Ich denke aber, dass hier die folgende Faktoren mitspielen: die Berichtserstattung in den Medien beeinflusst die öffentliche Meinung hier sehr stark. Der Mensch ist ein Herdentier, und der Einfluss der Medien ist bekanntlich sehr hoch. Die Sendezeit der Flutkatastophe an einem Tag übersteigt wahrscheinlich die Sendezeit über Hungerhilfe in einem Jahr. Es hat "Einmaligkeitscharakter", es ist nicht wie Hunger oder Kindersterben ein chronisches Weltleiden. Wenn ich Spende, habe ich die Sicherheit, in einem Jahr nicht wieder Spenden zu müssen. Ich muss mich nicht mit der Frage der "Dauerverpflichtung" oder das "Schuldgefühl in einem Jahr" aus einander setzen. Die Bilder von ausgehungerte Afrikaner in Flüchtlingsläger kennen viele schon seit Jahrzehnten, darauf sind wir abgestumpft. Viele nehmen es nur noch zur Kenntnis, oder haben Zweifel ob Spenden nachhaltig etwas bewirken. Es sind Europäer, Deutsche betroffen. Somit gibt es eine höhere Verbundenheit mit alle Opfer, bzw. dem Ereignis. Und es ist etwas was wir aus jungster eigene Erfahrung (Oder, Elbe) kennen aus Deutschland, Überflutung. Wer kennt bei uns schon Hunger, Malaria, oder Kindersterben? Spenden ist trotzdem nicht falsch. Wenn die Spendenbereitschaft aber nicht On-Top ist, was ich bei vielen vermute, bedeutet es das für andere Zwecke weniger gespendet wird. Somit sind die Betroffene dieser Katastrophe auch diejenigen, wofür sonst gespendet geworden wäre. Eine verrückte Idee, das Menschen die in den ausgetrocktneste Teilen der Welt leben, unter die Flutkatastophe leiden, oder? Mir tun die Hilfsorganisationen aber auch leid, denn Sie sind verpflichtet das Geld zweckgebunden zu verwenden. Ich bedaure inzwischen auf meine Überweisung den Zweck "Überflutung Südostasien" angegeben zu haben. Die Unicef ist besser als ich in der Lage zu beurteilen, wo in der Welt sie meinen Beitrag und für was am sinnvollsten und dringendsten verwenden. Ich glaube, ich sende mal eine Nachricht an die Unicef, sie können mein Geld auch ruhig für etwas anderes verwenden. Cup -- Wer nur einen Hammer als Werkzeug hat, sieht in jedem Problem einen Nagel. (Abraham Maslow)

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 8. Januar 2005 um 09:12
    • #6

    Antwort auf @CupReplika: Stimmt, es gibt schon Hilfsorganisationendie die Gelder gar nicht mehr unterbringen können und daher um Überweisung ohne Verwendungszweck und damit Bindung bitten. Bodo -- Helft euch und anderen zu überleben: http://www.MehrSi.de Lebe jetzt, wer weiß was morgen ist :)

  • gerry76
    Gast
    • 8. Januar 2005 um 10:18
    • #7

    Antwort auf @HONDA_Driverin: Die spendenbereitschaft der Deutschen finde ich sehr löblich,und wer es kann,ist sicher auch froh ein stückweit zu helfen bzw mit dazu zu sorgen das der Aufbau schnell von statten gehen kann.Das ganze Leit dieser Region wird man ja auch nicht mit Geld wieder ausgleichen können. Auf der anderen Seite frage ich mich warum die Regierung über 500 Millionen spenden muss wobei andere Länder,die weitaus stärkere Finazmittel haben nur die Hälfte spenden,oder hat unter den Ländern ein Wettstreit im Spenden stattgefunden?? gruss gerry -- http://www.mehrsi.de

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 8. Januar 2005 um 16:59
    • #8

    Antwort auf @HONDA_Driverin: Hallo, melde mich hier mal zu Wort! Wer denkt wir Deutschen würden erst jetzt etwas tun, wo sehr populistisch über die Flutopfer in den Medien berichtet wird, der irrt gewaltig! Wir Deutschen sind, was die Spendenbereitschaft angeht, ein sehr freizügiges Volk. Das gilt im übrigen auch für die Entwicklungshilfe der Bundesrepublik. Was mich persönlich und meine Familie angeht, so bin ich aktiv in einnem Karnevalsverein, der seine Einnahmen ( letztes Jahr z.B. 3400,- Euro; in den letzten 27 Jahren über 50.000 Euro ) an wohltätige Institutionen überall in der Welt spendet, die ohne, oder mit geringem Verwaltungsaufwand Hilfe leisten.(Darauf achten wir sehr stark!) Unter anderem haben wir in einem Südindischen Kinderdorf Projekt (St.Boniface Anbaham) zwei Häuser bauen helfen! Diese Dörfer sind der Flutkatastrophe nur knapp entgangen und helfen nun Obdachlose, darunter viele Kinder, aufzunehmen. Man kann also Freude haben ( z. B. Karneval feiern ) und dabei Gutes tun! Dabei leisten wir auch noch Jugendarbeit, denn bei uns tanzen fast 100 Kinder ganzjährig carnevalistische Tänze! Nicht jeden Tag steht über die Hilfsaktionen und Helfenden etwas in den Zeitungen! Also nichts für Ungut, es wird nicht erst seit Tsunami geholfen und danach sicher auch noch Gruß Kawagünni

  • Gelöschter Benutzer
    Gast
    • 8. Januar 2005 um 17:19
    • #9

    Antwort auf @gerry76: mir persönlich ist ein wettstreit der einzelnen länder beim spenden immer lieber als ein wettrüsten. und seien wir mal erlich, so schlecht wie es z.b. in der tollen bild zeitung täglich geschrieben wird, geht es uns deutschen beiweiten nicht. muenchi -- wenn ich mal sterben muß, dann bitte lächelnd wie mein onkel und nicht schreiend und heulend wie sein beifahrer http://www.mopped-mania.de.vu

  • gerry76
    Gast
    • 8. Januar 2005 um 19:25
    • #10

    Antwort auf @muenchi: natürlich sollte man die Spendenbereitschaft sehr positiv sehen,aber man hat halt schon so die Meinung das Deutschland immer das erste Land an der Spitze sein will,sollte nicht jedes Land soviel ausgeben wie es auch verkraften kann,oder sagen die sich ach spenden wir halt auf Teufel komm raus. gruss gerry -- http://www.mehrsi.de

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